Hallo zusammen, im Kontext von PV-Überschuss Nutzung taucht ja immer wieder das Thema auf, Heizstäbe oder sonstige Verbraucher über PWM zu regeln. Dann folgt oft der Hinweis, das dies für große Verbraucher niccht sinnvoll oder zulässig ist, und daher eine aktive PFC nötig ist oder eben Wellenpaketsteuereung. Nicht, dass ich derartiges vorhätte, aber Mein Wechselrichter (FoxEss H3-Pro) bietet z.B. recht umfangreiche Einstellungen zur "Reactive Power Control" Dort kann Leistungsabhängig Blindleistung zur Verfügung gestellt werden ( Q(P)-Kennlinie) oder auch auf ein festen cos(phi) am Ausgang ausgeregelt werden. Der WR beherrscht zudem Ausgangssymmetrierung, die Schieflast ausregelt, so dass der WR mit allem dahinter um Idealfall dem Netz gegenüber als perfekter, symmetrischer ohmscher Verbraucher wirkt. Bei Verschiebungs- und Verzerrungslindleistung sollte das gut Funktionieren, nur beim Ripple bin ich noch unschlüssig. Meine Frage wäre daher: Wie gut funktioniert das in der Praxis? Hat jemand von euch mit dem nötigen Equipment tatsächlich schon mal GEMESSEN, wie viel cos(phi) und Ripple wirklich noch Netzseitig ankommt? Das wäre doch mal ein interessanter Versuch. Wenn dem so ist, dann wäre die ganze Diskussion zur Regelung von Heizelementen nur theoretischer Natur. Denn Wenn PV Überschuss da ist, wird auch auf jeden Fall gerade "gewechselrichtet". Grüße, M
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Sebastian D. schrieb: > so dass der WR mit allem dahinter um Idealfall dem Netz gegenüber als > perfekter, symmetrischer ohmscher Verbraucher wirkt. Was soll das für ein Wunderding sein. Was ist 'hinter' dem Wechselrichter ? Ein WR mit Netzanschluss ('vorne') und Notstromanschluss ('hinten') ? Sebastian D. schrieb: > dann wäre die ganze Diskussion zur Regelung von Heizelementen nur > theoretischer Natur Ich glaube, du bist da mächtig auf dem Holzweg.
Welche Blindleistung verursacht denn so ein Heizstab?
Marek N. schrieb: > Welche Blindleistung verursacht denn so ein Heizstab? Verzerrungsblindleistung wenn er z.B. phasenschitt gedimmt wird
Sebastian D. schrieb: > FoxEss H3-Pro Der stellt den "Notstrom" nur auf dem "EPS"-Output zur Verfügung. Und, soweit ich das verstanden habe: Wenn das Versorgernetz vorhanden ist, wird der EPS-Output einfach parallelgeschaltet. d.H. deine Überlegung greift nur, wenn du Off-Grid rein auf Batteriebetrieb dein eigenes Inselnetz benutzt. Überraschung: In deinem eigenen Inselnetz darfst du eh machen, was du willst.
Interessante Frage Mein Deye lädt die 48Volt Akkus mit bis zu 240A, auch aus dem Netz wenn erforderlich. Damit muß er eine aktive PFC haben sonst würde das dafür erforderliche Schaltnetzteil massive Störungen verursachen. Wenn das Netz ausfällt kann er die gesamte Hauslast mit bis zu 12kW 3-phasig übernehmen, solange der 24kWh Akku liefert. Ob diese Schaltungsblöcke jetzt so angeordnet sind daß auch bei Nulleinspeisung (also MIT Netz) keinerlei Verzerrungsblindleistung nach außen dringt? Bei Nulleinspeisung eigentlich logisch..... Für mich nicht interessant weil die WP die Wärme mit 4-5fachem "Wirkungsgrad" eines Heizstabes in den Speicher bringt. Da würde man allenfalls Laufzeit sparen.
Thomas R. schrieb: > aß auch bei > Nulleinspeisung (also MIT Netz) keinerlei Verzerrungsblindleistung nach > außen dringt? Bei Nulleinspeisung eigentlich logisch..... stell Dir z.B. eine Glühbirne ober eine Diode am Netz vor - was soll da der WR unternehmen können? er kann schlecht nur Halbwellen einspeisen
Heinz R. schrieb: > Thomas R. schrieb: >> aß auch bei >> Nulleinspeisung (also MIT Netz) keinerlei Verzerrungsblindleistung nach >> außen dringt? Bei Nulleinspeisung eigentlich logisch..... > > stell Dir z.B. eine Glühbirne ober eine Diode am Netz vor - was soll da > der WR unternehmen können? er kann schlecht nur Halbwellen einspeisen Hm, Mißverständnis? Ich meine einen abschnittgeregelten Heizstab auf der Haus/Loadseite, also hinter der vermuteten PFC Baugruppe. Was immer sich da abspielt müßte von der PFC im WR glattgebügelt werden und nicht nach außen dringen?
Thomas R. schrieb: > Hm, Mißverständnis? Ich meine einen abschnittgeregelten Heizstab auf der > Haus/Loadseite, also hinter der vermuteten PFC Baugruppe. Was immer sich > da abspielt müßte von der PFC im WR glattgebügelt werden und nicht nach > außen dringen? nein, das ist das Gleiche bzw noch komplexer Wenn die Phasenabschnittsteuerung z.B. das letzte Drittel der Halbwelle abschneidet - wie soll das der WR ergänzen? Gehen würde es nur wenn dein WR einen Zwischenkreis hätte, also permanent AC-DC-AC wandelt Das ist aber vermutlich nicht so, der Kunde weil ja nicht dauerhafte unnötige Verluste haben
Heinz R. schrieb: > Thomas R. schrieb: >> Hm, Mißverständnis? Ich meine einen abschnittgeregelten Heizstab auf der >> Haus/Loadseite, also hinter der vermuteten PFC Baugruppe. Was immer sich >> da abspielt müßte von der PFC im WR glattgebügelt werden und nicht nach >> außen dringen? > > nein, das ist das Gleiche bzw noch komplexer > Wenn die Phasenabschnittsteuerung z.B. das letzte Drittel der Halbwelle > abschneidet - wie soll das der WR ergänzen? > > Gehen würde es nur wenn dein WR einen Zwischenkreis hätte, also > permanent AC-DC-AC wandelt > > Das ist aber vermutlich nicht so, der Kunde weil ja nicht dauerhafte > unnötige Verluste haben Der hat aber wohl einen permanenten Zwischenkreis zumindest lassen das Bilder des Innenlebens erahnen. Und deshalb ist die Frage schon interessant, könnten andere HybridWR ja ebenfalls haben.
Es gibt Wechselrichter, die das können: https://www.stromfee.me/post/oberschwingungsemissionen-von-gro%C3%9Fen-photovoltaik-kraftwerken-eine-analyse-basierend-auf-messergebn Wechselrichtersteuerung: Moderne Wechselrichter können teilweise Oberschwingungen durch intelligente Regelung reduzieren oder sogar als aktive Filter fungieren (nach Absprache). Aber ob Du die Kosten tragen möchtest, wissen wir nicht. Im Wesentlichen wollen die WR den Sinusverlauf des internen Programms zur Regelung und Steuerung der Einspeisung halten. Wenn die Steuerung streng beim Einspeisestrom den Sinusverlauf einzuhalten trachtet, dann werden Oberwellen nicht geschwächt. Wird aber ein Kompromiss einer Sinusform für Strom und Spannung in der Regelung gefahren, dann werden einige Oberwellen durch den WR geschwächt aber nicht kompensiert. Der Messaufbau dazu ist nicht wirklich kompliziert. Der Spannungsverlauf und Stromverlauf wird gemessen und ausgewertet.
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