Ich habe ein kleines Haus und spiele mit dem Gedanken, im Bad nachträglich einen elektronischen Durchlauferhitzer installieren zu lassen. Da ich mich privat für Elektrik interessiere, hoffe ich, dass mir hier jemand ein paar technische Fragen beantworten kann, z.B. ob der Hausanschluss ausreicht oder ob ein Lastabwurf hilfreich sein könnte.
Ich fange mal mit der momentanen Anschlussleistung an, also OHNE Durchlauferhitzer. Bei mir sind z.B. folgende Verbraucher vorhanden:
1 Elektro-Herd (Backofen mit Glaskeramik-Kochfeld, 3 Phasen, 10,3 kW)
1 Geschirrspüler (2,4 kW)
1 Wasserkocher (2,2 kW)
1 Toaster (0,8 kW)
1 Waschmaschine (2,2 kW)
1 Kondenstrockner (2,3 kW)
1 Kühl-Gefrier-Kombi (A+++)
1 kleiner Gefrierschrank (A+++)
LED-Leuchtmittel, Fernseher, Computer, Router, etc. (geschätzt je Phase maximal 300 Watt)
Vor dem Zähler sitzen 50 A Panzersicherungen. Die Leitung nach dem Zähler zum Verteiler ist mit 25 A Neozed (gG) abgesichert. Bei 4 Verbrauchern über 2 kW (230 Volt) und nur 3 Phasen könnte eine der Phasen theoretisch vorübergehend mit ca. 20 A belastet werden. Der Herd könnte diese Phase möglicherweise mit annähernd 16 A zusätzlich belasten. Kühl- und Gefrierschränke erzeugen wohl nur beim Anspringen kurze Lastspitzen. Zusammen mit der Unterhaltungselektronik sind das im laufenden Betrieb vielleicht nochmal ca.1,5 A. Theoretisch wären das ca. 37,5 A auf einer Phase und damit wäre der Nenstrom dieser Neozed vorübergehend deutlich überschritten.
Eventuell ist bei derartigen Verbrauchern aber die Dauer der Heizphase interessant, da nach dem Aufheizen vermutlich nur noch getakted nachgeheizt wird. Mein Backofen benötigt maximal 15 Minuten zum Aufheizen. Die Erwärmung des Wassers für eine 60 Grad Wäsche dauert vermutlich etwas länger. Wie hat der Elektriker hier entschieden, dass die 25 A Zählernachsicherung ausreichend ist?
Als nächstes wäre dann über den Durchlauferhitzer nachzudenken...
Ich hatte früher mal einen 11 kW DLE im Bad und kam damit sehr gut zurecht, auch beim Duschen. Welche Möglichkeiten gäbe es in diesem Fall? Die Leitung zwischen Zähler und Verteiler hat 16mm², knapp 10 Meter, Verlegeart B2. Ein Elektriker könnte vermutlich die 25 A Neozed gegen eine 35 A tauschen. Der DLE müsste laut Datenblatt mit 3x16 A abgesichert werden. Sicher "Abwerfen" kann man bei mir eventuell nur Wasserkocher und Toaster, da die Programme der Haushaltsgeräte nicht mehr mechanisch ablaufen. Die Einschalt-Knäufe am Herd sind Drehimpulsgeber und nach einem Stromausfall muss man die Uhr neu stellen. Den einzigen DLE selbst abzuwerfen macht ja nicht so viel Sinn. Wäre ein 11 kW DLE ohne eine teure Aufrüstung des Hausanschlusses möglich?
Den einzigen DLE selbst abzuwerfen macht ja nicht so viel Sinn.
Richtig. Höchstens die E-Auto Ladesteckdose während des Duschens. Oder die Brennholzsäge, Holzspalter und der ganze Hobbyraumkrempel.
Schon Waschmaschine und Trockner hängen meist am selben Stromkreis und können gar nicht beide im Heizbetrieb 15 min sein.
Wäre ein
11 kW DLE ohne eine teure Aufrüstung des Hausanschlusses möglich?
Auch ein Clage DEX auf 18kW eingestellt, denn die brauchen ja nur so viel Strom, wie zur Erwärmung des Wassers auf die eingestellte Temperatur nötig ist. Und das wäre beim Duschen 11kW.
35A sind eigentlich Standard, aber da kommt ein 21kW Durchlauferhitzer schon ziemlich dicht dran, deswegen sind da üblicherweise 50A drin, damit's keine Probleme gibt.
Wie hat der Elektriker hier entschieden, dass die 25 A
Zählernachsicherung ausreichend ist?
Der hat sich wohl als erstes und hauptsächlich an der Selektivität orientiert wonach zwei hintereinander geschaltete Sicherungen um zwei Stufen unterschiedlich sein sollen um im Auslösefall eine Doppelauslösung zu vermeiden.
Ansonst hat der sich wahrscheinlich die Verteilung der einzelnen Großverbraucher auf die drei Phasen angeschaut und versucht die Gleichzeitigkeit der Einschaltung einzuschätzen.
Für ein paar Minuten hält eine 25A Sicherung auch schon mal 50A aus ohne dass sie auslöst. Das ist völlig normal, zulässig und auch ein Stück weit gewollt.
Von daher kann die bisherige Einschätzung, dass 25A ausreichen in Ordnung sein. Ich würde aber dennoch auch auf 35A gehen. Diese Sicherungen werden bei gleicher Belastung einfach weniger warm.
Als nächstes wäre dann über den Durchlauferhitzer nachzudenken...
Ich hatte früher mal einen 11 kW DLE im Bad und kam damit sehr gut
zurecht, auch beim Duschen.
Also hier sinds beim Duschen 24kW (DL Stufe2 Brausebatterie) im Winterbetrieb und 18kW (DL Stufe1) im Sommerbetrieb.
Respekt, mit 11kW DL gehörst du ja zu den Allerhärtesten!!
Hier wurde damals eine Vorrangschaltung eingebaut: spülen im Erdgeschoss und duschen im Keller, fürs Duschen wars leider der falsche Vorrang ...
Vor dem Zähler sitzen 50 A Panzersicherungen. Die Leitung nach dem
Zähler zum Verteiler ist mit 25 A Neozed (gG) abgesichert.
(...)
Wie hat der Elektriker hier entschieden, dass
die 25 A Zählernachsicherung ausreichend ist?
Auch ein Clage DEX auf 18kW eingestellt, denn die brauchen ja nur so
viel Strom, wie zur Erwärmung des Wassers auf die eingestellte
Temperatur nötig ist. Und das wäre beim Duschen 11kW.
Wieso? Ist das normiert? Bist also ein Norm-Duscher ...
Ich selber mache Warmwasser über Brauchwasserwärmepumpe. Die braucht 500W im Betrieb.
Andererseits hab ich einen 25A Hausanschluss und Wallbox, Sauna, Klimaanlage die im Winter auch heizt und alle Haushaltsgeräte die üblich sind. Geht auch. Ich muss nur daran denken während dem Kochen und Auto aufladen nicht in die Sauna zu gehen.
Ja, wenn man aus Geiz keine elektronisch regelenden verwendet, haut man
ja so viel Kaltwasser dazu bis man sich nicht verbrüht.
Ich weiß jetzt nicht was das mit Geiz zu tun hat,
24kW vs 11kW, da liegt der Geiz doch wohl nicht auf meiner Seite!
Ich könnt ja mal den DL auf Stufe1 stellen, braucht (bei eingestellten 4bar Wasserdruck)
momentan keine Kaltwasserzufuhr,
fürchte aber dass ich den Durchlauf sehr weit reduzieren muss um mich da wohl zu fühlen,
tröpfelndes Wasser ist für mich kein Duschen ...
Frag doch deinen Energieversorger (Verteilnetzbetreiber). Geräte über 12kW sind üblicherweise genehmigungspflichtig. Eventuell ist dann schon Schluß mit einem größeren Gerät, unabhängig von den Vorsicherungen (z.B. wegen Auslastung von Straßenleitungen/Ortsnetztrafo etc.)
Ansonsten gilt:
"Erfolgt die die Warmwasserbereitung dezentral und unabhängig von der Heizung, gelten die Anforderungen des GEG 2024 als erfüllt, wenn die dezentrale Warmwasserbereitung elektrisch erfolgt. Elektrische Durchlauferhitzer müssen elektronisch geregelt sein."
Schon Waschmaschine und Trockner hängen meist am selben Stromkreis und
können gar nicht beide im Heizbetrieb 15 min sein.
Ja, ich weiß leider nicht genau, wie viel Wasser sich in bestimmten Phasen maximal in der Waschtrommel befindet. Wenn es während einer Waschphase z.B. nur 5 Liter sind, dann sollte die Erwärmung von 10°C auf 60° C knapp 8 Minuten dauern. Beim Kondenstrockner beginnt das Takten möglicherweise deutlich schneller, da sich Luft mit 2300 Watt ziemlich schnell erwärmen lassen sollte.
Ansonst hat der sich wahrscheinlich die Verteilung der einzelnen
Großverbraucher auf die drei Phasen angeschaut und versucht die
Gleichzeitigkeit der Einschaltung einzuschätzen.
Da ich privat niemanden mit 2 Waschmaschinen kenne, gehe ich davon aus, dass die Doppelsteckdose "Waschmaschine" auch für den Trockner gedacht ist. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, diese auf L1 und L3 zu verteilen? Oder soll ich die Stecker in den Steckdosen Gefrierschrank und Waschmaschine vertauschen?
OK, also 15 kVA für eine Wohneinheit ohne elektrische Warmwasserbereitung. Also knapp 22 A pro Phase. Mit einem 11 kW DLE käme ich auf knapp 38 A pro Phase. Klingt doch gar nicht schlecht.
Was fürn Schei.., mir grausts vor dem 23.02 diesen Jahres
LOL. Mir nicht. Ist doch jetzt bereits absehbar, daß da nichts Gescheites bei rauskommt, sich niemand zusammenfindet und wir das Ganze nach den gescheiterten Verhandlungen im Mai oder Juni nochmal auf dem Zettel haben.
Wir haben einen 21kW elektronischen DLH abgesichert mit 32A und 6² Zuleitung der zum Duschen für 39°C auf ca. 50% läuft. Nach Umbau des Hausen kam die Küche natürlich an den Ort der von Wasser und Abwasser ganz weit weg war. Kaltwasser OK, Warmwasser über einen Clage 11/13kW elektronischen DLH.
Der schafft gut 39°C Warmwasser, kann auch 50°C mit vermindertem Durchfluss. Mit 6² parallel zum 21 kW DLH angeschlossen. Keine Probleme mit 4 Personen im Haushalt.
Es fehlt eine wichtige Info vom TO: wieviele Personen bewohnen das kleine Haus?
Als Single wird er nicht gleichzeitig duschen und toasten, mit 5 Personen kann das vorkommen.
Es bedarf schon einige Zeit bevor eine Schmelzsicherung wegen Überlastung durchbrennt.
Mach es einfach, wird schon gut gehen.
No Risk no Fun VS German Angst.
LG Andrea
P.S. wenn Carl Benz sich alles Böse ausgemalt hätte was mit seinem Motorwagen passieren kann würden wir eventuell immernoch mit Ochsenkarren durch die Gegend reisen.
Wie schon in anderen Threads von mir bereits gesagt, bevor man seine eigene Stimme wegschmeißt, kann man auch noch neben der AfD die Tierschutzpartei, oder die ÖDP wählen.
Die ÖDP ist wenigstens noch ökologisch und demokratisch in einem.
Wozu muss der DLE so stark sein? Zum duschen tuts ein 4kW locker, ausser du willst darunter kochen. Und dass alle Verbraucher zur gleichen Zeit eingeschaltet sind ist wohl sehr unwahrscheinlich. Somit reicht die Absicherung völlig aus.
Aha. Wie weiter oben auch schon geschrieben wurde, geht das nur, wenn man eine alternative Definition von „Duschen“ hat. In dem Fall gehts dann auch ganz ohne DLE.
Das reicht nicht mal für einen tröpfelnden Küchenwasserhahn.
Man braucht schon die hier von mehreren genannten 11kW.
Und wenn er elektronisch ist, muss man keine 21kW mit Kaltwasser
verdünnen.
Laber mal schön weiter, offenbar hast du von der Materie keine Ahnung. Ein 3,5kW Durchlauferhitzer erzeugt bei knapp 10-12 l/min 60 Grad heisses Wasser. Wennst es net glaubst, probiers aus. Aber beschwer dich hinterher net, wenn dann andere fragen, ob du mal zu heiss geduscht wurdest...
Das reicht nicht mal für einen tröpfelnden Küchenwasserhahn.
Man braucht schon die hier von mehreren genannten 11kW.
Und wenn er elektronisch ist, muss man keine 21kW mit Kaltwasser
verdünnen.
Laber mal schön weiter, offenbar hast du von der Materie keine Ahnung.
Ein 3,5kW Durchlauferhitzer erzeugt bei knapp 10-12 l/min 60 Grad
heisses Wasser.
Wenn der Zulauf vorher 55°C hatte, mag das stimmen, ansonsten totaler Stuss!
Ein 3,5kW Durchlauferhitzer erzeugt bei knapp 10-12 l/min 60 Grad
heisses Wasser. Wennst es net glaubst, probiers aus.
Ich habe früher selbst mal einen 3,5 kW DLE getestet, Markengerät, Steckerfertig. Mit Sparduschkopf kam ich auf ca. 3,5 Liter pro Minute und das war definitiv die Untergrenze, wenn man es noch Duschen nennen möchte. Im Winter wurde das Wasser von ca. 10 Grad auf knapp 25 Grad erwärmt. Das ist zwar objektiv nicht kalt, aber die ersten Sekunden fühlt es sich unangenehm an. Und da wurde dann die eine Phase mit ca. 15 A belastet. Mit 11 kW kann ich konstant mit 40 Grad duschen und da ist noch viel Luft nach oben.
Das reicht nicht mal für einen tröpfelnden Küchenwasserhahn.
Man braucht schon die hier von mehreren genannten 11kW.
Und wenn er elektronisch ist, muss man keine 21kW mit Kaltwasser
verdünnen.
Laber mal schön weiter, offenbar hast du von der Materie keine Ahnung.
Ein 3,5kW Durchlauferhitzer erzeugt bei knapp 10-12 l/min 60 Grad
heisses Wasser.
Wenn der Zulauf vorher 55°C hatte, mag das stimmen, ansonsten totaler
Stuss!
Clage gibt für seine 3,5 kW Kleindurchlauferhitzer zwei Liter/Minute für Delta 25° an!
Laber mal schön weiter, offenbar hast du von der Materie keine Ahnung.
Ein 3,5kW Durchlauferhitzer erzeugt bei knapp 10-12 l/min 60 Grad
heisses Wasser.
Wenn der Zulauf vorher 55°C hatte, mag das stimmen, ansonsten totaler
Stuss!
Clage gibt für seine 3,5 kW Kleindurchlauferhitzer zwei Liter/Minute für
Delta 25° an!
Laber mal schön weiter, offenbar hast du von der Materie keine Ahnung.
Ein 3,5kW Durchlauferhitzer erzeugt bei knapp 10-12 l/min 60 Grad
heisses Wasser.
Wenn der Zulauf vorher 55°C hatte, mag das stimmen, ansonsten totaler
Stuss!
Clage gibt für seine 3,5 kW Kleindurchlauferhitzer zwei Liter/Minute für
Delta 25° an!
Meine erste Antwort war rein aus dem Bauch/Kopf heraus, danach habe ich das aber sicherheitshalber mit einem Herstellerdatensatz verglichen und nachgeschoben.
(Man wird älter und ab und zu kann das Gefühl auch trügen..)
Andere Hersteller geben bei 3,5 kW auch 1,9 l/min für Delta 25 K an.
Laber mal schön weiter, offenbar hast du von der Materie keine Ahnung.
Offenbar.
Dabei hat mein Clage DEX ein schönes Display auf dem die momentane Leistung (neben anderem) abrufbar ist und am Küchenhahn weiss ich, wie weit ich den Durchflussminderer zudrehen muss damit der 6.5kW Clage MCX noch seine 45 GradC schafft (die dann mit 42 aus dem Hahn kommen und gerade eben Fett lösen).
Ja, da kann man schon von der Materie keine Ahnung haben.
Du hast sooo recht, dein Tauchsieder kriegt dein Wasser schon warm.
Blöd halt nur dass die Physik mit ihren Kalorien dein Geschwätz ad absurdum führt.