Ich muss mal kurz meinen Frust loswerden: Ich habe mich bei der Eingabe beim online Banking vertippt und wollte abbrechen. Das X war schnell gefunden aber dann kam die Frage - wollen Sie den Vorgang abbrechen? Ein einfaches ja/nein wäre wohl als Auswahl zu einfach gewesen deshalb konnte man aus *fortfahren und *abbrechen auswählen. Um den Vorgang zu beenden musste man fortfahren auswählen denn abbrechen hätte den Vorgang des Abbrechens abgebrochen. Logisch oder?
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So wie, auf die Frage, "Du gehst nicht dorthin!", die Antworten "Ja, ich gehe dorthin, oder "Nein, ich gehe dorhin" bunt gewuerfelt zurueckkommen.
Eine Witzzeichnung aus der "mc" (Franzis-Verlag) vor vielen Jahren: "Alle Dateien nicht löschen, ja/nein?"
Cookie Dialoge sind auch oft auf ähnliche Weise uneindeutig. Aber dort ist es wohl Absicht.
Solche semantischen Schätzchen sind entweder das Ergebnis von schlechter (automatischer) Übersetzung oder KI-Coding.
Frank E. schrieb: > Solche semantischen Schätzchen sind ... Microsoft-Hausstil. Schon immer: https://en.wikipedia.org/wiki/Abort,_Retry,_Fail%3F
Das hat man schon vor KI hinbekommen: Ein Styleguide schreibt vor dass es keine Ja/Nein-Fragen geben darf. Die Toolkit-Implementierung enthält daher "Continue" und "Cancel" für solche Fragen. Weil das ja viel klarer ist ... Die Programmierer, auch wenn es sie vielleicht ankotzt, nehmen das so, weil sie müssen. Die Lokalisierung macht daraus "Fortsetzen" und "Abbrechen". Niemand sieht das komplette Fenster (Nachricht und Auswahlmöglichkeiten zusammen). Wenn doch wird aktiv weggesehen. Denn niemand hat Bock darauf die endlose Diskussion mit den Hütern des Styleguides zu führen.
Hannes J. schrieb: > Ein Styleguide schreibt vor dass es keine Ja/Nein-Fragen geben darf. Das ist dann aber schlecht designt worden, denn Yes und No sind nicht nur kürzer, sondern auch international klar verständlich! Desweiteren lassen sich die Wörter YE5 und no sogar auf einer 7-Segment Anzeige darstellen.
Dieter D. schrieb: > wie, auf die Frage, "Du gehst nicht dorthin!", Eine Frage wird durch ein Fragezeichen am Satzende gekennzeichnet!
Doppelte Verneinungen brauchen generell deutlich mehr Verarbeitungszeit. Weswegen man diese auch in Sätzen vermeiden kann. Ja/Nein gibt es aber bei Linux öfter und passt auch im Zusammenhang. Funktioniert da aber auch problemlos und nicht so verbuggt, wie das klassische "Abort,Retry,Ignore" in DOS. Immerhin konnte man mit einer Tastenkombination(Abt.: gewusst wie) den Loop unterbrechen.
Hannes J. schrieb: > Ein Styleguide schreibt vor dass es keine Ja/Nein-Fragen geben darf. Dann sollte man diesen Styleguide vielleicht mal in Frage stellen ...
Mann könnte "Continue" und "Cancel" noch um: "MayBe" und "DontKnow" ergänzen.
Frank E. schrieb: > entweder das Ergebnis von schlechter > (automatischer) Übersetzung oder KI-Coding. Solche Hirnverdreher gab es schon lange vor KI und auch schon vor automatischer Übersetzung. Sie sind das nicht sonderlich sprachabhängige Ergebnis eines von mehreren Schritten genutzten gleichen Dialogs.
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wieso, geht doch: Mal wieder ein passender Cartoon des unvergessenen Martin Perscheid
Hans W. schrieb: > Cookie Dialoge sind auch oft auf ähnliche Weise uneindeutig. Aber dort > ist es wohl Absicht. erinnert mich an (ablehnen wie ausgewählt?) wenn alles schon nicht ausgewählt ist. Was wollen die Autoren nun?
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