Widerstände kleiner als z.B. 1 Ohm werden in großer Stückzahl in der Praxis sehr weitläufig als Shunt-Widerstände genutzt, i.d.R. zur Strommessung. Solche Werte findet man selbst im 3€-Multimeter aus der Wühlkiste an der Kaste im Baumarkt.
Widerstände von 10-100 Ohm (oder teils größer) eignen sich hervorragend als Schutzwiderstand von Logik-Ein- und Ausgängen oder den GPIOs bei Mikrocontrollern - vor allem wenn man sie extern rausführt.
Die meisten modernen Logik-ICs und µCs haben an den Eingängen integrierte Clamping-Dioden gegen diverse ungewollte Versorgungsspannungen und als ESD-Schutz. Und diese Dioden halten halt nur einen bestimmten Strom stand. Darum schützt man in der Praxis mittels einen durchdacht gewählten Widerstand diesen Eingang, damit zum Einen eben diese Dioden nicht überlastet werden und zum anderen darf der Widerstandswert nicht zu hoch werden, so dass am Ende dank diverser parasitären Kapazitäten und Induktivitäten - halt noch genügend steile Signalflanken und geforderte Spannungspegel ankommen.
Bei Logikausgängen will man das selbe Ziel: Ein Logikausgang, egal ob Push-Pull, Open-Collector, etc. kann halt nur einen (im Datenblatt angegebenen) Strom liefern. Bei einem harten Kurzschluss an so einem Ausgang hat das durchaus fatale Folgen bis zur Zerstörung des Bauteils.
Ein recht niederohmiger und ebenfalls gut gewählter Widerstand, der den -Ich nenne es mal Zerstörungsstrom nicht überschreitet- kann selbst das Worst-Case-Szenario verhindern.
Was über 100 kOhm betrifft: Da gibt es genügend Anwendungsgebiete. Vorranging in Messschaltungen. Oder in Gebieten, die mit höheren Spannungen zu tun haben, z.B. Solar-Invertern oder Mikrowellen- und HF-Technologien, etc. Im einfachsten Fall halt als Spannungsteiler, weil man es mit >5kV an Potentialen zu tun hat.
Und das wichtigste: Ist der Widerstand aus deiner Sammlung in der Lage, halt alle diese Optionen zu erfüllen?