ich habe mir fünf Platinen bei JLCPCB fertigen lassen und diese sind (unter anderem) mit einer USB-C-Buchse von Molex, Typ 105450 bestückt.
Über diese erfolgt die Stromversorgung und Verbindung mit einer USB-Serial-Bridge von FTDI FT231XQ.
Bei allen fünf Platinen bekomme ich weder eine Verbindung mit dem FTDI-Chip noch Spannung an die Schaltung. Ich habe schon verschiedene Kabel getestet, ohne Besserung.
An den Pins der Buchse auf der Platine ist keine Spannung zu messen bei eingestecktem Kabel.
Versorge ich die Schaltung mit Spannung per Labornetzteil an dem richtigen Pin der Buchse, dann laufen zumindest die Spannungswandler und einige LEDs leuchten, so wie erwartet.
Können alle Buchsen defekt sein? Halte ich für unwahrscheinlich, aber sie haben alle fünf den gleichen Date-Code.
versorgst du die Schaltung aktuell über ein Netzgerät mit USB Type-C? Dann hast du evtl. die Buchse nicht richtig beschaltet. Das Netzgerät erkennt dein Gerät dadurch nicht richtig und weigert sich seinen Ausgang einzuschalten. In dem Fall kannst du es mal mit Typ-A auf Typ-C probieren. Netzgeräte mit Typ-A geben, soweit ich weiß, immer 5 V raus.
Wenn es mit einem Netzgerät mit Typ-A auch nicht funktioniert, passt zusätzlich etwas mit deiner Kontaktbelegung des Steckverbinders nicht.
ich habe es bisher mit einem Kabel am PC mit beidseitigem USB-C und einem USB-C-Netzteil versucht.
Ein guter Tipp, dass es mit dem Netzteil wahrscheinlich gar nicht funktioniert ohne passende Gegenstelle - ich hatte so im Hinterkopf, dass immer 5V bei 100mA anliegen, bevor mehr ausgehandelt wird.
Dazu werde ich mir noch ein neues Kabel von USB-A auf USB-C kaufen.
Ich habe zwischen den beiden USB-Datenleitungen gemessen, dort ist keine Verbindung vorhanden - das hatte ich befürchtet, da ich ein Via im Keepout-Bereich unter der Buchse platzieren musste.
Im Anhang einmal Beschaltung der Buchse und Platinenlayout.
Die Anschlüsse CC1 und CC2 (Pin A5 und B5) müssen jeweils mit 5k1 nach Masse gezogen werden. So wird dem USB Netzteil ein Verbraucher signalisiert. Ohne diese wird ein USB-C Netzteil keine Spannung liefern.
Tja, das ist natürlich misslich, dass die Pulldowns fehlen, aber wieder etwas gelernt. Die kann ich zumindest bei dieser Platine nicht mehr reinfrickeln.
Ohne die geht es mit USB3.0 über USB-C überhaupt nicht? Oder ist das nur für Ladegeräte gedacht?
Bei denen bin ich davon ausgegangen, dass man einen PD-Controller an CC1 und CC2 haben müsste?
Wäre ein USB2.0-Kabel auf USB-C vielleicht einen Versuch wert?
Wäre ein USB2.0-Kabel auf USB-C vielleicht einen Versuch wert?
Nicht lange fragen, machen und dann berichten!
Bringt nix. Nur mit den CC Pins erkennen Host und Device welche Richtung Strom und Daten haben. Da bei USB C ja alles in alle Richtungen gehen könnte, muss das so sein. C ist "cold socket" d.h. ohne Aushandlung (auch die Pull Downs stellen die simpelste Aushandlung dar) wird keine VBUS ans Kabel gelegt.
Du musst also die Widerstände dran fummeln oder die Platinen neu machen.
Da ist jedenfalls für mich (und ich wette auch für Hannes) ein USB-A
auf USB-C Kabel gemeint.
Schön. Haben wir das auch geklärt.
Wenn Du auf ein USB-C-Kabel stößt, das nur USB2-Betrieb zulässt, kannst Du ja versuchen, Dich an irgendwas zu erinnern. Sowas gibts, und sowas ist gar nicht so selten. Selbst Apple legt /genau so ein Kabel/ seinem aktuellen Smartphone bei, dem iPhone 15.
Da müssen die Widerstände im Kabel sein. Steht alles in der Norm. Muss
man nur lesen.
Ja, damit ein Host mit C Anschluss keine Spannung "rückwärts" auf das Kabel gibt. Ein Host mit A Anschluss kann aber meines Wissens damit auch nix anfangen, und auf den meisten Boards ist da eh höchstens eine Polyfuse drin, ansonsten liegen immer 5V an. könnte also klappen, dass das Board versorgt wird.
Das sollte ja leicht zu testen sein, und dafür ist es unerheblich ob das Kabel High Speed oder Super Speed kann.
ich bin tatsächlich implizit von USB-A für USB2.0 ausgegangen - aber natürlich kann man ein Kabel auch mit zweimal USB-C und USB2.0 bauen.
Sobald das Kabel von USB-A auf USB-C ankommt, werde ich mich wieder melden. Ich gehe einmal davon aus, dass in dem Kabel entweder die CC-Widerstände vorhanden sind oder es ausreicht, wenn ich es an einem USB2.0- bzw. USB3.0-Port mit USB-A anschließe.
Hätte ich nur vorher gesucht, die Specifications für USB-C-Kabel sind sogar frei verfügbar - aber daran habe ich natürlich nicht gedacht, dass es bei einem USB-C-Hostadapter auch mehr sein muss als nur VBus, Gnd, D+ und D-.
natürlich kann man ein Kabel auch mit zweimal USB-C und USB2.0 bauen.
Das ist sogar ziemlich üblich. Diese ganzen Kabel die den Handys zum Laden beiliegen, sind eigentlich immer nur 2.0 denn alles andere wäre viel zu teuer und außerdem sind die Kabel dann dicker und starrer.
Für die nächste Platine sehe ich dann eine korrekte Beschaltung der
USB-C-Buchse vor und vergesse nicht die CC-Pins...
Ich würde da auch eine der einreihigen USB C Buchsen verwenden, die sind einfacher zu löten und du brauchst in deiner Anwendung ja nicht die USB3 Pins.