Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Stecker weigert sich, gelötet zu werden


von Lysandros (lys)


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Hallo liebe Leute,

ich versuche diese 1,5mm2-Litzen an diesen Stecker zu löten, doch es 
geht noch nicht...
Das Lötzinn erstarrt zu einem Klumpen, ohne die Litze zu benetzen. Ich 
hab es mit unterschiedlichen Kolbentemperaturen versucht. Auch habe ich 
es mit unterschiedlichem Zinn probiert (Sn99,3Cu0,7 sowie mit Sn0,7Cu) 
aber es klappt noch nicht.

Ich freue mich auf eure Hinweise
Danke
: Verschoben durch Moderator
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Aluminium-Litze...
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Lysandros schrieb:
> an diesen Stecker

Ganz klar! **Dieser** Stecker hat Schraubklemmen, die für 
16mm²-Leitungen ausgelegt sind, da kommst du mit einem Lötkolben nicht 
weiter.

Edit: Ah, eben waren die Bilder noch nicht sichtbar. Daher mein 
Kommentar.
: Bearbeitet durch User
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Aluminium-Litze...

Definitiv möglich.

Mach mal den Feuerzeug-Test und schau, ob die Drähe in einer Flamme 
glühen oder einfach abtropfen.
von Marcel V. (mavin)


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Lysandros schrieb:
> Ich freue mich auf eure Hinweise
> Danke

Bleihaltiges Lötzinn verwenden, oder Lötfett einsetzen!
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Die Alu-Litze könnte man aber auch löten.
entweder mit geeignetem Lot oder, was etwas Sauerei macht,
unter Schmierfett.
Bereits unterm Fett die Leitung anfeilen und mit Fett benetzt
auch verlöten.
Sowas ist für draussen.
Das Fett verhindert Luftzutitt
und die sofort einsetzende Passivierung
an der befeilten Stelle.

...also wenn es jetzt GANZ unbedingt diese Leitung sein muss.
von F. (radarange)


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Bevor du dir hier irgendwelches Zeug einreden lässt: Welchen Lötkolben, 
welche Lötspitze und welche Temperatur hast du eingesetzt? Das sieht für 
mich verdächtig danach aus, als wär's einfach zu kalt.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Bereits unterm Fett die Leitung anfeilen

Mit Feilenfett :-)

Es gibt auch Lote für Aluminium, aber ich würde mir das nicht freiwillig 
antun. Die noch praktikabelste Lösung, wenn es diese Leitung unbedingt 
sein soll, wäre es, da irgendwas draufzucrimpen, das man löten kann.
von Lu (oszi45)


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Lysandros schrieb:
> Lötzinn erstarrt zu einem Klumpen

Welches Flussmittel wurde benutzt? Gingen andere Kabel besser? 
Jedenfalls sieht Deine Lötstelle am Stecker auch nicht so toll aus.
Ansonsten geht Crimpen oft schneller als löten.
von (prx) A. K. (prx)


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Lu schrieb:
> Ansonsten geht Crimpen oft schneller als löten.

Wobei das im Fall von Alukabel und Adernhülsen aus Kupfer auch wiederum 
Folgen haben kann, da bei etwas Feuchtigkeit Korrosion aufgrund einer 
elektrochemischen Reaktion auftreten kann.
: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Lysandros schrieb:
> Das Lötzinn erstarrt zu einem Klumpen, ohne die Litze zu benetzen.

Definitiv zu wenig Hitze, sieht man sehr gut am Stecker!

5 Watt Lötkölbchen?


Ich kann mir nicht vorstellen, dass der TO einen Alu-Litzendraht hat...
: Bearbeitet durch User
von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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Die Litze vorher in aufgelösten Kolophonium tauchen.
Der Lötkolben ist vielleicht zu kalt oder zu heiß.
Wärmekontakt mit der Litze herstellen, die Litze
muß so heiß sein das der Zinn schmilzt.
Die Lötkolbenspitze muß mit Zinn benetzt sein, sonst
läst sich kein Wärmekontakt herstellen.
Lötfanen vorher verzinnen. Wenn die lötfanen vernickelt
sind, mit einer feinen Feile anfeilen, Nickel nimmt
nicht besonders gut Lötzinn an. Die Lötfanen auch vorher
mit Kolophonium benetzen. Nach dem verzinnen Lötfane
und Litze noch mal mit Kolophonium benetzen.
von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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Lötfane und Litze muß gleichzeitig Wärmekontakt
mit der Lötkolbenspitze haben. Anfänger erwärmen
oft nur den Zinn. Dann entstehen sogenannte
Kalte Lötstellen.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Günter L. schrieb:
> Lötfane und Litze muß gleichzeitig Wärmekontakt

und genauso muss man auch heisskleben,
wenn etwas richtig halten soll.
Quasi Plastik-löten.
von H. H. (hhinz)


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Mani W. schrieb:
> Ich kann mir nicht vorstellen, dass der TO einen Alu-Litzendraht hat...

Gewöhn dich dran, gibts aus China immer öfter.
von Lysandros (lys)


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=>Anderes Lötzinn ist aktuell bei uns nicht verfügbar.
=>Bei 300°C sieht es jetzt besser aus, aber immernoch nicht wirklich 
sauber
=>Flussmittel ist neulich angekommen, damit werde ich es probieren:)
=>Mein Favorit ist auch Crimpen oder Schraubverbindungen, klar

Danke euch allen
Grüße
von F. (radarange)


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300°C ist zu wenig.
Du hast ja leider keinerlei Informationen zum Werkzeug und Lötzinn 
gegeben, daher kann ich nur raten. Aber versuch's mal mit 350-370°C.
von Harald K. (kirnbichler)


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F. schrieb:
> 300°C ist zu wenig.

Kommt drauf an. Wenn man einen Lötkolben hat, der die Temperatur an der 
Spitze tatsächlich halten kann (direkt beheizte Lötspitze) und dazu noch 
verbleit lötet, dann geht sowas auch mit 270 °C. Wenn man bleifrei lötet 
und einen Lötkolben hat, bei dem die Temperaturreglung weniger eng 
gekoppelt ist, und die thermischen Widerstände zwischen Heizung und 
Spitze groß sind, dann nicht ansatzweise.
von F. (radarange)


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Harald K. schrieb:
> F. schrieb:
>> 300°C ist zu wenig.
>
> Kommt drauf an. Wenn man einen Lötkolben hat [...]

Bei mir kommt gar nichts drauf an. Keine der Werkzeug- und 
Materialparameter wurden genannt. Es ist keine empfindliche LED, sondern 
ein Kabel und eine Buchse. Die Lötstelle sieht einfach viel zu kalt aus. 
Ich gehe hier also nicht davon aus, dass ein hochwertiger Lötkolben mit 
breiter Spitze und gutem Wärmeübergang vorliegt, sondern irgendwas mit 
irgendeinem Lot, und das wird sicher mittlerweile bleifrei sein. Und 
unter diesen Umständen kann man auch einfach drauf rumbraten. Verbleit 
lässt sich mit 370°C auch noch gut löten und so viel kaputtgehen kann in 
diesem speziellen Fall sowieso nicht. Ja, mit gutem Equipment und Ahnung 
kann man mit geringerer Temperatur arbeiten, wenn man will, aber selbst 
dann geht's heißer einfach schneller :)
von Hans W. (hanswieland)


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Soll jetzt jeder schreiben  welches Equipment er beim TO vermutet, und 
dann darüber streiten, wer Recht hat?

Das ist doch bescheuert! Wartet doch mal ab, was der TO dazu antwortet.
von Harald K. (kirnbichler)


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F. schrieb:
> und so viel kaputtgehen kann in
> diesem speziellen Fall sowieso nicht.

Doch, das minderwertige Plastik des Steckers kann sich in Wohlgefallen 
auflösen.
von F. (radarange)


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Harald K. schrieb:
> F. schrieb:
>> und so viel kaputtgehen kann in
>> diesem speziellen Fall sowieso nicht.
>
> Doch, das minderwertige Plastik des Steckers kann sich in Wohlgefallen
> auflösen.

Das passiert aber gerne, wenn man zu lange darauf rumbrät, also genau 
das, was man mit zügigem heißen Löten ganz gut verhindern kann.
von Harald K. (kirnbichler)


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Hast Du den Eindruck, daß jemand, der so lötet, wie der Threadstarter, 
irgendeinen Bezug zu "zügigem heißen Löten" hat?

Aus irgendeinem Grund habe ich da deutliche Zweifel.
von Eppelein V. (eppelein)


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Lysandros schrieb:
> Hallo liebe Leute,
>
> ich versuche diese 1,5mm2-Litzen an diesen Stecker zu löten, doch es
> geht noch nicht...
> Das Lötzinn erstarrt zu einem Klumpen, ohne die Litze zu benetzen. Ich
> hab es mit unterschiedlichen Kolbentemperaturen versucht. Auch habe ich
> es mit unterschiedlichem Zinn probiert (Sn99,3Cu0,7 sowie mit Sn0,7Cu)
> aber es klappt noch nicht.
>
> Ich freue mich auf eure Hinweise
> Danke

Hatte unter anderem da gleiche Problem mit 2mm Buchsen gehabt.
Positive Vorgehensweise:  Direkt am Ende der Lötfahne mit höherer Temp. 
ansetzen - hat bei mir etliche Male wunderbar geklappt.
von M. D. (derdiek)


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Lysandros schrieb:
> Danke euch allen
> Grüße

Hat sich erledigt. Wäre gut, wenn man als TO den Thread als geschlossen 
markieren könnte.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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M. D. schrieb:
> Wäre gut, wenn man als TO den Thread als geschlossen markieren könnte.

Naja, das würde voraussetzen, dass du selbst einen Abschlussbeitrag 
postest. So richtig klar ist wohl niemandem, was jetzt genau die 
Auflösung deines Knotens war.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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M. D. schrieb:
> Lysandros schrieb:
>> Danke euch allen
>> Grüße
>
> Hat sich erledigt. Wäre gut, wenn man als TO den Thread als geschlossen
> markieren könnte.


Am Besten ganz löschen.
Viele hätten das immer gerne wenn sich ein Thema erledigt hat.
von Joachim B. (jar)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Am Besten ganz löschen

Jörg W. schrieb:
> So richtig klar ist wohl niemandem, was jetzt genau die
> Auflösung deines Knotens war.

eben also löschen, sonst bist du ja nicht so zaghaft.
Ich habe zu keiner Zeit einen Stecker gesehen wie der TO schrieb.
von Gerald B. (gerald_b)


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Eppelein V. schrieb:
> Hatte unter anderem da gleiche Problem mit 2mm Buchsen gehabt.
> Positive Vorgehensweise:  Direkt am Ende der Lötfahne mit höherer Temp.
> ansetzen - hat bei mir etliche Male wunderbar geklappt.

teilweise gibt es Billigzeugs, was nur vernickelt ist. Das muß man dann 
mit einem Skalpell abkratzen oder mit einem Glashaarpinsel bearbeiten 
und dann mit reichlich Flussmittel verzinnen.
Besonders "nett" ist sowas in Form von chniesischen Diodensteckern wo 
unlötbare Rundkontakte in Thermoplast eingebettet sind.
von Eppelein V. (eppelein)


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Servus Gerald,

Genau auf den Punkt getroffen!

MfG
Eppelein
von Nemopuk (nemopuk)


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Gerald B. schrieb:
> teilweise gibt es Billigzeugs, was nur vernickelt ist.

Eigentlich ist vernickeltes Eisen und Kupfer sehr gut lötbar.
von Stefan M. (derwisch)


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Es scheint eine unerklärliche Angst vor vernünftigen (hohen) 
Löttemperaturen zu herrschen.
Das auf dem Bild ist deutlich zu kalt gelötet.
300 Grad ist bei mir die Standby Temperatur, wenn ich den Kolben in die 
Ablage zurückstecke.
So ein Kabel ist kein empfindliches SMD Bauteil dass mit 
niedertemperatur Lot gelötet werden muss.
Gehe mal auf mininimum(!) 400 Grad hoch und dann ordentlich Zinn dran.
Aber kein 0,5mm SMD Zinn sondern 1mm Lot mit hohem Flussmittelanteil.
Nicht so zaghaft.
Bei solchen Lötungen gilt der alte Satz:"Löte heiß und zügig, nicht kalt 
und lange".
Und bevor wieder Buh Rufe kommen...
Ich löte täglich beruflich (sowas wie auf dem Bild, aber auch runter bis 
0402 SMD per Hand und Mantis "Lupe").
Und selbst da ist die Temperatur kaum unter 400 Grad eingestellt...

Marcel V. schrieb:
> Bleihaltiges Lötzinn verwenden, oder Lötfett einsetzen!

Auch das kann helfen.
Lötfett allerdings sollte die letzte Methode sein.
Natürlich kann es auch tatsächlich unlötbare Litze sein.
Das ist auf dem Bild aus der Ferne nicht zu beurteilen.
: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Jörg W. schrieb:
> M. D. schrieb:
>> Wäre gut, wenn man als TO den Thread als geschlossen markieren könnte.
> Naja, das würde voraussetzen, dass du selbst einen Abschlussbeitrag
> postest.

M. D. (derdiek) kann hier garnichts abschließen, er ist nicht der TO!
Das vom TO Lysandros (lys) gepostete "erledigt" ist ungenügend, er hat 
keine nachvollziehbare Lösung.

Nemopuk schrieb:
>> teilweise gibt es Billigzeugs, was nur vernickelt ist.
> Eigentlich ist vernickeltes Eisen und Kupfer sehr gut lötbar.

So ist das, vernickelt ist problemlos lötbar. Ich habe keine Ahnung, was 
die Chinesen da für Oberflächen verzapfen, die sich weder anständig 
löten lassen noch als Meßspitzen zuverlässig kontaktieren.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Stefan M. schrieb:
> Es scheint eine unerklärliche Angst vor vernünftigen (hohen)
> Löttemperaturen zu herrschen.

Hoch ist nicht unbedingt „vernünftig“. Es führt dazu, dass das 
Flussmittel (zu) schnell verdampft und nicht richtig wirken kann.

Wenn man allerdings Werkzeug hat, das die Hitze zu schlecht (langsam) an 
die Lötstelle bringt, bleibt einem nichts anderes übrig, als mit hoher 
Temperatur heranzugehen.  Ist 'ne Notlösung.

Manfred P. schrieb:
> M. D. (derdiek) kann hier garnichts abschließen, er ist nicht der TO!
> Das vom TO Lysandros (lys) gepostete "erledigt" ist ungenügend, er hat
> keine nachvollziehbare Lösung.

Hast Recht.  Vom TO ist überhaupt kein „erledigt“ vermeldet worden, er 
hat sich einfach nur nicht mehr blicken lassen.
von Harald K. (kirnbichler)


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Jörg W. schrieb:
> Wenn man allerdings Werkzeug hat, das die Hitze zu schlecht (langsam) an
> die Lötstelle bringt, bleibt einem nichts anderes übrig, als mit hoher
> Temperatur heranzugehen.

+

Genau das habe ich gemacht, als ich mit meiner Magnastat als Bestücker 
gearbeitet habe. 8er Lötspitze (800 °F = 430 °C), und schnell löten.

Seitdem ich direktbeheizte Lötspitzen nutze, ist diese Kokelei einfach 
nicht mehr nötig.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Nemopuk schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> teilweise gibt es Billigzeugs, was nur vernickelt ist.
>
> Eigentlich ist vernickeltes Eisen und Kupfer sehr gut lötbar.

Die Nickelstreifen in Akkus lassen sich gut löten.
von Thomas (kosmos)


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umso schlechter das Lötequipment desto weiter muss man mit der 
Temperatur hoch und erkauft sich wiederum andere Nachteile wie schnell 
verdampfendes Flussmittel. Ich habe für schwierige Fälle wie 
Chrom/Nickel-Edelstahl ein spezielles Flussmittel und mir letztens auch 
ein ein spezielles Lötzinn für Edelstahl besorgt da ist dann passendes 
Flussmitel mit drin. Aber die Temperatur muss trotzdem passen eine zu 
dünne Lötspitze kühlt bei Kontakt zu schnell ab und dann liefert der 
Lötkolben durch die Dünne spitze auch nicht schnell genug mehr Energie 
nach.

Also dicke Lötspitze (hat viel Wärmekapazität) und liefert genug Energie 
schnell nach.
von Harald K. (kirnbichler)


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Dicke/dünne Lötspitze ist auch nur an den Symptomen herumdoktern, 
direktbeheizte Lötspitze, darauf kommts an.
von Rainer W. (rawi)


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Stefan M. schrieb:
> Gehe mal auf mininimum(!) 400 Grad hoch und dann ordentlich Zinn dran.

Das Flussmittel wird es dir "danken".
Die ist schon klar, dass bleihaltiges Standardlötzinn (Sn60Pb40) bei 
183° und bleifreies bei 217°C schmilzt. Du musst es nur fertigbringen, 
die Lötstelle und Lötzinn auf vielleicht 30K mehr zu erhitzen. Dann 
verflüchtigt sich auch das Flussmittel nicht schlagartig.

Das Lötzinn gehört an die Lötstelle, an den Lötkolben nur genügend Lot, 
um die Spitze "feucht" zu halten und beim Löten die Kontaktfläche zur 
Lötstelle ausreichend groß zu machen (wg. Wärmeübergang).
von Stefan M. (derwisch)


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Rainer W. schrieb:
> Das Flussmittel wird es dir "danken".
> Die ist schon klar, dass bleihaltiges Standardlötzinn (Sn60Pb40) bei
> 183° und bleifreies bei 217°C schmilzt. Du musst es nur fertigbringen,
> die Lötstelle und Lötzinn auf vielleicht 30K mehr zu erhitzen. Dann
> verflüchtigt sich auch das Flussmittel nicht schlagartig.
>
> Das Lötzinn gehört an die Lötstelle, an den Lötkolben nur genügend Lot,
> um die Spitze "feucht" zu halten und beim Löten die Kontaktfläche zur
> Lötstelle ausreichend groß zu machen (wg. Wärmeübergang).

Wie man lötet weiß ich schon fast mein ganzes Leben lang.
Dir ist wohl hoffentlich auch "schon klar", dass das Flussmittel nur 
dann richtig wirkt, wenn es heiß genug ist.

Heiß und kurz löten.
Wem da das Flussmittel wegdampft, beherrscht die Technik nicht.

Und wie gesagt, wir sprechen in diesem Kontext nicht von empfindlichen 
SMD Bauteilen.
Das die u.U. auch ein ganz anderes Zinn und selbstverständlich moderate 
Temperaturen brauchen ist klar.
Aber an so einer Litze lötet man halt heiß und kurz (wenn man´s kann).
: Bearbeitet durch User
von Stefan M. (derwisch)


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Rainer W. schrieb:
> dass bleihaltiges Standardlötzinn (Sn60Pb40) bei
> 183° und bleifreies bei 217°C schmilzt.

Das mag wohl stimmen, aber die Schmelztemperatur des Lotes hat nichts 
mit der notwendigen Löttemperatur am Werkstück zu tun.
Butter schmilzt auch bei Körpertemperatur.
das reicht aber nicht, um damit ein Spiegelei zu braten.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Stefan M. schrieb:
> Butter schmilzt auch bei Körpertemperatur.
> das reicht aber nicht, um damit ein Spiegelei zu braten.

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Stefan M. schrieb:
> Dir ist wohl hoffentlich auch "schon klar", dass das Flussmittel nur
> dann richtig wirkt, wenn es heiß genug ist.

Die Schmelztemperatur des jeweiligen Lotes genügt dafür vollauf, dass 
das Flussmittel aktiv wird.
: Bearbeitet durch Moderator
von F. (radarange)


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Stefan M. schrieb:
> Aber an so einer Litze lötet man halt heiß und kurz (wenn man´s kann).

Gib's auf, die Leute wollen das nicht verstehen.
Die kommen stattdessen damit an, dass direkt beheizte Lötspitzen das 
alles lösen. Sie sind besser, habe ich auch, aber der Wärmeübergang zur 
Lötstelle muss immer noch exzellent sein, sonst bringt das schnelle 
Nachheizen auch relativ wenig. Und guten Wärmeeintrag kriegt man eben 
nur mit hohem Wärmefluss hin und der ist nunmal von der Geometrie und 
der Temperatur abhängig. Ob man die Energie dann über hohe 
Wärmekapazität der Lötspitze (wie früher) oder schnelles Nachheizen (wie 
heute) sicherstellt, ist da eher zweitrangig. Wenn man sich sehr gut 
auskennt, kann man sehr zügig mit hohen Temperaturen löten, das 
Flussmittel wird ja nicht direkt auf die Lötspitze gegeben und kann 
daher seine Wirkung trotz hoher Temperatur entfalten, die hohe 
Lötspitzentemperatur sorgt nur für zügigeren Wärmeeintrag und 
schnelleres Aufheizen. Wichtig ist da dann eben, nicht ewig rumzubraten, 
denn dann kommt es zu den ganzen bekannten Effekten bei zu hoher 
Temperatur. Kennt man sich weniger gut aus oder hat es einfach nicht so 
eilig, ist eine etwas niedrigere Temperatur geschickt, da man da einfach 
mehr Zeit hat, aber auch mehr Zeit braucht. Die ultraniedrigen 
Temperaturen, die Leute ab und an propagieren, halte ich für einen 
Irrweg; die sind immer noch deutlich zu hoch für Komponenten und 
Platine, der Wärmeübergang ist aber so schlecht, dass man relativ lange 
braucht, um die Lötstelle ausreichend aufgewärmt zu haben. Idealerweise 
macht man die Lötstelle sehr zügig heiß genug, um richtig löten zu 
können und hält den Rest so kühl wie möglich; das geht durch einen 
möglichst schnellen Wärmeeintrag in die Lötstelle und möglichst wenig 
drumherum, dass sich die Wärme dann nach dem Löten gut verteilen und 
dadurch möglichst zügig abkühlen kann. Dass da 0.8 Sekunden bei 420°C 
geschickter sein können als 6 Sekunden bei 300°C, mag ein wenig 
unintuitiv sein. Dennoch denke ich, dass eine mäßig hohe Temperatur und 
kurze, aber nicht ultrakurze, Lötzeiten am Geschicktesten sind. Da 
verbrennt das Flussmittel beim initialen Kontakt mit der Lötspitze nicht 
sofort zu irgendeiner stinkenden Rauchwolke und man hat etwas mehr Zeit 
zum Löten, die man allerdings auch braucht.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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F. schrieb:
>> Aber an so einer Litze lötet man halt heiß und kurz (wenn man´s kann).
>
> Gib's auf, die Leute wollen das nicht verstehen.

Kann man anders herum genauso sagen.

Mal vorausgesetzt, dass das nicht (wie ja auch mal vermutet) ein 
Alu-Kabel ist, lötet man das Teil da problemlos in 2…3 Sekunden bei 320 
°C mit bleifreiem Lötzinn, wenn das Werkzeug es hergibt.  Das sind ja 
immer noch 100 K Temperaturgefälle vom Sensor in der Lötspitze bis zur 
Schmelztemperatur an der Lötstelle.

Da der TE sich aber eh nie wieder gemeldet hat, wissen wir auch nicht, 
was bei ihm initial das Problem war.
von Rainer W. (rawi)


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Stefan M. schrieb:
> Dir ist wohl hoffentlich auch "schon klar", dass das Flussmittel nur
> dann richtig wirkt, wenn es heiß genug ist.

Das Flussmittel wird deutlich unterhalb der Schmelztemperatur des Lots 
aktiv. Beim Reflow-Löten liegt das Temperaturplateau zur Aktivierung des 
Flussmittels ("Soak Zone") bspw. für bleifreies Löten zwischen 150 °C 
und 200 °C, je nach Lötpaste.

F. schrieb:
> ... das Flussmittel wird ja nicht direkt auf die Lötspitze gegeben ...

So, wie die Lötstellen des TO aussehen, wäre ich mir da nicht so sicher 
;-)
: Bearbeitet durch User
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