Für TQFP kenne ich keine Fassungen zum "normalen" Gebrauch, solche ICs werden immer direkt eingelötet. Es gibt natürlich Test-, Burn-In-, Programmiersockel oder wie immer man die nennen will. Die sind aber arg kostspielig und so voluminös, dass sie nicht für "normalen" Gebrauch geeignet sind:
https://www.aliexpress.com/w/wholesale-LQFP64-socket.html?spm=a2g0o.home.search.0
Und Vorsicht dabei: Pitch kontrollieren.
Aber weil es den Controller eh' nur im "64-lead TQFP and 64-lead QFN" gibt, hat sich die Frage nach einer Fassung schnell erledigt. Denn es gibt für keine der beiden Bauformen eine Fassung, die man einfach wie bei PLCC anstatt des Controllers auf die Leiterplatte löten und den Controller dann dort einstecken kann.
Den AT90CAN128 gibt es auch im QFN-Gehäuse. Die sind deutlich stabiler, also müssten die Sockel eigentlich einfacher sein. Naja, Textool hat 2 verschiedene für 0.4mm-Pitch und scheinbar keinen für 0.5mm. Muss ich das verstehen?
Wenn Du den Controller im normalen Layout wechseln willst, brauchst Du sowas: https://www.mouser.de/new/yamaichi/yamaichiqfpic/
Gibt es von TET und Yamaichi. Das Unterteil wird auf die normalen TQFP-Pads auf der Leiterplatte gelötet. Oben kann man dann entweder den Controller einsetzen und einen Deckel aufschrauben, oder man kann den Schnoddel eines In-Cicuit-Emulators anschrauben, der dann den Prozessor simuliert.
Billig ist beides nicht, rechne mit 100 - 200 Euro für die benötigten Teile.
Den AT90CAN128 gibt es auch im QFN-Gehäuse. Die sind deutlich stabiler,
also müssten die Sockel eigentlich einfacher sein. Naja, Textool hat 2
verschiedene für 0.4mm-Pitch und scheinbar keinen für 0.5mm. Muss ich
das verstehen?
Schon mal die Preise für QFN-Sockel angesehen? Da sind die für (?)QFP noch ein echtes Schnäppchen ...
Dass der Footprint der Sockel ganz anders als der der Chips ist, ist nur ein Ärgernis ganz am Rande.
Die Alternative wären Adapterplatinen, die gibt's günstig und wie Sand am Meer, und dort Pfostenleisten im 2.54mm-Raster drauf ...
So sieht das aus, siehe Anhang. Links der Deckel, rechts und im Kasten die Basis, welche auf die Platine gelötet wird. Dazu gehören noch vier Schrauben.
Machst du dir Sorgen wegen SMD löten? Das Ding hat doch einen Pitch von 0.8mm oder? Das ist riesig, da kannst du sogar Drähte direkt anlöten und es fliegend aufbauen... Das auf ein PCB zu löten ist easy
Machst du dir Sorgen wegen SMD löten? Das Ding hat doch einen Pitch von
0.8mm oder? Das ist riesig, da kannst du sogar Drähte direkt anlöten und
es fliegend aufbauen... Das auf ein PCB zu löten ist easy
Das sagst Du so einfach :-)
Es ist schon ewig her, dass ich smd gelötet habe und die Augen werden auch nicht besser. Außerdem fand ich meine Ergebnisse achon damals nicht so toll.
Ich habe mir eben bei ebay eine Tischlupe bestellt. Da hoffe ich, dass ich das dann besser sehe.
Eine Adapterplatine von TQFP64 auf DIL-64 zu 17,85 €
So ähnliche Dinger habe ich auch schon gefunden. Aber dann muss ich doch wieder smd löten. Es ging mir darum eine Fassung in THT zu finden und dann den Baustein nur einzusetzen. Ausserdem finde ich 17,85€ dann schon happig. Da ich sowieso 5 Platinen mindestens bei JLCPCB nehmen muss, werde ich dann wohl das Risiko eingehen, dass evtl. eine in den Müll wandert.
Es ist zwar momentan noch nicht klar, ob ich den AT90CAN128 nehme. Derzeit ist alles noch in der Planung und dafür ist ein ATMega162 in Dip vorgesehen. Aber der hat schon jetzt keine freien Ports mehr. Ich wollte nur vorsorgen, falls mir noch irgendwelche Erweiterungen einfallen bzw. wenn der Quellcode die 16k übersteigt. Bisher sind es 10K. Aber da kommt noch einiges hinzu.
Da ich den AT90Can128 hier schon seit Jahren rumliegen habe, kam mir die Idee den zu nehmen. Der Canbus wird dabei nicht benötigt.
Aber trotzdem nochmal danke an alle für den Input.
Es ist schon ewig her, dass ich smd gelötet habe und die Augen werden
auch nicht besser. Außerdem fand ich meine Ergebnisse achon damals nicht
so toll.
Die Fassung einlöten ist deutlich schwieriger als den Chip direkt einzulöten. Da kommt man nur schräg von der Seite dran, und Heissluft verträgt das Ding auch nicht.
Ach so, Du hast den Chip schon rumliegen und brauchst CAN gar
nicht.
Genau. Ich habe hier bestimmt 10 von den Dingern rumliegen, die ich mir mal für ein angedachtes Projekt gekauft habe, was aber doch nie realisiert wurde. Zum Wegschemissen sind die mir zu schade.
Doofe Idee, dann diesen alten Knochen zu nutzen. Fange doch gleich bei
modernen AVRs an oder noch besser mach direkt den Umstieg auf 32 Bit.
Wenn ich den nicht hier liegen hätte, würde ich Dir zustimmen. Aber der liegt schon seit Jahren nutzlos rum. Momentan habe ich ein konkretes Projekt. Eben kam mir die Idee, dass man da verschiedene Erweiterungen machen könnte. Aber da reicht der Atmega162 nicht. Daher kam mir mein alter AT90CAN128 in Erinnerung.
Die Fassung einlöten ist deutlich schwieriger als den Chip direkt
einzulöten. Da kommt man nur schräg von der Seite dran, und Heissluft
verträgt das Ding auch nicht.
Ich wollte keine SMD-Fassung sondern eine für Durchsteckmontage. Die hätte ich von unten löten können.
Aber ich werde den direkt einlöten oder evtl. einen ganz anderen Controller nehmen.
Da ich sowieso 5 Platinen mindestens bei JLCPCB nehmen muss,
werde ich dann wohl das Risiko eingehen, dass evtl. eine in den Müll
wandert.
Dann lass' die Platinen doch gleich bestücken. Geht bei JLCPCB allerdings nur, wenn die das Bauteil auch selbst in ihrem Lager haben; die Logistik, daß man denen irgendwelche Teile schickt, um sie bestücken zu lassen, wäre viel zu teuer.
Andreas schrieb:
Bei 0.8mm Pitch ist das komplett harmlos. Ich hab direkt mit 0.5mm
angefangen, ging auch problemlos.
Heißluft hilft zwar, ist aber gar nicht nötig.
Sehe ich auch so.
Ich nehme einen kleinen Lötkolben mit kleiner Lötspitze, sodass man jedes einzelne Beinchen des IS bearbeiten kann. Es wird bleihaltiges Lötzinn und in Spiritus gelöstes Kolophonium als Flussmittel verwendet.
Bei Bedarf Lötlitze, um überschüssiges Lötzinn aufzusaugen
Funktioniert schon Jahrzehnte.
Ich nehme einen kleinen Lötkolben mit kleiner Lötspitze, sodass man
jedes einzelne Beinchen des IS bearbeiten kann.
Oder man nimmt einen dicken Lötkolben mit möglichst breiter Spitze, und bearbeitet alle Beinchen gleichzeitig. Möglichst aber nur dort, wo die Pins auf der Platine aufliegen. Dann gibt man ordentlich Flussmittel drauf, und sammelt mit dem Lötkolben den großen Zinntropfen wieder ein. Am Ende bleiben ein paar Kurzschlüsse, die macht man dann mit Entlötlitze und nochmal viel Flussmittel weg.
Wenn das Flussmittel nervt, kann man es hinterher mit Isopropanol oder Kontakt LR entfernen. Aus elektrischer Sicht kann es aber auch draufbleiben.
Wenn das Flussmittel nervt, kann man es hinterher mit Isopropanol oder
Kontakt LR entfernen.
Die Entfernung von Flussmittelresten ist "Pflicht“. Die Leiterplatte soll doch auch "schön“ aussehen.
Nach der Reinigung wird deshalb auch noch ein lötbarer Lack aufgetragen.
Dann lass' die Platinen doch gleich bestücken. Geht bei JLCPCB
allerdings nur, wenn die das Bauteil auch selbst in ihrem Lager haben;
die Logistik, daß man denen irgendwelche Teile schickt, um sie bestücken
zu lassen, wäre viel zu teuer.
Das ist ne Idee. Werde ich mal anfragen, wenn es soweit ist. Danke
Auf der anderen Seite habe mir die anderen Beiträge mut gemacht, es doch selber zu probieren. Bis die bestückt werden, ist noch was Zeit.