Class-D Endstufe / Schaltnetzteil / Messgerät

#7698680
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Hallo, ich habe hier eine defekte Class-D Autoendstufe. Am Ausgang ist auch ohne Eingangssignal eine Wechselspannung von etwa 7 V effektiv bei einer Frequenz von etwa 185 kHz zu messen. Das habe ich erst mitbekommen nachdem mir zwei Hochtöner abgeraucht sind und ich irgendwann ein Oszilloskop angeschlossen habe. Mit meinem billig Multimeter war mir nichts aufgefallen. Frage: Gibt es bezahlbare True RMS Multimeter mit der ich diese relativ hohe Wechselspannung hätte messen können oder sind dafür immer Oszilloskope oder Spektrumanalysatoren zu verwenden. Danke Stephan

#7698687
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Stephan L. schrieb:

Am Ausgang ist auch ohne Eingangssignal eine Wechselspannung von etwa 7 V effektiv bei einer Frequenz von etwa 185 kHz zu messen.

Nicht ungewöhnlich, die Filterspulen können nicht wirken wenn keine Last angeschlossen ist, und sie sind immer zu klein um den Ripple ganz zu unterdrücken, unter EMV Grenzwert reicht ja, den Rest macht die Induktivität der Lautsprecher.

Stephan L. schrieb:

Frage: Gibt es bezahlbare True RMS Multimeter mit der ich diese relativ hohe Wechselspannung hätte messen können

Alle mit AD636 vor dem ICL7106 können das, siehe Schaltung im Datenblatt. Bloss welche kommerziellen so aufgebaut sind....

#7698691
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185 kHz sind ein bisschen wenig für einen Class-D Amp. Es gibt selbst-resonierende Class-D Konstrukte, die je nach Modulationsgrad die Frequenz ändern können, aber im Leerlauf sollten es doch etwas mehr als 185 kHz sein. 7V-pp ist auch ein bisschen viel. Es stimmt zwar, dass die Filterwirkung der Spule auch mit der Last zusammenhängt, aber es sollte auch ein C oder RC Glied hinter der Spule sein, welches den Ripple unterdrückt.

#7699026
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Stephan L. schrieb:

Es ist eine Vier-Kanal-Endstufe. Bei den defekten Kanälen messe ich die 7 V effektiv bei den intakten Kanälen 0,16 V effektiv. Ob die 185 kHz aus dem Schlatnetzteil oder der Class-D Schaltung kommen, ist noch zu ermitteln.

Kannst du den 185kHz Ripple auch bei den intakten Kanälen sehen (eventuell mit kleinerer v-p-p Amplitude?)

Meine Vermutung: Irgendwas passt an der Class-D Regelschleife nicht und taktet zu niederfrequent. Der Ausgangsfilter wirkt bei 185 kHz noch nicht richtig -> daher der große Ripple. Normalerweise sollte das irgendwo im Bereich 300-500 kHz schalten.

#7699183
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Es handelt sich um eine Pioneer GM-D8604 4-Kanal Class-D Endstufe. Von welchen Chips braucht ihr die Bezeichnung? Bitte ungefähre "Ortsangabe".

Der 185 kHz Ripple ist auf allen Kanälen. defekte Kanäle: 7 V effektiv intakte Kanäle: 0,16 V effektiv

Falls ich das Oszilloskop falsch abgelesen habe, dann bitte Hinweis geben.

Kommt der Ripple von der Class-D Schaltung oder vom Schaltnetzteil?

#7699199
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Stephan L. schrieb:

Von welchen Chips braucht ihr die Bezeichnung? Bitte ungefähre "Ortsangabe".

Auf der Unterseite der Platine werden vermutlich Verstärkerchips sein. ZB solche: https://www.ti.com/product/de-de/TPA3255 Die genauen Typen zu kennen würde die Einschätzungen vereinfachen. Dann wüsste man zB die möglichen Taktfrequenzen.

#7699261
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Rainer D. schrieb:

Stephan L. schrieb:

Nach meiner Erinnerung war kein oder wenn nur ein kleiner DC Offset auf dem Ausgangssignal

Du weisst aber das es sich auf den beiden Strippen eines Lautsprechers um ein Gegentaktsignal handelt? Also beide Strippen werden von je einer Endstufe gespeist. Und beide können unabhängig voneinander einen Defekt aufweisen.

Kann ich als zentrale Masse, die Gehäuse Masse annehmen?

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