Hallo Anfang Februar fiel die Ausseneinheit unserer Split-Wärmepumpe aus. Dies bemerkte glücklicherweise unser Installateur über den Cloud-Zugriff, den ich ihm und dem Hersteller eingerichtet hatte. Der Heizstab der Inneneinheit heizte währenddessen statt der WP und das Haus blieb warm. Leider hatte ich seit Tagen keinen Blick auf das Display und die App geworfen; nach zahllosen Fehlermeldungen 5822 und 5827 hatte ich die Schnauze voll von dem Produkt. Was für ein Fehler! Gestern öffneten der Werkskundendienst und der Installateur die Ausseneinheit, die WP also. Sie fanden eine tote Blattwanze in der symmetrischen Ringkerndrossel des Netzteiles und glauben, dass die Wanze den tödlichen Ausfall der WP zu verantworten hat. Nun suchen die Wanzen in der kalten Jahreszeit gerne ein warmes Plätzchen zum Überwintern. Sie nutzen jede Ritze. Dazu kommen im Sommer die Wespen, die sich bisher nur in Rolläden einnisteten. Bernsteinschaben krabbeln auch noch herum. Stubenfliegen gibt es im Mittleren Neckarraum auch noch! Frage: wie schütze ich die Ausseneinheit künftig vor solchen Invasoren? Mosquitonetz drumherum wickeln? Netze um die gefährdeten Bereiche scheinen mir am sinnvollsten. Die Platinen und Strom-/CAN-Anschlüsse in Schutzlack tauchen? Hochspannungs-Insektenfallen drumherum aufhängen? Lockstofffallen aufhängen? Abwehrdüfte? Spannungsfeste Fressfeinde um und in der WP einquartieren? Wie lösen Eure Hersteller das Krabbler-Problem? Andere WP kaufen? Vorschläge mit Begründung sind willkommen. Zurück zum Gas? Ich bin frustriert.
Thomas B. schrieb: > Sie fanden eine tote Blattwanze in der symmetrischen Ringkerndrossel des > Netzteiles und glauben, dass die Wanze den tödlichen Ausfall der WP zu > verantworten hat. Seltsame Ausrede.
Das scheint mir eher eine Ausrede/Hilflosigkeit zu sein. Auf der 230~/320-Volt Seite werden diese Viecher schnell gegrillt (meist ohne daß da ein Ausfall entsteht) und auf der Kleinspannungsseite sind die sowieso ohne Belang weil nicht genügend leitend. Bei einer Außeneinheit sollte der Insektenschutz aber standardmäßig berücksichtigt sein. Zum einen über die gegen Feuchtigkeit sowieso vorhandene Lackierung der Elektronik. Aber auch durch Konstruktion so daß keine Zugänge in die Elektronik offen stehen! Sehr gerne vergessen die Installateure vor Ort das aber und machen bei der Montage dann keine Blindstopfen in offene Löcher oder gehen seeehr großzügig mit den Aussparungen für die Leitungen um so daß das Viehzeug da herein kommt.
Thomas B. schrieb: > dass die Wanze den tödlichen Ausfall der WP zu verantworten hat Unsinn. War wohl 20000€ Schrott. Hoffentlich noch innerhalb der Gewährleistungszeit abgelebt. Thomas B. schrieb: > Andere WP kaufen? Bei günstigen ist der Schaden nicht so gross, und die haben höhere weltweite Stückzahlen, sind also besser.
Michael B. schrieb: > und die haben höhere weltweite Stückzahlen, sind also besser. Dünnes Argument :)
Reinhard S. schrieb: > Michael B. schrieb: >> und die haben höhere weltweite Stückzahlen, sind also besser. > Dünnes Argument :) Nein, hier hat Laberkopp schon recht! Dass die Stückzahl und eine laufende Produktion über Größenordnungen entscheidet, wussten schon die Autoren des historischen Mil-Handbuchs zur Zuverlässigkeitsberechnung von elektronischen Bauteilen und Systemen. Das gilt ebenso für andere Bereiche, kann aber sicher auch in speziellen Fällen widerlegt werden. Liegt hier ein solcher Grund vor?
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Tarantel an der Außeneinheit stationieren; die sollte selbst zu groß sein um hinein zu krabbeln.
Thomas B. schrieb: > Sie fanden eine tote Blattwanze in der symmetrischen Ringkerndrossel des > Netzteiles und glauben, dass die Wanze den tödlichen Ausfall der WP zu > verantworten hat. So eine Wanze sollte einer Drossel nichts anhaben können. Da liegt womöglich eher ein Bauteilfehler vor durch den die Wanze zu Schaden kam!
Beitrag #8015326 wurde von einem Moderator gelöscht.
Die ganze Ausseneinheit gröstzügig mit Permetrin-Spray einjubeln und das Procedere alle halbe Jahre wiederholen. Das Zeug bewirgt einen Fuß-Rückzieh-Effekt der scheusslichen Insekten. Die kehren um und bleiben fort. Als ob wenn du im Puff gehst und im entscheidenen Moment an deine Frau denkst.
Armin X. schrieb: > So eine Wanze sollte einer Drossel nichts anhaben können. Japp. Schwarzdrossel als Transformator in der Sättigung. Wanze rein, Apfel raus ;)
Benedikt L. schrieb: > entscheidenen Moment witziges Wortspiel - geschieden oder gescheit oder beides?
Thomas B. schrieb: > Sie fanden eine tote Blattwanze in der symmetrischen Ringkerndrossel des > Netzteiles und glauben, dass die Wanze den tödlichen Ausfall der WP zu > verantworten hat. Wer keine Ahnung hat, neigt zum Glauben.
Thomas B. schrieb: > in der symmetrischen Ringkerndrossel des Netzteiles und glauben Glauben kann man in der Kirche. Wahrscheinlicher scheint ein Netzteilproblem? Nullpunktverschiebung od. Überspannung allgemein?
Ausseneinheiten darf man zwecks Erhaltung des Wirkungsgrads regelmässig entstauben. Wenn Hersteller also keine vernünftige Serviceklappe vorsehen, kannste Dich gleich nach was anderem umsehen. 's würde mich nicht wundern, wenn es da genietete Gehäuse gibt. Aber der Preis war unschlagbar...
Thomas B. schrieb: > Sie fanden eine tote Blattwanze in der symmetrischen Ringkerndrossel des > Netzteiles und glauben, dass die Wanze den tödlichen Ausfall der WP zu > verantworten hat. Das sind halt so richtige Techniker, die können einem gläubigen Kunden so etwas erzählen... Und diese Techniker müssen auch einen unerschütterlichen Glauben haben!
Thomas B. schrieb: > Sie fanden eine tote Blattwanze in der symmetrischen Ringkerndrossel Bei unzureichender Fütterung der Ringkerndrosseln fressen diese sogar ganze Blattwanzen auf, freitags dann Katzen, Hunde und Elefanten! :-)
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Mani W. schrieb: > Und diese Techniker müssen auch einen unerschütterlichen Glauben haben! Jesus war auch ein sehr guter Seeleneinkäufer. Heute fischen Politiker Kleinhirne um sich selbst zu bereichern. Weltweit.
Armin X. schrieb: > Da liegt womöglich eher ein Bauteilfehler vor durch den die Wanze zu > Schaden kam! Genau. "PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) setzt sich aktiv für den Schutz von Insekten ein und betrachtet sie als fühlende Lebewesen, die ein Recht auf ein Leben frei von Schmerz und Ausbeutung haben. Die Organisation kämpft gegen Insektenquälerei, indem sie auf die Relevanz von Insekten für Ökosysteme hinweist, tierfreundliche Alternativen fördert und gegen deren Nutzung in Forschung und Ernährung protestiert." Daher PETA melden und gemeinsam den Hersteller verklagen, weil durch sein Produkt Insekten unnoetig ums Leben kommen. Beziehe Dich dabei auch auf das Produktsorgfaltspflichtgesetz.
Der Werkskundendienst kam erfreulich schnell wieder und hat in der Ausseneinheit drei elektronische Module ausgetauscht. Die Ersatzteilversorgung scheint gut gelöst zu sein. Die WP arbeitet wieder. Nach Ablauf der Gewährleistung werde ich die AE öffnen und schauen, was da verbessert werden kann. Dann lässt sich auch das Weiterleben von Insekten planen...
Michael B. schrieb: > Bei günstigen ist der Schaden nicht so gross, Ja! > und die haben höhere > weltweite Stückzahlen, sind also besser. Nein, hohe Stückzahlen senken die Fixkosten und damit den Endpreis.
Fixkosten sind Ausgaben, die unabhängig von der Produktionsmenge oder der erbrachten Leistung anfallen. Sie bleiben über einen bestimmten Zeitraum konstant, selbst wenn gar nichts produziert oder verkauft wird. https://wirtschaftslexikon.de/fixkosten-3/ Fixkosten mit Fixerkosten aka Reparaturkosten verwechselt? Thomas B. schrieb: > Die WP arbeitet wieder. > > Nach Ablauf der Gewährleistung werde ich die AE öffnen. Wer Kleingedrucktes lesen kann ist im Vorteil, wer versichert ist, auch. Manche Produkte fallen auch noch erst nach Ablauf der Gewährleistung aus (Händlerleistung) und haben evtl. noch eine Werksgarantie (Info gibts beim Hersteller) von der der Kunde oft gar nichts weiß oder eine zugekaufte verlängerte Garantie vom Händler falls ers vor dem Kauf vereinbart hat. Solch ein Garantiepaket über die Gewährleistung hinaus kaufe ich bei Technik stets dazu, wenn bereits im Angebot und manche Handwerker geben auch i.d.R. einige Jahre dazu, je nach Verhandlungsgeschick.
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