Hoffe ich bin im richtigen Forum, ansonsten bitte verschieben, danke.
Problem: Ich habe einen Billig-Haartrimmer (Silvercrest), der aber tadellos seinen Dienst versah, irrtümlich mit 15 statt 5 Volt geladen (das Haartrimmer-Netzteil hat haargenau den gleichen Stecker wie das Rasierer-Netzteil, haha).
Der Trimmer hat nach Aufladung super funktioniert, aufgefallen ist aber sofort, daß beide Kontrolleuchten (bei abgeschaltetem Gerät) gleichzeitig und dauernd geleuchtet haben (das war der Grund, warum ich das Ladegerät nochmal angesehen und meinen Irrtum bemerkt habe).
Nach zwei bis drei Tagen (ohne Benutzung [nur 2, 3 mal kurz testweise aufgedreht], aber unter Beobachtung) waren die Leuchten aus, der Trimmer tot. Ist weder mit dem eingebauten Akku (Li-ion 14500 3.7V 500mAh) noch mit dem Netzgerät angesprungen.
Ich habe zuerst den Akku (war auf rund 2 Volt gefallen) mit einem Li-ion-Ladegerät aufgeladen (hatte dann etwas über 4 Volt) und wieder eingesetzt; weiters die Platine mit dem Multimeter oberflächlich durchgemessen, kann aber mangels Wissen nur den Weg vom Akku zu ein paar Lötstellen verfolgen – da kamen die 4 Volt an.
Frage 1: Was ist da kaputt gegangen? Photos im Anhang.
Frage 2: Das (Aldi-)Multimeter scheint nicht wirklich zuverlässig zu messen (war mir früher schon bei einfachen Messungen aufgefallen). Halte ich die Messspitzen an die Lötstellen, zeigt die Anzeige mal nix an, bewege ich die Spitzen ein bisschen hin und her (weil ich weiß, da müsste etwas zu messen sein), sehe ich endlich das erwartete Ergebnis im Display. Das ist natürlich kein Zustand, wenn man auf Fehlersuche ist.
Ich nehme an, das ist nicht der Normalzustand – besseres Multimeter kaufen?
Ich habe zuerst den Akku (war auf rund 2 Volt gefallen) mit einem
Li-ion-Ladegerät aufgeladen (hatte dann etwas über 4 Volt) und wieder
eingesetzt;
Wär’s nicht einfacher, sich mit einem Feuerzeug mit großer Flamme die Haare zu trimmen, als einen so potenziell kaputten Akku weiterhin zu verwenden und damit nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die gewünschte Brandrodung zu haben?
Deiner Beschreibung nach zumindest das Akkumanagement (Unterspannungsabschaltung, Ladeschaltung) und der Akku (tiefentladen, möglicherweise auch vorher überladen)
Frage 2: Das (Aldi-)Multimeter scheint nicht wirklich zuverlässig zu
messen (war mir früher schon bei einfachen Messungen aufgefallen). Halte
ich die Messspitzen an die Lötstellen, zeigt die Anzeige mal nix an,
bewege ich die Spitzen ein bisschen hin und her (weil ich weiß, da
müsste etwas zu messen sein), sehe ich endlich das erwartete Ergebnis im
Display.
Das ist eher ein Problem der Messspitzen oder der Messstellen, als des Multimeters. Gute Messleitungen mit entsprechenden Spitzen sind für um die 10€ zu haben. Das Multimeter ist zwar nicht supertoll, für den Job aber durchaus ausreichend.
Ich habe zuerst den Akku (war auf rund 2 Volt gefallen) mit einem
Li-ion-Ladegerät aufgeladen (hatte dann etwas über 4 Volt) und wieder
eingesetzt;
Wär’s nicht einfacher, sich mit einem Feuerzeug mit großer Flamme die
Haare zu trimmen, als einen so potenziell kaputten Akku weiterhin zu
verwenden und damit nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die
gewünschte Brandrodung zu haben?
Hahaha, ja. Hab den Akku dann aber eh gleich außerhalb des Hauses an sicherer Stelle gelagert; eben weil ich Laie bin und nicht das kleinste Eventual-Risiko eingehen will.
Deiner Beschreibung nach zumindest das Akkumanagement
(Unterspannungsabschaltung, Ladeschaltung) und der Akku (tiefentladen,
möglicherweise auch vorher überladen)
Frage 2: Das (Aldi-)Multimeter scheint nicht wirklich zuverlässig zu
messen (war mir früher schon bei einfachen Messungen aufgefallen). Halte
ich die Messspitzen an die Lötstellen, zeigt die Anzeige mal nix an,
bewege ich die Spitzen ein bisschen hin und her (weil ich weiß, da
müsste etwas zu messen sein), sehe ich endlich das erwartete Ergebnis im
Display.
Das ist eher ein Problem der Messspitzen oder der Messstellen, als des
Multimeters. Gute Messleitungen mit entsprechenden Spitzen sind für um
die 10€ zu haben. Das Multimeter ist zwar nicht supertoll, für den Job
aber durchaus ausreichend.
Halte ich die Messspitzen an die Lötstellen, zeigt die Anzeige mal nix
an, bewege ich die Spitzen ein bisschen hin und her (weil ich weiß, da
müsste etwas zu messen sein), sehe ich endlich das erwartete Ergebnis
Die Lötstellen sind durch eine dünne Schicht von Flussmittel überdeckt, die musst du erst durchstossen. Dein Messgerät ist ok.
Wegschmeißen. Empfehle ich als Bastler und Sammler.
Akku ist nun Tiefentladen, bei Aufladung nach Tiefentladung, besteht bei vielen Lithium Ionen Akkus danach erhöhtes internes Kurzschlußrisiko durch das Wachsen von kleinen Metall-dendriten, die dann die Seperatorschicht im Akku durchpieksen. Und dann geht das Feuerwerk los.
Der prominenteste Fall dafür ist eine Amerikanische freie Elektroautowerkstatt, die Teslabesitzern unautorisiert die tiefentladen 30.000 Euro Batterien ihrer Roadster unter Umgehung des BMS reaktiviert hat. Da sind gleich viele Teslas incl. Eines historischen Prototyps abgebrannt. Ich wollte mir vor Jahren mal nen damals preiswerten Roadster als Unfallwagen anschaffen, hab das dann aber wegen der Akkuproblematik sein lassen.
Also - das Akku h BMS hat schon seinen Sinn. Bitte bitte tiefentladene Li Akkus gleich entsorgen.
Und die vielen Wohnungsbrände durch Elektro - Hooverboards sollten auch bekannt sein.
Halte ich die Messspitzen an die Lötstellen, zeigt die Anzeige mal nix
an, bewege ich die Spitzen ein bisschen hin und her (weil ich weiß, da
müsste etwas zu messen sein), sehe ich endlich das erwartete Ergebnis
Die Lötstellen sind durch eine dünne Schicht von Flussmittel überdeckt,
die musst du erst durchstossen. Dein Messgerät ist ok.
Mach mal ein Detailfoto, wo man den Aufdruck des 8 beinigen ICs lesen kann. Könnte mit etwas Glück der TP4056 sein, der auf vielen Billig Ladeplatinen verbaut ist.
Den habe ich auch schon in eigenen Projekten eingesetzt. Ist nur etwas tricky, den auszulöten, denn der hat auf der Unterseite noch ein Thermal Pad, als 9. Lötestelle. Ohne Heißluft wird der Wechsel dann schwierig.
Frage 2: Das (Aldi-)Multimeter scheint nicht wirklich zuverlässig zu
messen
Da sind einfach die Billiglitzen nahe den Steckern gebrochen.
Nimm hochflexible Meßleitungen, dann geht das wieder. Diese haben viele dünne Adern, z.B. 259 x 0,07 mm, statt nur 27 x 0.19mm.
Den 8-beinigen IC und den MOS1 wirds wohl gerissen haben.
gleichzeitig und dauernd geleuchtet haben
Und damit den Akku tiefentladen haben.
Frage 2: Das (Aldi-)Multimeter scheint nicht wirklich zuverlässig zu
messen
Da sind einfach die Billiglitzen nahe den Steckern gebrochen.
Nimm hochflexible Meßleitungen, dann geht das wieder. Diese haben viele
dünne Adern, z.B. 259 x 0,07 mm, statt nur 27 x 0.19mm.
Mach mal ein Detailfoto, wo man den Aufdruck des 8 beinigen ICs lesen
kann. Könnte mit etwas Glück der TP4056 sein, der auf vielen Billig
Ladeplatinen verbaut ist.
Den habe ich auch schon in eigenen Projekten eingesetzt. Ist nur etwas
tricky, den auszulöten, denn der hat auf der Unterseite noch ein Thermal
Pad, als 9. Lötestelle. Ohne Heißluft wird der Wechsel dann schwierig.
Steht nix drauf. Na ja, zumindest taugt das Teil noch zum Aus- und Einlöten üben.
Vergleiche mal anhand des Schaltplanes, ob es der TP4056 sein kann. Soviel ist ja nicht dazu. Es kommt nicht auf die genauen Bauteilewerte an, sondern ob die Pins mit denen vom Plan übereinstimmen, wie LEDs, Akku, Spannungsversorgung usw.
https://www.sunrom.com/p/tp4056-li-on-battery-charger-ic-1a
Vergleiche mal anhand des Schaltplanes, ob es der TP4056 sein kann.
Soviel ist ja nicht dazu. Es kommt nicht auf die genauen Bauteilewerte
an, sondern ob die Pins mit denen vom Plan übereinstimmen, wie LEDs,
Akku, Spannungsversorgung usw.
https://www.sunrom.com/p/tp4056-li-on-battery-charger-ic-1a
Werde ich machen, danke. Bin totaler Anfänger, muss mich mit diesen Dingen erst vertraut machen - ist vielleicht ein guter, kleiner Anfang.
Wenn ich den Schaltplan halbwegs verstehe, melde ich mich wieder.