Ganz unsinnig ist die Idee nicht. Wenn der Motor eine große Masse antreibt, und man dem Umrichter das Netz abklemmt, steigt die Zwischenkreisspannung über erlaubte Werte, da keine Bremsshopper mehr üblich sind.
Es gibt halt Qualitätsunterschiede bei FU. Es gibt durchaus Geräte, die machen während des Betriebes einigen Unsinn, wenn die Netzspannung plötzlich weg sein sollte, was aber selten sein sollte. Das letzte Wort dabei hat immer Murphy.
Ein 0,8 KW Drehstrommotor soll mit einem
einphasigen FU an 230 Volt angeschlossen
werden.
Habsch hier auch und wenn man den FU einschaltet, hauts normalerweise die Sicherung raus. Das rührt daraus, daß der Zwischenkreis schlagartig geladen wird.
Kannst du entgegen wirken indem du einen kräftigen NTC vorschaltest.
Habe hier einen 12 Ohm NTC davor, das löst das Problem.
Das hat mich genervt und so habe ich das mit einem Serien-NTC
abgestellt.
Nicht ohne Grund empfehlen Hersteller noch eine Netzzwischenkreisdrossel. Das bremst noch einmal ein bißchen die Peakspitze. An dieser Stelle könnte auch eine Einschaltverzögerung ergänzt werden.
Nicht ohne Grund empfehlen Hersteller noch eine
Netzzwischenkreisdrossel. Das bremst noch einmal ein bißchen die
Peakspitze. An dieser Stelle könnte auch eine Einschaltverzögerung
ergänzt werden.
Dein Bild zeigt einen dreiphasigen FU.
Falls es dir entgangen sein sollte, hier geht es um einen einphasigen FU.
Aber ja, diesen EMV-Filter habe ich ebenfalls, der verzögert aber mitnichten den Einschaltstrom, der hält nur hochfrequentes Ungemach von der Leitung.
Anyway, um eine Einschaltstrombegrenzung muss man sich selbst kümmern, die gehört keinesfalls zum Lieferumfang des FUs.
Diesbezüglich scheint ja der Herr Hinz diesmal besonders lange zu brauchen, um seine Behauptung zu untermauern :-)
Sehe ich nicht so!
Es ist ein bedeutender Unterschied, ob der Zwischenkreis von einer einzigen, oder von drei Phasen gespeist wird.
Bei einer einzigen Phase spielt es eine große Rolle zu welcher Zeit der Phase der Schalter bewegt wird. Im Nulldurchgang könnte sogar der lss halten. Kommt nur nicht so oft vor ;-)
Bei drei Phasen hast du dieses Problem bei Weitem nicht. Erklärungen erspare ich mir, die Kenntnisse dazu setze ich voraus.
Bei drei Phasen gibt es auch einen Einschaltstromstoß.
Zum Zeitpunkt mit L1: 325V L2: -280V L3: -280V würde der Peak heftig sein. Bei insgesamt 1mF (3x330µF) an 1 Ohm geladen, wäre der Peak bis zu 600A und in 1ms der Kondensator nahezu aufgeladen, wenn nicht noch parasitäre Induktivitäten wären. Erst wenn das Stromstoßmaximum länger als 3ms dauert, verteilt es sich auf mehr Phasen. Jedoch sollte die Auslösung des Leistungsschutzschalters für jede Phase gleich empfindlich reagieren.
Häufig wird der Vorteil mitgenommen, dass für gleiche Restwelligkeit bei 3-Phasen der Kondensator kleiner ausfallen kann. Dadurch wird der Ladestromstoß kleiner (vor allem zeitlich kürzer, bzw. Integral über I(t)).
Häufig wird der Vorteil mitgenommen, dass für gleiche Restwelligkeit bei
3-Phasen der Kondensator kleiner ausfallen kann. Dadurch wird der
Ladestromstoß kleiner (vor allem zeitlich kürzer, bzw. Integral über
I(t)).
Das ist der Punkt wo der Hund das Wasser lässt!
Mit einer 50Hz-Phase muss der Ladeelko erheblich fetter ausfallen, als bei einer Dreiphasenspeisung, folglich ist der Einschaltstromstoß bei einer einphasigen Speisung erheblich höher.
Da hast du ja gerade noch so die Kurve gekriegt :-)
Habsch hier auch und wenn man den FU einschaltet, hauts normalerweise
die Sicherung raus. Das rührt daraus, daß der Zwischenkreis schlagartig
geladen wird.
Davon weis mein uralter Bauer FU noch nichts. Ist ein 10A Drehstromgerät und wird durch den Druckschalter meines Hauswasserwerks regelmäßig hart ans Netz geschaltet und bei erreichen des Druckes eben so hart wieder abgeschaltet. Der Condor Druckschalter kann das ebenso ab.
In den Danfoss VLT3004, der als Ersatz bereitliegt, ist an jeder Phase ein 1 Ohm NTC in Serie zum Netz. Wird nicht überbrückt! Das ist auch der Grund warum ich zwei von den Danfoss Umrichtern hier habe. War nur jeweils einer der NTCs durch...
Die 5 Hitachies die bei uns 2023 in Rente gegangen sind haben in 30 Jahren kein mal die Sicherung gekippt. Sind aber auch schöne alte mit Riesigen Bremschopper Drahtwiderständen auf dem Schaltschrankdach und 15KW Motoren mit viel permanentmagneten im Motor. Wie da Magnetfelder zusammen brechen sollen weiß der deibel.
Bei den neuen würde ich jetzt keine Wetten abschliessen was passiert. Ist aber nur Spielzeug bis 25kW und unter 1to rotierender Masse in Maschienen die Druckzylinder antreiben oder Raffköpfe.
Bei Danfoss im Produkthandbuch Seite 17 bis 22 sind die NTC im Prinzipschaltbild enthalten. Diese Geraete kosten auch spürbar mehr, als die einfachen FU von Hitachi.
Es gibt Hersteller, da steckt der NTC in der externen Netzzwischenkreisdrossel oder externen Netzfilterdrosseln drin, die als Zubehoerteil erhaeltlich sind. Wie gut beschreibend deren Dokumente sind, ist eine andere Sache.