Hallo Leute. Ich habe mir jetzt zur einfacheren Fehlersuche eine Thermal Master P3 besorgt und wollte mal eure Erfahrungen und Modelle hören, vor und Nachteile vergleichen zwischen den Modellen. Da das meine erste thermalkamera ist und ich entsprechend neugierig war ob ich irgendwo einen Vergleich machen könnte habe ich einfach mal herum gefragt wer in der Umgebung noch eine im Einsatz hat. Glücklicherweise gibt es bei mir in der nähe eine Notebookwerkstatt, https://www.notebook-reparaturdienst.de der Inhaber Pascal ist so nett gewesen sein älteres CAT Smartphone mit integrierter thermalkamera mit meiner Thermal Master P3 zu vergleichen. Ich will den beitrag nicht unnötig in die Länge ziehen, vor allem weil ich nicht all zu viele Bilder vom Vergleich selbst gemacht habe. (Wir haben uns Tatsache ziemlich verquatscht, da gerät so was vergessen. ;-) ) Aber hier mal meine Pro liste für die P3: Alles dabei, UBS-C zu USB-C Verlängerungskabel, Lightning Adapter, alles zusammen in einer schönen kleinen Tasche. Die Auflösung, ist natürlich nicht mit der des CAT vergleichbar. Aber das ist schon Hammer wie detailliert die Darstellung ist. Guter Support, bei meinem S8 gab und gibt es noch kleine Probleme mit der Aktuelleren Version der Thermal Master App, ich bekam innerhalb kürzester zeit Rückmeldung und es gab ein Update im Google Play Store. Großer Temperaturbereich, sogar negative Temperaturen bis -20 messen zu können wird sich spätestens im Winter als nützlich erweisen. Ziemlich flexibel, auch auf größere Distanzen lassen sich Temperaturen noch gut messen. Ich denke das gerät wäre so auch für Tierphotographie ganz gut geeignet. Einen Vogel im Flug (Distanz ca. 30m) konnte man recht gut und flüssig erkennen. Kontra bei der P3: Das einstellbare Makroobjektiv ist relativ schwer "frei hand" nutzbar, auf einem Stativ aber sehr gut. Bild in Bild Funktion nur zuschaltbar, das Bild wird dann aber separat und nicht überlagert dargestellt, da hat das CAT der P3 finde ich einen Vorteil. Das Bild ist so beim CAT kontrastreicher. Fast schon zu empfindlich, bei größeren Hitzequellen verschwimmt die Umgebung direkt neben dran, erfordert dann weiteres nachstellen und neu fokussieren. Pro liste für das ältere CAT: Bild in Bild Funktion, Macht das Bild kontrastreicher. Autofokus, im Vergleich einfacher. Auf kurze bis mittlere Distanzen besser. (1-3m) Kontra beim CAT: Temperaturbereich geringer. Weniger flüssige Bilddarstellung, es ruckelt leicht. Meine bisherigen Tests sind so weit positiv, bisher bereue ich die Anschaffung nicht. Ich hänge einfach mal ein paar Bilder an und freue mich schon zu hören welche Modelle ihr so im Einsatz habt und wie eure Erfahrungen damit sind.
Mmmh, solche Beiträge machen mich immer neidisch. Ich hätte sehr gerne sowas und sehe auch den großen Vorteil darin, aber die sind so so teuer. Ich erinnere mich noch vor 2-3 Jahren an einige doch scheinbar recht qualifizierte Kommentare, die meinten die Geräte würden bald viel billiger werden, aber...
Also die CAT S6X (S60,S61,S62) sind sehr günstig gebraucht zu bekommen. Im Vergleich hat sich das nicht schlecht geschlagen und für Hobby ist das mehr als ausreichend. Ich bin gespannt ob noch Leute ihre Modelle und Erfahrungen Posten.
Kilo S. schrieb: > Die Auflösung, ist natürlich nicht mit der des CAT vergleichbar. Hab mal die realen Sensor-Auflösungen rausgesucht: Thermal Master P3: 256x192 = 50k Pixel CAT S62 (Lepton 3.5): 160x120 = 20k Pixel
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Also für weniger als 50% der Pixel war das CAT echt nicht schlecht! Das einzige Manko ist tatsächlich der Temperaturbereich der eben deutlich geringer ist. Alles über 160°C bekommt man da nicht korrekt angezeigt. Ich gehe da unvoreingenommen heran, es geht da mehr um "Praxistauglichkeit" und nicht stur nach technischen Daten. Die P3 ist natürlich das technisch überlegene Modell, besserer Sensor, Makroobjektiv, flüssiger in der Darstellung und größerer Temperaturbereich alleine machen es für Diagnose und Fehlersuche "besser" geeignet. Aber nicht jeder von uns benötigt das, nicht alle brauchen die Geräte beruflich, nicht jeder arbeitet mit Smartphones, also auch nicht zwingend mit den kleinsten SMD Bauteilen usw. Mein Interesse liegt daher im "Täglichen Nutzen". Das ist nicht wörtlich gemeint, wobei ich die aktuell auch viel zur Überprüfung meiner Hydrokultur auf dem Balkon einsetze. Also wirklich täglich schaue, wo sich mein System am meisten erwärmt, ob der Sensor tatsächlich die Temperatur hat die mein Programm errechnet usw. Aber auch solche Anwendungsfälle sind eher selten.
P. S. schrieb: > Hab mal die realen Sensor-Auflösungen rausgesucht: > > Thermal Master P3: 256x192 = 50k Pixel > CAT S62 (Lepton 3.5): 160x120 = 20k Pixel das gezeigte CAT war aber ein CAT S60 mit 80x60 Auflösung der FLIR-Kamera gg. 160x120 beim CAT S62-PRO siehe Vergleich der CAT-Phones
Schon beeindruckend. Der kleine Punkt ist ein Helikopter in ~500-800m Entfernung! Luftlinie lässt sich schwer abschätzen und die Temperaturen stimmen nicht. Aber mit digitalem Zoom, frei Hand, grob ausgerichtet und auf die Entfernung...
Der P3 funktioniert super! Er hat mir geholfen, ein verstopftes Abflussrohr in der Wand zu beheben. Wir haben heißes Wasser in den Abfluss gegossen, ein paar Minuten gewartet und konnten dann anhand der Stellen, an denen die warmen Rohre in der Wand verstopft waren, erkennen, wie weit die Verstopfung reichte. So konnten wir feststellen, wie lang die Rohrreinigungsspirale sein musste und wie viele Biegungen der Abfluss hatte.
Als Servicetechniker muss ich sagen, dass das P3 kein Werkzeug für den täglichen Gebrauch ist, aber es gibt Einsätze, bei denen die Fehlerdiagnose ohne dieses Gerät mehrere Stunden länger dauern würde. Ich finde es großartig, um Komponenten zu finden, die gerade anfangen, den Geist aufzugeben, bevor sie komplett den Löffel abgeben. Ich habe einen Überlastschütz entdeckt, der gerade ausfiel, weil einer der Drähte auf der Lastseite deutlich heißer war als die anderen beiden. Die Stromaufnahme lag bei allen drei Drähten innerhalb von 0,2 Ampere. Ich habe es auch bei Lagern, teilweise verstopften Verteilerrohren und sogar bei Rohrleitungen eingesetzt, um Luftlecks zu finden.
Erin H. schrieb: > Wir haben heißes Wasser in den Abfluss gegossen, ein paar Minuten > gewartet und konnten dann anhand der Stellen, an denen die warmen Rohre > in der Wand verstopft waren, erkennen, wie weit die Verstopfung reichte. Oh, der Tipp ist Gold wert. Das war wirklich genial! Vielen Dank für diesen wirklich nützlichen Erfahrungsbericht. Djeison C. schrieb: > Als Servicetechniker muss ich sagen, dass das P3 kein Werkzeug für den > täglichen Gebrauch ist, Deswegen sagte ich "nicht wörtlich gemeint". Aber auch dein Erfahrungsbericht hilft hier. Luftlecks finden, da sieht man wie vielseitig sich diese Kameras als Werkzeug nutzen lassen. Freut mich mega so viele kreative Einsatzmöglichkeiten zu hören.
Kilo S. schrieb: > Ich hänge einfach mal ein paar Bilder an und freue mich schon zu hören > welche Modelle ihr so im Einsatz habt und wie eure Erfahrungen damit > sind. Hallo Kilo, ich bin unerwartet von Thermal Master zu einem Produkttest eingeladen worden, Kameramodell konnte ich mir aussuchen. Da ich es gewohnt bin, mich vor einer Beurteilung gründlich einzulesen und einzuarbeiten, teilte ich TM mit, dass es wohl einige Wochen, ggf. auch länger dauern würde, bevor man von mir eine entsprechende Beurteilung hier nachzulesen bekommt. Auch weil es für mich derzeit viele andere Dinge zu erledigen gilt. Da ich mit Handy eh ungern arbeite, auch schon Probleme mit anderen Smartphone-Anhanggeräten hatte, insb. da immer auf die zweihändig Bedienung angewiesen bin und trotzdem mit meinen "Pranken" kleinene Symbole schlecht und unzuverlässig treffe, nannte ich als Wunschkandidat die Thor 001. Ohne weiteren Austausch kam die an diesem WE per DHL an. Gestern kam es erstmal nur zu einem grundsätzlichen Funktionstest, etwas später erlitt ich mit Fahrrad ein Kreislaufversagen, es folgte Rettungswagen und Krankenhaus. Jetzt hoffe ich, möglichst schnell wieder aktiv sein zu können, dann kommen hoffentlich etwas mehr mehr Erstinfos. Was bisher schon einmal klar ist: Das Bild/Auflösung/Helligkeit auf dem integrierten 3,5" Monitor ist phantastisch, das Gerät liegt (für mich) super in der Hand und ist einhändig erstmal klasse zu bedienen. Zu bedenken ist: Es ist mit seiner Grösse ein ganz schöner "Brummer" und mit seinen gut 700 g für zarte Hände evtl. überdenkenswert. Für den Ausserhauseinsatz ist ein stabiler Transportkoffer dabei, kpl. landet man damit bei ~1,650 kg. Hier Forum dürften damit erstellen Bilder vorrangig interessant sein. Damit muss ich leider auf die Zukunft verweisen, ich selber hoffe, dass es nicht zulange dauert.
Ralf X. schrieb: > Gestern kam es erstmal nur zu einem grundsätzlichen Funktionstest, etwas > später erlitt ich mit Fahrrad ein Kreislaufversagen, es folgte > Rettungswagen und Krankenhaus. > Jetzt hoffe ich, möglichst schnell wieder aktiv sein zu können, dann > kommen hoffentlich etwas mehr mehr Erstinfos. Gute Besserung!
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