Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Motor treibt Kugel an


von Mario (drmariod)


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Hallo liebes Forum, ich hoffe ich bin im richtigen Unterforum gelandet.
Ich suche einen Motor, mit dem ich eine Kugel in alle Richtungen drehen 
kann.

Ich versuche es mal zu beschreiben, für die Generation, die noch mit 
Mäusen und einer Kugel drin gearbeitet haben. Da war die Kugel ja 
"griffig" und wurde quasi vom Tisch gedreht. Zwei Rädchen haben dann die 
Drehbewegung der Kugel in X und Y übersetzt.

Ich suche sowas nur umgekehrt. Also zwei Motoren, die eine Kugel 
antreiben. Diese sollte eine griffige Oberfläche haben, damit diese 
wiederum ein Objekt bewegen kann.

Gibt es sowas? Ich stelle mir das ein bisschen wie ein solche 
Kugelrollen vor, nur eben nicht nur gelagert sondern angetrieben...

Meine Suche bei Google hat mich leider nicht weiter gebracht.

Würde mich über Input freuen.
von Rüdiger B. (rbruns)


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von Mario (drmariod)


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Danke für den Beitrag, soweit wollte ich garnicht gehen... Aber von der 
Idee ist es wie ich es mir vorgestellt habe... Nur dachte ich an eine 
vielleicht 2-5cm Kugel :-)

Sowas fertig in einem Gehäuse gibt es vermutlich nicht?
von Matthias B. (turboholics)


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Hi!

Genau so eine Mauskugelmechanik nehmen und 2 kleine Motoren dranbasteln?

VG
von Mario (drmariod)


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Matthias B. schrieb:
> Genau so eine Mauskugelmechanik nehmen und 2 kleine Motoren dranbasteln?

Da würde es unter Umständen dann wohl drauf hinauslaufen. Meine Frage 
sollte eigentlich darauf abziehlen, ob es sowas eventuell fertig gibt.

Und, nachdem ich das Konzept mit dem "Motorrad/ball" gesehen habe frage 
ich mich, ob das mit zwei Motoren geht, oder ob der eine Motor um 90 
grad versetzt mit seiner Reibung den anderen Motor vielleicht 
blockiert... Und vielleicht dann eher 3 Motoren mit unterschiedlichen 
Geschwindigkeiten eingesetzt werden müssen...
von Norbert (der_norbert)


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Mario schrieb:
> Ich suche einen Motor, mit dem ich eine Kugel in alle Richtungen drehen
> kann.

In alle Richtungen oder nur in der X-Y Ebene?
Das ist schon ein Unterschied.
von Udo S. (urschmitt)


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Mario schrieb:
> Da würde es unter Umständen dann wohl drauf hinauslaufen. Meine Frage
> sollte eigentlich darauf abziehlen, ob es sowas eventuell fertig gibt.

Finde einen Anwendungsfall, dann findest du wahrscheinlich auch ein 
Angebot.

Oder du schilderst dein eigentliches Problem, vielleicht hat ja jemand 
eine Idee wie man das mit einer anderen Mechanik lösen kann die es auch 
zu kaufen gibt.
von Mario (drmariod)


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Norbert schrieb:
> In alle Richtungen oder nur in der X-Y Ebene?
> Das ist schon ein Unterschied.

Hm, also ich glaub die Oberfläche muss nur in zwei Richtungen bewegt 
werden und ich denke mal, das sind alle Richtungen, um die Oberfläche 
der Kugel abzufahren... Aber vielleicht hab ich hier auch ein 
Denkfehler...

Udo S. schrieb:
> Oder du schilderst dein eigentliches Problem, vielleicht hat ja jemand
> eine Idee wie man das mit einer anderen Mechanik lösen kann die es auch
> zu kaufen gibt.

Mein Anwendungsfall ist, dass ich eine Kugel Randomal drehen will... 
Optisch sollte dies aber zurückhaltend sein.
Ich denke an eine 20-40cm große Kugel, auf einem kleinen Sockel, und die 
dürfte sich gerne wie von Geisterhand drehen. Das ist die Idee...

Dachte an drei Kugelrollen, die das Gewicht der Kugel halten. Und "der 
Einfachheit" in der Mitte "meinen gedachten Kugelmotor" der mit Reibung 
die Kugel bewegt.
Ich dachte dies wäre einfach...

Andere Idee, die ich mir überlegt hatte wäre ein Motor mit nem 
gummierten Rad mittig unter der Kugel und dieser Motor auf einer 
drehbaren Platte, damit die Richtung des Rades um 360 Grad gedreht 
werden kann. Aber hier müsste ich mir dann Gedanken um die Kabel des 
beweglichen Motors machen...
von Joachim B. (jar)


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Norbert schrieb:
> In alle Richtungen oder nur in der X-Y Ebene?
> Das ist schon ein Unterschied.

nach seiner Beschreibung soll die Kugel nicht fliegen oder Wände 
hochrollen können, bleibt also nur x-y Ebene übrig.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Mario schrieb:
> Dachte an drei Kugelrollen, die das Gewicht der Kugel halten.

und warum treibst du die nicht einfach an. Zwei dieser Kugelrollen auf 
je eine Welle gesetzt und die Wellen angetrieben.

Andere Idee:
Es gibt doch Steinkugeln, die auf einem dünnen Wasserfilm drehbar in 
einem passenden Gegenstück gelagert sind.
Wenn man die unten mit drei 120° versetzen Wasserdüsen anstrahlt, müsste 
die sich auch gezielt bewegen lassen.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Mario schrieb:
> Hm, also ich glaub die Oberfläche muss nur in zwei Richtungen bewegt
> werden und ich denke mal, das sind alle Richtungen, um die Oberfläche
> der Kugel abzufahren... Aber vielleicht hab ich hier auch ein
> Denkfehler...

Die Anforderung könnte sein, die Kugel um die Hochachse zu drehen.
Wir können das nicht wissen und sind somit auf die Angaben angewiesen.
von Marcel V. (mavin)


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Joachim B. schrieb:
> nach seiner Beschreibung soll die Kugel nicht fliegen oder Wände
> hochrollen können, bleibt also nur x-y Ebene übrig.

Trotzdem benötigst du dann immer noch 3 Dimensionen und somit 3 
Antriebsmotoren:

Die Kugel rollt auf dich zu oder von dir weg, das wäre die X-Achse.

Die Kugel rollt nach links oder rechts, das wäre die Y-Achse.

Die Kugel dreht sich auf der Stelle um sich selbst links-, oder 
rechtsrum, das wäre dann die Z-Achse.
von Mario (drmariod)


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Norbert schrieb:
> Die Anforderung könnte sein, die Kugel um die Hochachse zu drehen.
> Wir können das nicht wissen und sind somit auf die Angaben angewiesen.

Mit Hochachse meinst Du die senkrecht Achse durch den Mittelpunkt der 
Kugel?
Das wäre nicht wichtig, da es nur ein optischer Effekt sein soll und 
keine genaue Ansteuerung oder Position.
Vielleicht nice to have, aber kein Muss.

EDIT:
Marcel V. schrieb:
> Die Kugel dreht sich auf der Stelle um sich selbst links-, oder
> rechtsrum, das wäre dann die Z-Achse.

Ich denke das ist nicht nötig.
: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Marcel V. schrieb:
> Trotzdem benötigst du dann immer noch 3 Dimensionen

nö, es reichen 2, die dritte Kugel ist nur damit das Teil nicht umkippt 
also passiv.
: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Marcel V. schrieb:
> Die Kugel dreht sich auf der Stelle um sich selbst links-, oder
> rechtsrum, das wäre dann die Z-Achse.

Nein das ist immer x und y, entlang der z-achse bewegt sich die Kugel 
nicht.
von Ralf X. (ralf0815)


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Rüdiger B. schrieb:
> 
https://www.heise.de/news/Omnidirektionales-Bike-rollt-auf-einer-Kugel-11195628.html
> mit  3 Motoren.

Zitat aus dem Heiseartikel:
"Den Strom liefern sechs 6S-Lithium-Polymer-Akkus, die eine 
Systemspannung von 50 Volt bereitstellen."

Tja..., klingt komisch und ist es auch.
von Matthias S. (dachs)


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Mario schrieb:
> Richtung des Rades um 360 Grad gedreht
> werden kann.

Meine Vorstellung von solch einem Antrieb braucht nur 90°.
von F. (radarange)


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Faszinierend, wieviele hier davon überzeugt sind, die Drehung einer 
Kugel könnte mit zwei Freiheitsgraden abgefrühstückt werden.

So langsam kristallisiert sich die Anforderung aber heraus und die ist 
ja relativ einfach: Eine Kugel soll sich einfach nur irgendwie drehen. 
Sowas gibt's ja ab und an als Springbrunnen, da wird die Kugel auf einem 
Fluidfilm reibungsarm gelagert und wird sich durch Variationen ihrer 
Oberflächenbeschaffenheit und deren Interaktion mit dem Fluid irgendwie 
bewegen und die Bewegungsrichtung auch ab und zu mal ändern.
Das könnte man nun nachbauen, die Kugel muss eben nur reibungsarm 
gelagert werden und irgendeine kleine externe Kraft muss einwirken.

Zum Beispiel durch: Fluidlagerung auf Wasser oder Luft, Ultraschall, 
Elektromagnete, such dir was aus.
Wenn die Kugel größer wäre, würde man einfach in der Kugel ein Gyroskop 
einbauen und durch gezielte Änderungen der Schwungradgeschwindigkeiten 
eine Rotation hervorrufen.
von Hans W. (hanswieland)


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Mario schrieb:
> Meine Frage sollte eigentlich darauf abziehlen, ob es sowas eventuell
> fertig gibt.

Mario schrieb:
> Ich denke an eine 20-40cm große Kugel

Wie schwer, wie stark, wie schnell?

Mario schrieb:
> Mein Anwendungsfall ist, dass ich eine Kugel Randomal drehen will...
> Optisch sollte dies aber zurückhaltend sein.

what?
: Bearbeitet durch User
von Daniel F. (foxi_the_daywalker)


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Hier eine Idee:

https://www.ftcommunity.de/bilderpool/modelle/roboter-industrieanlagen-computing/lauf-fahr-kletterroboter/zweirad-roboter/14807/

Soll die gelbe Linie auf der Kugel waagerecht bleiben und nur um die 
Hochachse / Z-Achse gedreht werden, braucht man mehr.

Anderer Ansatz, aber die Bewegung / Ansteuerung ist etwas schwerer zu 
berechnen:

https://www.ftcommunity.de/bilderpool/modelle/roboter-industrieanlagen-computing/lauf-fahr-kletterroboter/einrad-roboter/kugelroboter/24670/

Grüße
Daniel
von F. (radarange)


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Mario schrieb:
> Ich denke an eine 20-40cm große Kugel, auf einem kleinen Sockel, und die
> dürfte sich gerne wie von Geisterhand drehen. Das ist die Idee...

Ganz überlesen, da zu Anfang ja noch von

Mario schrieb:
> Nur dachte ich an eine
> vielleicht 2-5cm Kugel :-)

die Rede war.
Bei einer großen (20-40cm) Kugel würde ich tatsächlich einfach ein 
Gyroskop in die Kugel basteln. Das kann per Funk gesteuert werden, die 
Kugel kann auch genügend Akkus aufnehmen.
von Hans W. (hanswieland)


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Wie soll das gesteuert werden?
von Ralf X. (ralf0815)


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Hans W. schrieb:
> Wie soll das gesteuert werden?

Mario schrieb:
> Mein Anwendungsfall ist, dass ich eine Kugel Randomal drehen will...
von Norbert (der_norbert)


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F. schrieb:
> Mario schrieb:
>> Ich denke an eine 20-40cm große Kugel, auf einem kleinen Sockel, und die
>> dürfte sich gerne wie von Geisterhand drehen. Das ist die Idee...
>
> Ganz überlesen, da zu Anfang ja noch von
>
> Mario schrieb:
>> Nur dachte ich an eine
>> vielleicht 2-5cm Kugel :-)
>
> die Rede war.

Die Anforderungen sind, wie so vieles heutzutage, eher fluid. ;-)
von Marcel V. (mavin)


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F. schrieb:
> Faszinierend, wieviele hier davon überzeugt sind, die Drehung einer
> Kugel könnte mit zwei Freiheitsgraden abgefrühstückt werden.

Mit nur zwei Motoren und je einem Omniwheel gelingt es trotzdem die 
Kugel in drei Achsen zu bewegen. Über eine spezielle Anordnung kann die 
Kugel in beliebige Richtungen gedreht werden, wobei der dritte 
Freiheitsgrad (Drehung um die Hochachse) durch geschickte Ausnutzung der 
Reibung oder der Omniwheel-Geometrie der beiden Antriebsaggregate 
erreicht wird.
von Hans W. (hanswieland)


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Es wäre ja auch denkbar, dass die Geisterhand erst kommen soll, wenn sie 
vom Medium gerufen wird.
von Marcel V. (mavin)


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Hans W. schrieb:
> Es wäre ja auch denkbar, dass die Geisterhand erst kommen soll, wenn sie
> vom Medium gerufen wird.

Wenn es sich um eine Glaskugel handelt, dann macht das sogar Sinn!

😂

Aber ich denke es wird weder eine Glaskugel noch eine Eisenkugel sein, 
sondern eher eine Kunststoffkugel. Bei 40 cm Durchmesser wäre eine 
Stahlkugel mit 263 kg zu schwer fürs Kinderzimmerregal.
: Bearbeitet durch User
von Mario (drmariod)


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Hach, es ist nicht immer einfach...
Ich hätte natürlich die komplette Idee ausführlich beschreiben können, 
aber eigentlich suchte ich ja nur nach einem Motor mit dem ich mir sowas 
selbst bauen kann.
Es ist nicht meine Absicht meine Anforderungen schwammig zu formulieren 
und über die Steuerung wollte ich mir erst Gedanken machen, wenn ich 
meine Kugel antreiben kann.

Die Kugel selbst ist aus einem Stück Holz, sagen wir mal ein 
Kunstobjekt. Sie soll auf einem im Vergleich zur Kugel kleinen Sockel 
stehen in dem die Mechanik versteckt sein soll. (siehe Anhang) Klein 
muss nicht so winzig wie in dem Bild sein, aber die Auflage für die 
Kugel sollte weniger als 1/3, besser 1/4 des Kugeldurchmessers nicht 
übersteigen.
Die Kugel soll sich drehen. Ich denke zwei Achsen reichen mir (erstmal).
Den Effekt den ich mir wünsche ist, wenn Jemand die Kugel anschaut und 
in die Hand nehmen will, bzw sich mit der Hand an die Kugel nähert, dass 
sie sich anfängt zu drehen. Also vielleicht mit einem Bewegungsmelder 
oder einem Näherungssensor im Sockel. Nur eine Idee... Erst mal ging es 
mir nur ums bewegen.

Ich dachte mir eben, wenn es eine kleine Kugel unten in der Mitte gäbe, 
dass diese vielleicht dann die große Kugel antreiben kann. So kam ich 
auf die kleine Kugel mit 2-5cm.
Die Holzkugel kann schon mal 25kg haben an Gewicht. Ich hoffe, dass die 
Kugelrollen dieses Gewicht tragen.

Mein am Anfang angefragt Motor sollte in meiner Vorstellung mittig unter 
der eigentlichen Kugel sitzen und über die Reibung des "Kugelmotors" 
wollte ich mein Objekt drehen.
von Tom H. (toemchen)


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Laß Dich nicht entmutigen, Mario.
Die Leute sind hier komisch.
Gut, man kann mal was falsch verstehen.
Viele hier WOLLEN aber falsch verstehen und sich dann darüber aufregen, 
daß der Fragesteller unklar ist, Salamitaktik liefert... ein Lauf über 
Glasscherben für den Fragesteller.

Also ich habe mir spätestens nach Deinem dritten Post genau das 
vorgestellt, was Du jetzt nochmal mit Fotobeispiel beschrieben hast.

Folgender Senf von mir dazu:

Dreimal eine typische Kugelrolle darunter für beste Auflage auf dem 
Ring, der ja möglichst schlank sein soll, aber die Kugel noch 
vertrauenswürdig halten soll. Vielleicht sogar, obwohl mechanisch 
überbestimmt, ein Kranz aus vielen solchen Rollen (vielleicht 6 oder 
so). Denn bei drei Rollen ist es noch relativ leicht, die Kugel über die 
gedachte Linie aus zwei Rollen rauszukippen. Gut, das kann auch ein 
umlaufender Holzrand verbessern, der näturlich einen gewissen Spalt zur 
Kugel haben muß und dadurch auch erst stützend wirksam wird, wenn eine 
gewisse Kippung erreicht ist.
Bedenke, daß die Rollen auf Dauer doch Spuren auf der Kugel hinterlassen 
können. Mehr Kugeln reduzieren das. Dazu müßten sie aber dann minimal 
gefedert sein, damit sich der Auflagedruck auf alle Kugeln verteilt.
Vielleicht gibt es auch Kugeln aus Kunststoff.

Antrieb: Nach meinem Gefühl ein gefederter Motor mit einem griffigen 
Reibrad (farbloses/durchsichtiges Polyurethan) der noch dazu in 
verschiedene Richtungen gedreht werden kann. Um die Kabelzuführung würde 
ich mir nicht so viele Sorgen machen. Der Motor sollte natürlich nicht 
frei mehrmals herumdrehbar sein, sondern eigentlich reichen ja +-90° 
plus Drehrichtungsumkehr der Rolle.

Edit: Es reichen sogar +-45°. Nur Drehung um die Hochachse bekommst Du 
so überhaupt nicht hin.
: Bearbeitet durch User
von Tom H. (toemchen)


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Und nochmal Edit:
Für eine Drehung um die Hochachse bräuchtest Du ein (drehbares) Gebilde 
mit zwei Motoren und Antriebsrollen. Gegenläufige Drehung der Motoren 
würde dann um die Hochachse drehen.
Mit Drehung und zwei Rollenmotoren ist man dann auch wieder bei den drei 
Antrieben, die man zum Bedienen aller Freiheitsgrade braucht.

PS. Was ich immer wieder bei allen Foren vermisse, ist eine Funktion, um 
GANZ SCHNELL ein Skizze zu zaubern. So eine Art integriertes 
Zeichenprogramm. Gerne würde ich hier eine Skizze abliefern, aber auf 
Papier kritzeln, mit dem Handy abfotografieren, das Handy am PC 
anstöpseln,  File Explorer die Vorschau der drölfzigtausend Bilder des 
Handys fertigmachen lassen, das richtige runterladen und hier ins Forum 
hochladen, das ist zu langwierig.
Ein ganz einfaches Zeichenprogramm, wo man mit dem Mauszeiger mal 
schnell was kritzeln kann. Meinetwegen nur schwarz-weiß. Und dann ist 
das Bild sofort im Beitrag. Das wär toll.
: Bearbeitet durch User
von Martin S. (sirnails)


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Mario schrieb:
> Mein am Anfang angefragt Motor sollte in meiner Vorstellung mittig unter
> der eigentlichen Kugel sitzen und über die Reibung des "Kugelmotors"
> wollte ich mein Objekt drehen.

Ja genau. Mehr ist das doch nicht. Du hast unten ein Rad, das die Kugel 
antreibt und dieses Rad hat einen Zahnkranz auf dem der Antriebsmotor um 
360° gedreht werden kann. Die Kugel selbst sitzt dann nicht auf dem 
Antriebsrad, sondern auf einem Hohlzylinder, der mit Kugelrollen 
bestückt ist.
von Mario (drmariod)


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Martin S. schrieb:
> Ja genau. Mehr ist das doch nicht. Du hast unten ein Rad, das die Kugel
> antreibt und dieses Rad hat einen Zahnkranz auf dem der Antriebsmotor um
> 360° gedreht werden kann. Die Kugel selbst sitzt dann nicht auf dem
> Antriebsrad, sondern auf einem Hohlzylinder, der mit Kugelrollen
> bestückt ist.

Genau, und meine Frage war quasi, ob es sowas gibt... Oder ob ich es 
eben bauen muss... Und falls ich es bauen muss, habe ich viele 
Informationen hier bekommen...
Danke dafür!
von Martin S. (sirnails)


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Ich kenne es nur vom Autoscooter, aber welches Rad dort angetrieben 
wird, weiß ich nicht.
von Rüdiger B. (rbruns)


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Das Antriebsrad hat Rollen auf dem Umfang,dadurch hast du keinen Abrieb 
auf der Kugel.
von Mario (drmariod)


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Rüdiger B. schrieb:
> Das Antriebsrad hat Rollen auf dem Umfang,dadurch hast du keinen Abrieb
> auf der Kugel.

Danke, das ist ne schöne Lösung. Weiß nicht wie das in "so klein wie ich 
denke" gelöst werden kann. Aber die Idee ist super. War aus dem 
BallMotorradVideo?
von Joachim B. (jar)


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Tom H. schrieb:
> Die Leute sind hier komisch.

also du auch?

Tom H. schrieb:
> Viele hier WOLLEN aber falsch verstehen

sind nicht alle, aber manchmal verstehe ich auch was falsch, das liegt 
dann an einer schlechten Beschreibung.
von Mario (drmariod)


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Joachim B. schrieb:
> sind nicht alle, aber manchmal verstehe ich auch was falsch, das liegt
> dann an einer schlechten Beschreibung.

Liegt glaube nicht zwangsläufig an einer schlechten Beschreibung... Für 
den Beschreibenden macht es ja meist Sinn, weil er schon eine 
Vorstellung im Kopf hat und das Gefühl hat nicht alle Details auflisten 
zu müssen...

Der Lesende hat ebenfalls eine Idee im Kopf die eben nicht unbedingt mit 
dem zusammenhängen muss, was der Schreibende sich erst mal gedacht hat.

Ich mache da jetzt keinem einen Vorwurf...
Ist nur so, dass man ja manchmal selbst Probieren will, oder seine 
originelle Idee nicht preisgeben möchte und deswegen nur das nötigste 
fragt...

Alle anderen aber nach mehr Informationen betteln, damit man ne 
kompetentere Beratung geben kann...

Mir wurde hier auf jeden Fall geholfen, und ich hab eine Idee wie ich 
mit dem Projekt starten kann.

Falls Jemand ne Idee hat, wo es sowas fertig gibt, gerne noch teilen. 
Danke.
von Udo S. (urschmitt)


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Es gab doch mal Spielzeugautos die elektrisch selbstständig gefahren 
sind und bei Kollision zurückfahren und in eine andere Richtung 
weiterfahren konnten. Die hatten ein Radpaar, das auf einer drehbaren 
Platte befestigt war.
Das kommt Martins Vorschlag nahe:

Martin S. schrieb:
> Ja genau. Mehr ist das doch nicht. Du hast unten ein Rad, das die Kugel
> antreibt und dieses Rad hat einen Zahnkranz auf dem der Antriebsmotor um
> 360° gedreht werden kann.

Wenn man ein solche Autos finden würde könnte man den Antrieb ggf 
umbauen.
von Chris V. (nagut)


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Mario schrieb:
> Die Kugel selbst ist aus einem Stück Holz, sagen wir mal ein
> Kunstobjekt. Sie soll auf einem im Vergleich zur Kugel kleinen Sockel
> stehen in dem die Mechanik versteckt sein soll. (siehe Anhang)

Sehr schön! Nettes Projekt!


Mario schrieb:
> meine Frage war quasi, ob es sowas gibt... Oder ob ich es
> eben bauen muss... Und falls ich es bauen muss, habe ich viele
> Informationen hier bekommen...
> Danke dafür!

Da es so klein und unscheinbar im Fuß versteckt werden muss, und fürs 
Kunstobjekt auch noch schön aussehen und leise sein sollte, wird es 
meines Erachtens nach ziemlich sicher auf einen Selbstbau aus möglichst 
weit vorgefertigten Komponenten hinauslaufen.

Die Antriebsräder mit Querrollen sind zu groß. Das wäre sinnvoll für 
mannshohe Kugeln. (würde sich sicher auch gut im Empfangsbereich eines 
Museums machen! :)


Ich würde die mechanische Anordnung von Tom H. mit kleinen 
Schrittmotoren, einer Steuerplatine für 3D-Drucker, und den 
Trimanic-Treibern von Analog Devices (z.B. TMC2208 als Suchwort) 
benutzen. Deren Marketing verspricht nicht zuviel: so angetriebene 
Motoren sind nahezu unhörbar.

Du hättest die Wahl, ob nur 2 oder alle 3 Achsen beweglich sein sollen, 
und müsstest nur die Motorhalterungen und Reibräder bauen. Und natürlich 
später dann die Software schreiben.

Wenn es nur zwei Achsen sein sollen, reichen auch zwei fest mit ein paar 
Zentimetern gegenüberliegend montierte Motoren mit Reibrädern, deren 
Achsen in einer Flucht liegen. Beide Motoren gleich schnell in die 
gleiche Richtung gedreht bewegt die zu den Motorachsen parallele 
Kugelachse. Gleich schnell in entgegengesetzte Richtung gedreht bewegt 
die Kugel um die Vertikalachse. Das wäre auch mechanisch ziemlich 
einfach zu bauen.
von Chris V. (nagut)


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Verdammt, ich bekomme Lust das zu bauen! ;)

Zwei Motoren hiervon:
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/schrittmotor_nema_16_1_8_8_4_v-260760

Rücken-an-Rücken montiert. Außen auf die Achsen je ein Reibrad mit ca. 
45mm Durchmesser. Ein dritter Motor liegend drunter, der das ganze +/- 
90 Grad um die Hochachse dreht.

Dieser Antrieb könnte die Holzkugel um alle 3 Achsen drehen und braucht 
an Platz etwa 85mm Durchmesser und 75mm Höhe unter der anzutreibenden 
Kugel.
: Bearbeitet durch User
von Mario (drmariod)


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Chris V. schrieb:
> Verdammt, ich bekomme Lust das zu bauen! ;)

Ich könnte Dich mit zwei drei schönen Kugeln in Wunschgröße bezahlen :-D 
;-)
von Chris V. (nagut)


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Mario schrieb:
> Chris V. schrieb:
>> Verdammt, ich bekomme Lust das zu bauen! ;)
>
> Ich könnte Dich mit zwei drei schönen Kugeln in Wunschgröße bezahlen :-D
> ;-)

Wie gemein - jetzt auch noch so ein verlockendes Angebot! X-D
Ich find' die wirklich schön, und die Idee witzig.


Mario schrieb:
> Ist nur so, dass man ja manchmal selbst Probieren will,

Kann ich gut verstehen und will ich Dir auch nicht nehmen - zumal Du ja 
auch schon Ideen dazu hast!
von Chris V. (nagut)


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Chris V. schrieb:
> Zwei Motoren hiervon:
> https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/schrittmotor_nema_16_1_8_8_4_v-260760
>
> Rücken-an-Rücken montiert. Außen auf die Achsen je ein Reibrad mit ca.
> 45mm Durchmesser. Ein dritter Motor liegend drunter, der das ganze +/-
> 90 Grad um die Hochachse dreht.

Alternative:
Es gibt auch relaitv kleine Mecanum-Räder, gesehen habe ich bei Amazon 
48mm und 60mm Durchmesser.
https://www.amazon.de/dp/B08TTH125M/

Drei davon jeweils mit einem Schrittmotor dran um 120° versetzt auf 
einem Kreisbogen anordnen. Da könnte man die Holzkugel einfach 
drauflegen und sie wäre um alle Achsen drehbar, d.h. man hätte auch 
gleich die Lagerung der Kugel mit gelöst. :)

Ob sich das dann aber noch schön weich dreht oder wegen der vielen 
Rollen unschön "ruppelt" müsste man ausprobieren. Die kleinen Räder 
haben leider auch blöde Achsaufnahmen; einfach ein Flansch mit 
Madenschraube wäre besser gewesen.
von Norbert (der_norbert)


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Mario schrieb:
> Die Holzkugel kann schon mal 25kg haben an Gewicht. Ich hoffe, dass die
> Kugelrollen dieses Gewicht tragen.

Solch ein Gewicht auf drei kleinen Rollen, oder – schlimmer noch – 
Kugeln?
Mit Punktförmig bis evtl. wenigen Quadratmillimetern Auflagefläche?

Das ist wie High Heels auf Linoleum. Nur umgedreht.
Bitte berichte wie die Holzkugel nach einiger Zeit aussieht.
von Nick (b620ys)


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Wirklich sinnvoll lösbar ist das nicht. Zumindest mit den bisherigen 
Ansätzen.
Ein Omniwheel ist zwar vom Ansatz her eine sehr gute Idee. Aber eines 
das so winzig ist um eine 3..5 cm Kugel anzutreiben ist schon eine 
Herausforderung.

Jetzt mal die reale Abstützung weggelassen und irgend eine virtuelle 
Abstützung dazufantasiert:
Ein Rädchen, das über einen Riemenantrieb angetrieben wird. Die Achse 
des Rädchens ist horizontal und das Rädchen mittig unter der Kugel.
Damit die Drehrichtung beliebig werden kann, sitzt das Rädchen auf einer 
senkrechten Welle (Achse Rädchen und Achse Welle kreuzen sich). Diese 
Welle wiederum kann durch einen zweiten Motor gedreht werden. Für den 
Antrieb des Rädchen-Motors braucht es also Schleifkontakte.
Es ginge aber auch ein Winkelgetriebe (sind in Wirklichkeit zwei, machts 
nicht wirklich einfacher), wobei dann der Motor der Welle das Rädchen 
mit antreibt. Das könnte man aber rausrechnen.

Ich befürchte, das hab jetzt nur ich kapiert. Also werd ich notfalls 
eine Skizze machen müssen.
von Hans W. (hanswieland)


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Nick schrieb:
> Ich befürchte, das hab jetzt nur ich kapiert.

Nee, ich habe ein klares Bild vor Augen. Wüsste allerdings nicht, wie 
man das so klein bauen kann, wie er es haben will.
von Mario (drmariod)


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Die Idee beim OmniWheel war glaube ich, dass es sowohl Lager als auch 
Antrieb ist. Also das eigentliche Objekt direkt von den Teilen 
angetrieben wird.
Wie klein das Gehäuse am Ende wird, ist dann die Frage bei 4cm Rad 
Durchmesser… 3x 120 grad versetzt angeordnet.
von Nick (b620ys)


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Hans W. schrieb:
> Wüsste allerdings nicht, wie
> man das so klein bauen kann, wie er es haben will.

Ich denk da an einen ausgeschlachteten Kassettenrecorder. Falls sowas 
bekannt ist :-)
Aber ich muss zugeben, dass man dazu Werkzeugmaschinen braucht 
(zumindest eine Drehmaschine).
Die Motoren kann man beide im Sockel verschwinden lassen, es steht dann 
nur (senkrecht) die Welle raus und oben halt das Rädchen mit 
Antriebsriemen.
Den Antriebriemen könnte man sogar mittig in einer Rille des Rädchens 
(das jetzt eine Walze ist) laufen lassen.

Edit:
Habs etwas kompakter hinbekommen. Statt dass ein Rädchen das ganze 
antreibt, macht das der Antriebsriemen (der ein O-Ring ist).
Nicht runterfallen tut das ganze durch einen Stützring oben an der 
Welle.


Kommt ihr noch mit? ;-)
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Ich hab mich zu Bildern durchgerungen :-)

Antrieb-1 ist wie beschrieben.

Antrieb-2 ist mit Kegelradantrieb, also ohne Schleifring. Was mit 
Textmarker markiert ist, ist mit der Welle verbunden und reht sich mit 
ihr mit.

Der Stützring wäre aus PTFE (aka Teflon) und berührt die Kugel gerade 
NICHT, die Kugel kippt also minimal zur Seite.
: Bearbeitet durch User
von Hans W. (hanswieland)


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Vielleicht geht es doch auf die altbekannte Methode mit Wasser besser. 
Die Pumpen müssen ja nicht unbedingt im Sockel sitzen (Schläuche wurde 
bereits erfunden).
: Bearbeitet durch User
von Marcel V. (mavin)


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Nick schrieb:
> Antrieb-2 ist mit Kegelradantrieb, also ohne Schleifring. Was mit
> Textmarker markiert ist, ist mit der Welle verbunden und dreht sich mit
> ihr mit.

Also quasi wie ein Koaxialgetriebe. Die Innenwelle treibt das 
Kegelradgetriebe an, die Außenwelle ist der Drehteller selbst, so dass 
beide Motoren fest ans Gehäuse geschraubt werden können und sich kein 
Motor verdrehen muss, so dass es keinen Kabelsalat gibt! Jetzt könnte 
man das Zwischengetriebe am Kegelradantrieb noch einsparen, indem man 
die obere Rolle als Zwillingsrolle auslegt.

Ich male dazu morgen auch mal eine 3D-Skizze auf. Das unterstützt die 
Vorstellungskraft!
von Nick (b620ys)


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Hans W. schrieb:
> Vielleicht geht es doch auf die altbekannte Methode mit Wasser besser.

Bei einer Holzkugel eher nicht so förderlich. Aber klar, "das Prinzip 
ist im Prinzip"[tm] gut.
Der Antrieb erfolgt dann wie? Durch Wasserstrahlen? Damit lässt sich 
nicht sehr viel Kraft übertragen.
von Hans W. (hanswieland)


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Nick schrieb:
> Antrieb erfolgt dann wie? Durch Wasserstrahlen?

z.B. mit drei Pumpen, deren Auslässe unter der Kugel raus kommen.
von Nick (b620ys)


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Marcel V. schrieb:
> Also quasi wie ein Koaxialgetriebe.

Ja, wenn das eines ist. :-)
Also koaxial ist jedenfalls richtig. Die Welle ist koaxial mit dem 
Antriebsmotor der Rolle. Wenn sich nur die Welle dreht, dann wird das 
horizontale Kegelrad angetrieben, das müsste der Motor dann ausgleichen. 
Ginge auch ohne µC.

Marcel V. schrieb:
> Jetzt könnte
> man das Zwischengetriebe am Kegelradantrieb noch einsparen, indem man
> die obere Rolle als Zwillingsrolle auslegt.

Das Zwischengetriebe kann irgendwas sein, das Drehmoment überträgt. Ein 
Zahnrad, Reibräder, Schnurrolle, ...
Ich wollte es möglichst kompakt haben. Das war mein Hauptziel. Also ich 
denke, dass ich das in einer ADrm 10 mm Welle unterbringen kann. Der 
Stützring ist dann natürlich größer, den sieht man aber eher nicht wenn 
man von schräg oben drauf schaut.

Problem ist natürlich, dass man es auch herstellen können muß. Der TO 
will aber eher was fertiges haben. Mir ging es, rein aus sportlichen 
Ergeiz, um eine möglichst schlanke Lösung.
von Nick (b620ys)


Angehängte Dateien:

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Geht noch etwas einfacher mit dem Winkelgetriebe wenn man ein größeres 
(oder beide größer) Kegelzahnrad verwendet.

Jetzt langts aber!
von Icke ®. (49636b65)


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Wenn die Kugel aus Aluminium bestehen darf, wäre evtl. 
elektromagnetische Levitation durch Wirbelstrom eine Option. So ähnlich 
wie hier:

https://www.experimente.physik.uni-freiburg.de/Elektromagnetismus_Schwingungen_und_Wellen/induktion/levitatorschwebendealuscheibe

Mit passender Modulation der Spulenströme läßt sich bestimmt auch eine 
Drehbewegung realisieren. Aber nein, gibts nicht fertig.
von Carypt C. (carypt)


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Man hat untersucht, welche (optischen, ...) Reize eine Fliege, Käfer, 
Kakerlake ... in welche Richtung laufen lassen, bzw was welche Reaktion 
auf bewegenden Grund erfolgen. Dazu war das insekt auf eine drehbare 
Kugel, bzw sich drehende Kugel gesetzt, während sie natürlich in 
Position geklebt war. Vor 10 Jahren vielleicht.
von Conny D. (kad)


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Interessante Diskussion. Ich denke, mit dem Wasser war man schon auf 
einem guten Weg. Mein Vorschlag klingt erstmal ungewöhnlich, wäre aber 
einfach zu bauen. Ich würde die Kugel auf einem Luftkissen lagern. Dazu 
baut man eine Art Schale mit einer Mulde, die der Rundung der Kugel 
entspricht. Die kann auch aus Holz sein. In die Mulde werden 
ungleichmäßig verteilt viele kleine Löcher gebohrt (viell. 0,5mm 
Durchmesser, oder kleiner, das muss man ausprobieren. In den (natürlich 
geschlossenen) Raum unter der Mulde bläst man Luft hinein. Diese bildet 
dann ein Luftkissen, auf dem die Kugel schwebt. Dazu braucht man gar 
nicht so viel Luftdruck oder Luftmengen, siehe die kleinen 
ferngesteuerten Luftkissenfahrzeuge.

Wenn das erstmal funktioniert, geht es an die Bewegung. Am einfachsten 
wäre wohl, ein paar "Düsen" einzubauen, die mit Druckluft beschickt 
werden. Gesteuert werden diese durch kleine Pneumatikschalter. So könnte 
man kontrolliert die Kugel steuern.

Reicht eine rein zufällige unkontrollierte Bewegung aus, würde ich 
testen, wie die Kugel reagiert wenn man an einzelnen Stellen ein paar 
Löcher abdeckt. Ich könnte mir vorstellen, dass man damit schon eine 
Rotation hinbekommt. Wenn das funktioniert, könnte man damit 
experimentieren, dass man im Raum unter der Mulde z. B. kleine Kugeln 
herumfliegen lässt, die vom Gewicht so eingestellt sind, dass Sie durch 
den Luftzug nicht zu schnell umhergewirbelt werden und die Löcher nach 
dem Zufallsprinzip abdecken. Damit und ggf. mit provozierten 
Druckschwankungen könnten sich zufällige Bewegungen der Kugel ergeben.

Alles Theorie - aber das wäre ein interessantes Versuchs-/Spielfeld.

Viele Grüße, Conny
von Mario (drmariod)


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Conny D. schrieb:
> … eine Art Schale mit einer Mulde, die der Rundung der Kugel
> entspricht.

Hi Conny,
Danke für den Input und eine schöne Idee! Könnte mir hier vorstellen, 
dass sich die Kugel unter Umständen schon alleine auf dem Luftkissen 
dreht, durch unhomogenes Gewicht in der Kugel…

Allerdings passt dann der Sockel nur zu einer Kugel und mit der drei 
Punkt Auflage plus Motor (gefedert) könnte ich vermutlich zwischen 
mehreren Kugeln mit ähnlichen Durchmesser wechseln.

Grüße
Der Mario
von Nick (b620ys)


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Conny D. schrieb:
> In die Mulde werden
> ungleichmäßig verteilt viele kleine Löcher gebohrt

Es genügt ein Ringspalt um Druck unter der Kugel aufzubauen. Folglich 
tut es auch ein Ring, eine Art Topf.
Der benötigte Druck ergibt sich dann aus der Fläche die der Ringspalt 
bildet und dem Gewicht der Kugel.
von Mario (drmariod)


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Nick schrieb:
> Conny D. schrieb:
>> In die Mulde werden
>> ungleichmäßig verteilt viele kleine Löcher gebohrt
>
> Es genügt ein Ringspalt um Druck unter der Kugel aufzubauen. Folglich
> tut es auch ein Ring, eine Art Topf.
> Der benötigte Druck ergibt sich dann aus der Fläche die der Ringspalt
> bildet und dem Gewicht der Kugel.

Genau, und bei einem Ring ist es eben nur eine Linie… deswegen muss 
diese Fläche schon mehr an die Kontur der Kugel passen…
Oder hab ich hier ein Denkfehler?

Grüße
Der Mario
von Nick (b620ys)


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Mario schrieb:
> Genau, und bei einem Ring ist es eben nur eine Linie… deswegen muss
> diese Fläche schon mehr an die Kontur der Kugel passen…

Drück mal gedanklich die Kugel nach unten, so dass keine Luft mehr 
entweicht. Jetzt spielt es keine Rolle mehr, wie die Oberfläche unter 
der Kugel aussieht. Deine benötigte Kraft ist nur abhängig vom 
Luftdruck.
Wenn du die Kugel loslässt, steigt sie nach oben und zwar so weit, dass 
der Druck genau das Gewicht ausgleicht.
Steigt der Druck, dann geht die Kugel nach oben, bis der Spalt groß 
genug ist um durch die Leckage wieder zu sinken und dann genau dem 
benötigte Druck zu entsprechen.
Mehr Druck, größerer Spalt, mehr benötigter Luftdurchsatz.

Wenn das Gegenstück eine Hohlkugel ist, wird der Druckverlauf entlang 
der Kugeloberfläche zu einem Gradienten durch den Strömungswiderstand. 
Zum Rand hin sinkt damit der Druck bis auf Null. Die vom vollen Druck 
beaufschlagte Fläche wird dadurch kleiner, genaugenommen ist das sogar 
sogar nur ein Punkt.
Bei einem Ringspalt wird das einfach durch einen kleineren Abstand 
ausgeglichen. Der Druck auf die Kugel ist überall gleich und nützt die 
volle Fläche aus.
von Rainer W. (rawi)


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Marcel V. schrieb:
> Trotzdem benötigst du dann immer noch 3 Dimensionen und somit 3
> Antriebsmotoren:

Die Oberfläche einer Kugel ist eine Fläche, d.h. man kann sich darauf 
auch nur in zwei Koordinaten bewegen. Sonst ist das System überbestimmt.

Die driite Dimension wird nur zugänglich, wenn man sich von dieser 
Fläche löst.
von Marcel V. (mavin)


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Rainer W. schrieb:
> Die Oberfläche einer Kugel ist eine Fläche, d.h. man kann sich darauf
> auch nur in zwei Koordinaten bewegen. Sonst ist das System überbestimmt.

Wenn man nur zwei Antriebsmotoren einsetzen möchte, dann muss man aber 
einen der beiden Antriebsmotoren mit seiner Andruckrolle um 90° drehbar 
gestalten, so dass zumindest eine 2,5D Steuerung erforderlich ist!
von Conny D. (kad)


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Nick schrieb:

> Es genügt ein Ringspalt um Druck unter der Kugel aufzubauen. Folglich
> tut es auch ein Ring, eine Art Topf.
> Der benötigte Druck ergibt sich dann aus der Fläche die der Ringspalt
> bildet und dem Gewicht der Kugel.

Das ist genial. Wenn man das so macht, kann man auch, wie von Mario 
gewünscht, verschiedene Kugelgrößen verwenden (innerhalb gewisser 
Grenzen natürlich). Eine kleine Kugel sinkt weiter hinab, eine große 
Kugel bleibt weiter oben.
von Norbert (der_norbert)


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Bekommen wir eine Tonaufnahme des Wohnzimmer-tauglichen Zischens,
wenn eine

Mario schrieb:
> Die Holzkugel kann schon mal 25kg haben an Gewicht.

per Luftdruck hoch gehoben wird?
von Nick (b620ys)


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Norbert schrieb:
> Bekommen wir eine Tonaufnahme des Wohnzimmer-tauglichen Zischens,
> wenn eine

Der Kompressor steht im Nebenraum. :-)
Jun-Air macht aber sehr leise Kompressoren.
von Norbert (der_norbert)


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Nick schrieb:
> Der Kompressor steht im Nebenraum

Mir würde das Zischen aus dem Luftspalt um die Kugel herum ausreichen. 
Nicht nötig mit dem Kompressor auch noch zusätzlichen Lärm zu 
generieren.
von Nick (b620ys)


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Norbert schrieb:
> Mir würde das Zischen aus dem Luftspalt um die Kugel herum ausreichen.

Ich würde das auch nicht mit Luft machen. Der Vorschlag stammt auch 
nicht von mir.
Luft ist halt nicht besonders viskos. Flüssiger Stickstoff wäre wohl 
besser, das würde auch ziemlich gut aussehen. :-))
von Rainer W. (rawi)


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Marcel V. schrieb:
> Wenn man nur zwei Antriebsmotoren einsetzen möchte, ...

Wie jetzt - ist das mit den von dir vorgeschlagenen drei Motoren etwa 
anders?
: Bearbeitet durch User
von Carypt C. (carypt)


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So ein Bagger dreht auch auf der Stelle, mit zwei Motoren. ich stelle 
mir als funktionierend eher eine mittiges Antriebsband auf der die Kugel 
hauptsächlich ruht und an den Seiten zwei "Stützräder" die gegenläufig 
gekoppelt sind und bei Bedarf die Auflagekraft teilweise übernehmen 
können, sodaß sie angetrieben eine Drehung der Kugel auf dem 
Antriebsband erreichen können. Nur müßte man diese Konstruktion nochmal 
drehbar unter der Kugel anbringen, damit man nicht die Kugel drehen muss 
(obwohl man das vielleicht manchmal auch will) sondern nur den Antrieb 
in seiner Richtung.

Eine andere Konstruktion, drei Rollen in den Ecken eines Dreiecks, auf 
denen die Kugel ruht, die Rollen haben eine Richtung schräg nach rechts 
oben (spiral). ich vermute durch unterschiedliche Geschwindigkeiten und 
vorwärts-rückwärts lassen sich wegen der ausschliesslichen Gleitreibung 
alle Richtungen realisieren ?
von Mario (drmariod)


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Nick schrieb:
> Flüssiger Stickstoff wäre wohl
> besser, das würde auch ziemlich gut aussehen. :-))

Auch nicht wirklich, der Verdampft ja erst und bleibt nicht viskos...
Flüssiges Ethan hatte ich früher für die Kryo Proben genommen. Das 
bleibt bei Raumtemperatur noch flüssig und bildet keine Dampfschicht... 
Bedeutet auch gleichzeitig, es tut sofort weh, wenn es auf die Haut 
kommt...

Der Effekt mit dem flüssigen Stickstoff ist super, Ich glaub ich leg so 
ne Kugel einfach mal auf den Dewar :-D
von Nick (b620ys)


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Mario schrieb:
> Auch nicht wirklich, der Verdampft ja erst und bleibt nicht viskos...

War ja auch nicht ernst gemeint. Und der Dampfdruck (Tripelpunkt) wird 
wohl auch nicht genügen.
Dann muss halt eine Pumpe her, die flüssigen Stickstoff pumpen kann.
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