Autofocus beim löten unter dem Mikroskop halte ich für suboptimal.
Du hast ja nicht wirklich eine plane Fläche sondern auf der Platine auch noch Bauteile unterschiedlicher Höhe und dein lötwerkzeug. Wenn die Platine dann noch von der anderen Seite mit ein paar tht Bauteilen bestückt ist liegt selbst diese nicht Plan auf sondern steht etwas schräg. Von Fällen wo man im protyping die "dead bug" Methode oder auch an hochgebogenen Beinchen, also "in der Luft" kontaktieren muss ganz zu schweigen.
Im klartext: Häufig eine riesige Spanne möglicher fokussierungsebenen die sich einem Sensor da bieten, woher soll der aber wissen welche du jetzt möchtest? Und das man darunter arbeitet, also Bewegung hat macht es noch mal schlimmer da kann jederzeit, auch wenn zufällig doch die richtige Ebene getroffen wurde, ein nachfocussieren auf ein falsches Objekt einsetzen. Besonders schön mitten im lötvorgang. Im Ergebnis fröhliches "pumpen" in der Darstellung wie man es auch von anderen AF Anwendungen kennt wenn der Focuspunkt nicht eindeutig ist und minimale Bewegung oder lichtänderung im Spiel ist. (Z.b. Makrofographie komplexer Oberflächen mit hangehaltenem mobiltelefon)
Das will man nicht!