Hab hier bei einem Haus die Türklingeln (2 Stück) gegen neue von Metzler austauschen wollen (2 Klingeltaster + beleuchtetes Namensschild etc.). Die alten sind welche von Siedle und vergilbt. Ankommend aus dem Sicherungskasten ist handelsüblicher Klingeldraht/Telefonleitung mit geschätzt 0,6mm oder 0,8mm Durchmesser (= 0.3mm² / 0.5mm²). Die Klingeltaster der neuen Klingeln (https://edelstahl-tuerklingel.de/metzler-drucktaster-19mm-ip67-ik10-edelstahl-flach-kabelanschluss) haben feste Kabel dran mit konfektionierten Steckern (Richtung Taster) und offenem Ende auf der Anschlussseite. Die Adern sind sehr fein. Richtung 0.14mm². Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Gibts da feinere Klemmen für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²? Wollte mal fragen was es da noch so gibt.
Timo N. schrieb: > (..) > Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber > die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Gibts da feinere Klemmen > für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²? > Wollte mal fragen was es da noch so gibt. Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die Wago. Ggf. würde ich so weit abisolieren dass die Litze in der Aderendhülse doppelt gelegt wird.
Timo N. schrieb: > Gibts da feinere Klemmen > für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²? https://www.wago.com/de/installationsklemmen/micro-verbindungsdosenklemme/p/243-304
Timo N. schrieb: > Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber > die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Gibts da feinere Klemmen > für den Bereich 0.14mm² - 0.5mm²? Ich nehme für sowas Wago 221 und biege die Litze vorher um, sodass der Draht unten ist.
Gucken ob in dem Stecker unbelegte Crimpkontante stecken, dann entsprechend auspinnen und auf die vorhandenen Kabel crimpen. VG
Timo N. schrieb: > Die Adern sind sehr fein. > Richtung 0.14mm². Feindrähtig oder fein*st*drähtig? Google sagt feindrähtige 0,14mm² Litze besteht z.B. aus 18 x 0,10mm D Einzeldrähten. Fein*st*drähtig wären wesentlich mehr Einzeldrähte (wie 36 x 0,07 mm D oder 72 x 0,05mm D). > Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber > die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Die Wago 221-Serie ist ab 0,14 mm2 feindrähtig spezifiziert. Wenn die Adern nicht fein*st*drähtig sind würde ich die Wago 221 nehmen.
Timo N. schrieb: > Hätte jetzt alles mit Standard-Wago 221-412 / 221-413 verbunden, aber > die Wagos kommen mir für den Job zu grob vor. Vertraue den Angaben des Herstellers. Wago gibt für die 4mm² Variante an: "Feindrähtige Leiter können mit einem Anschlussbereich von 0,14 bis 4 mm² angeschlossen werden, ein- und mehrdrähtige Leiter von 0,2 bis 4 mm²." https://www.wago.com/de/verbindungstechnik/installationsklemmen-entdecken/221#wg-elektroinstallateur Leider gibst du nicht an, was für ein Typ von Leiter aus deiner Metzler-Kiste heraus kommt. Da müsstest du also selber gucken. Stephan S. schrieb: > Ich nehme für sowas Wago 221 und biege die Litze vorher um, sodass der > Draht unten ist. Und wie sagst du ihm, dass er sich nicht seitlich drehen soll?
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Jörg R. schrieb: > Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die > Wago. Aber nur mit einer richtigen Zange dazu...
Mani W. schrieb: > Jörg R. schrieb: >> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die >> Wago. > Aber nur mit einer richtigen Zange dazu... Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen. Litze in Steckklemmen darf man verzinnen, in Klemmen mit Hebel setzt man sie roh ein.
ich verdrille hier meist die Leitungen miteinander, stecke sie dann in die gleiche Kammer der Wago-Klemme
Manfred P. schrieb: > Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und > sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen. Bin Deiner Meinung...
Manfred P. schrieb: > Mani W. schrieb: >> Jörg R. schrieb: >>> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die >>> Wago. >> Aber nur mit einer richtigen Zange dazu... > > Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und > sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen. Der Meinung schließe ich mich nicht an. Wago schreibt in einer Dokumentation dass Aderendhülsen unter bestimmten Voraussetzungen möglich sind. Auszug aus der Dokumentation: Diese Voraussetzungen sind: Ausschließlich zulässige, verzinnte Aderendhülsen gemäß DIN 4622 verwenden und dann gasdicht zu einem quadratischen Querschnitt verpressen. > Litze in Steckklemmen darf man verzinnen, in Klemmen mit Hebel setzt man > sie roh ein. Über Litzen zu verzinnen findet man nichts. Meiner Meinung nach ist verzinnen die schlechteste aller Möglichkeiten, egal für welches Verbingungsmedium. Ich sehe die Verwendung von Aderendhülsen auch nur in Verbindung mit sehr dünnen Litzen, speziell z.B. für das Anliegen des TO. Ich lasse mich aber gern eines besseren Belehren und habe Wago diesbezüglich angeschrieben.
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Jörg R. schrieb: > Ich sehe die Verwendung von Aderendhülsen auch nur in Verbindung mit > sehr dünnen Litzen, speziell z.B. für das Anliegen des TO. > > Ich lasse mich aber gern eines besseren Belehren und habe Wago > diesbezüglich angeschrieben. ich stimme dir zu, sehr dünne Litzen kann man mehrfach falten in eine Aderendhülse passend einfädeln so das sie gut gefüllt ist und dann crimpen, bzw. mit Aderendhülse verpressen, dann klappt das auch prima in Wagofederklemmen.
Jörg R. schrieb: > Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die > Wago. > > Ggf. würde ich so weit abisolieren dass die Litze in der Aderendhülse > doppelt gelegt wird. Die Wago gehen auch so (mehr schlecht als recht). Laut Spezifikation gehen die sogar bis 0.14mm² runter. Allerdings baumeln dann ein paar riesige Wagoklemmen in der kleinen Maueröffnung für die Verdrahtung und es gefällt mir so nicht richtig, da die Klemmverbindung sich leicht löst. Aderendhülsen wären Option für dauerhafte Verbindung. Wollte einfach mal fragen ob es vielleicht was auf dem Markt gibt. Harald K. schrieb: > https://www.wago.com/de/installationsklemmen/micro-verbindungsdosenklemme/p/243-304 Sind für eindrähtige Adern. Die Kabel von den Tastern von Metzler haben Litzen. Die Litzen wurden ab Werk ca. 8mm abisoliert und verzinnt. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie Metzler so ne Klingel auf den Markt wirft mit so filigranen Käbelchen ohne Direktanschluss von Klingeldraht. Das verwendete Modell hat 2 separat beleuchtete Klingelschilder und 2 Taster. Die Klingeltaster haben außer der Tastenfunktion noch einen beleuchteten Ring. Deshalb 4 Adern (Litzen) mit geschätzt 0.14mm² (siehe Link unten). Die beleuchteten Klingelschilder haben je 2 Adern für + und - für die Beleuchtung mit etwas größerem Querschnitt (0.25 - 0.3mm²). Das oben verlinkte Modell eines der Taster ist falsch, da ohne beleuchteten LED-Ring. Das hier ist das richtige: https://edelstahl-tuerklingel.de/metzler-drucktaster-19mm-led-ringbeleuchtung-weiss-ip67-ik10-edelstahl-flach-kabelanschluss Mein Anliegen bezieht sich nicht nur auf diesen Fall sondern allgemein die Frage ob es für Anwendungen mit Litzen/dünnen Adern platzsparende und passendere Alternativen zu den Wagos gibt. Die Scotchlok-/ Schneidklemmenverbindern habe ich bei so dünnen Querschnitten schlechte Erfahrungen gemacht.
Timo N. schrieb: > Allerdings baumeln dann ein paar riesige Wagoklemmen in der kleinen > Maueröffnung für die Verdrahtung und es gefällt mir so nicht richtig, > da die Klemmverbindung sich leicht löst. Dann lass die Wagoklemmen nicht frei in der Maueröffnung baumeln, sondern verwende einen Halter für die Klemmen, der sie vernünftig hält - gibt es fertig oder als STL-Datei zum selberdrucken. Das funktioniert allerdings nicht, wenn die Maueröffnung so klein ist, dass die riesigen Klemmen nicht reinpassen. scnr
Manfred P. schrieb: > Mani W. schrieb: >> Jörg R. schrieb: >>> Wenn es Litze ist würde ich kleine Aderendhülsen nehmen, dann gehen die >>> Wago. >> Aber nur mit einer richtigen Zange dazu... > > Meiner Meinung nach machen Aderendhülsen nur in Schraubklemmen Sinn und > sind in Federklemmen eine Ursache für Störungen. Gestern habe ich eine Antwort von Wago erhalten. Verzinnen ist erlaubt, Aderendhülsen auch..und denen ist dem Verzinnen der Vorzug zu geben. Am besten ist es aber die Litze ohne „Zusatz“ in die Klemme einzuführen. Ich anstelle des TO würde tatsächlich kleine Lüsterklemmen verwenden und die Litzen mit Aderendhülsen versehen. In dem Anwendungsfall des TO würde ich auf die Wagos verzichten, auch wenn ich sie ansonsten super finde. So ein Klingeltaster hat ein langes Leben, teilweise mehrere Jahrzehnte. Daher würde ich es sogar in Erwägung ziehen die Drahtenden miteinander zu verlöten und mit Schrumpfschlauch zu isolieren.
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So wie „früher“, also bevor es WAGOs gab: Adern miteinander verzwirbeln (evtl löten) und in einem Stück (Schrumpf)Schlauch verstecken. Diesen einmal „falten“ so dass der Schlauch nicht abgehen kann. So habe ich das noch gelernt.
Bevor ich verzinne und dann schraube oder klemme, würde ich auch eher verlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren.
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Von Wago gäbe es schon auch MiniMiniMini-"Wagoklemmen" welche bis runter auf 0,14 mm2 sicher greifen. Ist nur sinnlos, weil starrer(?) Klingeldraht andauernd abbrechen will; der kleinste Stups die kleinste Vibration einmal schief anschauen / usw., und man darf wieder hin. Was Metzler nun bei deren Klingeltastern als "Gegenstück" zu YStY macht, weiß ich nicht, will ich auch gar nicht recht wissen, und erst recht nicht kommentieren. Da gibt's nen ganz einfachen Trick, kommt wohl ursprünglich aus der Fernmeldebranche: des viel zu dünne Mistding (egal ob eindrähtig oder feindrähtig) 12-13-14mm weit abisolieren, komplett umschlagen, passende AEH über die Isolierung und den darauf liegenden umgeschlagenen Leiter schieben, und quetschen. Ist die ersten paar Mal schwer irritierend ... funktioniert aber allererste Sahne. Danach "irgendwo" rein. Wenn es klein und formschön und spacig sein soll => Dolü's?
Marcus Ludwig F. schrieb: > Da gibt's nen ganz einfachen Trick, kommt wohl ursprünglich aus der > Fernmeldebranche: des viel zu dünne Mistding (egal ob eindrähtig oder > feindrähtig) 12-13-14mm weit abisolieren, komplett umschlagen, passende > AEH über die Isolierung und den darauf liegenden umgeschlagenen Leiter > schieben, und quetschen. > > Ist die ersten paar Mal schwer irritierend ... Pfusch bleibt es trotzdem.
0,14 versuche ich zawr wo immer möglich zu vermeiden da die mechanisch nicht so der Hit sind. Wenn sich's nicht vermeiden lässt wie hier verwende ich eine lange Aderendhülse und falte natürlich das abisolierte Ende um. Wenn man das mit einer hochwertigen Zange für 4-Kant Crimpung crimpt traue ich der Verbindung. Ich hatte allerdings schon bei einer Billigkopie einer solchen 4-Kant-AEH-Crimpzange den Fall dass sich - bei größerem Durchmesser - die Ader wieder aus der Endhülse ziehen ließ. Mit einer gescheiten Zange reißen vorher die Litzen ab. Wie Wago empfiehlt: wenn die Verbindung gasdicht ist, ist das OK. Die Isolierung würde ich nicht mitcrimpen, da dadurch der Anpressdruck niederiger werden kann und auch die Möglichkeit besteht dass dieser mit der Zeit nachlässt. Als Klemme verwende ich fast nur noch Wago 221. Die machen auch eine Fehlersuche oder Änderungen so schön angenehm.
Einfach ein Stück normale 1,5 mm² Kupferader anlöten, dann passt es in die Wago.
Thomas R. schrieb: > So wie „früher“, also bevor es WAGOs gab: Adern miteinander verzwirbeln > (evtl löten) und in einem Stück (Schrumpf)Schlauch verstecken. Diesen > einmal „falten“ so dass der Schlauch nicht abgehen kann. So habe ich das gemacht und das hält schon seit 37 Jahren. Allerdings habe ich keinen Schrumpfschlauch genommen, weil es den damals bei uns nicht gab. Normaler ISO-Schlauch tut es auch. Den etwas länger lassen, einmal umfalten und das ganze Bündel dann in einen stramm passenden größeren ISO-Schlauch stecken.
Danke für die vielen Antworten. Scheinbar gibt es viele Behelfslösungen für die Aufgabe aber keine anderen speziellen Produkte, die dafür besser geeignet sind. Hätte mir schon oft bei anderen Elektronikprojekten/Basteleien gewünscht, dass es auch kleinere Wagos gäbe. Verzwirbeln und verlöten kam mir zuerst auch in den Sinn, aber 1) ich vermeide dauerhaften / nur mit Zusatzwerkzeug (Lötkolben) wieder herstellbaren, wenn es sich vermeiden lässt (Wago verwöhnt). 2) Lötstation dort aufbauen etc empfand ich als umständlich für die Aufgabe Ich denke ich werde es aber dennoch so versuchen, da mir das mit den Wagos zu frickelig ist mit den vielen dünnen Adern. Gefällt mir irgendwie etwas besser. Bin mir noch nicht mal sicher, ob die kleinen Adern 0.14mm² sind oder noch kleiner (0.08mm²).
Timo N. schrieb: > Verzwirbeln und verlöten kam mir zuerst auch in den Sinn, aber > 1) ich vermeide dauerhaften / nur mit Zusatzwerkzeug (Lötkolben) wieder > herstellbaren, wenn es sich vermeiden lässt (Wago verwöhnt). > 2) Lötstation dort aufbauen etc empfand ich als umständlich für die > Aufgabe Wenn Du Platz hast, ein Board wie auf dem Screenshot ankleben und die Litzen dort einmalig anlöten. Typisch kommen diese Boards in Einzelteilen, kann man absägen und die schwarzen Buchsenleisten werden nicht bestückt. Oder, Du baust aus Lochraster selbst einen Übergang Löt zu Schraub.
Timo N. schrieb: > Scheinbar gibt es viele Behelfslösungen > für die Aufgabe aber keine anderen speziellen Produkte, die dafür besser > geeignet sind. Hätte mir schon oft bei anderen > Elektronikprojekten/Basteleien gewünscht, dass es auch kleinere Wagos > gäbe. Genau den Wunsch habe ich auch des öfteren: feine Querschnitte pfusch-frei verbinden... wobei: Timo N. schrieb: > Bin mir noch nicht mal sicher, ob die kleinen Adern 0.14mm² sind oder > noch kleiner (0.08mm²). Das kuriose ist ja, dass die 221-Wagos angeben, ab 0.14 mm² geeignet zu sein, die älteren wuchtigen 222-Wagos dagegen bereits ab 0.08 mm². Hatte mich deswegen nach Datenblattlektüre schon gefreut: Eine Packung Wago-222er kaufen ==> universelle Lösung für alles! (Zumal ich dachte, dass ich damals, ca. 10 Jahre her, sogar "feinstdrahtig" im Datenblatt gelesen hätte - aber das muss ich wohl vor Begeisterung dazu phantasiert haben.) Rainer W. schrieb: > Vertraue den Angaben des Herstellers. Das ist ja das schlimme: In der Praxis hacken die zuschnappenden Klemmen bei mir bei kleinen Querschnitten in den allermeisten Fällen einen Teil der Litzen ab, die dann als fröhliche 1-cm-Schnitzel herumpurzeln :-/ Da nehme ich dann Aderendhülsen, egal, was die Leute sagen... Auch bei gröberen Litzen die Beobachtung gemacht, dass immer ein paar Drähtchen dabei sind, denen die Klemme zumindest einen scharfen Knick verpasst - also eigentlich nichts, was man den Leitungen mehrfach antun möchte.
Stefan R. schrieb: > Das ist ja das schlimme: In der Praxis hacken die zuschnappenden Klemmen > bei mir bei kleinen Querschnitten in den allermeisten Fällen einen Teil > der Litzen ab, die dann als fröhliche 1-cm-Schnitzel herumpurzeln :-/ > Da nehme ich dann Aderendhülsen, egal, was die Leute sagen... Die nehm ich auch und das funktioniert eigentlich recht gut. Gerade das mehrfache Stecken ist dann absolut unproblematisch und man hat nicht das Risiko von Brüchen wie bei Lötverbindungen wenn die nicht sauber mechanisch fixiert ist.
Timo N. schrieb: > Danke für die vielen Antworten. Scheinbar gibt es viele > Behelfslösungen für die Aufgabe aber.. Löten oder kleine Lüsterklemmen sind keine Behelfslösung. Ich würde in deinem Fall tatsächlich keine Wagos nehmen. Meine 1te Wahl wäre löten und Schrumpfschlauch, die 2te wären kleine Lüsterklemmen und Aderendhülsen. Löten möchtest du nicht, also Tor 2. Löten wäre bei mir, im Gegensatz zu dir, kein Problem weil ich über Akku- bzw. Gaslötkolben verfüge. Die Verbindung wird vermutlich auch in den nächsten Jahren oder gar Jahrzehnten nicht angefasst, deshalb muss sie m.A.n. nicht schnell trennbar sein.
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Könnte man nicht das Problem an der Wurzel lösen, und die untauglichen Strippen an den Klingeltastern entfernen und durch was praxistaugliches ersetzen?
Timo N. schrieb: > 1) ich vermeide dauerhaften / nur mit Zusatzwerkzeug (Lötkolben) wieder > herstellbaren, wenn es sich vermeiden lässt (Wago verwöhnt). Wie oft willst Du denn die Verbindung lösen? Vermutlich muß man diese Vebindung nur lösen, wenn die Anlage den Weg alles Irdischen geht, ansonsten ist das eine Verbindung fürs Leben. Es gibt auch noch lösbare Klemmen neben Wago, z.B. Schneidklemmen wie diese https://asset.conrad.com/media10/isa/160267/c1/-/de/1425905_LB_00_FB/image.jpg. Timo N. schrieb: > Lötstation dort aufbauen etc empfand ich als umständlich für die > Aufgabe Es soll sogar noch Lötkolben geben die komplett ohne Lötstation auskommen und für den vorgenannten Zweck bei weitem ausreichend sind. Frank S. schrieb: > man hat nicht das > Risiko von Brüchen wie bei Lötverbindungen wenn die nicht sauber > mechanisch fixiert ist. Bei einer Türklingel sind die gut genug fixiert.
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Hans schrieb: > Es soll sogar noch Lötkolben geben die komplett ohne Lötstation > auskommen und für den vorgenannten Zweck bei weitem ausreichend sind. Es gibt mittlerweile sogar richtig gute mobil einsetzbare Lötkolben, die brauchen nur eine geeignete USB-C-Powerbank. Ein Beispiel ist "Alientek T80" bzw. "T80P" (ersterer nutzt filigrane C210-Lötspitzen, letzterer größere C245-Lötspitzen). Früher war man froh, wenn man einen Pyropen hatte, aber sowas war praktisch immer eines: Viel, viel zu heiß.
Timo N. schrieb: > Hätte mir schon oft bei anderen Elektronikprojekten/Basteleien > gewünscht, dass es auch kleinere Wagos gäbe. Doch doch, gäbe es schon. Schauen auch richtig gut aus - solange man nicht das arme Schwein ist, das die anbringen durfte. Oder beim angucken weggerissen hat. Nennen sich MicroWago, Serie 243 ...
sind aber nur für eindrähtige Kabel, nicht für Litzen
Jörg R. schrieb: > Pfusch bleibt es trotzdem guter Pfusch ist keine schlechte Arbeit, nicht ALLES was früher gemacht wurde ist schlecht und funktionierte besser als was heute getan werden soll. Man könnte als Verschwörungstheoretiker denken es sind Erfindungen von Lobbyisten.
Irgendwie ist das bei den kleinen Querschnitten alles nur so
semioptimal.
Ich arbeite auf dem Labortisch recht gerne mit Wago 221-2411 -
Durchgangsverbindern. Allerdings sind die auch immer wieder an
Messfehlern schuld. Schlicht weil ("normale" DMM-) Messspitzen für die
Wagos eigentlich zu kurz sind. Und Stahldrähte (mit geschätzt 0,4mm Dm)
ala Messspitzen-Aufsätze mal gut gegriffen werden, und dann auch mal
wieder überhaupt nicht.
Daß bei meiner Methode mit dem auf die Isolierung umgelegten Leiter,
dieser beim die AEH aufcrimpen nicht sofort in der Isolierung
verschwindet, hat mich auch schon mehr als nur 1x gewundert. Mache ich
auch erst seit ~10 Jahren so; das sind aber im Feld draußen bislang die
unauffälligsten Verbindungen überhaupt.
Und über zB 0,35mm² dürfen gottseidank eh nur max 1,4A laufen ... würde
so ein Kontaktproblem bei einer Klingelanlage überhaupt großartig
auffallen?
Hab jetzt sogar auch mal 'ne satte Stunde nach einer Lösung gegoogelt,
die nicht im Endeffekt früher oder später einen ausgewachsenen Reisebus
als Werkzeug- und Materialkiste / Werkstattmobil benötigt ... aber
bisher nix, nada.
Stiftkabelschuhe und dann ab in die Wago 243 ist Mist - fehlt die
Zugentlastung direkt hinter der Crimpstelle. Und unisolierte crimpbare
Stiftkontakte mit Isolierungsgreifzunge, in AWG 22-28, scheint es nur
bis max 8mm Stiftlänge zu geben. Ist auch wieder zu wenig für die Wagos.
?
Nachtrag: Tschuldigung, das vonwegen nur 1,4A max Strombelastbarkeit bei einer 0,34mm²-Leitung stimmt leider nicht ganz. Hatte wohl die entsprechende Tabelle falsch im Gedächtnis gehabt (und mittlerweile ist die Editierzeit zu oben abgelaufen) ... https://kochkabel.ch/?view=article&id=66:srombelastung&catid=34
Thomas R. schrieb: > So wie „früher“, also bevor es WAGOs gab: Für eindrähtige Leiter: Western Union/Lineman Splice u.a. (S.82ff) https://standards.nasa.gov/sites/default/files/standards/NASA/A/4/nasa-std-87394a_w_change_4_0.pdf
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