Das Tool zum Bedienen der seriellen Schnittstelle nennt sich "Terminalprogramm", z.b. HTERM oder Brayterm oder auch PuTTY. Wenn du die Schnittstellenparameter nicht kennst, bleibt dir nur das Ausprobieren.
Um welches Gerät handelt es sich denn?
Wenn das Gerät aber mit seiner seriellen Schnittstelle ein /Protokoll/ verwendet, wird das Verwenden eines Terminalprogrammes nichts bringen, denn das Gerät wird erst dann Daten senden, wenn es dazu aufgefordert wurde.
Was ist das für ein Gerät, und was ist über die Schnittstelle noch bekannt?
Nebenbei:
"Hterm" und "Bray" sind übrigens keine Terminalprogramme, auch wenn sie gerne so bezeichnet werden. Das sind Schnittstellentest- und Analsyeprogramme.
Ein Terminalprogramm bildet ein Terminal (wie z.B. DEC VT100) nach, das machen Putty, Teraterm oder auch das "gute" alte Hyperterminal.
Kann ich den Com-Port einfach mit dem CMD-Tool auslesen
Was auch immer das CMD Tool ist.
CMD ist die Kommandooberfläche und sie bietet das Kommando COPY COM1: file.log an, damit werden die über COM1 empfangenen Bytes (default Baudrate 9600bps, sonst MODE vorweg wie Mode Com1: Baud=9600 Parity=N Data=8 Stop=1) in die Datei file.log geschrieben, aber wann hört die Übertragung auf ? Bei einem Ctrl-Z in der Datei. Ob du das willst ? Und mit /b weiss er gar nicht mehr, wann er aufhören soll, abschiessen des Programms ist nicht die feine englische Art
Also das Gerät ist ein Siemens AquaStop WFT 10.D12S
Entwickelt durch Siemens Building Technologies so wie Landis & Staefa Divison.
In der Betriebsanleitung wird die RS232-Schnittstelle nur benannt. „Das Bedienteil umfasst eine RS232-Schnittstelle“.
Meine Hoffnung ist es, den Durchfluss auslesen zu können.
Das Kommandozeilen-Tool war nur eine Idee.
Meine Hoffnung ist, dass das Gerät die Messwerte selbstständig ausgibt und dazu keine Abfrage nötig ist.
Ich also nur die Baudrate herausfinden und ggf. von Hex umwandeln muss.
Ich also nur die Baudrate herausfinden und ggf. von Hex umwandeln muss.
Das ist mit Putty möglich?
Mit viel Geduld ja. Neben der Baudrate kommt ja auch noch
die, wenn vorhanden, Parityeinstellung.
Mit Stopbits=1 kann Mann eher nicht viel falsch machen.
Das Putty Hexdumps der eingegangenen Daten erzeugt,
waere mir aber neu. :)
Vielleicht kann es eine Logdatei mit Hexdaten erzeugen?
P.S.
Es waere Siemnens durchaus zuzutrauen, eine nicht standardisierte
Baudrate zu verwenden. Also z.B. 50 kBaud.
Dann kannst du bis zum Sanktnimmerleinstag probieren.
Dann kannst du bis zum Sanktnimmerleinstag probieren.
Man könnte zumindest mal ein Oszilloskop anschliessen. Wenn man es hat. Nachdem die Dinger inzwischen aber nicht mehr 1 Monatslohn kosten sondern eher 1 Stundenlohn sollte man so was haben.
Mir hat die herkömmliche Ente das hier empfohlen:
https://www.manualslib.de/manual/509800/Siemens-Wft10.html#manual
das Handbuch von 1999.
Allerdings ist zur Schnittstelle (9-pol. DSub der Abbildung nach) nur erwähnt, dass Servicekräfte damit Grenzwerte verstellen können. Baudraten, Protokoll und ähnlich unwichtiges wird verschwiegen.
Ich fürchte aber, daß das ganze zu keinem Ergebnis führen wird.
a) Das Ding ist uralt
b) Das Ding ist von Siemens und Siemens will nur "autorisierte" Techniker daran herummachen lassen
Abgesehen davon:
c) Das ist eine Konfigurationsschnittstelle. Ohne entsprechende Stimuli wird das Gerät auf der Schnittstelle recht wahrscheinlich nichts ausgeben, und durch Gerate herauszufinden, wie die aussehen mögen, ist illusorisch.
Meine Hoffnung ist es, den Durchfluss auslesen zu können.
Das sieht leider schlecht aus:
"Der Volumengeber leitet die erfassten Daten über eine Anschlussleitung an die Überwachungseinheit weiter. Diese vergleicht die aktuellen Daten mit den parametrierten Grenzwerten. Wird ein Grenzwert überschritten bzw. wird von einem externen Gerät ein Alarm ausgelöst, unterbricht das Absperrventil die Wasserversorgung."
Zur Schnittstelle:
"Parametrierung: Die Grenzwerte der Überwachungskriterien lassen sich nur von autorisierten Servicekräften am Gerät oder mit einem PC über die RS232-Schnittstelle einstellen. Diese sind für jeden Wochentag sowie für Tag und Nacht separat einstellbar.
Fehlermeldungen: Mit einem angeschlossenen PC lassen sich die letzten 30 Warn- und Alarmmeldungen sowie die aktuelle Parametrierung auslesen.
Na so lasst doch den TO einfach mal das Kabel anschliessen und hterm starten, das kostet nix. Und wenn da Daten kommen sollten, sieht man es gleich, auch wenn's Kauderwelsch ist. Dann nur noch die Baudrate einstellen, fettich. Wenn etwas kommt!
Woher stammen diese Informationen?
In beiden Handbüchern (die scheinen identisch zu sein):
"Volumengeber" auf Seite 2
"Parametrierung" und "Fehlermeldungen" auf Seite 3
"Einstellbereiche der Grenzwerte" auf Seite 6
Aber Chregu hat recht, Probieren geht über Studieren
(die englische Redensart: https://de.wikipedia.org/wiki/Puddingprobe)
Wenn überhaupt etwas rauskommt, kann man die Baudrate und andere Parameter einfach ausprobieren. Ich fürchte nur, dass die Schnittstelle irgendwie aufgefordert werden muss, etwas zu senden.
Wenn das mit der seriellen Schnittstelle nicht klappt, könnte man auch den Durchfluss-Sensor direkt anzapfen. Da wäre ein Oszilloskop auch wieder nützlich.
Die vier Leitungen sind vermutlich 2 Betriebsspannungen und zwei Datenleitungen. Leider stehen außer den Farben keine weiteren Angaben dran.
Ich vermute, das sind nur "Impulse pro Zeiteinheit", die man linear auf Liter pro Minute oder ähnliches umrechnen kann. Das kann dann jeder Arduino erledigen.
Solche Sensoren werden gern mal mit 24V versorgt, und die Ausgänge sind "open collector" mit einem pull-up Widerstand. Das müsste man noch verringern. Die Frequenz beträgt wahrscheinlich nur ein paar Hertz.
Meine Hoffnung ist, dass das Gerät die Messwerte selbstständig ausgibt
und dazu keine Abfrage nötig ist.
Ich also nur die Baudrate herausfinden und ggf. von Hex umwandeln muss.
Das ist mit Putty möglich?
Wenn das Ding von sich aus Daten schickt, reicht ein Oszi oder ein LA, um sich die Baudrate anzugucken. Ein LA kann allerdings evtl. mit etwas mehr Aufwand verbunden sein, weil der oft keine RS232-Pegel unterstützt.