Guten Morgen,
ich habe hier gerade eine 30-Watt-LED-Lampe auf dem Tisch liegen, die nach 5 Jahren das Zeitliche gesegnet hat. Weil ich den Versagenmodus verstehen wollte (und mich auch interessiert, wieviel Licht der milchige Dom schluckt), habe ich sie aufgeknackt.
Es bietet sich das angehängte Bild. Die LEDs sind in drei Sektoren angeordnet. Wenn die Sektoren im Uhrzeigersinn laufen und der erste der rechts von der Stelle, an der das Kabel angelötet ist, ist mir als erstes aufgefallen, dass sich im zweiten Sektor die Leiterplatte nach oben gebogen hat, so dass die Alu-Leiterplatte deutlich schlechteren Kontakt mehr zum Kühlgehäuse hat. (Im Bild sieht man das durch die runde Leiterplatte nicht so deutlich wie in der Realität.) Durchs Aufknacken kann das nicht passiert sein - ich habe sehr sorgfältig darauf geachtet, nur den Kunststoff-Dom und nicht das Alu-Kühlgehäuse zusammenzudrücken.
Und im ersten Sektor sind die zwei LEDs mit den schwarzen Flecken - ich nehme an, hier ist magischer Rauch entwichen. In diesem und auch im dritten Sektor liegt die Leiterplatte allerdings satt auf der Kühlpaste auf.
Wie schubsteif die Leiterplatte am Alu-Kühlkörpergehäuse verschraubt war, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Die Schrauben saßen alle recht fest.
Die Leiterplatte sieht unauffällig aus. Ein wenig "elektrisch" roch es im Inneren.
Der Ausfall zeigte sich gestern, indem die Lampe morgens (Raumtemperatur ca. 14 °C immer wieder flackerte. Abends (Raumtemperatur ca. 17°C) ging sie erst normal, flackerte dann zweimal und verlosch für immer.
Jetzt interessiert mich der Versagensmodus - insbesondere, warum wohl ausgerechnet die LEDs durchgebrannt sind, die eher kein Kühlproblem hatten.

