Induktivität für 230V

OP #7476281
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Ich beginne langsam und behutsam, mich mit dem Thema Differential Mode Netzfilter für 230V 50Hz zu beschäftigen.

Da will ich auf jeden Fall eine Induktivität. Allerdings frage ich mich noch 2 Sachen:

  1. Sind Induktivitäten generell für 230V ausgelegt, also zum Beispiel sogar Amazon Ramsch (https://www.amazon.de/AUKENIEN-Inductor-Radial-Induktivit%C3%A4t-Sortiment/dp/B0B1J9PLJW) oder braucht man schon eine Funkentstördrossel um davon auszugehen (https://www.reichelt.de/funkentstoerdrosseln-ringkern-c3182.html?&nbc=1) oder muss das sogar im Datenblatt stehen (Hab sogar bei Würth Ringkerndrosseln Datenblätter ohne Spannung gefunden)

  2. Was soll die maximale Leistung in den Datenblättern? Leistung die drüber fließt oder Leistung, die durch den Kern in Wärme umgewandelt wird?

Gruß Hans

OP #7476363
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Harald W. schrieb:

Hans B. schrieb:

  1. Sind Induktivitäten generell für 230V ausgelegt,

Bei Induktivitäten ist die angelegte Spannung normalerweise uninteressant, wichtig für die Bemessung ist der Strom. Natürlich muss man auf den Berührschutz achten.

Für den Berührungsschutz bin ich verarntwortlich, klar. Ich habe da aber erstmal Bedenken wegen der Isolierung der Windungen untereinander. Bei so Kondensatoren habe ich erst auf den 2. Blick gesehen, dass die nur für 50V ausgelegt sind. Die Windungen könnten theoretisch ja auch so schlecht isoliert sein, dass 230V durchschlagen.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7476378
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Das ist durchaus eine berechtigte Frage. Es gibt auch Fälle, wo dies eine Rolle spielt. Also die Durchschlagspannung zwischen den Wicklungen und die Durchschlagspannung zum Kern. Da sollten die Induktivitäten, die direkt am Netz hängen, also vorher nicht über OpferVorwiderstand, kleiner Kondensator und Varistor am Netz hängen mindestens zwischen 2 bis 4 kV aushalten.

Es gäbe dann noch eine weitere Angabe, die sich auf DC bezieht, selten auch AC. Das betrifft die Ermüdung des Isolationslackes durch schleichende galvanische Prozesse mit der Umgebung, insbesondere der Feuchtigkeit.

Für normale COTS Produkte wird das meines Wissens so gut wie nie gemacht. Für die Hochvolttechnologie von E-Fahrzeugen sehe ich das als sinnvoll an.

Es gibt Firmen, die können Bauteile auf so etwas testen. Finden sich in der Branche der Weltraumtechnik. Solche Daten gibt es, wenn dann nur direkt vom Hersteller und finden sich nicht in den freien PDF zum Herunterladen.

#7476452
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Hans B. schrieb:

Sind Induktivitäten generell für 230V ausgelegt

Sind sie nicht, gewöhlich stehts drauf oder im Datenblatt ob sie für Netzspannung 250V oder 440V geeignet sind. Die Prüfspanungen sind da 1500/1800Volt. Ein 4kV Model ist eher selten. Bei den mit einer Wicklung stellt sich die Frage kaum da sie im Normalfall keine hohen Spannungen erreichen. Andererseits wäre es gut zu wissen ob sie als Zünddrossel geeignet wären ;-) Dumm das keine Spannung erwähnt wird :-( PS Die Amazon ähnlichen hatten bis 150V noch keine internen Überschläge. Unklar wie viel sie mehr oder dauerhaft vertragen.

#7476588
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Hans B. schrieb:

  1. Sind Induktivitäten generell für 230V ausgelegt

Nein, sind sie nicht. Wie Harald aber schon geschrieben hat ist das in den meisten Anwendungsfällen egal, da über eine Spule quasi keine Spannung anliegt. Kannst ja mal ausrechnen mit dem Blindwiderstand der Spule bei deiner Frequenz und dem Strom der drüber fließen wird. Falls du schon mal in das ein oder andere Datenblatt einer Funkentstördrossel geguckt hast, auch dort ist nicht immer eine Spannung angegeben. Es gibt aber auch spezielle Spulen extra für HV, z.B. https://www.we-online.com/en/components/products/pbs/power_magnetics/high_voltage_power_inductors

Hans B. schrieb:

  1. Was soll die maximale Leistung in den Datenblättern? Leistung die drüber fließt oder Leistung, die durch den Kern in Wärme umgewandelt wird?

Ist das eine ernst gemeinte Frage? Wenn ja, warum spielst du dann an 230 V rum, wenn dir solche Grundlagen fehlen... Leistung fließt nicht! Strom fließt! Und nur der Strom ist für die Verlustleistung relevant. Es geht also um die Verluste in der Spule. In vernünftigen Datenblättern gibt es auch Derating-Diagramme, in welchen man sehen kann, bei welcher Umgebungstemperatur welcher Strom erlaubt ist.

#7476591
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Achim H. schrieb:

Sind sie nicht, gewöhlich stehts drauf oder im Datenblatt ob sie für Netzspannung 250V oder 440V geeignet sind. Die Prüfspanungen sind da 1500/1800Volt. Ein 4kV Model ist eher selten.

Du bist bei Common Mode Chokes, da gibts ne Spannungsangabe! Es geht hier aber um Differential Mode, das filtert man mit ganz normalen Spulen mit 1 einzelnen Wicklung

#7480199
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Hans B. schrieb:

Harald K. schrieb:

Hans B. schrieb:

Thema Differential Mode Netzfilter für 230V 50Hz

Welches Problem willst Du damit lösen?

15-50kHz Differential Mode Spannung wegkriegen. Bitte nicht weiter ausdiskutieren, hier geht es erstmal darum, dass mir nix um die Ohren fliegt.

Bei Würth bist Du schon richtig. Die haben auch gute Artikel zum Thema Netzfilter verfasst. Eine sehr gute Hilfe ist der RedExpert. Du mußt Dich nur anmelden, dann kannst Du die Design Tools nutzen. mfg Klaus

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