Amperemeter Ford Capri

OP #7852127
Lesenswert?

Moin,

wir restaurieren gerade einen Ford Capri 2.8i aus 1982, der elektrisch vom Vorbesitzer übel verbastelt wurde. Die serienmässige Verkabelung wurde ersetzt oder ergänzt um Kabel und Stecker für diverse Zusatzinstrumente und Kontrolllämpchen, Audio- und CB-Funk Anlage, elektrische Fenterheber, Alarmanlage, Zentralverriegelung etc.

Der Besitzer möchte das ursprüngliche Kombiinstrument mit 6 Instrumenten wieder installiert haben und ich fummle mich gerade dadurch. Leider ist die Dokumentation relativ dünn, Schaltpläne gibt es zwar, aber meist nur für deutlich ältere Capri.

Aktuell habe ich folgendes Problem: Auf den "pins" des Kombiinstrumentes (KI) liegen zwei Anschlüsse für ein Amperemeter, 1 und 2 rechts oben im Foto, einmal Klemme 30 direkt von der Batterie, einmal B+ von der LiMa. Soweit, so plausibel, Amperemessung in Reihe zwischen Generator und Verbrauchern.

Wir haben das Auto bisher ohne das KI gestartet und ich habe die beiden Anschlüsse gebrückt für die Anlasserversorgung mit Kl.30.

Nach dem Anschluß des KI und Zündung an geht nun das Amperemeter auf Vollausschlag und beim ersten Startversuch (Zündschloss auf Kl 50) begann die Leiterbahn vom Eingangsstecker des KI zu pin 1 (= Kl. 30) des Amperemeter übel zu qualmen. Die Kunststofffolie ist verbrannt, die Kupferbahn darunter ist gottseidank noch OK.

Ich suche nach einer Erklärung, die Zuleitungen haben 2,5 oder 4,0 mm² und wenn der Anlasser Strom zieht ist der Flaschenhals dann die hauchdünne Kupferbahn die sich enstsprechend erwärmt. Das der Anlasser damit drin ist aber wohl o.k. weil der auch eben Kl. 30 direkt von der Batterie hat.

Jedenfalls müsste es aber so oder ähnlich funktionieren denn das tut es ja in anderen Capris auch.

Bin für eure Hinweise dankbar,

Guido

Angehängte Dateien:
#7852147
Lesenswert?

Guido S. schrieb:

Aktuell habe ich folgendes Problem: Auf den "pins" des Kombiinstrumentes (KI) liegen zwei Anschlüsse für ein Amperemeter, 1 und 2 rechts oben im Foto, einmal Klemme 30 direkt von der Batterie, einmal B+ von der LiMa.

Das paßt weder zum Schaltplan..

Soweit, so plausibel, Amperemessung in Reihe zwischen Generator und

..noch ist es plausibel.

Sollte der Schaltplan aus einem dieser "Selbstbastelbücher" sein, dann ist der mit Vorsicht zu geniesen.

OP #7852205
Lesenswert?

Moin,

Michael L. schrieb:

Sollte der Schaltplan aus einem dieser "Selbstbastelbücher" sein, dann ist der mit Vorsicht zu geniesen.

Wo der Schaltplan ursprünglich herstammt ist nicht dokumentiert, ich habe den im Capri-Forum gefunden und vermute, dass er aus einem Werkstatthandbuch aus den 70er Jahren stammt.

Thomas R. schrieb:

Das scheint eine Shunt Messung zu sein mit dem Stück 4mm² zwischen B+ und Batterie + als billiger Shunt. Wenn das fehlt fließt der ganze Strom durch das arme Amperemeter!

Peter O. schrieb:

Die marierte Leitung wird als Shunt genutzt. Darüber fließt der ganze Strom. Das Anzeigeinstrument zeit dann nur den Spannungsabfall über diesen Widerstand an. Dieser Shunt ist sehr niederohmig.

Reicht es dann wie im Schaltplan eine Leitungsbrücke mit 4 mm² zwischen die beiden Kl. 30 Zuleitungn zum Amperemeter zu setzen oder ist das dann zu niederohmig?

Danke und Grüße, Guido

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren