Mario M. schrieb:
was sind eure Erfahrungen, den letzten Step
so sanft wie möglich zu machen.
Sich nur um den letzten step zu kümmern ist an der Stelle sicher nicht ausreichend. Die gesamte Mechanik, das Gestänge und die Übersetzung so vorhanden und die Last haben einen Impuls, den man kennen muss.
Das Anlaufen lassen und das Bremsen müssen so gestaltet sein, dass das Spiel im System rasch überwunden und dann das gesamte System kontinuierlich beschleunigt wird, bis die maximale Geschwindigkeit erreicht ist oder die, die man maximal haben darf, damit man noch bremsen kann, wobei das Ausschwingen der Last berücksichtigt werden muss - und das ganze unter Rastmomentüberwindung.
Das erfordert ein genaues Modell. Als Ansatz zum Nachdenken, versuche mal in Gedanken, eine Hantel hochzuheben indem du mit einem sich schon bewegenden Arm unter die Stang greifst: Beim Kontakt braucht es etwas Verzögerung, damit es nicht zu einem Aufprall kommt und das Gewicht angelupft wird und nicht geschlagen, wie ein Golfball. Sobald das Ding auf Tempo ist, muss man genau so viel rausnehmen, dass der Schwung die Hantel bis in den Hochpunkt bringt. Soll es sehr schnell sein, muss man sogar gegenbremsen und später damit beginnen.
Im Modell des Schrittmotors kompensiert man da nur noch Rastmoment und unterstützt etwas die Bewegung, um Reibungsverluste abzufangen.
Man kann sich die Aufgabe auch so vorstellen, dass man eine Kugel eine S-förmig gebogene Steigung einer Sanddüne hochschieben will, die die üblichen Wellen hat und dabei gezielt so ruckelig schieben will, dass die Kugel trotzdem eine gleichmäßige / weitgehend monotone Geschwindigkeit hat.
Das Stuchwort dafür heißt Anti-Cogging.
Ein VHDL-Core der das kann, ist bei mir zu beziehen.