Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik S: Schaltplan DDR-Multimax-electronic-Bohrmaschine


von Route_66 H. (route_66)


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Hallo!
Zwecks Fehlersuche/Reparatur suche ich den Schaltplan der HBM250E.
Falls mir niemand helfen kann, müsste ich die Schaltung selbst 
aufnehmen. Das brächte bei der kleinen eiseitigen Platine wohl kaum 
Probleme, wäre aber lästig. Ich würde gern Zeit sparen, Irrtümer und 
Fehler vermeiden.
von Cartman E. (cartmaneric)


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Falls du reparieren willst, die zwei Lieblingsfehler:

Falls ein ST108 verbaut ist, hat der sich oft nur "losgerüttelt".
Nachlöten reicht dann. Führt aber irgendwann wieder zum selben Fehler.

Ein ST103 ist oft einfach nur kaputt.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hier gibt's eine Diskussion darüber inklusive einem Verweis auf ein 
weiteres Dokument, in dem es einen externen Nachbau der Regelung gibt. 
Auch ein Verweis auf mögliche Prozessprobleme mit den ST103 auf Rich's 
Lab ist dabei.

https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=19829
von Route_66 H. (route_66)


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Ist übrigens eine HBM251/1R
Triac ist ein ST108/4. Ausgelötet, geprüft i.O.
Verglichen habe ich mit einem ST108/5.

Ich sehe mich mal bei ROBOTRON um...

Der Tipp war Gold wert! Danke Jörg W. Jetzt komme ich selbst zurecht.
von Lu (oszi45)


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Cartman E. schrieb:
> Ein ST103 ist oft einfach nur kaputt.

Der ST103/4 ist nur der 400V-Typ. Den würde ich heute bei 230V~ nicht 
mehr einsetzen.
von Cartman E. (cartmaneric)


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Lu schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Ein ST103 ist oft einfach nur kaputt.
>
> Der ST103/4 ist nur der 400V-Typ. Den würde ich heute bei 230V~ nicht
> mehr einsetzen.

Meine persönliche Theorie ist eher, dass der Anlaufstrom ihnen den
Garaus gemacht hat. Kaputte ST108 in den Multimaxen sind mir nicht
untergekommen. Die ST108 waren hart im Nehmen. ☺
Die mir bekannte "aussortierte Bastlerware" war 230 V netzfest.
von Lu (oszi45)


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ST103 war leider nur ein 3A-Typ. Das ist natürlich knapp. Da habt Ihr 
recht.
von Gerald B. (gerald_b)


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Route_66 H. schrieb:
> Triac ist ein ST108/4

Nee, nur ein Thyristor. Der ST103 auch. Triacs wurden in der DDR nicht 
selbst gebaut, nur importiert. Meist aus Tschechinen oder der SU
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Die Regelung arbeitet daher nur im Halbwellenbetrieb. Für "volle Pulle" 
hat das Poti einen Schalter, der den Regler überbrückt. Pragmatische 
Lösung.

Die Regelung ist wirklich gut, man kann bei niedriger Drehzahl Gewinde 
schneiden. Für die Drehrichtungsumkehr hatte ich mir noch einen 
Simeto-Schalter eingebaut.
: Bearbeitet durch Moderator
von Reinhard R. (reirawb)


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Jörg W. schrieb:
> Die Regelung ist wirklich gut, man kann bei niedriger Drehzahl Gewinde
> schneiden...

Ja, ist eine geniale Schaltung mit echter Regelung, nicht nur ein 
Drehzahlsteller. Ich hatte das Teil zu DDR-Zeiten mehrfach als 
Vorschaltgerät aufgebaut. Stellte man den Regler so ein, dass die 
Bohrmaschine gerade so still stand und man das Futter manuell gegen die 
Drehrichtung bewegte, lief die Maschine langsam an und man konnte sie 
von Hand nicht stoppen. Anhalten tat sie, wenn man das Futter los ließ - 
so eine Art Überregelung.

Die Schaltung findet man übrigens auch in den Heften der "Amateurreihe 
Electronica - Basteln mit Thyristoren"
Band 140, Seite 70
Band 189, Seite 64
wobei in beiden Heften der Widerstand R7 mit 100k falsch angegeben ist, 
richtig ist 100R. In der Schaltungssammlung ist das R5 und hat dort den 
richtigen Wert.
: Bearbeitet durch User
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