Guten Tag,
bei meinem Schweißgerät (Elektra Beckum 200/35 ET turbo) sind bei der Demontage des Trafos/der Dioden manche Keramikisolatoren beim Öffnen der Schraubverbindung gesplittert/auseinandergebrochen.
Ich habe bereits mit verschiedensten Suchbegriffen versucht auf google und eBay etwas passendes, bzw. ähnliches zu finden, was leider nur bis Innendurchmesser 8mm etwas ergeben hat.
Wisst ihr wo ich so etwas finden könnte?
Innendurchmesser d 10,8mm
Außendurchmesser D 22mm
Höhe h 10mm
Die Maße können natürlich ein bisschen anders sein. d sollte aber 10,5mm nicht unterschreiten, D kann größer ausfallen und h ist relativ variabel.
Waren "Keramikhülsen" und "Isolierperlen" unter den Suchbegriffen?
(Edit: Und Distanzhülse und Stützisolator?)
Kann natürlich sein, daß man das in größer kaum noch braucht, weil zu
zerbrechlich und dann modernere Materialien besser sind.
Ja, die Begriffe hab ich verwendet.
Welche Matrialien werden dort heutzutage verwendet? Bis 1000°C Beständigkeit braucht man an dieser Stelle eh nicht. Vermutlich werden die Dioden bis max. 180°C heiß. Da würde theroetisch ein technischer Kunststoff wie "Peek" in Frage kommen, oder sogar ein rundgedrehte "Pertinax"-Platte.
Im Gleichrichter sind die Dioden in 4er Paketen zusammengefasst und es werden daher insgesamt 24 Dioden verwendet (für die Drehstrom-Voll-Brücke). Gehalten wird alles durch Aluplatten. Das Bild im Anhang hat zwar eine schlechte Auflösung, aber man kann sich so besser vorstellen wie der Gleichrichter aufgebaut ist. Mein Gleichrichter sieht aber etwas anderst aus.
Warum wird "man" wohl Keramik für die Konstruktion verwendet
haben ... ? Vielleicht damit nix schmilzt?
Weil das bis in die 70er/80er das etablierte Mittel der Wahl war für billig, temperaturbeständig und isolierend. Aber seit den 80ern sind selbst in 10kV-Stationen die Isolatoren aus Plastik.
Hab eine Explosionszeichnung gefunden (auf einer japanischen Seite in Rußland), offenbar ist Teil Nr. 209 die gesuchte Scheibe. Also womöglich hätte noch jemand die Ersatzteile.
(Edit: Wenn ich genauer schaue, sind das wohl bloß Metallteile, und die Keramik sitzt schon am Gleichrichter.)
Das Teil wird bei 200A Schweissstrom schon gut heiß. Aber die Halbleiter werden sicher als Maximaltemperatur nur bis 180/200⁰C funktionstüchtig sein. Daher denk ich, dass Peek ausreichend sein wird. Peek ist ja ein hochtemperaturfester Kunststoff. Dieser ist Temperaturfest bis 240⁰C, kurzzeitigbis 300⁰C und der Schmelzpunkt liegt bei 340⁰C.
PTFE (Teflon) hat den Schmelzpunkt auch bei 327⁰C, er ist aber nur bis 50⁰C formbeständig. Bei Peek
sind es 150⁰C.
Fliese ? Loch einschleifen, am Wasserschleifstein kleiner schleifen, oder Töpfern. Eventuell kann man auch Gips, Elektrikergips, oder besser Zement so formen. Faserverstärkt wäre gut, Glas wird ab ca 500°C leitend, Muschelgeld.
Dann gibt es noch ein isoliermaterial das der Spanplatte ähnelt , zb in Nachtspeicherheizungen, leicht, bröckelig, glitzernd körnig, gelbbraun, ich glaube Glimmer ist da drin, wird manchmal als lose Füllung für Chemikalientransportbehälter benutzt. Und dann fiele mir noch ein, Schiefer und Speckstein. Leicht zu bearbeiten.
Nö, braucht nur Gefühl. Dat geht. Google mal nach Lufthammer, damit läßt sich eine Streichholzschachtel mit zwei Fingern gehalten genauso sachte zuschieben wie ein Axtkopf wie im Bilderbuch schmieden. Man muss nur wissen was man tut :-)
Vielleicht einfach einen Ring einer Diazed oder Neozed Sicherung abschneiden. Mit Schutzbacken in Schraubstock gespannt dann mit Winkelschleifer und Diamantblatt uuuund ruhiger Hand.
Na dann eine Kombination aus Ferritring und Vulkanfiberscheibe. Die Ferritringe sind jedenfalls in fast exakt seiner Anforderung als Schüttgut lieferbar.