220 Volt 3P Chinamotor

#7589315
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Hallo zusammen,

ich habe die ehrenwerte Aufgabe einen 220 Volt, 3P China-Drehstrommotor anzuschließen. Nun sollte diese Motor ohne FU betrieben werden, da Sanftanlauf und Drehzahl etc. keine Rolle spielen. Jetzt bin ich wegen des Typenschildes allerdings verunsichert. Entweder habe ich in der Schule schlecht aufgepasst oder die Chinesen kopieren wieder ohne Sinn und Verstand und schreiben willkürlich Zahlen auf das Typenschild.

Wie kommt man bitte in DE an 230(220) Volt Drehstrom ohne FU? Hat jemand eine Idee wie ich den korrekt auf 230 Volt betrieben bekomme?

  • Ohne Bastelarbeit wie Zwischenschaltung eines MP-Kondensators..

Lieben Gruß, Philip

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#7589339
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H. H. schrieb:

Philip D. schrieb:

Wie kommt man bitte in DE an 230(220) Volt Drehstrom ohne FU?

Mit einem Trafo.

Hat jemand eine Idee wie ich den korrekt auf 230 Volt betrieben bekomme?

  • Ohne Bastelarbeit wie Zwischenschaltung eines MP-Kondensators..

Du willst ihn an 230V Wechselstrom betreiben?

Mit einem Trafo. Klar.. Aber nicht sonderlich einfach in der Umsetzung. Ich würde den Motor gerne an 230 V (L - N) Betreiben. Ich glaube, das kann ich abhaken.

Ich glaube da bleibt mir nur praktikable Weg über einen FU. Dann muss ich zwar leider wohl oder übel dann doch auf 400 Volt bzw. 16A CEE wechseln. Ich habe dann nämlich 2 FU im Einsatz und aus meiner Erfahrung komme ich dann über die 10 mA Ableitstrom (Siehe DIN EN 60204-1 (VDE0113-1)).

Das wieder rum zieht einen PE-Wächter, CEE-Stecker oder 10mm² PE mit sich. Und da ist der CEE-Stecker deutlich günstiger als der PE-Wächter, zumal Platzbedarf... Und 10mm² Zusätzlich anschließen ist für eine bewegliche Maschine ohne Elektriker im Betrieb keine Lösung.

Edit: Bitte gerne um Korrektur, falls ich mit meinen Ansätzen zur elektrische Ausrüstung von Maschinen falsch liege.

Edit2: Lt. div. Suchmaschinen hat China 220 Volt. Kann es sein, dass die da einfach 220 drauf geschrieben haben, weil L/N 220 Volt? Und bei Drehstrom dann eben 380 V? Gibt es ggf. eine Möglichkeit um den Motor zu testen?

Gast #7589352
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Philip D. schrieb:

Ich würde den Motor gerne an 230 V (L - N) Betreiben. Ich glaube, das kann ich abhaken.

Steinmetz, 100µF, Dreieckschaltung.

Ich glaube da bleibt mir nur praktikable Weg über einen FU. Dann muss ich zwar leider wohl oder übel dann doch auf 400 Volt bzw. 16A CEE wechseln.

Nö, eine FU mit 230V Eingang einphasig, und den Motor dann in Dreieckschltung.

Ich habe dann nämlich 2 FU im Einsatz und aus meiner Erfahrung komme ich dann über die 10 mA Ableitstrom (Siehe DIN EN 60204-1 (VDE0113-1)).

Ziemlich sicher.

Lt. div. Suchmaschinen hat China 220 Volt. Kann es sein, dass die da einfach 220 drauf geschrieben haben, weil L/N 220 Volt?

Nein, weil die Nennstrangspannung des Motors 220V/50Hz ist.

Und bei Drehstrom dann eben 380 V?

Ja, weil er dann in Sternschaltung geklemmt wird.

Gibt es ggf. eine Möglichkeit um den Motor zu testen?

Für einen einfachen Test reicht ein kleinerer Kondensator, und dann natürlich Steinmetzschaltung im Dreieck an 230V.

#7589368
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Philip D. schrieb:

Ich glaube da bleibt mir nur praktikable Weg über einen FU. Dann muss ich zwar leider wohl oder übel dann doch auf 400 Volt bzw. 16A CEE wechseln. Ich habe dann nämlich 2 FU im Einsatz und aus meiner Erfahrung komme ich dann über die 10 mA Ableitstrom (Siehe DIN EN 60204-1 (VDE0113-1)).

Edit: Bitte gerne um Korrektur, falls ich mit meinen Ansätzen zur elektrische Ausrüstung von Maschinen falsch liege.

Edit2: Lt. div. Suchmaschinen hat China 220 Volt. Kann es sein, dass die da einfach 220 drauf geschrieben haben, weil L/N 220 Volt? Und bei Drehstrom dann eben 380 V? Gibt es ggf. eine Möglichkeit um den Motor zu testen?

Ich kann deinen Ausführungen nicht mehr folgen. Ob du in der Schule aufgepasst hast, weiß ich nicht.

Jedenfalls ist dieser Motor warscheinlich genauso sinnvoll gebaut und beschriftet wie einer von SEW oder Siemens, wenn man das Typenschild interpretieren kann. Testen muss man da nichts, nur lesen (können).

Ich lese dir mal vor

1
Typenbezeichnung             | Nennfrequenz                | Seriennummer
2
Nennleistung                 | Nennstrom                   | Schaltbild
3
Nennspannung                 | Nenndrehzahl                | Schaltbild
4
Schaltsart |    Betriebsart  | Schutzart | Leistungsfaktor | Schaltbild
5
Schalleistung                | Gewicht   | Isolationsklasse| Schaltbild
6
Bauform                      | Norm                        | Baujahr

Die Nennmotordaten beziehen sich auf die in der linken Spalte angegebene Schaltart DREIECK, das heißt 220V Strangspannung. Entsprechend dem Schaltbild lässt sich auf dem Motorklemmbrett Sternschaltung konfigurieren womit der motor dann mit 380V Aussenleiterspannung klarkommt. In dieser leistungsklasse ist 230V △ /400V Y ganz gewöhnlich.

Natürlich musst du einem Asynchronmotor ein Drehfeld geben. Ob mittels FU,CEE-Stecker, Perilex oder Steinmetzschaltung, das liegt in deiner Hand.

Also du hast einen Standard Asynchronmotor mit ganz üblichen Daten wie von europäischen Herstellern, ich sehe keinen Grund zu behaupten:

die Chinesen kopieren wieder ohne Sinn und Verstand und schreiben willkürlich Zahlen auf das Typenschild.

Was sollen die Chinesen denken, wenn Europäer mit Bildungslücken die Produkte nicht verstehen, und dann die Kompetenz des Herstellers in frage stellen?

#7589389
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Wäre nicht das erste Mal gewesen, fragwürdige Technik aus Fernost in den Händen zu halten. Aber zurück zum Thema: Anscheinend war ich nicht in der Lage zu erkennen, dass ich den Motor mit 400 Volt auf Stern betreiben kann, weil es nicht drauf steht. Zwar sind rechts klar und deutlich die Zeichen, aber im linken Bereich fehlen die 400 Volt und Stern-Angabe. Da helfen dann nur Erfahrungswerte oder frisches Theoriewissen.

Bei den Motoren von SEW und Siemens konnte ich bisher immer beide Werte verständlich ablesen.

Danke für die ausführliche Antwort @Flip B.

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