56K Modem ersetzen E-Mail generieren

OP (Firma: Morgenstern Technik & Gebäude) #7484658
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Liebe Gemeinde, seit Jahren betreue ich hier eine Immobilie mit alter SIEMENS GLT. (Gebäudeleittechnik) Viele Jahre hat da ein 56k Modem zuverlässig die Störmeldungen an eine Leitstelle übertragen. Geraume Zeit ist es gelungen, bei der Leitstelle, die analogen Daten zu konvertieren. Mittlerweile ist man aber so digital, dass die Daten weder übertragen noch konvertiert werden können. Meine Frage: Gibt es irgendeine technische Lösung um aus den Daten (RS232, AT Befehle plus Klartext) eine E-Mail zu generieren??? Danke und Gruß Falk.

#7484667
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Falk M. schrieb:

Gibt es irgendeine technische Lösung um aus den Daten (RS232, AT Befehle plus Klartext) eine E-Mail zu generieren???

Wenn Du programmieren kannst, ja. Du brauchst einen µC (oder kleinen Computer) mit Netzwerkfähigkeit (der dann irgendwie mit dem Internet verbunden werden können muss, um die Email absetzen zu können).

Auf dem µC läuft ein Programm, das an der seriellen Schnittstelle lauscht und das, was bislang an das Modem gesendet wurde, empfängt und decodiert.

Nach erfolgreicher Aufzeichnung schickt das Programm dann halt 'ne Email.

Mit einem Raspberry Pi (als kleinem PC) lässt sich das recht problemlos umsetzen, aber auch mit einem ESP32 ginge das (man muss an beide halt noch einen RS232-Pegelwandler an die serielle Schnittstelle hängen). Beim ESP32 ist noch zu klären, wie der Netzwerkzugang erfolgt, ist vor Ort WLAN vorhanden, geht es einfach, wird Ethernet benötigt, braucht man eine ESP32-Platine mit Ethernet-Anschluss. Gibt es:

https://vi.aliexpress.com/item/1005004432624600.html

Als "Fertiglösung" ohne Programmieren dürfte es so etwas vermutlich nicht geben, dazu ist die Aufgabe zu exotisch.

#7484728
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Jörg W. schrieb:

Wollte dir einen single-board-Computer vorschlagen, aber bei der Suche nach einem Modem-Emulator bin ich auf das hier gestoßen: https://www.wut.de/e-58666-ww-dade-000.php Sieht mir recht passgenau für dein Problem aus,

Ich sehe dort eine Umsetzung RS232 nach IP, also mit zwei davon eine serielle Schnittsteller durch ein IP-Netz zu verbinden.

Wie er damit zur entfernten Leitstelle kommen will, ist mir unklar.

ruf doch einfach mal bei denen an.

Das kann tatsächlich nichts schaden, W&T traue ich zu, kundenspezifische Dinge zu entwickeln.

Ich hatte mit einem Gebäudemanagementsystem zu tun, was das im Prinzip gekonnt hätte. Die seriellen Daten hatten ein eindeutiges Datenformat und auf dem PC lief eine SMTP-Komponente, die daraus eMail gemacht hat.

Das ist nicht beliebig schwer, aber es muß halt jemand für seinen speziellen Fall bauen.

Da stimme ich ausnahmsweise mal dem kimbichler zu:

Harald K. schrieb:

Wenn Du programmieren kannst, ja. [ .. ] Als "Fertiglösung" ohne Programmieren dürfte es so etwas vermutlich nicht geben, dazu ist die Aufgabe zu exotisch.

#7484853
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Falk M. schrieb:

Gibt es irgendeine technische Lösung um aus den Daten (RS232, AT Befehle plus Klartext) eine E-Mail zu generieren???

Das kann - im Prinzip - jedes einigermaßen aktuelle GPRS-Modem mit RS232 Schnittstelle. Exemplarisch (erster Google-Treffer): https://www.reichelt.de/lte-modem-rs232-cat-1-coniu-700550150s-p282794.html

Allerdings müssten die AT-Kommandos angepasst werden. Kannst du die Zentrale entsprechend umprogrammieren?

Einige Modems mit Telit-Hardware lassen sich einfach in Python programmieren- Aktuell ist wohl Programmierung in "C", mit Telit AppZone. (Habe ich mich noch nicht mit beschäftigt) Damit könnest du intern einen "Übersetzer" programmieren. Das wäre die elegante Lösung.

Ein geeignetes Modem: https://www.telic.de/de/de-nt910-g-terminal

Ein andere Idee wäre es einen Arduino als Übersetzer herzunehmen,dazu gibt es auch günstige Modemshields. Allerdings muß man die zweite serielle Schnittstelle in Software nachbilden. Inklusive dem Handshaking mit Zentrale und Modem ist das nicht unbedingt ein Sonntagsnachmittagsprojekt...

Raspberry und passende LTE und RS232 Hats geht natürlich immer, muß aber auch programmiert werden und braucht deutlich mehr Strom (24x365..)

Was möglicherweise auch funktioniert, weil ja offensichtlich ein Telefonanschluß vorhanden ist: Man kann auch eine Fritzbox entsprechend programmieren. Inwieweit USB/RS232 Adapter funktionieren weiß ich nicht.

Uwe

#7484876
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Rüdiger B. schrieb:

Es gab mal ISDN-Modems mit serieller schnittstelle als 56K Ersatz.

Und woran willst Du das anschließen? Es gibt kein ISDN mehr.

Wenn Du meinst, daß Du das Ding an einen internen ISDN-Port eines Routers à la bessere Fritzbox anschließen kannst, ja, das geht tatsächlich, das wird über VoIP getunnelt.

Dann aber kann man auch einfach das analoge Modem weiterbetreiben, das wird nämlich genauso über VoIP getunnelt.

Beides setzt halt voraus, daß vergleichbare Technik an beiden Enden der Übertragungsstrecke eingesetzt wird.

Da über die Details bislang gar nichts verraten wurde (was wurde mit dem analogen Modem angerufen, eine Gegenstelle in der sog. "Leitzentrale" oder gar ein Internetanbieter?) kann man halt nur rumraten.

#7484924
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Das Preisgefüge von denen ist mutig:

https://www.plug-in.de/com-1-usb-h-serielle-kommunikations-usb-i-o-einheit-ueber-rs-232c-1-kanal

Darin verbaut ist ein schon etwas älterer FT232BL.

Das Ding soll /netto/ 95€ kosten.

Und nein, das ist nur das Basismodell ohne galvanische Trennung oder irgendwelche Spezialitäten (abgesehen davon, daß aus irgendwelchen Gründen eine 9polige Buchse statt eines Steckers verwendet wird, das Ding also in den meisten Fällen ohne "Genderchanger" nicht verwendbar ist).

#7484930
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Das Ding soll netto 95€ kosten.

Das Ding ist bestuemmpt nur das Sonderzubehoer fuer "Dinge" die noch wesentlich teurer sind. Die kauft der typische Einkaufs-BWLer dann wegen der zugesicherten "Kompatibilitaet" einfach so mit. ;)

Edith:

Da über die Details bislang gar nichts verraten wurde (was wurde mit dem analogen Modem angerufen, eine Gegenstelle in der sog. "Leitzentrale" oder gar ein Internetanbieter?) kann man halt nur rumraten.

Das existiert wohl schon alles nicht mehr. Daher soll aus den bislang per Modem verschickten Statusmeldungen eine Email gebastelt werden. Email heisst Internetz.

Im Idealfall also ein Geraet, dass so tut als waere es ein Modem. Aber in Wirklichkeit die "Payload" als Email verschickt. Das ist doch nun einfach... :)

#7484953
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Da scheinst Du nicht der einzige zu sein: http://www.lancom-forum.de/fragen-zu-lancom-umts-lte-router-f33/1790-4g-als-sms-gateway-siemens-glt-t17492.html

Hier würde ich aber noch etwas mehr Überlegungen hineinstecken: Wie wichtig ist, dass die Meldungen auch in Störfällen übertragen werden? Da fände ich vor allem zwischengeschaltete Geräte relevant.

Oder vielleicht sollte man doch nach den einigen Jahren mal den aktuellen Alterszustand der Gebäudeleittechnik überdenken, vor allem die Komponenten, die Informationen sammeln und nach aus außen schicken.

#7485020
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Hallo Falk,

ist mal nur eine Frage, hast Du mal bei Siemens nachgefragt, ob die ein fertiges Modul haben? Ich betreue viele Anlagen verschiedener Hersteller und diese haben perfekt abgestimmte Module für Ihre Anlagen und die verschiedenen Leitstellen.

Einen Umsetzer von Com auf LAN gibt es tausendfach, allerdings muss da noch die Generierung der "eMail" und und und erledigt werden. Vermutlich bist Du mit einer fertigen Lösung besser dran.

Ansonsten, solltest Du ebenfalls die vielen berechtigten Fragen hier beantworten und ein wenig Licht in Deine dünne Beschreibung des Problems bringen.

Viel Erfolg bei der Lösung Deines Problems

Stefan

#7485117
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Daher soll aus den bislang per Modem verschickten Statusmeldungen eine Email gebastelt werden.

Das hat der Threadstarter geschrieben.

Du meinst also, dass hat er sich aus Buzzwords zusammenfantasiert? Und er koennte z.B. einfach ein GSM-Modem/... benutzen, und es wuerde wieder alles funktionieren? Das waere natuerlich ganz uepel. Fuer den TO.

OP (Firma: Morgenstern Technik & Gebäude) #7485235
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Liebe Gemeinde,

zuerst Vielen Dank für die vielen Anregungen. So richtig fertig gibt es da offensichtlich nichts. Möglicherweise versuche ich die Variante mit dem Raspi. Am anderen der Leitung hing früher auch ein Modem und ein PC mit Drucker. Übergangsweise ging es dann eine Weile anders. Die IT konnte da irgendetwas emulieren. Habe ich persönlich nicht gesehen. Einer der Prozessoren am Bus hat jeweils eine "COM-Karte" diese bedient(te) das Modem. Bei einer ähnlichen Anlage hat der Facherrichter einen SIEMENS CP 5711 am BUS. Daran hängt ein PC mit virtuelle Maschine (Software läuft nur unter XP). Das geht auch eher schlecht als recht. Ich bestelle jetzt erstmal das USB Konverter Kabel und schaue welche Daten da ankommen. Einer schrieb auch, er könne das bauen, was ich brauche. Mal sehen was da so aufgerufen wird.

Danke und Gruß.

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