Forum: Haus & Smart Home Stellt der PV Wechselrichter eine PFC dar?


von Sebastian D. (minimalist)


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Hallo zusammen,
im Kontext von PV-Überschuss Nutzung taucht ja immer wieder das Thema 
auf, Heizstäbe oder sonstige Verbraucher über PWM zu regeln. Dann folgt 
oft der Hinweis, das dies für große Verbraucher niccht sinnvoll oder 
zulässig ist, und daher eine aktive PFC nötig ist oder eben 
Wellenpaketsteuereung.

Nicht, dass ich derartiges vorhätte, aber Mein Wechselrichter (FoxEss 
H3-Pro) bietet z.B. recht umfangreiche Einstellungen zur "Reactive Power 
Control"
Dort kann Leistungsabhängig Blindleistung zur Verfügung gestellt werden 
( Q(P)-Kennlinie) oder auch auf ein festen cos(phi) am Ausgang 
ausgeregelt werden. Der WR beherrscht zudem Ausgangssymmetrierung, die 
Schieflast ausregelt, so dass der WR mit allem dahinter um Idealfall dem 
Netz gegenüber als perfekter, symmetrischer ohmscher Verbraucher wirkt. 
Bei Verschiebungs- und Verzerrungslindleistung sollte das gut 
Funktionieren, nur beim Ripple bin ich noch unschlüssig.

Meine Frage wäre daher: Wie gut funktioniert das in der Praxis? Hat 
jemand von euch mit dem nötigen Equipment tatsächlich schon mal 
GEMESSEN, wie viel cos(phi) und Ripple wirklich noch Netzseitig ankommt? 
Das wäre doch mal ein interessanter Versuch.

Wenn dem so ist, dann wäre die ganze Diskussion zur Regelung von 
Heizelementen nur theoretischer Natur. Denn Wenn PV Überschuss da ist, 
wird auch auf jeden Fall gerade "gewechselrichtet".
Grüße,
M
: Verschoben durch Moderator
von Michael B. (laberkopp)


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Sebastian D. schrieb:
> so dass der WR mit allem dahinter um Idealfall dem Netz gegenüber als
> perfekter, symmetrischer ohmscher Verbraucher wirkt.

Was soll das für ein Wunderding sein.

Was ist 'hinter' dem Wechselrichter ?

Ein WR mit Netzanschluss ('vorne') und Notstromanschluss ('hinten') ?

Sebastian D. schrieb:
> dann wäre die ganze Diskussion zur Regelung von Heizelementen nur
> theoretischer Natur

Ich glaube, du bist da mächtig auf dem Holzweg.
von Marek N. (db1bmn)


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Welche Blindleistung verursacht denn so ein Heizstab?
von Sebastian D. (minimalist)


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Marek N. schrieb:
> Welche Blindleistung verursacht denn so ein Heizstab?

Verzerrungsblindleistung wenn er z.B. phasenschitt gedimmt wird
von Εrnst B. (ernst)


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Sebastian D. schrieb:
> FoxEss H3-Pro

Der stellt den "Notstrom" nur auf dem "EPS"-Output zur Verfügung.
Und, soweit ich das verstanden habe: Wenn das Versorgernetz vorhanden 
ist, wird der EPS-Output einfach parallelgeschaltet.

d.H. deine Überlegung greift nur, wenn du Off-Grid rein auf 
Batteriebetrieb dein eigenes Inselnetz benutzt.

Überraschung: In deinem eigenen Inselnetz darfst du eh machen, was du 
willst.
von Thomas R. (thomasr)


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Interessante Frage

Mein Deye lädt die 48Volt Akkus mit bis zu 240A, auch aus dem Netz wenn 
erforderlich. Damit muß er eine aktive PFC haben sonst würde das dafür 
erforderliche Schaltnetzteil massive Störungen verursachen.

Wenn das Netz ausfällt kann er die gesamte Hauslast mit bis zu 12kW 
3-phasig übernehmen, solange der 24kWh Akku liefert.

Ob diese Schaltungsblöcke jetzt so angeordnet sind daß auch bei 
Nulleinspeisung (also MIT Netz) keinerlei Verzerrungsblindleistung nach 
außen dringt? Bei Nulleinspeisung eigentlich logisch.....

Für mich nicht interessant weil die WP die Wärme mit 4-5fachem 
"Wirkungsgrad" eines Heizstabes in den Speicher bringt. Da würde man 
allenfalls Laufzeit sparen.
von Heinz R. (heijz)


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Thomas R. schrieb:
> aß auch bei
> Nulleinspeisung (also MIT Netz) keinerlei Verzerrungsblindleistung nach
> außen dringt? Bei Nulleinspeisung eigentlich logisch.....

stell Dir z.B. eine Glühbirne ober eine Diode am Netz vor - was soll da 
der WR unternehmen können?  er kann schlecht nur Halbwellen einspeisen
von Thomas R. (thomasr)


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Heinz R. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> aß auch bei
>> Nulleinspeisung (also MIT Netz) keinerlei Verzerrungsblindleistung nach
>> außen dringt? Bei Nulleinspeisung eigentlich logisch.....
>
> stell Dir z.B. eine Glühbirne ober eine Diode am Netz vor - was soll da
> der WR unternehmen können?  er kann schlecht nur Halbwellen einspeisen

Hm, Mißverständnis? Ich meine einen abschnittgeregelten Heizstab auf der 
Haus/Loadseite, also hinter der vermuteten PFC Baugruppe. Was immer sich 
da abspielt müßte von der PFC im WR glattgebügelt werden und nicht nach 
außen dringen?
von Heinz R. (heijz)


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Thomas R. schrieb:
> Hm, Mißverständnis? Ich meine einen abschnittgeregelten Heizstab auf der
> Haus/Loadseite, also hinter der vermuteten PFC Baugruppe. Was immer sich
> da abspielt müßte von der PFC im WR glattgebügelt werden und nicht nach
> außen dringen?

nein, das ist das Gleiche bzw noch komplexer
Wenn die Phasenabschnittsteuerung z.B. das letzte Drittel der Halbwelle 
abschneidet - wie soll das der WR ergänzen?

Gehen würde es nur wenn dein WR einen Zwischenkreis hätte, also 
permanent AC-DC-AC wandelt

Das ist aber vermutlich nicht so, der Kunde weil ja nicht dauerhafte 
unnötige Verluste haben
von Thomas R. (thomasr)


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Heinz R. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Hm, Mißverständnis? Ich meine einen abschnittgeregelten Heizstab auf der
>> Haus/Loadseite, also hinter der vermuteten PFC Baugruppe. Was immer sich
>> da abspielt müßte von der PFC im WR glattgebügelt werden und nicht nach
>> außen dringen?
>
> nein, das ist das Gleiche bzw noch komplexer
> Wenn die Phasenabschnittsteuerung z.B. das letzte Drittel der Halbwelle
> abschneidet - wie soll das der WR ergänzen?
>
> Gehen würde es nur wenn dein WR einen Zwischenkreis hätte, also
> permanent AC-DC-AC wandelt
>
> Das ist aber vermutlich nicht so, der Kunde weil ja nicht dauerhafte
> unnötige Verluste haben

Der hat aber wohl einen permanenten Zwischenkreis zumindest lassen das 
Bilder des Innenlebens erahnen. Und deshalb ist die Frage schon 
interessant, könnten andere HybridWR ja ebenfalls haben.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)



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Es gibt Wechselrichter, die das können:

https://www.stromfee.me/post/oberschwingungsemissionen-von-gro%C3%9Fen-photovoltaik-kraftwerken-eine-analyse-basierend-auf-messergebn

Wechselrichtersteuerung: Moderne Wechselrichter können teilweise 
Oberschwingungen durch intelligente Regelung reduzieren oder sogar als 
aktive Filter fungieren (nach Absprache).

Aber ob Du die Kosten tragen möchtest, wissen wir nicht.

Im Wesentlichen wollen die WR den Sinusverlauf des internen Programms 
zur Regelung und Steuerung der Einspeisung halten. Wenn die Steuerung 
streng beim Einspeisestrom den Sinusverlauf einzuhalten trachtet, dann 
werden Oberwellen nicht geschwächt. Wird aber ein Kompromiss einer 
Sinusform für Strom und Spannung in der Regelung gefahren, dann werden 
einige Oberwellen durch den WR geschwächt aber nicht kompensiert.

Der Messaufbau dazu ist nicht wirklich kompliziert. Der Spannungsverlauf 
und Stromverlauf wird gemessen und ausgewertet.
von Hans W. (hanswieland)


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Gut, dass es nur den Wechselrichter gibt. Das ermöglicht pauschal 
gültige Antworten für alle. Praktisch ist auch, dass man nur einen 
prüfen muss, um das Vethalten aller zu bestätigen.
von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Ein PFC schaut, dass man den laststrom sinusfürmig aufnimmt.
Üblich (es gibt auch andere Konzepte) sind boost converter hinter einer 
gleichrichterbrücke, die so geregelt werden, dass die rms Spannung an 
einem Kondensator konstant bleibt.

Wenn du da 10A DC rauszueist, wird 10Arms AC vom Netz bezogen. Am 
Kondensator siehst du dort dann auch einen sinus.

Damit wird blindstrom vermieden.

Oberwellen entstehen bei nicht sinusförmiger Stromaufnahme. Dioden 
Gleichrichter und glättungskondensatoren oder einfach LED Lampen, die 
direkt an 230V hängen wären Beispiele. Ab 25W/75W (da gibt's 
unterschiedliche Grenzen für manche Geräte, wird daher eine PFC verbaut.
Früher nachste man bei etwas größerer Leistung gerne valley-fills oder 
Induktivitäten....

WR sind Stromquellen....zumindest die, die netzsynkron einspeisen. Dort 
geht ein ziemlich sauberer sinus ins Netz. Blindleistungsregelung wird 
vom Netzbetreiber ggf. gefordert und hat mit einer PFC nix zu tun.


Wellepaketsteuerung ist nicht mehr wirklich zeitgemäß!
Da bekommst du schnell mit Flicker ein Problem.
Wenn's geht ist's natürlich super weil billig.

73
von Oliver S. (oliverso)


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Sebastian D. schrieb:
> Mein Wechselrichter (FoxEss
> H3-Pro) bietet z.B. recht umfangreiche Einstellungen zur "Reactive Power
> Control"
> Dort kann Leistungsabhängig Blindleistung zur Verfügung gestellt werden
> ( Q(P)-Kennlinie) oder auch auf ein festen cos(phi) am Ausgang
> ausgeregelt werden.

Das können eigentlich alle, und üblicherweise schreibt der Netzbetreiber 
auch vor, welche Blindleistung der WR liefern muß.

Das Problem bei Phasenan-/abschnittsteuerungen ist ja nicht nur die 
Blindleistung, sondern auch die Störungen durch Oberwellen. Und gegen 
die macht ein PV-Wechselrichter gar nix.

Oliver
von Thomas R. (thomasr)


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Was gibt denn ein FU ins Netz ab?

In Richtung Motor sind die Störungen bekannt aber in Richtung Netz 
sollte da wegen des Zwischenkreises nichts zu sehen sein.
von Oliver S. (oliverso)


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Ja, nur ist ein PV-Wechselrichter kein FU. Der hat zwar auch einen 
Zwischenkreis, nur halt woanders.

Oliver
: Bearbeitet durch User
von Stephan (stephan_h623)


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Die Überlegung ist reichlicher Unsinn.
Erst wenn der WR wie ne Online-USV explizit ohne Umschaltzeit angegeben 
ist und ein Wirkungsgrad für die Notstrom-Steckdose im Netzbetrieb 
benannt ist kann man mal darüber nachdenken, dass der ne PFC der 
Verbraucher mitleisten könnte.

Typischerweise wird so ein WR aber parallel zur Installation eingebaut 
und bekommt irgendwelche gemittelten Verbrauchsdaten von nem externen 
Gerät. Die Notstromdose wird per Relais umgeschaltet.

Grund für den Hersteller da irgendwas in der Richtung vorzusehen gibt's 
keinen. Geht auch nicht ohne Zusatzaufwand (mindestens bräuchte es mehr 
Zwischenkreiskapazität). Und das würde der Hersteller sicherlich 
bewerben.
Die passiven Filter nur für den WR auszulegen ist auch erheblich 
einfacher als für ne Kombi mit unbekannter Stromaufnahme.

Wesentlich einfacher wäre es direkt im WR ne Heizstabsteuerung 
einzubauen. Die könnte synchron mit dem WR laufen und die Störungen dann 
sogar dämpfen bzw. in nen leichter filterbaren höheren Frequenzbereich 
verschieben.
Aber wegen ein paar Spinnern in DE baut sowas natürlich keiner ein.

Nulleinspeisung bedeutet nicht, dass kein Stromfluss zwischen Netz und 
Haus stattfindet. Es fließt nur im Mittel über wenige Halbwellen keine 
Leistung. Grade so, dass es die Zähler nicht oder nur wenig davon 
erfassen.
von Thomas R. (thomasr)


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Stephan schrieb:
> Die Überlegung ist reichlicher Unsinn.
> Erst wenn der WR wie ne Online-USV explizit ohne Umschaltzeit angegeben
> ist und ein Wirkungsgrad für die Notstrom-Steckdose im Netzbetrieb
> benannt ist kann man mal darüber nachdenken, dass der ne PFC der
> Verbraucher mitleisten könnte.
>
Stephan, bitte genau lesen!

Mein Hybrid WR hat keine Umschaltzeit oder die ist unter 0,1s bei vollen 
12kW. Jedenfalls kann man bei 12kW die SLS abschalten und es passiert 
genau NICHTS im Hausnetz.

Der ist also DAUERND am Netz bzw. leitet das Netz STÄNDIG zum LOAD 
Anschluß (ganzes Haus) weiter, wie eine online USV.

PV Einspeisung ist eine völlig andere Aufgabe.
von Rob R. (Gast)


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Die Blindleistung über den Wechselrichter zu ändern ist eingeschränkt 
möglich aber nicht empfehlenswert, da komplex und aufwendig- das würde 
ich eher dem Netzbetreiber überlassen, der hat dafür andere 
Möglichkeiten. Aber was du wohl mit der Nulleinspeisung mittels Heizstab 
verursachst ist neben dem Blindleistungsproblem u.U. einen 
Gleichspannungsanteil im Hausnetz, wenn du es mit unsymmetrischem 
Phasenanschnitt bei hoher Last umsetzt. Und dagegen hat der 
Wechselrichter keine Möglichkeit, den zu kompensieren.
von Thomas R. (thomasr)


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Rob R. schrieb:
> Die Blindleistung über den Wechselrichter zu ändern ist eingeschränkt
> möglich aber nicht empfehlenswert, da komplex und aufwendig- das würde
> ich eher dem Netzbetreiber überlassen, der hat dafür andere
> Möglichkeiten. Aber was du wohl mit der Nulleinspeisung mittels Heizstab
> verursachst ist neben dem Blindleistungsproblem u.U. einen
> Gleichspannungsanteil im Hausnetz, wenn du es mit unsymmetrischem
> Phasenanschnitt bei hoher Last umsetzt. Und dagegen hat der
> Wechselrichter keine Möglichkeit, den zu kompensieren.

Vermutlich meinst du Verzwerrungsblindleistung? Denn eine normale 
Blindleistungskompensation muß heute jeder neue WR können, sonst keine 
Zulassung.

Und solange der Phasenan/abschnitt symmetrisch erfolgt würde ich in 
einem kleinen Leistungsbereich (so bis 2/3kW) keine Probleme erwarten.

Kann man das mit einem "normalen" Speicheroszi darstellen? Wie wäre der 
Aufbau? Würde ich gern mal versuchen.....
von Jörg K. (joergk)


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Thomas R. schrieb:
> Denn eine normale
> Blindleistungskompensation muß heute jeder neue WR können, sonst keine
> Zulassung.
Kompensation machen die nicht, dafür müßten sie ja den cos phi am 
Netzübergabepunkt kennen.
Was sie machen ist einen (vom VNB vorgegebenen) cos phi am 
Wechselrichterausgang einzustellen.
Ich betreue hier eine 10MW-Solaranlage. Auch da fordert der VNB nur 
einen bestimmten cos phi an den Wechselrichtern (und natürlich nur sehr 
wenig Verzerrungsblindleistung). Die Sollwertvorgabe für den cos phi 
erfolgt per Mobilfunk.

> Vermutlich meinst du Verzwerrungsblindleistung?
Gegen Verzerrungsblindleistung die er nicht selbst verursacht hat (also 
z.B. aus einer Phasenanschnittsteuerung eines Heizstabes) der WR ja 
leider ohnehin keine Chance, dafür müßte er ja den Stromverlauf am 
Netzübergabepunkt mit hoher Abtastrate erfassen und entsprechend 
gegenregeln.
von Thomas R. (thomasr)


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Moderne Wechselrichter können das dynamisch, hier ein Zitat von einer 
Herstellerseite aus dem Netz (nicht KI !!):

Moderne Solarwechselrichter korrigieren den PF aktiv, indem sie je nach 
Bedarf Blindleistung einspeisen oder absorbieren. Mithilfe der 
Volt-Var-Funktion und Echtzeit-Spannungsmessungen passt der 
Wechselrichter die VAR-Leistung dynamisch an, um den PF näher an die 
Einheit zu bringen. Wenn das System beispielsweise aufgrund von 
induktiven Lasten einen rückläufigen PF aufweist, kann der 
Wechselrichter führende Blindleistung liefern, um den Fluss 
auszugleichen. Umgekehrt kann er unter kapazitiven Bedingungen 
überschüssige Blindleistung absorbieren. In der Praxis hat sich gezeigt, 
dass die Aktivierung der Blindleistungskompensation durch Wechselrichter 
in mittleren bis großen PV-Anlagen den PF oft von etwa 0,85 auf 0,98 
oder höher verbessert. Dadurch erfüllt das System nicht nur die 
Anforderungen des Energieversorgers, sondern optimiert auch die 
Energieabgabe, reduziert die Verluste und verringert die Belastung der 
elektrischen Komponenten. Im Laufe der Zeit führt eine ordnungsgemäße 
PF-Korrektur über Wechselrichter zu einem effizienteren Betrieb, weniger 
Wartungsaufwand und einer besseren langfristigen Leistung der PV-Anlage.

Dafür gibt es bei meinem Deye eine eigene Einstellebene für die ganzen 
Parameter. Seltsamerweise ist diese Ebene NICHT vor willkürlicher 
Verstellung geschützt. Eigentlich fahrlässig...
: Bearbeitet durch User
von Stephan (stephan_h623)


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Thomas R. schrieb:
> Stephan schrieb:
>> Die Überlegung ist reichlicher Unsinn.
>> Erst wenn der WR wie ne Online-USV explizit ohne Umschaltzeit angegeben
>> ist und ein Wirkungsgrad für die Notstrom-Steckdose im Netzbetrieb
>> benannt ist kann man mal darüber nachdenken, dass der ne PFC der
>> Verbraucher mitleisten könnte.
>>
> Stephan, bitte genau lesen!
>
> Mein Hybrid WR hat keine Umschaltzeit oder die ist unter 0,1s bei vollen
> 12kW. Jedenfalls kann man bei 12kW die SLS abschalten und es passiert
> genau NICHTS im Hausnetz.
>
> Der ist also DAUERND am Netz bzw. leitet das Netz STÄNDIG zum LOAD
> Anschluß (ganzes Haus) weiter, wie eine online USV.
>
> PV Einspeisung ist eine völlig andere Aufgabe.

0,1s oder auch nur 1ms ist eine Umschaltzeit.
Die Umschaltzeit müsste exakt 0 sein. Und auch nicht 1 Mikrosekunde.

Mach mal ein Oszibild der Spannung wenn du den SLS rauswirfst.

Oder vielleicht insgesamt aussagekräftiger ein Oszibild der 
Stromaufnahme wenn nur ne gedimmte Lampe (z.B. Halogen, keine LED) an 
ist.
von Stephan (stephan_h623)


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Thomas R. schrieb:
> Der ist also DAUERND am Netz bzw. leitet das Netz STÄNDIG zum LOAD
> Anschluß (ganzes Haus) weiter, wie eine online USV.

Hier zumindest ist im Netzbetrieb der Last-Ausgang im Netzbetrieb klar 
direkt aufs Netz geschaltet: 
https://de.deyeinverter.com/deyeinverter/2024/04/28/certificate+germany+vde-ar-n4105-1.pdf

Aber Unterbrechung bei Netzausfall muss es da (fast) keine geben. Beim 
Wiederaufschalten vmtl. aber schon.

Grundsätzlich muss der WR für den Notstrombetrieb auch die komplette 
Verzerrungsblindleistung liefern können (aber natürlich nur im normalen 
Rahmen). Also theoretisch könnte es tatsächlich gehen mit der PFC. Da 
hab ich zu laut getrommelt.
Aber es ist dann evtl. nicht die volle Leistung möglich.

Ich würde als Hersteller aber trotzdem nichts ohne Not in der Richtung 
vorsehen.
EMV für den WR alleine ist schon ne Aufgabe. Da noch auf die Last zu 
reagieren macht die Steuerung definitiv aufwändiger und 
fehleranfälliger. Wenn die Last direkt am Netz hängt muss man die bei 
der Prüfung (zumindest theoretisch) nicht berücksichtigen. Wenn der WR 
abhängig von der Last arbeitet wird auch die Prüfung höchst komplex.
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