Forum: Haus & Smart Home Welche Klemmen für sehr kleinen Adernquerschnitt?


von Timo N. (tnn85)


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Hab hier bei einem Haus die Türklingeln (2 Stück) gegen neue von Metzler 
austauschen wollen (2 Klingeltaster + beleuchtetes Namensschild etc.). 
Die alten sind welche von Siedle und vergilbt.
Ankommend  aus dem Sicherungskasten ist handelsüblicher 
Klingeldraht/Telefonleitung mit geschätzt 0,6mm oder 0,8mm Durchmesser 
(= 0.3mm² / 0.5mm²).
Die Klingeltaster der neuen Klingeln 
(https://edelstahl-tuerklingel.de/metzler-drucktaster-19mm-ip67-ik10-edelstahl-flach-kabelanschluss) 
haben feste Kabel dran mit konfektionierten Steckern (Richtung Taster) 
und offenem Ende auf der Anschlussseite. Die Adern sind sehr fein. 
Richtung 0.14mm².

Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber 
die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Gibts da feinere Klemmen 
für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²?
Wollte mal fragen was es da noch so gibt.
von Jörg R. (solar77)


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Timo N. schrieb:
> (..)
> Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber
> die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Gibts da feinere Klemmen
> für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²?
> Wollte mal fragen was es da noch so gibt.

Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die 
Wago.

Ggf. würde ich so weit abisolieren dass die Litze in der Aderendhülse 
doppelt gelegt wird.
von Harald K. (kirnbichler)


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Timo N. schrieb:
> Gibts da feinere Klemmen
> für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²?

https://www.wago.com/de/installationsklemmen/micro-verbindungsdosenklemme/p/243-304
von Stephan S. (uxdx)


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Timo N. schrieb:
> Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber
> die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Gibts da feinere Klemmen
> für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²?

Ich nehme für sowas Wago 221 und biege die Litze vorher um, sodass der 
Draht unten ist.
von Matthias B. (turboholics)


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Gucken ob in dem Stecker unbelegte Crimpkontante stecken, dann 
entsprechend auspinnen und auf die vorhandenen Kabel crimpen.

VG
von Hannes J. (pnuebergang)


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Timo N. schrieb:
> Die Adern sind sehr fein.
> Richtung 0.14mm².

Feindrähtig oder fein*st*drähtig?

Google sagt feindrähtige 0,14mm² Litze besteht z.B. aus 18 x 0,10mm D 
Einzeldrähten. Fein*st*drähtig wären wesentlich mehr Einzeldrähte (wie 
36 x 0,07 mm D oder 72 x 0,05mm D).

> Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber
> die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor.

Die Wago 221-Serie ist ab 0,14 mm2 feindrähtig spezifiziert. Wenn die 
Adern nicht fein*st*drähtig sind würde ich die Wago 221 nehmen.
von Rainer W. (rawi)


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Timo N. schrieb:
> Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber
> die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor.

Vertraue den Angaben des Herstellers.

Wago gibt für die 4mm² Variante an:
"Feindrähtige Leiter können mit einem Anschlussbereich von 0,14 bis 4 
mm² angeschlossen werden, ein- und mehrdrähtige Leiter von 0,2 bis 4 
mm²."
https://www.wago.com/de/verbindungstechnik/installationsklemmen-entdecken/221#wg-elektroinstallateur

Leider gibst du nicht an, was für ein Typ von Leiter aus deiner 
Metzler-Kiste heraus kommt. Da müsstest du also selber gucken.

Stephan S. schrieb:
> Ich nehme für sowas Wago 221 und biege die Litze vorher um, sodass der
> Draht unten ist.

Und wie sagst du ihm, dass er sich nicht seitlich drehen soll?
: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Jörg R. schrieb:
> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die
> Wago.

Aber nur mit einer richtigen Zange dazu...
von Manfred P. (pruckelfred)


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Mani W. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die
>> Wago.
> Aber nur mit einer richtigen Zange dazu...

Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und 
sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen.

Litze in Steckklemmen darf man verzinnen, in Klemmen mit Hebel setzt man 
sie roh ein.
von Heinz R. (heijz)


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ich verdrille hier meist die Leitungen miteinander, stecke sie dann in 
die gleiche Kammer der Wago-Klemme
von Mani W. (e-doc)


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Manfred P. schrieb:
> Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und
> sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen.

Bin Deiner Meinung...
von Jörg R. (solar77)


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Manfred P. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> Jörg R. schrieb:
>>> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die
>>> Wago.
>> Aber nur mit einer richtigen Zange dazu...
>
> Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und
> sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen.

Der Meinung schließe ich mich nicht an.

Wago schreibt in einer Dokumentation dass Aderendhülsen unter bestimmten 
Voraussetzungen möglich sind.

Auszug aus der Dokumentation:

Diese Voraussetzungen sind:
Ausschließlich zulässige, verzinnte Aderendhülsen gemäß DIN 4622
verwenden und dann gasdicht zu einem quadratischen Querschnitt 
verpressen.

> Litze in Steckklemmen darf man verzinnen, in Klemmen mit Hebel setzt man
> sie roh ein.

Über Litzen zu verzinnen findet man nichts. Meiner Meinung nach ist 
verzinnen die schlechteste aller Möglichkeiten, egal für welches 
Verbingungsmedium.

Ich sehe die Verwendung von Aderendhülsen auch nur in Verbindung mit 
sehr dünnen Litzen, speziell z.B. für das Anliegen des TO.

Ich lasse mich aber gern eines besseren Belehren und habe Wago 
diesbezüglich angeschrieben.
: Bearbeitet durch User
von Sven L. (sven_rvbg)


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von Joachim B. (jar)


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Jörg R. schrieb:
> Ich sehe die Verwendung von Aderendhülsen auch nur in Verbindung mit
> sehr dünnen Litzen, speziell z.B. für das Anliegen des TO.
>
> Ich lasse mich aber gern eines besseren Belehren und habe Wago
> diesbezüglich angeschrieben.

ich stimme dir zu, sehr dünne Litzen kann man mehrfach falten in eine 
Aderendhülse passend einfädeln so das sie gut gefüllt ist und dann 
crimpen, bzw. mit Aderendhülse verpressen, dann klappt das auch prima in 
Wagofederklemmen.
von Timo N. (tnn85)


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Jörg R. schrieb:
> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die
> Wago.
>
> Ggf. würde ich so weit abisolieren dass die Litze in der Aderendhülse
> doppelt gelegt wird.

Die Wago gehen auch so (mehr schlecht als recht). Laut Spezifikation 
gehen die sogar bis 0.14mm² runter. Allerdings baumeln dann ein paar 
riesige Wagoklemmen in der kleinen Maueröffnung für die Verdrahtung und 
es gefällt mir so nicht richtig, da die Klemmverbindung sich leicht 
löst.

Aderendhülsen wären Option für dauerhafte Verbindung.

Wollte einfach mal fragen ob es vielleicht was auf dem Markt gibt.

Harald K. schrieb:
> 
https://www.wago.com/de/installationsklemmen/micro-verbindungsdosenklemme/p/243-304

Sind für eindrähtige Adern. Die Kabel von den Tastern von Metzler haben 
Litzen. Die Litzen wurden ab Werk ca. 8mm abisoliert und verzinnt.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie Metzler so ne Klingel auf den 
Markt wirft mit so filigranen Käbelchen ohne Direktanschluss von 
Klingeldraht.

Das verwendete Modell hat 2 separat beleuchtete Klingelschilder und 2 
Taster.
Die Klingeltaster haben außer der Tastenfunktion noch einen beleuchteten 
Ring. Deshalb 4 Adern (Litzen) mit geschätzt 0.14mm² (siehe Link unten).
Die beleuchteten Klingelschilder haben je 2 Adern für + und - für die 
Beleuchtung mit etwas größerem Querschnitt (0.25 - 0.3mm²).

Das oben verlinkte Modell eines der Taster ist falsch, da ohne 
beleuchteten LED-Ring. Das hier ist das richtige:
https://edelstahl-tuerklingel.de/metzler-drucktaster-19mm-led-ringbeleuchtung-weiss-ip67-ik10-edelstahl-flach-kabelanschluss


Mein Anliegen bezieht sich nicht nur auf diesen Fall sondern allgemein 
die Frage ob es für Anwendungen mit Litzen/dünnen Adern platzsparende 
und passendere Alternativen zu den Wagos gibt.

Die Scotchlok-/ Schneidklemmenverbindern habe ich bei so dünnen 
Querschnitten schlechte Erfahrungen gemacht.
von Rainer W. (rawi)


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Timo N. schrieb:
> Allerdings baumeln dann ein paar riesige Wagoklemmen in der kleinen
> Maueröffnung für die Verdrahtung und es gefällt mir so nicht richtig,
> da die Klemmverbindung sich leicht löst.

Dann lass die Wagoklemmen nicht frei in der Maueröffnung baumeln, 
sondern verwende einen Halter für die Klemmen, der sie vernünftig hält - 
gibt es fertig oder als STL-Datei zum selberdrucken.

Das funktioniert allerdings nicht, wenn die Maueröffnung so klein ist, 
dass die riesigen Klemmen nicht reinpassen.
scnr
von Jörg R. (solar77)


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Manfred P. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> Jörg R. schrieb:
>>> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die
>>> Wago.
>> Aber nur mit einer richtigen Zange dazu...
>
> Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und
> sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen.

Gestern habe ich eine Antwort von Wago erhalten. Verzinnen ist erlaubt, 
Aderendhülsen auch..und denen ist dem Verzinnen der Vorzug zu geben. Am 
besten ist es aber die Litze ohne „Zusatz“ in die Klemme einzuführen.

Ich anstelle des TO würde tatsächlich kleine Lüsterklemmen verwenden und 
die Litzen mit Aderendhülsen versehen. In dem Anwendungsfall des TO 
würde ich auf die Wagos verzichten, auch wenn ich sie ansonsten super 
finde.

So ein Klingeltaster hat ein langes Leben, teilweise mehrere Jahrzehnte. 
Daher würde ich es sogar in Erwägung ziehen die Drahtenden miteinander 
zu verlöten und mit Schrumpfschlauch zu isolieren.
: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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So wie „früher“, also bevor es WAGOs gab: Adern miteinander verzwirbeln 
(evtl löten) und in einem Stück (Schrumpf)Schlauch verstecken. Diesen 
einmal „falten“ so dass der Schlauch nicht abgehen kann.

So habe ich das noch gelernt.
von Udo S. (urschmitt)


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Bevor ich verzinne und dann schraube oder klemme, würde ich auch eher 
verlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren.
: Bearbeitet durch User
von Marcus Ludwig F. (mlf_by)


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Von Wago gäbe es schon auch MiniMiniMini-"Wagoklemmen" welche bis runter 
auf 0,14 mm2 sicher greifen.

Ist nur sinnlos, weil starrer(?) Klingeldraht andauernd abbrechen will; 
der kleinste Stups  die kleinste Vibration  einmal schief anschauen / 
usw., und man darf wieder hin.

Was Metzler nun bei deren Klingeltastern als "Gegenstück" zu YStY macht, 
weiß ich nicht, will ich auch gar nicht recht wissen, und erst recht 
nicht kommentieren.


Da gibt's nen ganz einfachen Trick, kommt wohl ursprünglich aus der 
Fernmeldebranche: des viel zu dünne Mistding (egal ob eindrähtig oder 
feindrähtig) 12-13-14mm weit abisolieren, komplett umschlagen, passende 
AEH über die Isolierung und den darauf liegenden umgeschlagenen Leiter 
schieben, und quetschen.

Ist die ersten paar Mal schwer irritierend ... funktioniert aber 
allererste Sahne.

Danach "irgendwo" rein.
Wenn es klein und formschön und spacig sein soll => Dolü's?
von Jörg R. (solar77)


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Marcus Ludwig F. schrieb:
> Da gibt's nen ganz einfachen Trick, kommt wohl ursprünglich aus der
> Fernmeldebranche: des viel zu dünne Mistding (egal ob eindrähtig oder
> feindrähtig) 12-13-14mm weit abisolieren, komplett umschlagen, passende
> AEH über die Isolierung und den darauf liegenden umgeschlagenen Leiter
> schieben, und quetschen.
>
> Ist die ersten paar Mal schwer irritierend ...

Pfusch bleibt es trotzdem.
von Frank S. (whugnit)


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0,14 versuche ich zawr wo immer möglich zu vermeiden da die mechanisch
nicht so der Hit sind. Wenn sich's nicht vermeiden lässt wie hier
verwende ich eine lange Aderendhülse und falte natürlich das abisolierte
Ende um. Wenn man das mit einer hochwertigen Zange für 4-Kant Crimpung
crimpt traue ich der Verbindung. Ich hatte allerdings schon bei einer
Billigkopie einer solchen 4-Kant-AEH-Crimpzange den Fall dass sich - bei
größerem Durchmesser - die Ader wieder aus der Endhülse ziehen ließ. Mit
einer gescheiten Zange reißen vorher die Litzen ab.

Wie Wago empfiehlt: wenn die Verbindung gasdicht ist, ist das OK. Die
Isolierung würde ich nicht mitcrimpen, da dadurch der Anpressdruck
niederiger werden kann und auch die Möglichkeit besteht dass dieser mit
der Zeit nachlässt.

Als Klemme verwende ich fast nur noch Wago 221. Die machen auch eine
Fehlersuche oder Änderungen so schön angenehm.
von Alexander (alecxs)


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Einfach ein Stück normale 1,5 mm² Kupferader anlöten, dann passt es in 
die Wago.
von Hans (ths23)


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Thomas R. schrieb:
> So wie „früher“, also bevor es WAGOs gab: Adern miteinander verzwirbeln
> (evtl löten) und in einem Stück (Schrumpf)Schlauch verstecken. Diesen
> einmal „falten“ so dass der Schlauch nicht abgehen kann.

So habe ich das gemacht und das hält schon seit 37 Jahren. Allerdings 
habe ich keinen Schrumpfschlauch genommen, weil es den damals bei uns 
nicht gab. Normaler ISO-Schlauch tut es auch. Den etwas länger lassen, 
einmal umfalten und das ganze Bündel dann in einen stramm passenden 
größeren ISO-Schlauch stecken.
von Joachim B. (jar)


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Jörg R. schrieb:
> Pfusch bleibt es trotzdem.

guter Pfusch ist keine schlechte Arbeit
von Timo N. (tnn85)


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Danke für die vielen Antworten. Scheinbar gibt es viele Behelfslösungen 
für die Aufgabe aber keine anderen speziellen Produkte, die dafür besser 
geeignet sind. Hätte mir schon oft bei anderen 
Elektronikprojekten/Basteleien gewünscht, dass es auch kleinere Wagos 
gäbe.

Verzwirbeln und verlöten kam mir zuerst auch in den Sinn, aber
1) ich vermeide dauerhaften / nur mit Zusatzwerkzeug (Lötkolben) wieder 
herstellbaren, wenn es sich vermeiden lässt (Wago verwöhnt).
2) Lötstation dort aufbauen etc empfand ich als umständlich für die 
Aufgabe

Ich denke ich werde es aber dennoch so versuchen, da mir das mit den 
Wagos zu frickelig ist mit den vielen dünnen Adern. Gefällt mir 
irgendwie etwas besser.

Bin mir noch nicht mal sicher, ob die kleinen Adern 0.14mm² sind oder 
noch kleiner (0.08mm²).
von Manfred P. (pruckelfred)


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Timo N. schrieb:
> Verzwirbeln und verlöten kam mir zuerst auch in den Sinn, aber
> 1) ich vermeide dauerhaften / nur mit Zusatzwerkzeug (Lötkolben) wieder
> herstellbaren, wenn es sich vermeiden lässt (Wago verwöhnt).
> 2) Lötstation dort aufbauen etc empfand ich als umständlich für die
> Aufgabe

Wenn Du Platz hast, ein Board wie auf dem Screenshot ankleben und die 
Litzen dort einmalig anlöten. Typisch kommen diese Boards in 
Einzelteilen, kann man absägen und die schwarzen Buchsenleisten werden 
nicht bestückt.

Oder, Du baust aus Lochraster selbst einen Übergang Löt zu Schraub.
von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Timo N. schrieb:
> Scheinbar gibt es viele Behelfslösungen
> für die Aufgabe aber keine anderen speziellen Produkte, die dafür besser
> geeignet sind. Hätte mir schon oft bei anderen
> Elektronikprojekten/Basteleien gewünscht, dass es auch kleinere Wagos
> gäbe.

Genau den Wunsch habe ich auch des öfteren: feine Querschnitte 
pfusch-frei verbinden... wobei:

Timo N. schrieb:
> Bin mir noch nicht mal sicher, ob die kleinen Adern 0.14mm² sind oder
> noch kleiner (0.08mm²).

Das kuriose ist ja, dass die 221-Wagos angeben, ab 0.14 mm² geeignet zu 
sein, die älteren wuchtigen 222-Wagos dagegen bereits ab 0.08 mm².

Hatte mich deswegen nach Datenblattlektüre schon gefreut: Eine Packung 
Wago-222er kaufen ==> universelle Lösung für alles! (Zumal ich dachte, 
dass ich damals, ca. 10 Jahre her, sogar "feinstdrahtig" im Datenblatt 
gelesen hätte - aber das muss ich wohl vor Begeisterung dazu phantasiert 
haben.)

Rainer W. schrieb:
> Vertraue den Angaben des Herstellers.

Das ist ja das schlimme: In der Praxis hacken die zuschnappenden Klemmen 
bei mir bei kleinen Querschnitten in den allermeisten Fällen einen Teil 
der Litzen ab, die dann als fröhliche 1-cm-Schnitzel herumpurzeln :-/
Da nehme ich dann Aderendhülsen, egal, was die Leute sagen...

Auch bei gröberen Litzen die Beobachtung gemacht, dass immer ein paar 
Drähtchen dabei sind, denen die Klemme zumindest einen scharfen Knick 
verpasst - also eigentlich nichts, was man den Leitungen mehrfach antun 
möchte.
von Frank S. (whugnit)


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Stefan R. schrieb:

> Das ist ja das schlimme: In der Praxis hacken die zuschnappenden Klemmen
> bei mir bei kleinen Querschnitten in den allermeisten Fällen einen Teil
> der Litzen ab, die dann als fröhliche 1-cm-Schnitzel herumpurzeln :-/
> Da nehme ich dann Aderendhülsen, egal, was die Leute sagen...
Die nehm ich auch und das funktioniert eigentlich recht gut. Gerade das 
mehrfache Stecken ist dann absolut unproblematisch und man hat nicht das 
Risiko von Brüchen wie bei Lötverbindungen wenn die nicht sauber 
mechanisch fixiert ist.
von Jörg R. (solar77)


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Timo N. schrieb:
> Danke für die vielen Antworten. Scheinbar gibt es viele
> Behelfslösungen für die Aufgabe aber..

Löten oder kleine Lüsterklemmen sind keine Behelfslösung.

Ich würde in deinem Fall tatsächlich keine Wagos nehmen. Meine 1te Wahl 
wäre löten und Schrumpfschlauch, die 2te wären kleine Lüsterklemmen und 
Aderendhülsen. Löten möchtest du nicht, also Tor 2.

Löten wäre bei mir, im Gegensatz zu dir, kein Problem weil ich über 
Akku- bzw. Gaslötkolben verfüge. Die Verbindung wird vermutlich auch in 
den nächsten Jahren oder gar Jahrzehnten nicht angefasst, deshalb muss 
sie m.A.n. nicht schnell trennbar sein.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Könnte man nicht das Problem an der Wurzel lösen, und die untauglichen 
Strippen an den Klingeltastern entfernen und durch was praxistaugliches 
ersetzen?
von Hans (ths23)


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Timo N. schrieb:
> 1) ich vermeide dauerhaften / nur mit Zusatzwerkzeug (Lötkolben) wieder
> herstellbaren, wenn es sich vermeiden lässt (Wago verwöhnt).
Wie oft willst Du denn die Verbindung lösen? Vermutlich muß man diese 
Vebindung nur lösen, wenn die Anlage den Weg alles Irdischen geht, 
ansonsten ist das eine Verbindung fürs Leben.
Es gibt auch noch lösbare Klemmen neben Wago, z.B. Schneidklemmen wie 
diese 
https://asset.conrad.com/media10/isa/160267/c1/-/de/1425905_LB_00_FB/image.jpg.

Timo N. schrieb:
> Lötstation dort aufbauen etc empfand ich als umständlich für die
> Aufgabe
Es soll sogar noch Lötkolben geben die komplett ohne Lötstation 
auskommen und für den vorgenannten Zweck bei weitem ausreichend sind.

Frank S. schrieb:
> man hat nicht das
> Risiko von Brüchen wie bei Lötverbindungen wenn die nicht sauber
> mechanisch fixiert ist.
Bei einer Türklingel sind die gut genug fixiert.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Hans schrieb:
> Es soll sogar noch Lötkolben geben die komplett ohne Lötstation
> auskommen und für den vorgenannten Zweck bei weitem ausreichend sind.

Es gibt mittlerweile sogar richtig gute mobil einsetzbare Lötkolben, die 
brauchen nur eine geeignete USB-C-Powerbank.

Ein Beispiel ist "Alientek T80" bzw. "T80P" (ersterer nutzt filigrane 
C210-Lötspitzen, letzterer größere C245-Lötspitzen).

Früher war man froh, wenn man einen Pyropen hatte, aber sowas war 
praktisch immer eines: Viel, viel zu heiß.
von Marcus Ludwig F. (mlf_by)


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Timo N. schrieb:
> Hätte mir schon oft bei anderen Elektronikprojekten/Basteleien
> gewünscht, dass es auch kleinere Wagos gäbe.

Doch doch, gäbe es schon. Schauen auch richtig gut aus - solange man 
nicht das arme Schwein ist, das die anbringen durfte. Oder beim angucken 
weggerissen hat.

Nennen sich MicroWago, Serie 243 ...
von Stephan S. (uxdx)


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sind aber nur für eindrähtige Kabel, nicht für Litzen
von Joachim B. (jar)


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Jörg R. schrieb:
> Pfusch bleibt es trotzdem

guter Pfusch ist keine schlechte Arbeit, nicht ALLES was früher gemacht 
wurde ist schlecht und funktionierte besser als was heute getan werden 
soll.
Man könnte als Verschwörungstheoretiker denken es sind Erfindungen von 
Lobbyisten.
von Marcus Ludwig F. (mlf_by)


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Irgendwie ist das bei den kleinen Querschnitten alles nur so 
semioptimal.

Ich arbeite auf dem Labortisch recht gerne mit Wago 221-2411 - 
Durchgangsverbindern. Allerdings sind die auch immer wieder an 
Messfehlern schuld. Schlicht weil ("normale" DMM-) Messspitzen für die 
Wagos eigentlich zu kurz sind. Und Stahldrähte (mit geschätzt 0,4mm Dm) 
ala Messspitzen-Aufsätze mal gut gegriffen werden, und dann auch mal 
wieder überhaupt nicht.

Daß bei meiner Methode mit dem auf die Isolierung umgelegten Leiter, 
dieser beim die AEH aufcrimpen nicht sofort in der Isolierung 
verschwindet, hat mich auch schon mehr als nur 1x gewundert. Mache ich 
auch erst seit ~10 Jahren so; das sind aber im Feld draußen bislang die 
unauffälligsten Verbindungen überhaupt.
Und über zB 0,35mm² dürfen gottseidank eh nur max 1,4A laufen ... würde 
so ein Kontaktproblem bei einer Klingelanlage überhaupt großartig 
auffallen?

Hab jetzt sogar auch mal 'ne satte Stunde nach einer Lösung gegoogelt, 
die nicht im Endeffekt früher oder später einen ausgewachsenen Reisebus 
als Werkzeug- und Materialkiste / Werkstattmobil benötigt ... aber 
bisher nix, nada.
Stiftkabelschuhe und dann ab in die Wago 243 ist Mist - fehlt die 
Zugentlastung direkt hinter der Crimpstelle. Und unisolierte crimpbare 
Stiftkontakte mit Isolierungsgreifzunge, in AWG 22-28, scheint es nur 
bis max 8mm Stiftlänge zu geben. Ist auch wieder zu wenig für die Wagos. 
?
von Marcus Ludwig F. (mlf_by)


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Nachtrag: Tschuldigung, das vonwegen nur 1,4A max Strombelastbarkeit bei 
einer 0,34mm²-Leitung stimmt leider nicht ganz. Hatte wohl die 
entsprechende Tabelle falsch im Gedächtnis gehabt (und mittlerweile ist 
die Editierzeit zu oben abgelaufen) ...

https://kochkabel.ch/?view=article&id=66:srombelastung&catid=34
von Rainer W. (rawi)


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Thomas R. schrieb:
> So wie „früher“, also bevor es WAGOs gab:

Für eindrähtige Leiter: Western Union/Lineman Splice u.a. (S.82ff)
https://standards.nasa.gov/sites/default/files/standards/NASA/A/4/nasa-std-87394a_w_change_4_0.pdf
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