mir ist ein Pen und Touch Tablet "Wacom Intuos CTH-480" zugelaufen. Die Vorbesitzerin hatte es wohl im Apple Umfeld genutzt. Laut Vorbesitzerin soll das Tablet funktioniert haben, war dann jedoch aufgrund von IOS Update nicht mehr nutzbar und wurde im Keller eingelagert (und nun entsorgt). Ich habe mich des Teils mal angenommen. Beim Anstecken an ein USB Port an einem Windows PC passiert: gar nichts. Keine Standby Leuchte, keine Windows Enumeration, keine Stromaufnahme, gar nichts. --> Kennt jemand das Verhalten? Hat jemand einen Hinweis?
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ich habe verschiedene USB-Kabel, und verschiedene Spannungsquellen (USB-Steckernetzteil, 2 verschiedene PC) ausprobiert. Kein positives Ergebnis. Bie Öffnung des Tablets und Prüfung der Platine wird Spannung (5 Volt) in der Nähe der USB Buchse angezeigt. Ich wollte mich hiermit erst mal versichern, dass meine Annahme korrekt ist: Tablet sollte ein bischen hochfahren, ein bischen Strom ziehen, möglicherweise ohne Prozessor zunindest schon mal ein Kontroll-Lämpchen an machen, dann eine ID über USB rausplärren. Dann hätte der versorgende Windows oder Apple Rechner schon mal einen Anhaltspunkt, um sich um zugehörige Treiber zu kümmern .. Das mit dem Keller war eher symbolisch gemeint. Wo genau das Teil lag, weiß ich nicht. Es machte keinen Korrodierten Eindruck
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Wegstaben V. schrieb: > Tablet sollte ein bischen hochfahren, ein bischen Strom ziehen, > möglicherweise ohne Prozessor zunindest schon mal ein Kontroll-Lämpchen > an machen, dann eine ID über USB rausplärren. "Hochfahren" ist gut. Nennst Du das bei 'ner Maus auch so? Hier gibts Bilder von den Innereien: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wacom_ctl480_inside.JPG Wenn das Ding beim Anschluss an einen USB-Host nicht enumeriert, dann dürfte es ein Problem haben. Ist das Ding auf "Wireless-Betrieb" konfiguriert? Dazu wird ein Akku und ein Wireless-Modul eingesteckt. Sollten die beiden da sein: Nimm sie mal raus.
Wegstaben V. schrieb: > Beim Anstecken an ein USB Port an einem Windows PC passiert: gar nichts. Und bei einem Linux-Rechner?
Harald K. schrieb: > "Hochfahren" ist gut. Nennst Du das bei 'ner Maus auch so? naja, in dem Tablet ist ja vermutlich mehr Rechenleistung drin als in der Mond-Landefähre. Ein bischen mehr als in einer Maus. Harald K. schrieb: > Wenn das Ding beim Anschluss an einen USB-Host nicht enumeriert, dann > dürfte es ein Problem haben. Jepp, das denke ich auch. Harald K. schrieb: > Ist das Ding auf "Wireless-Betrieb" konfiguriert? Laut Manual wird nichts konfiguriert, sondern nur reingesteckt (Akku und Funkmodul). Da war aber nichts drin, also wurde/wird es reineweg über USB betrieben werden. Rbx schrieb: > Und bei einem Linux-Rechner? Gute Frage, müsste ich mal ausprobieren. Die geringe (gar keine) Stromaufnahme macht mich skeptisch. Kann aber auch daran liegen, das dieses USB-Zwischen-Steckerchen auch etwas Zeit braucht, um etwas festzustellen, und dann das Tablet schon wieder in den Tiefschlaf geht.
Wegstaben V. schrieb: > ... > > --> Kennt jemand das Verhalten? Hat jemand einen Hinweis? Lass es mal deutlich länger am USB dran. Evtl ist der interne Akku so breit, dass er erst mal wieder laden muss, bevor das Teil richtig startet. Was Ähnliches hatte ich mit einem Bamboo-Pad hier, was ich geschenkt bekommen hatte. Das brauchte, nach Jahren liegen, knapp ne Stunde bis es sich am PC gemeldet hat. Jetzt tut es aber wieder.
Rbx schrieb: > Und bei einem Linux-Rechner? Woher stammt eigentlich der Glaube, daß USB-Geräte sich an Linux-Rechnern grundlegend anders verhalten würden? Die müssen da genauso enumeriert werden - egal, ob dann irgendwelche Treiber vorhanden sind oder nicht. Ein gar nicht enumerierendes Gerät sieht man auch unter Linux nicht, und sobald es irgendeinen Descriptor liefert, taucht es im Gerätemanager auf - bei Treiberproblemen halt irgendwie gekennzeichnet.
Harald K. schrieb: > Woher stammt eigentlich der Glaube, daß USB-Geräte sich an > Linux-Rechnern grundlegend anders verhalten würden? Erfahrung. Hatte schon mehr als einmal ein Device, das unter Windows nicht auftauchte, am Linuxrechner aber direkt ’nen Logeintrag hinterlassen hat. Warum, weiß ich nicht – kenne mich mit Windows nicht so aus. Wegstaben V. schrieb: > Die geringe (gar keine) Stromaufnahme macht mich skeptisch. Ich hab ein ähnliches Tablet („One by Wacom“), das nimmt an ’nem Netzteil nichts, und am Rechner solange nichts auf, bis es im Log auftaucht. Ab dann nimmt es rund 13mA auf. Am Netzteil leuchtet auch die LED nicht. Du könntest die von dir verwendeten Kabel auch nochmal mit einem anderen Gerät testen: Du wärest nicht der Erste, den diese Ladekabel (die billigen Devices beiliegen, und bei denen die Datenleitungen weggelassen wurden) ausgetrickst haben.
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Roland E. schrieb: > der interne Akku Sweit ich die Bedienungsanleitung richtig verstanden habe, ist der interne AKku nur für die WLAN Variante nötig. Es war auch keiner dabei. Aber möglicherweise ist ja die USB-Spannungs-Aufbereitung hinüber, und mit Akku-Anschluss (auch ohne den WLAN Teil) startet das Ding. Das prbiere ich morgen mal aus Jack V. schrieb: > Du könntest die von dir verwendeten Kabel auch nochmal mit einem anderen > Gerät testen: das probiere ich auch noch mal aus
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Wegstaben V. schrieb: > in dem Tablet ist ja vermutlich mehr Rechenleistung drin als in > der Mond-Landefähre. der steuernde MC-Chip ist übrigens ein OnSemi LC87F9W48A (8 bit, 12 MHz, ca 3KB RAM, ca. 50 KB FlashRom) https://datasheets.su/DS/OnSemi/LC87F9W48A-D.pdf technische Daten der Mond-Landefähre Laut Wikipedia: Die technischen Spezifikationen des Bordcomputers (LGC) im Detail: Taktfrequenz: 0,043 MHz (ca. 43 kHz) RAM (Arbeitsspeicher): 2.048 Wörter (entspricht ca. 4 Kilobyte) ROM (Festwertspeicher): 36.864 Wörter (entspricht ca. 72 Kilobyte) -- Schaltungstechnisch: Die Betriebsanzeigen LED wird von einem NPN Transistor angesteuert, dessen Basis wiederum zu irgendeinem Pin des MC führt (noch nicht ermittelt von woher). Der MC wird mit einem 12MHz Quarz extern angetrieben (noch nicht ermittelt, ob der wackelt) jetzt werde ich mal ein bichen am MC herum messen, ob mir was auffällt.
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für die Nachwelt: Der Fehler ist gefunden. Eine SMD-Sicherung mit dem Marking Code "ID" war hochohmig. NAch Brückung der Sicherung startete die Basis-Platine (nur diese, ohne die restlichen Komponenten des Tablets). LED ging an, Windows machte "bing-bong", es wurde enumeriert (die Treiber hatte ich ja schon installiert) Jetzt werde ich noch die Sache wieder zusammen schrauben, und mich an dem Tablet erfreuen.
Roland E. schrieb: > Ne Diode als Sicherung? Lustig.. ich habe mich anfangs auch dadurch verwirren lassen. Laut Positionsaufdruck ist die Diode jedoch "D6", und die Sicherung "Fuse 1" wohnt hinter der Spule "L2". Der dünne Strich beim Positions-Text der Fuse soll wohl auf die Einbau-Position der Sicherung hinweisen.
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Wegstaben V. schrieb: > Der dünne Strich beim Positions-Text der > Fuse soll wohl auf die Einbau-Position der Sicherung hinweisen. Seh ich auch so. Ist die Größe der Sicherung 0603? Könnte folgende Sicherung sein: https://www.jauch.com/downloadfile/58afeb6b3700a_902310420f4705bff513/nfcc_nfhc.pdf
Chris K. schrieb: > Ist die Größe der Sicherung 0603? ja, das kommt durchaus hin (0.85 x 1.55 mm), bei "imperial" Größenangabe. Danke fürs raus suchen. Ich hab das jetzt allerdings schon alles wieder zusammen geschraubt. Ich bin optimistisch, dass der verbaute Fädeldraht als Ersatz-Sicherung die 0.63 Ampere ab kann ;-)
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