Linde Elektro Gabelstapler aus den 90er Fahrprobleme

OP #7738612
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Hallo, Ich habe ein Problem mit einem alten Linde e30 bj 1992. Sobald man anfahren möchte fährt der Stapler ganz leicht an, anschließend kommt ein großer Ruck. Dieser kommt gefühlt von den Motoren. Bei näherer Betrachtung fällt auch auf das die Leistungskontakte riesige Funken werfen. Die Motoren sind Gleichspannungsmotoren mit mit je 4 Kohlen. Die Kohlen habe ich bereits geprüft. Alle Kohlen sind in Takt und auch „lose“. Die Schleifflächen der zwei Motoren sehen sich unauffällig aus. Viel Steuerelektronik hat der Stapler nicht. Erstmal sieht man nur die Leistungsschütze, die die Polarität der Spannung schaltet(Vor/Rückwärts). Die Funkten kommen auch nicht direkt beim Schalten. Meine Frage wäre, ob sich jemand mit sowas auskennt. Ich bin für alle Tipps dankbar.

Schlussendlich: Ich bin Elektroniker und bin vertraut mit arbeiten an elektrischen Anlagen. Dies auch unter Spannung mit Schutzmaßnahmen.

#7738963
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An ein gewisses Rucken kann ich mich von meinem Linde E20 auch erinnern. Größere Stapler mit rein hydrostatischen Antrieben können deutlich präziser sein.

Der ist dann aber an einer defekten 80V Batterie und anderen Alterungen und Wartungsunterlassungen an Altersschwäche verschieden.

Tipp zu dem Linde - falls die Zeitbegrenzung / Nachlaufschaltung für den Hubhydraulikmotor ausfällt. Sofort reparieren!, die Einschaltdauer liegt irgendwo bei S20..30. Stinkt schlimm, auch für ein gebrauchten Ersatzmotor ist man dann schnell 300 Euronen los, wenn man den denn nach einem Monat Suchen gefunden hat.

Die Preise für Gebrauchtstapler sind dieses Jahr gefühlt um 50% gefallen. Nur ob man deren viele Elektronik haben will ist auch eine Frage. Bei meinem neuen ca. 10 Jahre altem RX20-20 sind schon relativ viele Steuergeräte bis hin zum Sitzüberwachungsschalter verbaut...

OP #7739054
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Wendels B. schrieb:

Chris schrieb:

as ich die Schaltkontakte bereits alle getauscht habe

Warum werfen die dann Funken?

Das ist die gute Frage. Die Kontakte schalten, der Stapler bewegt sich 20-30cm vor. Anschließend kommt der Ruck und dabei die Funken. Als würde der sanft Anlauf fehlen, bzw. anschließend der Strom Stoß kommt. Aber die Sicherungen bleiben in Takt.

#7739346
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Hauptthyristor oder Kondensator. Umladekreis. Du kannst die (unbedingt aufbocken!!!!) Thyristoren einzeln zünden. Erst den Löschthyristor, dann den Haupthyristor, dann den Umladethristor und sofort löschen. Das muss alles ziemlich schnell hintereinander gemacht werden, sobald der Hauptthristor gezündet ist.

Kannst du aber auch trocken messen. Batteriestecker getrennt und den Hauptthyristor oben auf dem Deckel, gegen die Platte messen. Hast du da Durchgang, dann ist er kaputt.

Das was das so funkt, das ist die Sicherheitsschaltung. Die haut dir das Hauptschütz raus.

#7739361
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Frank O. schrieb:

Hauptthyristor oder Kondensator. Umladekreis. Du kannst die (unbedingt aufbocken!!!!) Thyristoren einzeln zünden. Erst den Löschthyristor, dann den Haupthyristor, dann den Umladethristor und sofort löschen. Das muss alles ziemlich schnell hintereinander gemacht werden, sobald der Hauptthristor gezündet ist.

Kommando zurück. Ist das schon ein digitaler? Die Achse hat zwei Motoren integriert? Was zeigt der für einen Fehler an? Wahrscheinlich ist ein Umrichter defekt. Riecht der nach Ampere? Das sind "meine roten Brüder" deshalb muss ich nachfragen.

#7739866
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Chris schrieb:

Thyritoren kann kann ich nicht erkennen.

Zumindest sehe ich schon den Löschkondensator. Linde hat früher immer unsere alten Steuerungen bekommen. Die Elektronik ist oberhalb der Schütze. Die Ladespule ist auch wie bei uns. Ich denke das wird so eine Steuerung wie beim Still R14 sein. Die waren damals schon alt, als ich anfing. Aber sei es drum. Wenn es eine Steuerung wie beim R14 ist, dann sollte alles in dem Kasten seien. Das Oberteil ist die Steuerseite und wenn du das abgebaut hast, dann kommst du an die Leistungselektronik. Da sind dann die Thyristoren. Am besten tauscht du gleich alle aus. Ansonsten den größten austauschen. Da wird der Hauptthyristor durch sein. Wie du das beschrieben hast, dass er anfahren will und dann einen Bocksprung nach vorne macht, das ist typisch dafür. Sei froh, dass da kein Schaltbau München drin ist. Das war ganz fürchterlich.

So wie es aussieht, hat der zwei Fahrmotoren. Dann hat der auch einen Kurvenschalter. Der kann auch schon mal Ärger machen. Aber dann hast du einen Stecker am Kurvenschalter mit bunten Kabeln und an der Steuerung. Die bitte nicht zusammen stecken. Das hatte ich mal als ganz junger Monteur gemacht. Zumal der eine Stecker L13 heißt und der andere L31. Über Kopf gelesen, passen die und die passen tatsächlich zusammen. Aber dann fährt dein Fahrzeug nicht mehr. Und egal was du machst, immer beide Seiten aufbocken. Wenn die mal nass werden, dann kannst du diese Art der Fahrzeuge mit dem Lasso einfangen. Kein Witz, ich bin schon hinter einem Fahrzeug hinterher gelaufen.

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