Hallo Zusammen,
ich habe ein Messgerät, bei dem das PC-Kommunikationskabel fehlt. Wollte mir selbst eines basteln (wird ja nicht so schwer sein) und habe dazu ein bisschen Reverse-Engineering betrieben, siehe angehängte Datei. Auf der Skizze sind alle Verbindungen zur Mini-DIN 8 Buchse zu erkennen, alle anderen Verbindungen gehen tiefer ins Gerät.
In dem Gerät befindet sich zur seriellen Kommunikation ein LTC1383CS. Verbindet man RX und TX mit dem PC, lässt sich das Messgerät vom PC steuern, jedoch werden keine Messwerte übertragen.
Mit einem RS232-Tester habe ich an der seriellen Schnittstelle am PC getestet, welche Ein/Ausgänge beim Betrieb der Software aktiv sind. Es sind TXD, DTR, RTS.
Hat irgendjemand eine Idee, wie die Verschaltung des Kommunikationskabel aussehen müsste, damit alles funktioniert?
Von geheimen Messgeräten wird wohl keiner Informationen haben, weil die
sind ja geheim.
Naja, es kann ja auch ein Wunder passieren. Es gibt ja sogar Leute die schreiben obwohl sie nicht lesen koennen. :-D
Hat irgendjemand eine Idee, wie die Verschaltung des Kommunikationskabel
aussehen müsste, damit alles funktioniert?
Miss mal die Pegel an DTR/RTS im Betrieb und stell das bei dir genauso ein. Es kann sein das die Schaltung das schmarotzt um damit eine interne Potentialtrennung zu betreiben.
Nachtrag: Die dort erwähnte SiteChart Software verwendet 9600 Baud 8N1 und setzt RTS und DTR beim Öffnen des COM Port, dann wird versucht mit dem Gerät zu kommunizieren.
ich habe ein Messgerät, bei dem das PC-Kommunikationskabel fehlt.
...
In dem Gerät befindet sich zur seriellen Kommunikation ein LTC1383CS.
Naja. Der LTC1383 ist lediglich ein RS-232 Pegelwandler. Vergleichbar mit dem viel ubiquitäreren MAX232. Anhand der Verschaltung des Pegelwandlers mit der Buchse kann man wohl feststellen, welcher Anschluß an der Buchse ein Ein- und welcher ein Ausgang ist. Mehr nicht. Ich hinterfrage die oben angegebene Belegung der Buchse.
Schritt 1. ist also erstmal die Identifizierung, welcher Kontakt der Buchse mit TxD, RxD und eventuellen Handshakesignalen belegt ist. Für
Wollte mir selbst eines basteln ...
würde das schon reichen.
Wenn aber auch die Ansteuersoftware fehlt, kommen noch ein paar weitere - und wesentlich schwierigere - Punkte. Man muß die hardwareseitigen Parameter der Kommunikation herausfinden. Also Baudrate, Anzahl Datenbits etc. Und dann natürlich das verwendete Kommunikationsprotokoll. Insbesondere letzteres kann beliebig aufwendig werden.
Nochmal zu der oben bereits erwähnten Software SiteChart: wenn es darum geht das Gerät damit zu steuern und Werte abzufragen dann sollte es ausreichen den gelb markierten Pin mit RTS oder DTR vom PC zu verbinden (unter der Annahme dass Tx und Rx im Bild stimmen und nicht eine der Handshake Leitungen sind).
Es sieht nicht so aus als ob SiteChart Hardware-Handshake verwendet, allerdings wird das Gerät vermutlich anhand der Handshake Leitung erkennen ob es Daten zum PC schicken kann.
Ob das Gerät am rot markierten Pin anzeigt daß es Daten empfangen kann müßte man prüfen aber wenn das Steuern des Geräts schon funktioniert hat ist diese Handshake Leitung erstmal nicht so wichtig.
Die SiteChart Software macht soweit ich das momentan sehe nichts mit den Handshake Leitungen beim Öffnen des COM Port. Mit dem Windows API GetCommState() und SetCommState() wird lediglich die Baudrate, 8N1 sowie "fAbortOnError" eingestellt, der Handshake bleibt unverändert. EscapeCommFunction() zum expliziten Ansteuern von RTS bzw. DTR wird nicht verwendet.
Naja, es kann ja auch ein Wunder passieren. Es gibt ja sogar Leute die
schreiben obwohl sie nicht lesen koennen. :-D
Oh, jetzt ja ...
Das hätte man aber auch noch mal im Text schreiben können. Ich gucke mir zwar die Bilder an aber lese mir doch nicht immer den Dateinamen durch ;-). Ich hatte mir den Text 3 mal durchgelesen ob ich etwas übersehen habe.
Nochmal zu der oben bereits erwähnten Software SiteChart: wenn es darum
geht das Gerät damit zu steuern und Werte abzufragen dann sollte es
ausreichen den gelb markierten Pin mit RTS oder DTR vom PC zu verbinden
(unter der Annahme dass Tx und Rx im Bild stimmen und nicht eine der
Handshake Leitungen sind).
Es sieht nicht so aus als ob SiteChart Hardware-Handshake verwendet,
allerdings wird das Gerät vermutlich anhand der Handshake Leitung
erkennen ob es Daten zum PC schicken kann.
Ob das Gerät am rot markierten Pin anzeigt daß es Daten empfangen kann
müßte man prüfen aber wenn das Steuern des Geräts schon funktioniert hat
ist diese Handshake Leitung erstmal nicht so wichtig.
RX und TX stimmen wohl so, mit der Software lässt sich das Gerät fernsteuern, was beim Anschluss der Kontakte auch funktioniert. Immerhin ein Teilerfolg. Messwerte werden allerdings keine angezeigt.
Wird der gelb markierte Pin mit RTS oder DTR verbunden, wird in SiteChart "Lost connection to the instrument" angezeigt.
Das Gleiche passiert übrigens, wenn GND (auf der Skizze orange) Geräteseitig mit GND PC-Seitig verbunden wird, oder die Schirmung von der Gerätebuchse mit der Schirmung des PCs verbunden wird.
Am roten Pin liegen konstant -8,64 V an (relativ zum orangen Pin), wird was gesendet (Ansteuerung über SiteChart) sinkt die Spannung kurz auf -8,62 V und steigt dann wieder auf -8,64 V.
Das Gleiche passiert übrigens, wenn GND (auf der Skizze orange)
Geräteseitig mit GND PC-Seitig verbunden wird, oder die Schirmung von
der Gerätebuchse mit der Schirmung des PCs verbunden wird.
GND vom Gerät ist bisher gar nicht mit GND vom PC verbunden, nur Rx und Tx und es gibt Probleme wenn GND vom Gerät mit GND vom PC verbunden ist? Dann ist relativ sicher etwas am Pinout nicht richtig, GND Gerät und GND PC müssen verbunden sein.
Am roten Pin liegen konstant -8,64 V an (relativ zum orangen Pin), wird
was gesendet (Ansteuerung über SiteChart) sinkt die Spannung kurz auf
-8,62 V und steigt dann wieder auf -8,64 V.
Ich dachte, EXPAND war schon Teil von DOS3.3. Jedenfalls kann mein WinXP in der VirtualBox es einzeln entpacken. Es gibt eine 16-Bit und 32Bit-Version.