Backofen Koenic KOC 61250 löst FI-Schalter aus

OP #7500193
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Hallo zusammen, bei dem oben genannten Backofen eines Freundes löst bei akivierter "Heizung", nach ca 2 Minuten der FI-Schalter aus. Wird der FI-Schalter wieder zurück gesetzt löst er sofort wieder aus, auch wenn nur die Uhr aktiv ist. Die obere Heizspirale wurde ausgebaut, das geht recht einfach, und duchgemessen. Sie scheint soweit okay zu sein. Auch mit ausgebauter Heizspirale löst der FI-Schalter, nur etwa nach 5 Minuten, aus. Die Untere Heizspirale war weiterhin verbaut. Nach Fehlersuche mittels Heißluft war der Fehler plötzlich verschwunden und ist bisher auch nicht mehr aufgetaucht (auch im Normalbeetrieb nicht). Erwärmt wurde der ?Y-Kondensator? und der Temparaturfühler. Welche Ursachen kommen noch in Frage, hat jemand eine Vorstellung, oder besser einen Schaltplan, wie ein so einfacher Herd aufgebaut ist?

Herzlichen Dank, Simon

#7500331
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Ein Y Kondensator wäre zumindest schaltungsmäßig in der Lage einen Strom gegen PE (Erde) zu leiten. Vielleicht bruzzelt der vor sich hin und hat mal zuviel, mal zu wenig Strom für den RCD.

Eigentlich müssten dann aber zwei Y-Kondensatoren verbaut sein?

Falls der eine Kondensator aber zwischen L und N verbaut ist (viel wahrscheinlicher) dann ist das lediglich eine hochwertigere Ausführung für den eigentlich ausreichenden X-Kondensator an dieser Stelle.

Alle Arten von Heizgeräten haben aufgrund ihres Aufbaus mal mehr mal weniger Ableitstrom. Das hängt auch von der Feuchte im Heizstab ab. Lange im feuchten Keller gelagerte Geräte müssen dann "trockengeheizt" werden.

Kannst du den Ableitstrom denn messen?

"Scheint soweit okay zu sein" ist eine dehnbare Aussage. Manche Isofehler in Heizelementen entstehen erst mit der Aufheizung weil sich die glühenden Teile dabei geringfüging bewegen (und dann den Erdschluß herstellen). Da hilft eine "kalte" Messung nicht.

OP #7500359
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erst einmal vielen Dank für die rege Beteiligung

Michael B. schrieb:

Du kannst den Kondensator ja mal tauschen.

Das würde ich nur ungern machen lassen und nur wenn es wahrscheinlich hilft.

Thomas R. schrieb:

Falls der eine Kondensator aber zwischen L und N verbaut ist (viel wahrscheinlicher) dann ist das lediglich eine hochwertigere Ausführung für den eigentlich ausreichenden X-Kondensator an dieser Stelle.

Eher glaube ich, deshalb auch ?Y-Kondensator?, das die Annahme von Thomas stimmt. Der PE wird nicht direkt auf die Platine geführt, sondern wenn überhaupt übers Gehäuse.

Sebastian W. schrieb:

Klingt erstmal nicht danach, aber der Strom durch den Backofen könnte sich auch über den Nullleiter in einem ganz anderen Sicherungskreis am FI vorbei in die Erde mogeln.

Der Ofen war ausgebaut, auf Holzstühlen gelagert, "fliegend" vertrahtet und trotzdem löste der FI-Schalter aus. Reicht das um diese These, in diesem Fall, als nicht zutreffend zu erklären?

Michael B. schrieb:

Backöfen sind öfter mal nass.

Rüdiger B. schrieb:

Es gab hier mal einen Artikel über Feuchtigkeit in der Kabelisolierung. Abhilfe war Schrumpfschlauch über die Einzeladern.

Thomas R. schrieb:

Alle Arten von Heizgeräten haben aufgrund ihres Aufbaus mal mehr mal weniger Ableitstrom. Das hängt auch von der Feuchte im Heizstab ab. Lange im feuchten Keller gelagerte Geräte müssen dann "trockengeheizt" werden.

All diese Aussagen mich hoffen, dass vielleicht wirklich Feuchtigkeit das Problem war, und hoffentlich kein wirklicher Deffekt vorlag. Der Fehler ist aber nicht bei der "Erst"-Inbetriebnahme aufgetreten. Ob davor oder dabei Flüssigkeiten ausgetreten sind, oder es zu Dampfbildung kam, kann ich leider nicht sagen.

Thomas R. schrieb:

Kannst du den Ableitstrom denn messen?

Den Strom könnte ich messen, aber dem Freund möchte ich es nicht zumuten. Wir habe nur per Videokonfernz das Problem besprochen und bearbeitet.

Viele Grüße, Simon

#7500486
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Simon G. schrieb:

Reicht das um diese These, in diesem Fall, als nicht zutreffend zu erklären?

Nein. Bei meiner These fließt ein kleiner Anteil des Backofenstroms nicht über dessen Nullleiter durch den FI zum Ortstrafo zurück, sondern über dessen Nullleiter in den Sicherungsschrank, dort auf den Nullleiter eines ANDEREN Sicherungskreises, und irgendwo in diesem anderen Sicherungskreis über eine Fehlerstelle auf die Schutzerde (oder das Bauwerk oder ein Heizungsrohr) und so am FI vorbei zum Ortstrafo zurück.

Der FI würde dann allerdings bei jedem größeren Stromverbrauch im Haus auslösen, nicht nur beim Backofen.

LG, Sebastian

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