ich versuche diese 1,5mm2-Litzen an diesen Stecker zu löten, doch es geht noch nicht...
Das Lötzinn erstarrt zu einem Klumpen, ohne die Litze zu benetzen. Ich hab es mit unterschiedlichen Kolbentemperaturen versucht. Auch habe ich es mit unterschiedlichem Zinn probiert (Sn99,3Cu0,7 sowie mit Sn0,7Cu) aber es klappt noch nicht.
Die Alu-Litze könnte man aber auch löten.
entweder mit geeignetem Lot oder, was etwas Sauerei macht,
unter Schmierfett.
Bereits unterm Fett die Leitung anfeilen und mit Fett benetzt
auch verlöten.
Sowas ist für draussen.
Das Fett verhindert Luftzutitt
und die sofort einsetzende Passivierung
an der befeilten Stelle.
...also wenn es jetzt GANZ unbedingt diese Leitung sein muss.
Bevor du dir hier irgendwelches Zeug einreden lässt: Welchen Lötkolben, welche Lötspitze und welche Temperatur hast du eingesetzt? Das sieht für mich verdächtig danach aus, als wär's einfach zu kalt.
Es gibt auch Lote für Aluminium, aber ich würde mir das nicht freiwillig antun. Die noch praktikabelste Lösung, wenn es diese Leitung unbedingt sein soll, wäre es, da irgendwas draufzucrimpen, das man löten kann.
Welches Flussmittel wurde benutzt? Gingen andere Kabel besser? Jedenfalls sieht Deine Lötstelle am Stecker auch nicht so toll aus.
Ansonsten geht Crimpen oft schneller als löten.
Wobei das im Fall von Alukabel und Adernhülsen aus Kupfer auch wiederum Folgen haben kann, da bei etwas Feuchtigkeit Korrosion aufgrund einer elektrochemischen Reaktion auftreten kann.
Die Litze vorher in aufgelösten Kolophonium tauchen.
Der Lötkolben ist vielleicht zu kalt oder zu heiß.
Wärmekontakt mit der Litze herstellen, die Litze
muß so heiß sein das der Zinn schmilzt.
Die Lötkolbenspitze muß mit Zinn benetzt sein, sonst
läst sich kein Wärmekontakt herstellen.
Lötfanen vorher verzinnen. Wenn die lötfanen vernickelt
sind, mit einer feinen Feile anfeilen, Nickel nimmt
nicht besonders gut Lötzinn an. Die Lötfanen auch vorher
mit Kolophonium benetzen. Nach dem verzinnen Lötfane
und Litze noch mal mit Kolophonium benetzen.
Lötfane und Litze muß gleichzeitig Wärmekontakt
mit der Lötkolbenspitze haben. Anfänger erwärmen
oft nur den Zinn. Dann entstehen sogenannte
Kalte Lötstellen.
=>Anderes Lötzinn ist aktuell bei uns nicht verfügbar.
=>Bei 300°C sieht es jetzt besser aus, aber immernoch nicht wirklich sauber
=>Flussmittel ist neulich angekommen, damit werde ich es probieren:)
=>Mein Favorit ist auch Crimpen oder Schraubverbindungen, klar
300°C ist zu wenig.
Du hast ja leider keinerlei Informationen zum Werkzeug und Lötzinn gegeben, daher kann ich nur raten. Aber versuch's mal mit 350-370°C.
Kommt drauf an. Wenn man einen Lötkolben hat, der die Temperatur an der Spitze tatsächlich halten kann (direkt beheizte Lötspitze) und dazu noch verbleit lötet, dann geht sowas auch mit 270 °C. Wenn man bleifrei lötet und einen Lötkolben hat, bei dem die Temperaturreglung weniger eng gekoppelt ist, und die thermischen Widerstände zwischen Heizung und Spitze groß sind, dann nicht ansatzweise.
Kommt drauf an. Wenn man einen Lötkolben hat [...]
Bei mir kommt gar nichts drauf an. Keine der Werkzeug- und Materialparameter wurden genannt. Es ist keine empfindliche LED, sondern ein Kabel und eine Buchse. Die Lötstelle sieht einfach viel zu kalt aus. Ich gehe hier also nicht davon aus, dass ein hochwertiger Lötkolben mit breiter Spitze und gutem Wärmeübergang vorliegt, sondern irgendwas mit irgendeinem Lot, und das wird sicher mittlerweile bleifrei sein. Und unter diesen Umständen kann man auch einfach drauf rumbraten. Verbleit lässt sich mit 370°C auch noch gut löten und so viel kaputtgehen kann in diesem speziellen Fall sowieso nicht. Ja, mit gutem Equipment und Ahnung kann man mit geringerer Temperatur arbeiten, wenn man will, aber selbst dann geht's heißer einfach schneller :)
ich versuche diese 1,5mm2-Litzen an diesen Stecker zu löten, doch es
geht noch nicht...
Das Lötzinn erstarrt zu einem Klumpen, ohne die Litze zu benetzen. Ich
hab es mit unterschiedlichen Kolbentemperaturen versucht. Auch habe ich
es mit unterschiedlichem Zinn probiert (Sn99,3Cu0,7 sowie mit Sn0,7Cu)
aber es klappt noch nicht.
Ich freue mich auf eure Hinweise
Danke
Hatte unter anderem da gleiche Problem mit 2mm Buchsen gehabt.
Positive Vorgehensweise: Direkt am Ende der Lötfahne mit höherer Temp. ansetzen - hat bei mir etliche Male wunderbar geklappt.
Wäre gut, wenn man als TO den Thread als geschlossen markieren könnte.
Naja, das würde voraussetzen, dass du selbst einen Abschlussbeitrag postest. So richtig klar ist wohl niemandem, was jetzt genau die Auflösung deines Knotens war.
Hatte unter anderem da gleiche Problem mit 2mm Buchsen gehabt.
Positive Vorgehensweise: Direkt am Ende der Lötfahne mit höherer Temp.
ansetzen - hat bei mir etliche Male wunderbar geklappt.
teilweise gibt es Billigzeugs, was nur vernickelt ist. Das muß man dann mit einem Skalpell abkratzen oder mit einem Glashaarpinsel bearbeiten und dann mit reichlich Flussmittel verzinnen.
Besonders "nett" ist sowas in Form von chniesischen Diodensteckern wo unlötbare Rundkontakte in Thermoplast eingebettet sind.
Es scheint eine unerklärliche Angst vor vernünftigen (hohen) Löttemperaturen zu herrschen.
Das auf dem Bild ist deutlich zu kalt gelötet.
300 Grad ist bei mir die Standby Temperatur, wenn ich den Kolben in die Ablage zurückstecke.
So ein Kabel ist kein empfindliches SMD Bauteil dass mit niedertemperatur Lot gelötet werden muss.
Gehe mal auf mininimum(!) 400 Grad hoch und dann ordentlich Zinn dran.
Aber kein 0,5mm SMD Zinn sondern 1mm Lot mit hohem Flussmittelanteil.
Nicht so zaghaft.
Bei solchen Lötungen gilt der alte Satz:"Löte heiß und zügig, nicht kalt und lange".
Und bevor wieder Buh Rufe kommen...
Ich löte täglich beruflich (sowas wie auf dem Bild, aber auch runter bis 0402 SMD per Hand und Mantis "Lupe").
Und selbst da ist die Temperatur kaum unter 400 Grad eingestellt...
Bleihaltiges Lötzinn verwenden, oder Lötfett einsetzen!
Auch das kann helfen.
Lötfett allerdings sollte die letzte Methode sein.
Natürlich kann es auch tatsächlich unlötbare Litze sein.
Das ist auf dem Bild aus der Ferne nicht zu beurteilen.
Wäre gut, wenn man als TO den Thread als geschlossen markieren könnte.
Naja, das würde voraussetzen, dass du selbst einen Abschlussbeitrag
postest.
M. D. (derdiek) kann hier garnichts abschließen, er ist nicht der TO!
Das vom TO Lysandros (lys) gepostete "erledigt" ist ungenügend, er hat keine nachvollziehbare Lösung.
teilweise gibt es Billigzeugs, was nur vernickelt ist.
Eigentlich ist vernickeltes Eisen und Kupfer sehr gut lötbar.
So ist das, vernickelt ist problemlos lötbar. Ich habe keine Ahnung, was die Chinesen da für Oberflächen verzapfen, die sich weder anständig löten lassen noch als Meßspitzen zuverlässig kontaktieren.
Es scheint eine unerklärliche Angst vor vernünftigen (hohen)
Löttemperaturen zu herrschen.
Hoch ist nicht unbedingt „vernünftig“. Es führt dazu, dass das Flussmittel (zu) schnell verdampft und nicht richtig wirken kann.
Wenn man allerdings Werkzeug hat, das die Hitze zu schlecht (langsam) an die Lötstelle bringt, bleibt einem nichts anderes übrig, als mit hoher Temperatur heranzugehen. Ist 'ne Notlösung.
M. D. (derdiek) kann hier garnichts abschließen, er ist nicht der TO!
Das vom TO Lysandros (lys) gepostete "erledigt" ist ungenügend, er hat
keine nachvollziehbare Lösung.
Hast Recht. Vom TO ist überhaupt kein „erledigt“ vermeldet worden, er hat sich einfach nur nicht mehr blicken lassen.
Wenn man allerdings Werkzeug hat, das die Hitze zu schlecht (langsam) an
die Lötstelle bringt, bleibt einem nichts anderes übrig, als mit hoher
Temperatur heranzugehen.
Genau das habe ich gemacht, als ich mit meiner Magnastat als Bestücker gearbeitet habe. 8er Lötspitze (800 °F = 430 °C), und schnell löten.
Seitdem ich direktbeheizte Lötspitzen nutze, ist diese Kokelei einfach nicht mehr nötig.
umso schlechter das Lötequipment desto weiter muss man mit der Temperatur hoch und erkauft sich wiederum andere Nachteile wie schnell verdampfendes Flussmittel. Ich habe für schwierige Fälle wie Chrom/Nickel-Edelstahl ein spezielles Flussmittel und mir letztens auch ein ein spezielles Lötzinn für Edelstahl besorgt da ist dann passendes Flussmitel mit drin. Aber die Temperatur muss trotzdem passen eine zu dünne Lötspitze kühlt bei Kontakt zu schnell ab und dann liefert der Lötkolben durch die Dünne spitze auch nicht schnell genug mehr Energie nach.
Also dicke Lötspitze (hat viel Wärmekapazität) und liefert genug Energie schnell nach.
Gehe mal auf mininimum(!) 400 Grad hoch und dann ordentlich Zinn dran.
Das Flussmittel wird es dir "danken".
Die ist schon klar, dass bleihaltiges Standardlötzinn (Sn60Pb40) bei 183° und bleifreies bei 217°C schmilzt. Du musst es nur fertigbringen, die Lötstelle und Lötzinn auf vielleicht 30K mehr zu erhitzen. Dann verflüchtigt sich auch das Flussmittel nicht schlagartig.
Das Lötzinn gehört an die Lötstelle, an den Lötkolben nur genügend Lot, um die Spitze "feucht" zu halten und beim Löten die Kontaktfläche zur Lötstelle ausreichend groß zu machen (wg. Wärmeübergang).
Das Flussmittel wird es dir "danken".
Die ist schon klar, dass bleihaltiges Standardlötzinn (Sn60Pb40) bei
183° und bleifreies bei 217°C schmilzt. Du musst es nur fertigbringen,
die Lötstelle und Lötzinn auf vielleicht 30K mehr zu erhitzen. Dann
verflüchtigt sich auch das Flussmittel nicht schlagartig.
Das Lötzinn gehört an die Lötstelle, an den Lötkolben nur genügend Lot,
um die Spitze "feucht" zu halten und beim Löten die Kontaktfläche zur
Lötstelle ausreichend groß zu machen (wg. Wärmeübergang).
Wie man lötet weiß ich schon fast mein ganzes Leben lang.
Dir ist wohl hoffentlich auch "schon klar", dass das Flussmittel nur dann richtig wirkt, wenn es heiß genug ist.
Heiß und kurz löten.
Wem da das Flussmittel wegdampft, beherrscht die Technik nicht.
Und wie gesagt, wir sprechen in diesem Kontext nicht von empfindlichen SMD Bauteilen.
Das die u.U. auch ein ganz anderes Zinn und selbstverständlich moderate Temperaturen brauchen ist klar.
Aber an so einer Litze lötet man halt heiß und kurz (wenn man´s kann).
dass bleihaltiges Standardlötzinn (Sn60Pb40) bei
183° und bleifreies bei 217°C schmilzt.
Das mag wohl stimmen, aber die Schmelztemperatur des Lotes hat nichts mit der notwendigen Löttemperatur am Werkstück zu tun.
Butter schmilzt auch bei Körpertemperatur.
das reicht aber nicht, um damit ein Spiegelei zu braten.
Aber an so einer Litze lötet man halt heiß und kurz (wenn man´s kann).
Gib's auf, die Leute wollen das nicht verstehen.
Die kommen stattdessen damit an, dass direkt beheizte Lötspitzen das alles lösen. Sie sind besser, habe ich auch, aber der Wärmeübergang zur Lötstelle muss immer noch exzellent sein, sonst bringt das schnelle Nachheizen auch relativ wenig. Und guten Wärmeeintrag kriegt man eben nur mit hohem Wärmefluss hin und der ist nunmal von der Geometrie und der Temperatur abhängig. Ob man die Energie dann über hohe Wärmekapazität der Lötspitze (wie früher) oder schnelles Nachheizen (wie heute) sicherstellt, ist da eher zweitrangig. Wenn man sich sehr gut auskennt, kann man sehr zügig mit hohen Temperaturen löten, das Flussmittel wird ja nicht direkt auf die Lötspitze gegeben und kann daher seine Wirkung trotz hoher Temperatur entfalten, die hohe Lötspitzentemperatur sorgt nur für zügigeren Wärmeeintrag und schnelleres Aufheizen. Wichtig ist da dann eben, nicht ewig rumzubraten, denn dann kommt es zu den ganzen bekannten Effekten bei zu hoher Temperatur. Kennt man sich weniger gut aus oder hat es einfach nicht so eilig, ist eine etwas niedrigere Temperatur geschickt, da man da einfach mehr Zeit hat, aber auch mehr Zeit braucht. Die ultraniedrigen Temperaturen, die Leute ab und an propagieren, halte ich für einen Irrweg; die sind immer noch deutlich zu hoch für Komponenten und Platine, der Wärmeübergang ist aber so schlecht, dass man relativ lange braucht, um die Lötstelle ausreichend aufgewärmt zu haben. Idealerweise macht man die Lötstelle sehr zügig heiß genug, um richtig löten zu können und hält den Rest so kühl wie möglich; das geht durch einen möglichst schnellen Wärmeeintrag in die Lötstelle und möglichst wenig drumherum, dass sich die Wärme dann nach dem Löten gut verteilen und dadurch möglichst zügig abkühlen kann. Dass da 0.8 Sekunden bei 420°C geschickter sein können als 6 Sekunden bei 300°C, mag ein wenig unintuitiv sein. Dennoch denke ich, dass eine mäßig hohe Temperatur und kurze, aber nicht ultrakurze, Lötzeiten am Geschicktesten sind. Da verbrennt das Flussmittel beim initialen Kontakt mit der Lötspitze nicht sofort zu irgendeiner stinkenden Rauchwolke und man hat etwas mehr Zeit zum Löten, die man allerdings auch braucht.
Aber an so einer Litze lötet man halt heiß und kurz (wenn man´s kann).
Gib's auf, die Leute wollen das nicht verstehen.
Kann man anders herum genauso sagen.
Mal vorausgesetzt, dass das nicht (wie ja auch mal vermutet) ein Alu-Kabel ist, lötet man das Teil da problemlos in 2…3 Sekunden bei 320 °C mit bleifreiem Lötzinn, wenn das Werkzeug es hergibt. Das sind ja immer noch 100 K Temperaturgefälle vom Sensor in der Lötspitze bis zur Schmelztemperatur an der Lötstelle.
Da der TE sich aber eh nie wieder gemeldet hat, wissen wir auch nicht, was bei ihm initial das Problem war.
Dir ist wohl hoffentlich auch "schon klar", dass das Flussmittel nur
dann richtig wirkt, wenn es heiß genug ist.
Das Flussmittel wird deutlich unterhalb der Schmelztemperatur des Lots aktiv. Beim Reflow-Löten liegt das Temperaturplateau zur Aktivierung des Flussmittels ("Soak Zone") bspw. für bleifreies Löten zwischen 150 °C und 200 °C, je nach Lötpaste.