Was ist ein Eimer für den Spannungsabfall?

#7712148
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Markus D. schrieb:

Habe heute meine Ausbildung als Elektriker begonnen.

Mein Ausbilder meinte ich soll einen Eimer für den Spannungsabfall besorgen.

Jetzt wollte ich fragen was das ist, ich hab das noch nie gehört.

Wen willst Du mit dem Witz hier hinter dem Ofen vorlocken?

Aber, wenn Du eh unterwegs bist den Eimer zu holen..bring doch gleich die Gewichte für die Wasserwaage mit. Später holst Du dann noch den Wendehammer.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7712164
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In der Mechanik zum Beispiel der Schraubenzieherschlüssel. Oder bei der Bundeswehr den Schlüssel für den Verfügungsraum.

Wobei es den Schraubenzieher(Dreh/Gabel-)schlüssel tatsächlich gab, aber nur wenigen bekannt war. Das war ein Gabelschlüssel für den Sechskantteil des Schreubenziehers vom Bild. Mit einer Feder um die Vertiefung oberhalb des Sechkants wurde der Gabelschlüssel gehalten, dass der Gabelschlüssel mit Isoliergriff im Sechskantbereich bliebe.

Es gab ganz kurz noch eine Ausführung mit Vierkantform für eine Ratsche, aber das war bereits mit dem Erscheinen disruptiv, d.h. es war sinnvoller einen Ratschensatz mit Verlängerung und Bits zu verwenden und zu kaufen.

Angehängte Dateien:
(Firma: Hobbytheoretiker) #7712171
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Markus D. schrieb:

Habe heute meine Ausbildung als Elektriker begonnen.

Gratuliere und denke das war eine gute Entscheidung.

Nicht über die vielen -1 ärgern. Jede solche Frage in einem Thread erhöht die Chance, dass ein Lehrling (mwd) zu schnell alles ergoogelt und dann ist für die alten Haasen hier der Spaß verdorben.

Hintergrund ist der, dass man die Leute so auch einmal durch das Haus schicken möchte, dass diese etwas die anderen Leute und Abteilungen kennenlernen. Schau mal, wo sie Dich hinschicken und wer eingeweiht ist.

#7712211
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Rainer Z. schrieb:

Crazy Harry schrieb:

Ich werf dann noch das beliebte Feilenfett und die Vergaserinnenbeleuchtung rein.

Für die Mechatroniker? Kolbenrückstellfedern nicht vergessen, denn logisch, wie anders soll so ein Kolben auch zurück gehen?

Es gibt durchaus viele Möglichkeiten, wo eine mechanisch (Feder) gestützte Kolbenrückstellung oder das Gegenteil absolut notwendig ist. Dazu muss man wissen, dass es in pneumatischen und hydraulischen Systemen oft an den Pleueln fehlt.. *gg Denk mal an LKW- und Zugbremssysteme.

#7712223
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Hier in der Gegend sind die Metaller regelmäßig über den Büssingblock gestolpert. Ein Roheiesenklumpen mit einer Masse zwischen 10 und 36kG, den der Auszubildende innerhalb der ersten Wochen, zunächst mit der Schruppfeile, dann mit Schlüsselfeilen, auf einen Würfel von 10mm +-1/10mm Kantenlänge herunterarbeiten muß.

#7712254
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Herrlich, da muss einfach so sein.

Aus Erzählungen aus Metallbaubetrieben kenne ich noch das 'Gläserne Augenmass'. Da hatte ein Mitarbeiter ein Glasauge in einem Kartönchen liegen. Das wurde dann zu entsprechenden Gelegenheiten ausgegeben.

In der Apotheke wurde am 1.April (frühere Zeiten, Lehrbeginn, da war Ostern noch der Stichtag) 'Heilerde' zubereitet. Eine kleine Schippe Gartenerde, kleine Steinchen, Würmer und sonstige 'unpassenden' Teile wurden entfernt, alles feinst gesiebt, getrocknet und dann in kleine Tütchen abgepackt. Frage der Eltern-> und wie wars-> super, wir haben Heilerde gemacht.

73 Wilhelm

#7712277
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Wilhelm S. schrieb:

In der Apotheke wurde am 1.April (frühere Zeiten, Lehrbeginn, da war Ostern noch der Stichtag) 'Heilerde' zubereitet.

Geht noch viel krasser. Man nimmt Wasser, kippt da irgendwas rein, verdünnt es in bis zu 12 Iterationen soweit bis theoretisch noch 1 Molekül auf viele Liter Wasser kommt und verkauft es sauteuer als homöopathisches Medikament. Und das zahlt dann sogar die Krankenkasse.

Wenn man der Lehre der Homöopathie folgt wird ein Medikament umso wirksamer je öfter man es "potenziert" also 1:n verdünnt. Wenn ich also jetzt ein (homöopathisches) Medikament in einem Bach schütte und es dann in den Atlantik gelangt, dann ist das Atlantikwasser ein höchstwirksames Medikament.

#7712278
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Mark S. schrieb:

Hier in der Gegend sind die Metaller regelmäßig über den Büssingblock gestolpert. Ein Roheiesenklumpen mit einer Masse zwischen 10 und 36kG, den der Auszubildende innerhalb der ersten Wochen, zunächst mit der Schruppfeile, dann mit Schlüsselfeilen, auf einen Würfel von 10mm +-1/10mm Kantenlänge herunterarbeiten muß.

Absolut unglaubwürdig. Auch vor 50 und mehr Jahren war kein Unternehmer, Ausbilder, etc. so blöd, einen "Azubi" über Tage oder sogar Wochen total hirnrissige Arbeiten machen zu lassen.

Warum nennst Du nicht Ort, Zeit, Firma?

#7712300
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Ach was! Als ich in den Ausbildungswerkstätten in Salzgitter Drütte 1970 ein Metallerpraktikum absolvierte, hat mir das der Meister genauso erzählt. Dann muss das ja wohl stimmen! Und zum Thema "hirnrissige Arbeiten" - Du hast, scheints, so einen Betrieb noch nie von innen gesehen.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7712389
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Mark S. schrieb:

Büssingblock

Hölle, das ist das erste Wort, zu dem Google schon gleich gar nichts einfällt:

Mark S. schrieb:

hat mir das der Meister genauso erzählt.

Ich glaube sowas immer erst dann, wenn es mir mindestens 2 Meister erzählt haben. Äusserst glaubwürdige Meister, die auch sonst nie jemanden verarschen.

Du hast, scheints, so einen Betrieb noch nie von innen gesehen.

Ja, zum Glück. Wäre glatt schade um die vergeudete Lebenszeit.

#7712503
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Ein Kumpel von der Mariene erzählte, das sie ihn, als er frisch auf dem Kahn war, verarscht hatten, indem er den Auftrag bekam, das Schiff auf See, mittels einem großen Blech, an einem dicken Kabel, erden sollte, indem er die Platte zu Wasser lassen sollte :-))) Ebenfalls beliebtes Ritual für Neue ist Poller mittels Vorschlaghammer auszurichten gg

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#7712532
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Ralf X. schrieb:

Absolut unglaubwürdig. Auch vor 50 und mehr Jahren war kein Unternehmer, Ausbilder, etc. so blöd, einen "Azubi" über Tage oder sogar Wochen total hirnrissige Arbeiten machen zu lassen.

Warum nennst Du nicht Ort, Zeit, Firma?

Freiburg, 1990, VAG Wir durften als Azubis zum Automobilmechaniker die ersten Wochen u.a. einen Pinguin aus einem Holzklotz schnitzen und einen kleinen Amboss aus einem Metallblock herstellen. Hintergrund war nicht die Tätigkeit an sich, sondern um zu sehen, ob der Azubi sich auf die Tätigkeit konzentriert, sich Mühe gibt, oder z.B. ständig auf die Uhr guckt, wann Feierabend ist. Von daher macht es schon Sinn.

#7712558
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Fred F. schrieb:

Hintergrund war nicht die Tätigkeit an sich, sondern um zu sehen, ob der Azubi sich auf die Tätigkeit konzentriert, sich Mühe gibt, oder z.B. ständig auf die Uhr guckt, wann Feierabend ist. Von daher macht es schon Sinn.

Im Industriepraktikum für das Studium der Nachrichtentechnik mussten wir auch am ersten Tag von einem U-Profil 10 mm runterschruppen (eben, winklig und auf Maß) - eine eher seltene Ingenieurstätigkeit. Am Ende der drei Monate war man dann aber stolz, dass Arbeiten auf 1/10 genau aus der Hand absolut möglich sind und man konnte allerlei Maschinen bedienen. Auch hat es das Verständnis für die Kollegen in der Werkstatt gefördert - was ist machbar und wie formuliere ich es in der gemeinsamen Sprache - der Zeichnung.

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#7712712
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Jörg R. schrieb:

Aber, wenn Du eh unterwegs bist den Eimer zu holen..bring doch gleich die Gewichte für die Wasserwaage mit. Später holst Du dann noch den Wendehammer.

Sollte mal in den Anfang der 60er Jahren eine Mastbiegezange holen. War kurz vor dem Frühstück. Sagte das ich das teil dann nach dem Frühstück hole, werde erst mal unsere Zweiradkarre mit Hartgummireifen sichern. Nach dem Frühstück bin ich los, Wernigerode Elektromotorenwerk war groß, und ein herrlicher Spätherbsttag.Ich klapperte alle Werkzeugausgaben ab und hatte sehr viel schöne Freizeit an diesen Tage. In der letzten Werkzeugausgabe kurz vor Feiernaben wollte die Ausgabe mich wieder abwimmeln,sind noch nicht wieder abgegeben worden. Jetzt lies ich auch die Katze aus dem Sack und sagte man sollte mir irgendein Teil geben und mir ein Zettel geben das die Originale nicht vorhanden sind. War eine Frau welche den Spaß mitmachte nachdem ich ihr meinen Schönen Tag erklärt hatte.

Habe den Tag auch ausführlich mit allen Haltestellen in mein Lehrlinkstagebuch oder wie das damals hieß, eingetragen.

Mein Lehrlingsausbilder hat nur gegrinst....

Auch Ältere können noch daraus lernen. ;-))

MfG alterknacker

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