Hallo,
ich habe hier einen Schneider Profimaster 400-40 Druckluftkompressor.
Anschluss sind 220V und er hat einen 2 Zylinder Motor.
Der Kompressor wurde gebraucht gekauft und ist zwar schon 35 Jahre alt, sieht aber aus wie aus dem Laden wie neu.
Er ist auch ein paar Tage lang ohne Mucken gelaufen.
Jetzt bleibt der Motor ´kurz nach dem Starten stehen und brumt
Es scheint so, bevor auf richtige Drehzahl kommt, bricht die Leistung zusammen und er bleibt stehen
Der Kondensator ist ein 70uf wobei dort was mit 330V und 360V steht
Ich dachte das der Kondensator defekt ist und bestellte einen bei einem Drucklufthändler der auch Schneider hat, einen Kondensator.
Der neu hat zwar auch 70 uF da steht aber was mit 460V ADC drauf
Ist das überhaupt der korrekte Kondensator?
Oder scheint da ein ganz anderes Problem zu sein?
Der neu hat zwar auch 70 uF da steht aber was mit 460V ADC drauf
Ist das überhaupt der korrekte Kondensator?
Ja, wenn es ein Betriebskondensator ist und nicht bloss ein Anlaufkondensator (Elko), leider hast du dir dessen Bild ja gespart, bau ihn ein, berichte.
Jetzt bleibt der Motor ´kurz nach dem Starten stehen und brumt
Also läuft er kurz los? Wenn jetzt auch noch die Kapazitätsmessung des alten Betriebskondensators in Ordnung ist, wird es eine defekte oder falsch bediente Anlaufdruckentlastung sein.
Aus einer Anleitung von Schneider:
Der Kompressor ist mit einer automatischen Druckentlastung ausgerüstet.
Beim Erreichen des Verdichtungsenddruckes (siehe Punkt 1
“Technische Daten“) im Behälter, wird der Elektromotor automatisch
abgeschaltet. Das Druckrohr zwischen Kompressoraggregat und
Rückschlagventil wird entlüftet. Dadurch ist ein druckloser Wiederanlauf
des Kompressors sichergestellt.
Wichtig: Diese automatische Druckentlastung wird funktionsuntüchtig,
wenn der Kompressor während des Betriebes durch Ziehen
des Netzsteckers stillgelegt wird. In diesem Fall muss vor dem
Wiedereinschalten der EIN/AUS-Schalter am Druckschalter
betätigt werden. Dadurch wird die Druckentlastung wieder wirksam.
Dieser Effekt tritt auch bei Spannungsabfall im Netz auf.
Die 220V müssen nicht bedeuten, daß kein Drehstrommotor in Steinmetzschaltung verbaut ist. ich sage das nur mal ganz anlaßlos. (Hätte ich auch lassen können)
Ja, wenn es ein Betriebskondensator ist und nicht bloss ein
Anlaufkondensator (Elko), leider hast du dir dessen Bild ja gespart, bau
ihn ein, berichte.
Hallo
habe den neuen eingebaut.
Ergebnis war gleiches verhalten am Anfang:
Zuerst kurzes Anlaufen, gefühglt ca 1-2 Sekunden... bevor er auf Touren kam, stoppte der Motor und brumte
Zweiter Versuch genauso.
Dritter Versuch, jetzt geht gar nichts mehr.
Der Motor brumt auch nicht mehr
Danach habe ich den alten Kondensator wieder eingebaut.
Ergebnis... Motor steht, läuft nicht an und macht keinen Mucks mehr
Was ist das?
ich habe vorne so ein graues Kästchen... da kann ich den Kompressor einschalten... seitlich hat er so eine Art Überdruckventil
Ich habe jetzt aber die ganze Luft mal abgelassen... er ist also drucklos
Bei einem Kolbenfresser würde der aber nicht mehr anlaufen, zumindest
nicht mehr freiwillig.
460V anstelle von 360V ist okay. Andersrum sollte man es lassen.
Ich glaub auch nicht das ein Kolbenfresser ist da sich der Motor ja dreht...
der E-Motor scheint das Problem zu haben
Ich weiss nur nicht wie ich den testen und somit ausschliessen kann
Ein Ablassventil in der Druckleitung zwischen Zylinder(n) und Drucktank, damit der Motor nicht gegen den Druck anlaufen muss.
Bei manchen Kompressoren ist es beim starten offen und schließt sich dann, bei anderen öffnet es kurz, wenn der Motor bei vollem Tank stoppt, damit die Leitung beim nächsten Start drucklos ist.
In jedem Fall aber gibt es entweder beim Motorstart oder beim Motorstop ein deutlich vernehmbares Zischen, wenn es denn vorhanden und funktionstüchtig ist.
Beim Kapitel Störung könnte Punkt B noch von Interesse sein.
B Kompressor läuft bei Erreichen des Einschaltdrucks kurz an bzw. brummt und schaltet dann automatisch ab.
Netzanschlussleitung hat unzulässige Länge oder der Leitungsquerschnitt ist zu gering.
Netzanschlusslänge und Leitungsquerschnitt prüfen (siehe Kap.Ö.9.4)
Bei Verlängerungskabeln beachten:
Leitungsquerschnitt: min. 2,5 mm² (bei max. Kabellänge von 10 m). Elektrische Absicherung: 16 A träge.
Ein Ablassventil in der Druckleitung zwischen Zylinder(n) und Drucktank,
damit der Motor nicht gegen den Druck anlaufen muss.
Wenn es funktioniert hörst du ein lautes Zischen, wenn der Motor gestoppt hat.
Leer mal den Tank komplett aus und lass ihn erneut anlaufen. Wenn der Motor dann anläuft und komplett füllt, ist antriebsseitig alles OK.
Wenn der Motor nur kurz anläuft, aber dann stoppt, oder gar nicht starten will, könnte auch das Rückschlagventil am Kesseleingang zu sein. Probier dann mal die Leitung zwischen den Kolben und dem Tank zu lösen.
Zwischen den Zylinder eins und Zwischenkühler sitzt auch ein Rückschlagventil. Das könnte auch zu sein.
Lass etwas Luft raus und starte erneut. Wenn er dann nicht will, ist dein Entlüftungsventil kaputt.
In jedem Fall aber gibt es entweder beim Motorstart oder beim Motorstop
ein deutlich vernehmbares Zischen, wenn es denn vorhanden und
funktionstüchtig ist.
Nein, dieses Zischen macht er nicht... nur wenn der Druckbehälter voll ist... eben bei Überdruck hörte ich das Zischen
Beim Kapitel Störung könnte Punkt B noch von Interesse sein.
B Kompressor läuft bei Erreichen des Einschaltdrucks kurz an bzw. brummt
das ist es jetzt nicht wahr...
das könnte tatsächlich sein...
"==>
Netzanschlussleitung hat
unzulässige Länge oder der
Leitungsquerschnitt ist zu
gering
<==="
das steht dort bei B...
Was ist das?
ich habe vorne so ein graues Kästchen... da kann ich den Kompressor
einschalten... seitlich hat er so eine Art Überdruckventil
Ich habe jetzt aber die ganze Luft mal abgelassen... er ist also
drucklos
Ein Bild des ganzen Kompressors wäre schön...
Vermutlich ist der "graue Kasten" der Druckschalter. Typisch ein MDR1 von Condor.
Dieses geheimnisvolle Teil schaltet den Motor bei niedrigem Kesseldruck ein, bei erreichen des Abschaltdruckes wieder aus. Der Abschaltdruck ist einstellbar. Da das Ding recht simpel mechanisch arbeitet kann es natürlich durch Verschmutzung, Korrorsion , etc klemmen. Aufmachen, prüfen.
Der Condor ist auch für die Druckentlastung beim Abschalten zuständig. Dafür öffnet er ein Ventil um die Leitung zwischen dem Rückschlagventil am Windkessel und dem Kompressor zu entlasten. Steht die Leitung beim Anlaufen unter Dampf kann der Kompressor nicht anlaufen, er quält sich kurz bleibt stehen und brummt missmutig.
Das kann passieren wenn der Azubi bei laufendem Kompressor den Netzstecker an der Kabeltrommel zieht
Vermutlich hockt irgendwo eine thermische Sicherung, ein Knopf den du wieder hineindrücken musst. Die wird der missmutig brummende Motor ausgelöst haben. Oft sitzt die Sicherung im Klemmenkasten am Motor. Es gibt auch Druckschalter mit eingebauter Motorschutzsicherung, imho aber nur für Drehstrommotoren.
Na, dann hast Du ja genug Entlüftungsöffnungen, um zu prüfen, ob irgendein Ventilproblem die Ursache ist.
Die beiden Stopfen am Kühler Richtung Schalterseite sehen so aus, als hätten sie eine Gummidichtung. Dann braucht man sich nicht mit Dichtungsband zu ärgern.
Der Luftkühler ist übrigens kein Zwischenkühler. Der Kompressor ist zweiflutig, nicht zweistufig.
Wenn das Sicherheitsventil zischt ist es entweder defekt, oder der Druck ist zu hoch, weil der Druckschalter ein Problem hat.
Ein beim probieren blockierter Motor überhitzt schnell. Hat er einen selbstrückstellenden Thermoschalter eingebaut? Wenn der Motor gar nicht mehr anläuft und die Kapazitätsmessung in Ordnung war, den Widerstand der abgeklemmten Wicklungen messen. Wie sind die Werte?
Dann kommt noch ein defekter Kontakt im Druckschalter in Frage.
Das Bild zeigt zwei parallel geschaltete Kolben. Neben einer nicht vom Druckschalter angesteuerten Druckentlastung könnte auch ein Auslassventil klemmen. Oder die Leitung vor dem Entlastungsventil steht immer noch unter hohem Druck, weil das defekt ist. In all diesen Fällen sorgt ein leerer Tank nicht für drucklosen Anlauf.
Kompressorteil vom Motor trennen und mal mit der Hand durchdrehen. Sollte bei offener Luftleitung ziemlich leicht gehen.
Ebenso dann mal Motor ohne angeflanschten Kompressor laufen lassen.
Dann weisst du schonmal obs ein elektrisches oder mechanisches Problem ist.
Beim Kapitel Störung könnte Punkt B noch von Interesse sein.
B Kompressor läuft bei Erreichen des Einschaltdrucks kurz an bzw. brummt
und schaltet dann automatisch ab.
Ich schäme mich wirklich.
#Das Problem war die zu lange Kabeltrommel.
Ich dachte deswegen ursprünglich nicht an die Trommel, da als der Kompressor an der Trommel hing, sie auch aufgewickelt war dann aber die Trommel wegen Kabelüberhitzung selbst abgeschaltet hat (roter Knopf an Trommel)
aber der Kompressor spring an der Trommel hängend , stets an... vielleicht war es noch ein weitere Verbraucher an der Trommel oder Gesamtzuleitung...
Jetzt habe ich zwei Kondensatoren... ist halt einer Ersatz
Vielen Dank für diesen wichtigen Tipp mit der Kabellänge und dem Link an die gebrauchsanleitung, diese hatte ich auch nicht
Ich dachte deswegen ursprünglich nicht an die Trommel, da als der
Kompressor an der Trommel hing, sie auch aufgewickelt war dann aber die
Trommel wegen Kabelüberhitzung selbst abgeschaltet hat
Du schreibst jetzt 100 mal:
"Eine Kabeltrommel vor dem benutzen abrollen, sonnst brennt sie ab!"
Gar nix "brennt ab", der integrierte Thermo-Überlastschalter löst aus, wie ja auch hier so geschehen.
Der etwas zu hohe Kabelwiderstand verhinderte ein erfolgreiches Hochlaufen des Kompressors, die nicht abgewickelte Trommel brachte ihren Thermoschalter zum Auslösen, alles gut.