kurze Verständnisfrage: ich habe einen Netzteil 24V DC und dort habe ich Verbraucher angeschlossen über eine 3A Sicherung. Gesamtwert in W der Verbrauchern beziehen sich auf 260W.
Nun die Frage, warum löst die Sicherung nicht aus, da nach meiner simplen Rechnung 260W/24V=ca.10A wäre?
Nach dem Netzteil(24V) sitz auf der Hutschiene eine Sicherung
Und Deine Verbraucher (ohne "n") haben tatsächlich zusammen 260 Watt Leistungsaufnahme? Oder haben sie die nur, wenn noch irgendwas zusätzliches passieren soll?
ich habe einen Netzteil 24V DC und dort habe ich
Verbraucher angeschlossen über eine 3A Sicherung
Worauf ist das "dort" bezogen, das Netzteil oder die 24V Seite? Auch die Reihenfolge in der Formulierung ist schwer verständlich, irgendwie fehlen da einige wichtige "sortierende" Worte...
Aber selbst wenn es auf die 24V Seite (Sekundär) bezogen ist und die Verbraucher zusammen über diese eine Sicherung versorgt werden:
Sicherungen haben Kennlinien und Auslöseverhalten - eine 3A Sicherung löst nicht bei 3A sofort aus, sondern hält 3A dauerhaft aus.
Aber auch bei 4A Belastung dauert es zwischen vielen Sekunden bis Stunden (bewusst und gewollt, darum gibt es soviel unterschiedliche Auslöseverhalten wie extra flink, flink, mittelträge, träge, manchmal sogar teure und spezielle "Elektroniksicherungen")
Und sind deine 260W auch tatsächlich Dauerleistung?
Hat die Sicherung überhaupt genug Zeit heiß genug zum durchbrennen zu werden?
Eine richtige Sicherungswahl ist tatsächlich nicht so einfach und wird (hoffentlich) sehr bewusst vom Entwickler vorgenommen - wobei es mindestens immer einen Kompromiss (bzw. verschiedene "Sicherungen", die alle im Detail unterschiedlich Aufgaben haben in einem Produkt) gibt
An welchem "Ausgang" und womit misst du diesen Strom?
Und was passiert, wenn du die Sicherung einfach mal überbrückst?
Wie wäre es, wenn du einfach mal einen Schaltplan mit Typ-/Bestellbezeichnungen (auch der Verbraucher) malen würdest? Schaltpläne sind das weltweit bevorzugte Kommunikationsmittel unter Elektr(on)ikern.
Auch die verlinkte elektronische Sicherung hat ein definiertes
Überlastverhalten. Das steht im Datenblatt.
Das gilt aber bei Kurzschluss, ich habe kein Kurzschluss, nur beim Einschalten löst die Sicherung aus und wenn ich auf dem Knopf am Sicherung drücke, dann läuft es wieder.
Das gilt aber bei Kurzschluss, ich habe kein Kurzschluss, nur beim
Einschalten löst die Sicherung aus und wenn ich auf dem Knopf am
Sicherung drücke, dann läuft es wieder.
Wie Lothar schon Dir versucht zu erklären:
Einschaltstrom ist deutlich höher als Betriebsstrom.
Wenn Du mal nicht sofort nach dem ersten Abschalten den Einschaltknopf drückst, sondern
20 MINUTEN wartest: Löst Dein Teil auch sofort aus.
Drückst Du sofort nach dem ersten Abschalten, sind die Kapazitäten drin noch teilweise geladen, das reduziert den Strom.
Der Inrush-Current der vielen Verbraucher ist sicher höher als 6A und
dessen Dauer länger als 10ms.
und wie kann ich das heraus bekommen, das es größer als 6A sind?
empirisch: du stellst den Wert der Sicherung einfach mal auf 8A ein und drehst ihn nach und nach herunter
messtechnisch: du nimmst eine Strommesszange (oder einen 10mOhm Shunt) und ein Oszilloskop
Aber ich würde an deiner Stelle da sowieso einfach nur eine träge Schmelzsicherung einsetzen. Denn die Sicherung an dieser Stelle soll (bzw. kann) nicht die Geräte schützen, sondern nur die Leitungen vor Überlastung und Abbrand beschützen.
Nun, das habe ich ja gemacht.. ich messe im Betrieb einen Strom von 1,1A
Dieser Wert ist absolut uninteressant. Denn du hast im Betrieb offenbar auch kein Problem. Sondern nur beim Einschalten. Also musst du den Einschaltstrom messen. Und zwar den Einschaltstrom ohne diese elektronische Sicherung, die dann ja blöderweise abschaltet.
und wie kann ich das heraus bekommen, das es größer als 6A sind?
Stromzange und Oszilloskop, wäre ein Möglichkeit.
Nun, das habe ich ja gemacht.. ich messe im Betrieb einen Strom von 1,1A
Der Einschaltstrom ist aber etwas anderes, wenn die Kapazitäten der angeschlossenen Geräte geladen werden.
Quick and Dirty: Ausreichend leistungsfähigen Shuntwiderstand in Reihe zu den Verbrauchern und mittels Oszi den Spannungsabfall im Einschaltmoment mitloggen.
Dann kannst Du dir den Strom mit den vorhandenen Werten ausrechnen.
Sollte eigentlich eine ausreichend genaue Messung sein.
Achtung, das Netzteil wird wahrscheinlich den Kurzschlusstrom begrenzen. Eine nachgeschaltete Sicherung darf nicht zu stark sein, damit sie noch abschaltet. Siehe Kennlinien.
nehmen wir mal an, ich hätte es auf 8A eingestellt und hätte das Problem
mit der Einschaltstrom beseitigt.
Kann ich aber dann die Verbrauchern mit der 8A schützen z.B. im
Kurzschlussfall ??
Wogegen soll denn ein Verbraucher im Kurzschlussfall geschützt werden?
In dieser Form ergibt die Frage keinen Sinn.
Die Verbraucher selbst können nur mit je einer eigenen individuell dimensionierten Sicherung gegen Folgechäden durch zu hohen Strom geschützt werden. Als Ursache für einen zu hohen Strom muss ja schon ein Schaden oder eine Fehlbedienung vorliegen.
Den kann keine noch so gut und knapp ausgelegte "Vorsicherung" vor einem Schaden schützen, der z.B. bei einem Kurzschluss an der USB-Buchse auftreten kann. Gegen so einen Kurzschluss kann sich der Rechner nur selber schützen.
Nicht mal wenn die Versorgung des Rechners abfackelt und deshalb ein zu hoher Strom fließt, kann der Rechner mit einer vorgeschalteten Sicherung geschützt werden, denn dann ist er eh' schon kaputt.
Die vorgeschaltete Sicherung sorgt also bestenfalls dafür, dass der bereits defekte Rechner nicht zu viel Strom über die Zuleitung ziehen kann, deren Isolierung dann schmilzt uswusf.
Nicht umsonst heißt in der Schaltschranktechnik die Absicherung gegen solche Schäden dann eben nicht "Sicherung" sondern "Leitungsschutz".
Ein PC, ich habe keine Angabe zur Leistungsaufnahme gefunden. Aber sicherlich hängt die Leistungaufnahme davon ab, was der gerade macht. Idle sollte die Leistungsaufnahme unter 10W liegen.
Die Relais nehmen auf der Steuerseite nur Strom auf, wenn sie eingeschaltet sind. Aber auch dann nicht viel. Geht im Rauschen unter.
Zusammengefaßt: die gemessenen 1.1A (26W) passen. Keine Ahnung woher du die angeblichen 260W hast. Am wahrscheinlichsten wird der PC mehr Leistung aufnehmen, wenn er entsprechend viel rechnen muß.
Warum du dann aber die Sicherung auf 3A einstellst und nicht auf 11A, erschließt sich mir nicht. Möchtest du, daß das System sich unter Last selber abschaltet? Und wozu überhaupt die Sicherung? Das Netzteil hat schon einen Überlastschutz bei knapp 14A (110% von nominal 12.5A).
nur beim
Einschalten löst die Sicherung aus und wenn ich auf dem Knopf am
Sicherung drücke, dann läuft es wieder.
Ganz andere Baustelle. Deine Sicherung ist zu flink und löst beim Einschaltstrom schon aus. Allerdings wird sich dieses Problem wohl entschärfen, wenn du die Sicherung einfach nur auf den maximal zu erwartenden Laststrom (besagte 11A) einstellst. Oder ganz wegläßt.
Mehr Sicherungen machen das Gesamtkunstwerk jedenfalls nicht sicherer.
genau beim Einschalten habe ich mit dem Oszi gemessen und habe einen
Wert mit 9,46A bekommen.
Kann dein Messaufbau überhaupt auf 0,1% genau messen? Wenn nein, dann gehen wir einfach mal von 9,5A aus. Kann es sein, dass das Netzteil den Strom begrenzt? Messtechnisch sind 9,5A ja nicht weit vom Maximalstrom mit 10,5 A weg...
Und nur, weil es schon mal angesprochen wurde: für wie lange dauert diese Anlaufstromspitze?
Also: wie sieht parallel dazu der Spannungsverlauf der 24V aus? Steigen diese 24V ohne Last genauso schnell an wie mit dem Analufstrom von 9,5A?
In einigen Fällen ist auch Vorwiderstand zur Strombegrenzung eine
Überlegung
So ein Gefrickel habe ich bisher erst 1x gemacht. Und zwar deshalb, weil das Netzteil wegen des zu hohen Inrush-Currents in den Hiccup gegangen ist. Und da hat dann ein 33mOhm-Shunt ausgereicht, den ich gleich noch zur Messung der Stromaufnahme genommen habe.
Vorwiderstand zur Strombegrenzung
Durch den Vrowiderstand dauert die Inrush-Phase dann aber noch länger. also wäre hier für eine Einstellung der elektronischen Sicherung mit In=3A und maximal 2xIn = 6A Inrush-Strom ein Widerstand in der Größenordnung von 24V/6A = 3 Ohm nötig.
sofern die Verbraucher mitmachen?
Und zwar unter allen zu erwartenden Betriebsbedingungen. Ich habe meinen "Workaround" dann im Klimaschrank und mit mehreren Netzteilen ausprobiert und hinreichend qualifiziert.
Hölle, da hat es mich fast aus der Schiene gehauen, wo ich da sekundärseitig L und N gesehen habe. Wozu dieses völlig unnötige und ungeeignete Filter an dieser Stelle?
Und nur der 12F1 löst aus.
Der Grund wurde dir genannt und die möglichen Abhilfemaßnamhen auch.
wo genau soll ich den Widerstand mit 3ohm Schalten?
Fragst du das jetzt ernsthaft?
Nirgends sollst du da einen Widerstand reinfrickeln. Du sollt eine geeignete Sicherung oder besser noch eine Drahtbrücke statt des hier völlig ungeeigneten Bauteils 12F1 einbauen.
Das Filter hatten wir ja shcon, aber stimmt: auch der 22mF Elko ist völlig unnötig. Wir haben hier ja kein Trafonetzteil. Und der Hersteller des SNT hat nicht spezifiziert, dass eine massive kapazitive Last dahinter geschaltet werden muss. Üblicherweise ist das sogar schlecht, weil dann das Netzteil jedesmal beim Einschalten erst mal in Überlast geht.
Wenn ich der Chef des Planers wäre, dann würde ich diese gesamte Schaltplanseite auf 1 Bauteil zusammenkürzen: es bliebe nur das SNT übrig.
Durch den Vorwiderstand dauert die Inrush-Phase dann aber noch länger...
Und drehst Du die Lautstärke hoch...aber sieh selber im Video.
Falls es mit dem Video nicht sofort klappt:
Ziel speichern unter und lokal abspielen.
Viel Spaß
Übrigens, der Receiver läuft heute noch.