Martin M. schrieb:
Linux ist schon richtig, dort würde ich es brauchen.
Genauer gesagt auf einem Raspberry Pi 4.
Eine Idee, wie ich dort zum Treiber mtk_t7xx kommen könnte?
Den Kernel übersetze ich dort ja nicht selber.
Ich kann dir nicht sagen was in deinem OS für Raspberry Pi drin ist. Besonders da es ja mehrere Linux-Distributionen für Raspberry Pi gibt.
Wenn dein OS den Treiber nicht hat dann könntest du die anderen Linux-Distributionen für Raspberry Pi durchprobieren.
Funktioniert dies ähnlich, wie wenn ich USB patchen muss,
also Header zum passenden Kernel herunterladen, auspacken,
Treiber-Sourcen herunterladen und auspacken und
dann versuchen ihn außerhalb des Kernels zu übersetzen?
Müsste grob so sein, wenn du nicht den ganzen Kernel kompilieren willst. Aber ich bin mittlerweile bei Linux (nicht speziell Raspberry Pi) an dem Punkt dass ich bei so etwas normalerweise den ganzen Kernel (cross-)kompiliere. Ich finde es einfacher als das Gefummel mit Fragmenten des Kernel-Source.
Oder kann dies nur Raspberry selbst, also müsste ich denen
eine Anfrage senden, ob sie den Kernel-Schalter aktivieren könnten?
Kannst du machen. Ich glaube allerdings die werden dich ignorieren.
Martin M. schrieb:
Noch zum FCC-Unlock: Wenn ich nur AT Befehle nutze und nicht MBIM,
muss ich FCC-Unlock trotzdem via ModemManager machen?
Oder gibt es da evt. AT-Kommandos wo ich selbes machen kann?
Theoretisch sollte ein FCC-Lock nur in US-Firmware Versionen von Modems sein. Beim FM350-GL munkelt man (Gerücht, muss nicht stimmen), dass der FCC-Lock weltweit drin ist. Vielleicht hast du ja Glück und das stimmt nich. Für erste Versuche kannst du ModemManager und NetworkManager weg lassen (beide nicht starten) und statt dessen mbim-network konfigurieren und benutzen.
Dann, FCC-Unlocking ist hersteller-spezifisches, propritäres Geheim-Wissen. Das ist so gewollt. Die Unlock-Scripte für Linux basieren entweder auf hersteller-spezifischen, propritären Binaries oder sind durch Reverse-Engineering entstanden.
Die wenigen Unlock-Scripte die mit ModemManager kommen (ich kenne keine anderen) verwenden Unlock-Funktionen die in libqmi und libmbim einkompiliert sind. Die Scripte rufen diese über mbimcli oder qmicli auf. Scripte mit AT-Kommandos mag es geben, ich kenne keins.
Frank K. schrieb:
https://cateee.net/lkddb/web-lkddb/MTK_T7XX.html
Das ist offensichtlich ein Treiber für PCIe
Nur falls es nicht klar ist, das Modem verwendet PCIe über M.2, müsste also passen.
Normalerweise schaut man erst, ob das Teil bei einem selber funktioniert
und drückt erst dann auf den "Kaufen" Button.
Du meinst wahrscheinlich "bei anderen mit vergleichbare Konfiguration funktioniert". Das kann ich nur unterschreiben. Mobilfunk-Modems unter Linux können ziemlich garstig sein und die Tools sind miserabel bis gar nicht dokumentiert. Wenn du dann bei Fehlern nicht einmal weißt ob das Modem, Treiber, die Management-Software oder die eigene Konfiguration schuld ist wird Debuggen ekelig.