Das Ding hat den IF-Designpreis 1987 gewonnen.
Für ein Blechgehäuse mit Einzeltasten als Feld angeordnet, LCD-Anzeige und 5 Anschlußbuchsen? Erstaunlich. Vielleicht waren in dem Jahr nicht viele Kalibratoren im Wettbewerb, so daß er souverän seine Kategorie anführte. :)
https://ifdesign.com/de/winner-ranking/project/stromspannungsgeber-dc-stromspannungs-calibrator-js-3010/17210
Also ich würde das Gerät nur geöffnet und stufenweise in Betrieb nehmen.
Was ich bisher bei solchen Inbetriebnahmen erlebt habe:
-explodierender Netzfilter, in einer Bohrmaschine, aber auch in einem Philips Labornetzteil
-enorm rauchender Netzfilter, ausgerechnet in einem Solartron-Meßgerät, wo man keine ölig-rußigen Rückstände auf der Platine will
-rosa rauchender Tantalelko
-Trafos mit halblebigem Windungsschluß, die mehr oder weniger schnell überhitzten
-kurzgeschlossene Sekundärelkos, mit in Folge sterbenden Gleichrichtern oder gar wegbrennenden Leiterbahnen
und ähnliche Dinge, die man bei Betrachtung nur von außen erst merkt, wenn es zu spät ist. Einen Teil könnte man wohl mit der Glühbirne abfangen, aber gerade wenn die nicht glüht, sieht man eine Rauchentwicklung schneller, merkt einen brenzligen Überhitzungsgeruch oder kann nach kurzen Einschaltintervallen mal mit den Fingern Temperaturen prüfen (unter Auslassung etwaiger Primärelkos) wenn der Deckel offen ist.
Wenn es garantiert ein Schaltnetzteil ist, kann man mal mit 30 V aus dem Labornetzteil vorfühlen und die Elkos ein bißchen aufwecken, süßer oder saurer Elektrolyt hin oder her.