Spektrumanalyzer am Breitbandkabel

OP (Firma: schon lange insolvent) #7562111
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Der SMA-Stecker hat ja 50 Ohm, während das Breitbandkabel mit IEC-Stecker oder F-Stecker ja 75 Ohm hat. Eigentlich sollte der Adapter dazwischen ein Impedanzmatching vorsehen. Oder geht es mit diesem Adapter auch ohne???

#7562121
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Pack ein L-Glied dazwischen: zwei Widerstände, 43 Ω und 91 Ω.

43 Ω in Reihe vom 75 Ω Anschluß zum 50 Ω Anschluß und 91 Ω parallel zum 50 Ω Anschluß gegen Masse.

Macht knapp 6 dB Dämpfung, paßt aber breitbandig an, sofern du induktionsarme Widerstände (SMD) verwendest.

Oder einfach direkt anschließen, dann sparst du dir die Dämpfung vom L-Glied. Die Fehlanpassung gibt dann ein SWR von ca. 1,5. Das ist je nach Anwendung vernachlässigbar.

#7562575
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Res schrieb:

ein SWR von 1.5:1, das ist in vielen Fällen gut genug.

wenn ich mich hier mal reinhängen darf? Den betragsmäßigen Fehler durch das SWR verstehe ich ja durchaus. Aber ergibt das nicht, abhängig von den Leitungslängen (und weiteren Fehlanpassungen), nicht eine Welligkeit im Spektrum? Und kann die dann nicht auf einzelnen Frequenzen zu größeren Fehlern führen? Danke!

#7562590
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Markus L. schrieb:

Thorsten S. schrieb:

Macht knapp 6 dB Dämpfung, paßt aber breitbandig an, sofern du

wie rechnet man das aus?

Schaltbild aufmalem (inkl. Innenwiderstand Quelle und Abschluss mit Leitungsimpedanz). Dann ist das ein einfachen Widerstandsnetzwerk, in dem man Spannungen, Ströme und folglich auch das Leistungsverhältnis Ausgang:Eingang ausrechnen kann.

OP (Firma: schon lange insolvent) #7563212
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Gunnar F. schrieb:

Res schrieb:

ein SWR von 1.5:1, das ist in vielen Fällen gut genug.

wenn ich mich hier mal reinhängen darf? Den betragsmäßigen Fehler durch das SWR verstehe ich ja durchaus. Aber ergibt das nicht, abhängig von den Leitungslängen (und weiteren Fehlanpassungen), nicht eine Welligkeit im Spektrum? Und kann die dann nicht auf einzelnen Frequenzen zu größeren Fehlern führen? Danke!

Hm, ich glaube ich habe da eventuel eine Lösung gefunden, ich versuche dass mal zu skizzieren: Vom 75 Ohm Breitbandkabel, auf einen einstellbaren Antennenverstärker/Hausanschlussverstärker, den muss ich nun finden. Er soll 1. Nicht übersteuern... 2. Der Frequentgang sollte einigermaßen flach sein. Hinter dem Antennenverstärker dann der Spektrumanalyzer mit Impedanzmatching Pad. Der Verstörker gleicht mir die 6dB Pegelverlust des Matching Pad aus, es soll ja nicht alles im Rauschen verschwinden... Lasst uns mal diesen Plan diskutieren!

#7563307
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Hans W. schrieb:

Es gib meines Wissens auch 75ohm SMA... Die kann man nicht sauber mit der 50ohm Variante verbinden (soll heißen, du riskierst mechanische Verformung).

ich bestreite, dass es SMA-Verbinder mit 75 Ohm Impedanz gibt. Vermutlich verwechselst Du das mit N-Verbindern, da kann eine Verbindung von 75 Ohm-Steckern (w) mit 50 Ohm Buchsen(m) zur Zerstörung führen.

#7563315
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Hi, Hmmm schrieb im Beitrag #7563224:

Willst Du präzise messen? Wenn ja, gibt es dafür vorgesehene Spectrum Analyzer mit 75-Ohm-Eingang, aber mit entsprechendem Preisschild.

Wobei bei älterer, aber immer noch um ein Vielfaches präziseres als dem TinySA, Gebrauchtware das entsprechend beim Preisschild, im Gegensatz zur Situation bei Neuware, sogar ein Vorteil ist. Ältere 75 Ohm Gebrauchtgeräte sind nicht sehr begehrt und deshalb meist um einiges günstiger als 50 Ohm Technik...

Hmmm schrieb:

Willst Du Dir einfach mal ein Signal angucken? Dann sollten die Verluste nicht weiter stören.

Definitiv. Überhaupt sollte das für die allermeisten, diesen und anderen, Fälle ebenfalls völlig reichen einfach direkt anzuklemmen.

Und wenn man, warum auch immer, sich doch gedanken über die Reflektion wegen Anpassungsfehler machen muss, dann passt man das mit einem Induktivitätsarmen 25Ohm Widerstand (real gehen auch 27Ohm locker) im Stecker oder direkt daran einfach an. Dann sieht das Kabelnetz die Ordnungsgemäßen 75 Ohm. Ist zwar nicht ganz so schön wie das weiter oben vorgeschlagene L-Glied das dafür sorgt das auch zum SA hin alles Impedanzrichtig ist, aber da die verbleibende Strecke beim Tiny-SA definitiv elektrisch kurz ist meist vernachlässigbar. Bei Geräten in "voller" Baugröße, gerade älterer Bauart, kann es anders aussehen da dort durchaus noch ettliche cm 50R Leitungsweg im GErät liegen können. Da ist "elektrisch kurz" dann bei höheren Frequenzen schnell nicht mehr gegeben.

(Bei dem L-Glied "sieht" das Kabelnetz 43R + 91R||50R = ~75,3R, der SA hingegen 91R || (43R+75R) = 91R||118R = 51,4R. Bei einem simplen Vorwiderstand "sieht" das Kabelnetz die richtigen 75 Ohm, der SA -bzw. die an seinem internen Anschluss reflektierten Signale- hingegen 100 Ohm... Was mit einem SWR von 2 für den reflektierten Signalbruchteil, immer noch weit ab von Kritisch ist.)

Es liest sich aber nicht so als ob du (der TE) gerade Dinge machst wo die korrekte Abschlussimpedanz wirklich kritisch ist.

Komplizierter wird es erst wenn man auch selbst etwas einspeisen will (Tracking-Generator) um z.B. einen Verstärker zu messen. Dann muss es zu beiden Seiten Impedanzrichtig sein.

Daher ist die Beantwortung der folgenden Frage wirklich wichtig: Hmmm schrieb im Beitrag #7563224:

Was willst Du überhaupt erreichen?

Peter T. schrieb:

Der Verstörker gleicht mir die 6dB Pegelverlust des Matching Pad aus, es soll ja nicht alles im Rauschen verschwinden... Lasst uns mal diesen Plan diskutieren!

Überlege mal wie viel 6dB Verlust auf dem Bildschirm des SA überhaupt ausmachen. Die Anzeige ist ja Logarithmisch... Das ist nicht viel! Bei direktem Anschluss oder dem Q&D Mittelweg Vorwiderstand ist es noch einmal weniger...

Es ist ja noch nicht klar was du überhaupt messen willst. Aber in der Regel verfälscht dir ein aktives Element wie ein Verstärker das Messergebnis mehr als es ein bekanntes Passives (und damit problemlos rausrechenbares) Element tut. Besonders wenn der Einfluss so klein ist! Verstärker also nur wenn deine Signale bereits jetzt fast im Rauschen verschwinden. Aber wenn die realen Peaks auch nur halb so hoch sind wie auf deinem Beispielbild oben, dann auf jeden Fall sein lassen. Ausser du willst gerade den Einfluss des Verstärkers messen natürlich ;-)

Gruß Carsten

(Firma: Wilhelm.Consulting) #7563340
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Kutte R. schrieb:

Hans W. schrieb:

Es gib meines Wissens auch 75ohm SMA... Die kann man nicht sauber mit der 50ohm Variante verbinden (soll heißen, du riskierst mechanische Verformung).

ich bestreite, dass es SMA-Verbinder mit 75 Ohm Impedanz gibt. Vermutlich verwechselst Du das mit N-Verbindern, da kann eine Verbindung von 75 Ohm-Steckern (w) mit 50 Ohm Buchsen(m) zur Zerstörung führen.

Hmmm... Mir sind schon öfter solche Kabel unter gekommen: https://www.pasternack.com/sma-male-sma-female-rg59bu-cable-assembly-pe3333-p.aspx

Ich bin davon ausgegangen, dass ein 75ohm Kabel auch mit 75 Ohm Stecker versehen sind...

Anderseits finden sich z.b. auch 75 Ohm auf 50 Ohm Adapter und abschlüsse: https://www.fairviewmicrowave.com/matching-pad-50-ohm-sma-male-75-ohm-sma-female-1000-mhz-si1580-p.aspx

https://www.broadwavetechnologies.com/product/termination-75-ohm-dc-3-ghz-1-watts-sma-male/

Ich finde aber keine Spezifikationen zu 75 Ohm Stecker. Also wieder was gelernt: 75ohm SMA Zeug nutzt 50ohm Stecker.

Danke für den Hinweis!

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