Selbstbau Schreibtisch - Wie Platte mit Gestell verbinden?

OP #7512634
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Hallo, ich möchte mir einen Schreibtisch selber bauen. (Er soll genau in eine Niesche passen)

Habe mir dazu so ein Gestell rausgesucht: https://t1p.de/jnzqz Und so eine Schreibtischplatte: https://t1p.de/di4mx

Die Frage ist jetzt, wie schraubt man die Platte ans Gestell? Es soll natürlich auf der Oberseite des Schreibtisches keine Schraube sichtbar sein ;-)

#7512703
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Einmal den Tisch anheben und das Tischgestell fällt dir auf die Füße. Euro- oder Spanplattenschrauben halten auch. Ich finde ja so Arbeitsplatten aus Buchenholz angenehmer, sind auch günstiger als die verlinkte. Der Zuschnitt im Baumarkt ist üblicherweise kostenlos.

#7512715
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J. S. schrieb:

Ich finde ja so Arbeitsplatten aus Buchenholz angenehmer, sind auch günstiger als die verlinkte.

Ja, für /den/ Preis sollte man tatsächlich auch was anständiges bekommen. 'ne Platte mit 200x80 kostet da immerhin schon knapp 150 EUR.

Hier willkürliche Beispiele aus einem nicht für niedrige Preise bekannten Baumarkt.

Buche: https://www.bauhaus.info/massivholzplatten/exclusivholz-massivholzplatte/p/25886610

Eiche https://www.bauhaus.info/massivholzplatten/exclusivholz-massivholzplatte/p/24517148

Die sind recht dünn, daher sollte man über eine Verstärkung auf der Unterseite nachdenken, sonst können sie durchhängen. Bei stäbchenverleimten Material wie hier sollten zwei Winkelprofile genügen, die an der Unterseite parallel zu den kurzen Seiten mit etwas Abstand zur Kante angebracht werden. Bei einer 80er Platte genügt ein 70er Winkelprofil (25x25mm), damit ist die Verstärkung nicht/kaum sichtbar.

#7512739
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Harald K. schrieb:

Die sind recht dünn, daher sollte man über eine Verstärkung auf der Unterseite nachdenken,

Hast du schon mal so eine Buchenplatte verarbeitet? Da hängt nichts merklich durch, das ist kein Pressspan. Schon gar nicht mit dem oben verlinkten Gestell, das zentral der Länge nach stützt.

Man bekommt eher ein Problem, dass sie sich quer verzieht, passiert auch ab und an mit stabverleimten Holz. Deshalb bevorzuge ich bei sowas wenn möglich einen gedübelten und verleimten Holzkorpus unten.

Geht aber schlecht mit dem höhenverstellbaren Gestell.

#7512823
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Udo S. schrieb:

Hast du schon mal so eine Buchenplatte verarbeitet?

Ja, allerdings.

Da hängt nichts merklich durch, das ist kein Pressspan. Schon gar nicht mit dem oben verlinkten Gestell, das zentral der Länge nach stützt.

Die Platte verformt sich über die kurze Seite, d.h. quer zu den Leimholzriegeln. Die Längskanten können dann nach einiger Zeit runterhängen.

Ein Arbeitskollege von mir hat einen Tisch, der mit vier separaten Beinen montiert wurde. Der ist mittlerweile ein flacher Trog, d.h. die Platte hängt in der Mitte durch.

Wenn man an diesem Tisch sitzend mal mit 'nem Lineal 'ne vertikale Linie zeichnen möchte, merkt man das sehr schnell.

#7512848
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Harald K. schrieb:

Die Platte verformt sich über die kurze Seite, d.h. quer zu den Leimholzriegeln. Die Längskanten können dann nach einiger Zeit runterhängen. Ein Arbeitskollege von mir hat einen Tisch, der mit vier separaten Beinen montiert wurde. Der ist mittlerweile ein flacher Trog, d.h. die Platte hängt in der Mitte durch.

Warum guckst du nicht, um was es geht, bevor du deine Weisheiten absonderst ?

Das von TO gekaufte Tischgestell unterstützt die Platten auf beiden Seiten über die volle Tiefe, da ist nichts mit durchhängen einer Leinholzplatte.

#7512866
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Harald K. schrieb:

Die Platte verformt sich über die kurze Seite, d.h. quer zu den Leimholzriegeln. Die Längskanten können dann nach einiger Zeit runterhängen.

Ein Arbeitskollege von mir hat einen Tisch, der mit vier separaten Beinen montiert wurde. Der ist mittlerweile ein flacher Trog, d.h. die Platte hängt in der Mitte durch.

Das ist aber keine Verformung durch Druck, sondern die von mir genannte Verformung durch unterschiedliches Schwinden. Das wird zwar durch Leimholz verringert (Benachbarte Holzriegel sollten abwechselnd die stärker schwindende Seite oben und unten haben) aber nicht immer komplett unterbunden.

Nur Pressspan verformt sich dauerhaft unter Druck.

Kann man nur konstruktiv unterbinden.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7513259
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Crazy H. schrieb:

SEIN Problem, nicht deines ;-)

Ein Vorschlag aus der Realitaet.

Aber im Privaten spielt die Zeit keine so grosse Rolle.

Die Platte wird vermuetlich Ökokleberspan sein. Da sollte man die Loecher vorbohren und mit etwas Leim das weitere Zerbroeseln erschweren, auch wenn Schraubduebel eingesetzt werden.

Fuer wenig mehr Geld, haette man aber auch eine Leimholzplatte Eiche bekommen. Wuerde daher empfehlen die Auswahl der Platte zu überdenken. Bei Leimholz reichen bereits 18mm und 15mm Schraubentiefe im Holz aus.

#7513295
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Dieter D. schrieb:

Fuer wenig mehr Geld, haette man aber auch eine Leimholzplatte Eiche bekommen

Uff, was auch immer wenig bei dir ist. Übrigens ist Eiche schwer.

Hornbach Eiche 56.23€/m

https://www.hornbach.de/conf/arbeitsplatte-eiche-geoelt-massiv-b-c-1-laengskante-gerundet-keilgezinkt-2400x635x27-mm-zuschnitt-online-reservierbar/6244873/

Spanplatte Eichendekor 17.48€/m

https://www.hornbach.de/p/arbeitsplatte-h1318-wildeiche-natur-2800x600x28-mm/10468546/

Aber bei Dieter bezahlt ja noch Papa.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7513354
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Michael B. schrieb:

Hornbach Eiche 56.23€/m

Die Platte des TO kostet rund 60 Euro pro qm, die er angab.

Beim Baumarkt gaebe es zB 80x400cm fuer 275 Euro.

https://www.hornbach.de/p/tischplatte-eiche-b-c-geoelt-1600x800x26-mm/8203402/ Fuer 104 Euro.

https://www.hornbach.de/p/tischplatte-eiche-naturkante-unbehandelt-2000-x-1000-x-40-mm/10484387/

#7513369
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Harald K. schrieb:

Aha. Das ist eine Schamkapsel, aber kein Schreibtisch.

Bist du schon dermassen blind dass du deine Schreibarbeiten auf DIN A2 machen musst damit die Buchstaben gross genug werden ?

30 cm Papier + Platz für Stifte reicht eigentlich. Eine Schreibmaschine braucht noch weniger Tiefe. Eine PC Tastatur mit Flachbildschirm auch.

Es sei denn vor der PC Tastatur muss noch die Pappe einer Lieferpizza Platz funden weil man in seiner Armut kein Esszimmer mit Esstisch hat.

#7513388
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Michael B. schrieb:

Übrigens ist Eiche schwer.

Spanplatten sind mindestens genauso schwer. Und biegen sich mit der Zeit durch. Massivholz ist wenig teurer, dafür viel besser in Verarbeitbarkeit, Haltbarkeit, Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit.

Nur nicht in Bezug auf verziehen.

Ausserdem ging es beim TO um eine Buche massiv stäbchenverleimt.

Nur unser "Hobbytheoretiker" wollte mit Bauschaum kleben und Eiche nehmen. Dieter, wenn du schon kleben willst, dann nimm zumindest Konstruktionskleber.

#7513398
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Klaus H. schrieb:

Ich würde noch einen Kabelkanal vorsehen. Hab bei meinem 2 lackierte Wandregal Bleche dafür missbraucht und sie mit Winkel unter die Tischplatte montiert, siehe https://t1p.de/l6pyt

Gute Idee. Die Tischplatte würde ich mit den bereits vorgeschlagenen Rampa-Muffen befestigen und zwar an allen acht Löchern in den Seiten- trägern. Dann bleibt es sich egal, welches Material man verwendet. Ein Durchhängen verhindert das Tischgestell. "Durchhängen" wird höchstens der TE, wenn er zehn Stunden an diesem Tisch gearbeitet hat.

#7513424
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Buchen- oder Eichenplatten in Leimholz 60cm breit gibt es ein mass für deutlich unter 100€ in >= 2m.

Tu Dir Pressspan nicht an! Zur Not Multiplex.

Jeder Schnitt wird verklebt, jede Macke macht die Späne sichtbar.

Nimm Vollholz und kümmere Dich um die zwei oder drei Schnitte! Baumarkt, Kollege oder Kreissäge mit Schiene leihen.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7513437
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Michael B. schrieb:

80 ist ein Esstisch

60cm wäre für mich ähnlich wie "Käfighaltung" für ein Huhn.

Meiner hat an der schmalsten Stelle 80cm und weitet sich an einer Seite auf 100cm auf. Das bei 2m Breite, damit auch mal ein Prototyp drauf Platz hat.

Dieter D. schrieb:

Der Link des TO, siehe Screenshot.

Beschichteter Pressspan ist erprobtermaßen ein unproblematisches Material für einen Schreib- und Arbeitstisch. Wenn da mal der Kaffee seinen Weg drauf findet, dann wischt man ihn einfach ab und wird nicht bis ans Ende des gemeinsamen Schaffens an das Malheur erinnert.

#7513455
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Harald W. schrieb:

Früher gab es mal Resopal als Beschichtung. Das war normalerweise auch "lötkolbenfest". Irgendwie ist das m.W. aus der Mode gekommen und heu- tige Beschichtungen sind meist nicht hitzefest.

Das gibt es immer noch, das ist bei Küchenarbeitsplatten Standard.

Besser aber ist es, auf die Platte eine Schicht Linoleum zu packen. Ja, das Zeug, das sonst mit Füßen getreten wird.

#7513484
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Lothar M. schrieb:

Beschichteter Pressspan ist erprobtermaßen ein unproblematisches Material für einen Schreib- und Arbeitstisch.

Mit Erfahrung und billig oder als Tisch von Ikea, OK.

Hier geht es darum, dass er auf Maß irgendwo reinpasst und ein Monstrum von Gestell drunter kommt.

Die Chance, dass seine rampa-muffe rausreist, irgendwo ein cm ab muß oder beim rauffahren was reinkeerbt, ist hoch. Und steht in keinem Verhältnis zum Preis seiner Platte oder seines Fußes.

#7513578
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Harald K. schrieb:

Früher gab es mal Resopal als Beschichtung. Das war normalerweise auch "lötkolbenfest". Irgendwie ist das m.W. aus der Mode gekommen und heu- tige Beschichtungen sind meist nicht hitzefest.

Das gibt es immer noch, das ist bei Küchenarbeitsplatten Standard.

Leider bei meiner Platte nicht, wie ich leidvoll feststellen musste. Ich hatte mir für meinen Schreibtisch (eher Werkbank) nämlich u.a. aus Preisgründen eine passend auf Länge gesägte Küchenarbeitsplatte geholt.

Besser aber ist es, auf die Platte eine Schicht Linoleum zu packen.

Ja, das ist aber auch nicht hitzefest.

#7513653
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Schreibtischgestell liefern lassen, gucken ob Löcher im Gestell vorgebohrt sind und wenn ja, sind sie für versenkte Schrauben? Aufpassen das nix übersteht, gibt sonst Aua wenn mal drr Stuhl zu weit oben oder der Tisch zu weit unten ist.

Ich würde dann entsprechende Spaxschrauben blind von unten reindrehen. Irgendwann wird der Tisch doch mal umgestellt, der Boden ist dort "anders schief" und schon passt kein Gewinde mehr. Selbst bei sauteuren Kare-Schreibtischen mit Leimholzarbeitsplatten waren nur Spaxschrauben drin.

VG

#7513660
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Harald W. schrieb:

Irgendwie ist das m.W. aus der Mode gekommen

Will keiner bezahlen

https://www.bauhaus.info/arbeitsplatten/resopal-basic-kuechenarbeitsplatte-nach-mass/p/23511767

Duroplaste waren zwar damals als billigerer Ersatz für Naturstoffe eingeführt worden, wie Bakelit statt Thermoplaste, so wie Alkydharzlack billiger als 1000 Jahre bewährte Leinölfarbe sein sollte und man daher ihre Nachteule wie geringere Atmungsaktivitât in Kauf nahm mot zeils fatalen Folgen wie durchgegammelre Fenster, aber das hat sich heute ins Gegenteil verkehrt, die Ersatzstoffe sind teurer als das Original weil die Leute nach 100 Jahren einfach vergessen haben wie gut das Original ist.

Spanplatte gibt es heute nur noch hauchdünn foliert damit jeder kleine Stosser gleich zum Neukauf führt.

Meine Resopalplatte von 1967 dient heute noch im Keller als Regalboden, Beschädigungen kann ich nicht erkennen.

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