Hallo zusammen,
bei meinem Geschirrspüler ist ein Reed-Kontakt zur Wassermengenzählung eingebaut. Wenn man den Geschirrspüler einschaltet, dann wird bei geöffnetem Hahn auch Wasser gezogen. Das Wasser dreht ein Flügelrad mit einem Magneten. Der Magnet kommt an dem Reed-Kontakt vorbei, der Reed-Kontakt schaltet dann und gibt Impulse an die Steuerelektronik. Das Klicken des Reed-Kontaktes ist gut hörbar.
Soweit so gut.
Seit 3 Tagen allerdings hört man kein Klicken vom Reed-Kontakt mehr und die Meldung "Bitte Wasserhahn öffnen" erscheint auf dem Display.
Nachdem ich die Blechseitenwand, die an dem Reed-Kontakt ist, abmontiert hatte und den Geschirrspüler ohne Seitenwand eingeschaltet hatte, funktioniert der Reed-Kontakt wieder und gibt ein gleichmäßiges Klicken ab. Als ich die Blechseitenwand nahe am Reed-Kontakt hielt, hörte das Klicken wieder auf. Wenn ich die Blechseitenwand 2-3 cm vom Reed-Kontakt weghielt, klickte es wieder.
Dann habe ich eine kleine Blechplatte an den Reed-Kontakt gehalten und das Klicken hörte wieder auf.
Vielleicht kann mir das jemand mal erklären. Ich habe jetzt 1,5 cm Plastikplatte zwischen dem Reed-Kontakt und der Blechseitenwand geklemmt und es funktioniert jetzt erst einmal. Aber was kann die Ursache sein?
Reedkontakt in der Halterung verschoben?
Messen: ist der Reedkontakt in Blechnähe dauernd EIN, oder dauernd AUS?
Blech mit Kompass auf Magnetisierung prüfen, ggf mit Entmagnetisierungsspule behandel.
Schon mal einen aderen Reedkontakt probiert?
Kann man den Reedkontakt näher am Magnet montieren, oder liegt er schon am Turbinengehäuse an?
Kann man die Messturbine verdreht montieren, damit der Reedkontakt weiter von der Blechwand weg kommt?
Stabmagnet etwas entfernt vom Reedkontakt montieren, des so eine Art Vormagnetisieung macht? Darf natürlich in Ruhestellung noch nicht schalten.
Nicht nur Wasserfilter.
Eckventile mit Abgang für Geschirrspüler oder WaMa haben ein integriertes Rückschlagventil.
Das kann zugekalkt oder verdreckt sein. Auch das Ventil selbst kann zu sein.
Deshalb immer als erstes den "Eimertest" machen, also prüfen ob aus dem komplett aufgedrehten Hahn mindestens 10l, besser 12-15l Wasser pro Minute strömen.
Hier sieht es aber ja eher nach einem Problem des Wassermengenzählers aus.
Im Zweifel den tauschen, vieleicht ist ja auch der Magnet am korrodieren/zerfallen.
Reedkontakt tauschen, kann auch Besserung bringen. Zum einen ist es ein mechanisches Bauteil mit einer endlichen Zahl von Schaltspielen, andererseits kann ein Kontakt auch ausbrennen. Nach 15 - 20 Jahren fallen auch Relais irgenwann aus.
erst einmal vielen vielen Dank für soviel Input :)
Also, das der Wasseranschluss verstopft oder verkalkt ist, kann ich ausschließen, da er jetzt ja funktioniert, wenn das Blech 1,5 cm vom Reed-Kontakt entfernt ist.
Und wenn ich ein anderes Blech direkt ohne Abstand ranhalte, schaltet der Reed-Kontakt nicht mehr.
Ob der Reed-Kontakt verschoben ist, kann ich nochmal prüfen.
Das Blech mit Kompass auf Magnetisierung prüfen, ist eine gute Idee, werde ich mal machen.
Einen anderen Reedkontakt zum Probieren habe ich leider nicht
Den Reedkontakt kann ich leider nicht näher am Magnet montieren. Ich schicke mal ein Bild dazu.
Stabmagnet etwas entfernt vom Reedkontakt montieren, des so eine Art
Vormagnetisieung macht? Darf natürlich in Ruhestellung noch nicht
schalten. --> Werde ich mal probieren.
Schmutz in der Leitung kann ich auch ausschließen, da er jetzt ja funktioniert.
Den Eimertest habe ich schon gemacht, da kommt genug Wasser raus.
Reed-Kontakt tauschen ist so eine Sache. Ich habe den Typ im Internet noch nicht gefunden.
Der Geschirrspüler ist ca. 13 Jahre alt und ein Miele G6300 SCi.
Vielleicht ist auch der Magnet im Flügelrad schwächer geworden?
Ich habe zwar noch nie davon gehört, dass Permanentmagnete nachlassen, aber ausschließen kann ich es auch nicht. Ich meine, höhere Temperaturen könnten das verursachen.
Ein paar bestellen und testen. Die Dinger kosten doch nur ein paar Cent. Bei TME wird auch noch die Ansprechempfindlichleit mit Ampere je Windung angegeben. Da auf unterschiedliche Zahlen achten.
was der Kompass dir da an brauchbaren Informationen liefert?
Der reagiert in jedem Fall, wenn es Eisenblech ist.
Wenn an die selbe Stelle des Blechs immer die selbe Spitze des Kompasses geht, dann ist der Restmagnetismus im Blech auf jeden Fall deutlich gößer als das Erdmagnetfeld.
Ich habe zwar noch nie davon gehört, dass Permanentmagnete nachlassen,
aber ausschließen kann ich es auch nicht. Ich meine, höhere Temperaturen
könnten das verursachen.
was der Kompass dir da an brauchbaren Informationen liefert?
Der reagiert in jedem Fall, wenn es Eisenblech ist.
Wenn an die selbe Stelle des Blechs immer die selbe Spitze des Kompasses
geht, dann ist der Restmagnetismus im Blech auf jeden Fall deutlich
gößer als das Erdmagnetfeld.
"Deutlich größer"?
Aber egal, dann ist eben eine gewisse Remanenz da. Und? Was weißt du dann bezüglich des Problems mit der Spülmaschine?
Du hast noch nie im Baumarkt neue Magnetschnäpper für Schranktüren
kaufen kaufen müssen, weil die alten nach Jahren nachgelassen haben?
😀
Nein. Ich habe keine Schranktüren mit Magnetschnäpper ...
Aber wenn du diese Eigenschaft von Magneten bestätigst, dann festigt das meine Vermutung, dass eher der Magnet kaputt ist als der Reedkontakt.
Ich habe zwar noch nie davon gehört, dass Permanentmagnete nachlassen
Du hast noch nie im Baumarkt neue Magnetschnäpper für Schranktüren
kaufen kaufen müssen, weil die alten nach Jahren nachgelassen haben?
Ist lediglich eine Frage des Materialpreises, die teuren in den
Festplatten halten länger.
Bei den Schnäppermagneten spielt der mech. Impuls beim Kraftabbau eine ordentliche Rolle. Jeder „Klack“ schwächt das Feld ein klein wenig. Tausende von heftigen „Klacks“ zeigen eine fühlbare Wirkung. Das passiert bei Magnetplatten eher sehr selten ;-)
Ich habe in einem anderem Forum gelesen, dass
eine Metallzarge das Magnetfeld des Magneten schwächt, so dass der Reedkontakt nicht schaltet.
[[https://www.elektrikforum.de/threads/reedkontakt-fuer-die-metallzarge.7912/]]
Ich habe aus Spaß mal ChatGPT gefragt (ja ich weiß...).
Seine Antwort:
Ja, ein Blech kann das Magnetfeld in der Nähe eines Reed-Kontakts beeinflussen. Ein Reed-Kontakt besteht aus zwei dünnen, flexiblen Metallstreifen, die in einem Glaskolben oder einer Kunststoffhülse eingekapselt sind. Diese Metallstreifen, typischerweise aus Nickel-Eisenlegierung, sind normalerweise in einer bestimmten Position zueinander ausgerichtet, so dass sie sich berühren oder voneinander getrennt sind, je nachdem, ob ein Magnetfeld vorhanden ist.
Wenn ein Magnetfeld in die Nähe des Reed-Kontakts gebracht wird, werden die Metallstreifen magnetisiert und ziehen sich an oder stoßen sich ab, was dazu führt, dass sich der Kontakt öffnet oder schließt. Ein Blech in der Nähe des Reed-Kontakts kann das Magnetfeld beeinflussen, indem es das Magnetfeld umleitet oder abschirmt. Dies kann dazu führen, dass der Reed-Kontakt anders reagiert als ohne das Blech in der Nähe. Je nach Ausrichtung und Material des Blechs kann es das Magnetfeld verstärken, abschwächen oder verändern.
Vielleicht hat sich das Magnetfeld in Laufe der 13 Jahre soweit geschwächt, dass der Einfluss des Bleches reicht, um das Magnetfeld umzuleiten, so dass der Reed-Kontakt nicht mehr genug magnetische Energie abbekommt.
Dort wurde ein klebender Reedkontakt festgestellt. Beim Gerät vom TO ging der aber sobald das Blech in der Nähe entfernt wurde.
Trotzdem: wenn er einen passenden findet, ist es sicher nicht falsch, den auch auszutauschen.
Ich habe im Repaircafe zweimal den Fall gehabt bei einem Rasenmähermotor, dass einer von den Neodymmagneten magnetisch schwächer war als die restlichen.