Forum: Offtopic "Schöne" Platine?


von Bernd F. (metallfunk)


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Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner
neuen Uhr angehe.

Aber, was spricht dagegen, die Platine sichtbar zu präsentieren?

Es wird wohl auf Lochraster hinauslaufen, aber es gibt doch so viel
Möglichkeiten.
Hier ein Beispiel aus einem Glashütter Schiffschronometer.

Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen?

Die Bindung der Kabel hat auch was.

Grüße Bernd
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8055461 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Al. K. (alterknacker)


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Bernd F. schrieb:
> Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen?

Schönheit liegt im Auge des Betrachters...


Ich finde deine Leiterplatte z.B. nicht schon.
Muss es auch nicht, wenn sie Funktionell alles hergibt was erwartet und 
benötigt wurde.

Der 81 Jährige alte knacker
von Lu (oszi45)


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Bernd F. schrieb:
> ein Beispiel aus

Aus leidiger Erfahrung würde ich sagen. Diese Leiterplatte war noch 
nicht auf dem Rütteltisch. Sonst wären vermutlich einige Teile in 
Resonanz gekommen und abgefallen. Ein Produkt der 70er Jahre?
Gut, dass sie bisher keiner gesehen hat. :-)
von H. H. (hhinz)


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Lu schrieb:
> Aus leidiger Erfahrung würde ich sagen. Diese Leiterplatte war noch
> nicht auf dem Rütteltisch. Sonst wären vermutlich einige Teile in
> Resonanz gekommen und abgefallen. Ein Produkt der 70er Jahre?
> Gut, dass sie bisher keiner gesehen hat. :-)

Auf hoher See gibts wenig Schlaglöcher.
von Bernd F. (metallfunk)


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Al.K.

Was würde denn eine "schöne" Platine ausmachen?
(Kommt natürlich auf den Entstehungszeitraum an).

Platinenmaterial, Layout, Anbringung der Bauteile?
Das die Funktion gegeben ist, ist natürlich kein Thema.

Einfach so, dass der erste Blick sagt: Schön gemacht.

Grüße Bernd
von Hans W. (hanswieland)


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Saubere Verarbeitung ist wichtig, das kennst du doch! Also alle Bauteile 
gerade und symmetrisch ausgerichtet, die Anschlüsse mit einer Zange 
rechtwinklig gebogen. Bei Widerständen der goldene Ring (falls 
vorhanden) immer auf der gleichen Seite. Die Ränder der Platine glatt 
schleifen, nicht daß sie wie eine ausgefranste Briefmarke aussieht.

Ich habe mal eine Lochraster Platine vor dem Bestücken auf der Oberseite 
schwarz lackiert, das sah gut aus. So kamen die sorgfältig platzierten 
Bauteile (und in meinem Fall viele LEDs) gut zur Geltung.
: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Bernd F. schrieb:
> Einfach so, dass der erste Blick sagt: Schön gemacht.

Wenn das deine Einstellung ist, isses doch O.K.


Bei mir wird und wurde staunend gefragt, und das geht...

Das unsichtbare habe ich oft bei Ausstellung über Monitor gezeigt.
;-))

Der Alte
von H. H. (hhinz)


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Bernd F. schrieb:
> Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner
> neuen Uhr angehe.

Du meinst die mit den Lichtschranken am Pendel?

Wenn die Elektronik richtig retro aussehen soll, dann nur Transistoren 
und ICs im Blechtöpfchen. Oder gar nur Glühtransistoren...
von Harald K. (kirnbichler)


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Al. K. schrieb:
> Bei mir wird und wurde staunend gefragt, und das geht...

Wissen wir zu Genüge. Deine Herangehensweise ist das
komplette Gegenteil von dem, was Bernd möchte.
: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Harald K. schrieb:
> Wissen wir zu Genüge. Deine Herangehensweise ist das
> komplette Gegenteil von dem, was Bernd möchte.

Ich finde aber nicht schlechtes daran...
Jeder wie er mag....
Wo ist das Problem...

Der Alte
: Bearbeitet durch User
von Bernd F. (metallfunk)


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H. H. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner
>> neuen Uhr angehe.
>
> Du meinst die mit den Lichtschranken am Pendel?
>
> Wenn die Elektronik richtig retro aussehen soll, dann nur Transistoren
> und ICs im Blechtöpfchen. Oder gar nur Glühtransistoren...

Ich muß ja nicht übertreiben, aber wenn ich mir so Platinen
chinesicher SNT's ansehe: Grusel.

Dieser Klebstoff über alle Bauteile? Mag ja einen Sinn haben.
Die Bruchkanten der Platine, die Ausrichtung der Bauteile?
Das wäre so das Negativbeispiel einer "schönen" Platine.

Grüße Bernd
von Mario M. (thelonging)


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Bernd F. schrieb:
> Die Bindung der Kabel hat auch was.

Solche Kabelbäume zu binden, war damals Teil meiner Berufsausbildung. 
Mit zunehmender Verbreitung schneller Digitaltechnik waren diese 
hinfällig.
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Bernd F. schrieb:
> Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen?

HMP 1116 - Norad Militärtechnik. Jedes IC einzeln geprüft, alle 
Bausteine auf isolierten Kühlplatten montiert. Kosten haben da keine 
Rolle gespielt.

https://www.wolfgangrobel.de/museum/hmp1116.htm
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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von Mark S. (voltwide)


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Bernd F. schrieb:
> Dieser Klebstoff über alle Bauteile?

Gibt die erfordliche Rüttelfestigkeit für den Transport mit Tragtieren.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Wang hat schöne Platinen gemacht und als Ersatzteillager für den Service 
in schöne Tragekoffer gesteckt:

* https://www.oldcalculatormuseum.com/x-wang300partskit1.jpg
* 
https://forum.classic-computing.de/forum/index.php?thread/37033-vorstellung-programmierbarer-tischrechner-wang-600/

Aus dem Militärbereich gibt es auch ein paar hübsche Sachen: 
https://minutemanmissile.com/missileguidancesystem.html
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Mark S. schrieb:
> für den Transport mit Tragtieren.

Soll die Uhr von Yaks auf den Himalaya gebracht werden?
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8055533 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Joachim B. (jar)


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Wolfgang R. schrieb:
> HMP 1116 - Norad Militärtechnik.

aber nicht jede Lötstelle sieht gut aus, Zinnpegel variabel, einige 
Anschlußdrähte mit schwarzen Kragen an der Lötstelle welche 
Fernsehtechniker unter kalte Lötstelle einordnen würden, geprüft hin 
oder her, man weiß die fallen irgendwann aus.
Beitrag #8055550 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Bernd F. (metallfunk)


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Ich sehe Technik nicht mit den Augen des Elektronikers.

Als Metallbauer und Formgestalter (Neudeutsch= Designer),
hat auch normalerweise unsichtbare Technik eine Gestaltung verdient.

Ein Paradebeispiel sind Uhren. Im Anhang die Werke amerikanischer
Stoppuhren. Die Zifferblattseite, die nur der Uhrmacher beim
Service sieht (dazu muss das Zifferblatt abgenommen werden),
ist noch aufwändiger gemacht.

Warum? Weil es geht.

Grüße Bernd
Beitrag #8055559 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055561 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055564 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Bernd F. schrieb:
> Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner
> neuen Uhr angehe.
>
> Aber, was spricht dagegen, die Platine sichtbar zu präsentieren?
>
> Es wird wohl auf Lochraster hinauslaufen, aber es gibt doch so viel
> Möglichkeiten.
> Hier ein Beispiel aus einem Glashütter Schiffschronometer.
>
> Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen?
>
> Die Bindung der Kabel hat auch was.
>
> Grüße Bernd

Hallo Bernd,

Willst Du Dein Marine Chronometer so ähnlich wie das von Dir gezeigte 
von GH. aufbauen? In dem Fall würde eine eigener Nachbau nach diesen 
Muster schon Sinn haben. In meinen Augen ist der 1970er Platinen Entwurf 
durchaus stilgerecht und sehr schön konstruiert. Lass Dich nicht von 
gegenwärtigen Konstruktionspraktiken beirren.

Wenn ich so etwas bauen würde, würde ich das Layout so ähnlich wie 
möglich machen und wenn es gefertigt werden müsste, ohne Lötstopplack 
und Bestückungsplan herstellen lassen, oder natürlich selber machen. 
Eine moderne, zeitgerechte Leiterplatte passt da beim besten Willen 
nicht rein.

Gruß,
Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Ich sehe dort viele Dinge. Die Platine, ordentlich und mit liebe gebaut, 
typisch DDR. Für mein Geschmack hätte die auch etwas kleiner sein 
können. Spielt eigentlich keine Rolle, ist aber so eine Macke von mir.

Diese Kabelbaum abbinderrei, hatte ich auch gemacht. Das Band hat einen 
ständig die Haut aufgeschnitten, aber im Vordegrund stand die Ästhetik.
Die Mechanik, auch typisch DDR einerseits mit Liebe gemacht, 
andererseits sind dort Plastikteile die auch gerne aus Messing hätten 
sein können.

Ja, eine Seite in mir sagt „schön“, andererseits könnte ich mir dieses 
Gerät auch rein mechanisch vorstellen. Mit einer nicht sichtbaren 
Platine.

Dazu kommt noch, ich kann den Duft der Elektronik erahnen. Ist 
vermutlich so ein Ossiding, der Geruch von elektrischen Geräten und der 
Geruch des Intershops, den wird man nicht mehr los.
Beitrag #8055569 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055571 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055594 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Bernd F. schrieb:
> Es wird wohl auf Lochraster hinauslaufen

Das letzte Wort was mir bei "Lochraster" einfallen würde, ist das Wort 
"Schön".

Wenn überhaupt dann eine Professionell gefertigte Platine, gibt es heute 
ja verhältnismäßig günstig in zig verschiedenen Farben, ganz nach 
Wunsch. Eventuell kann man beim Design auch etwas mit dem 
Bestückungsaufdruck spielen, der muss ja nicht stupide die 
Bauteilnummern beinhalten.

Wichtig fände ich bei sowas auch die Bauteilanordnung. Die muss nicht 
unbedingt funktional und zweckmäßig und auch nicht militärisch 
einheitlich in reih und glied sein. Man kann da eventuell ein was zum 
Thema passendes Muster  entwerfen (zur Not mit einigen Bauteilen die 
garkeine Funktion haben außer gut auszusehen).

Mehradrige Kabelbäume müssen gebunden werden. Das ist ja quasi Pflicht, 
selbst wenn man die nicht direkt sieht. Das war zumindest früher mal die 
Meinung meiner Ausbilder:-)

Oder wenn doch unbedingt Lochraster, denn wenigstens richtig -> 
https://hackaday.com/2014/12/18/wire-wrap-101/
von Hans W. (hanswieland)


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Irgend W. schrieb:
> Mehradrige Kabelbäume müssen gebunden werden

Aber nicht mit Kabelbindern, sondern mit gewachsten Schnüren. 
Schließlich muss das alte Material von vor 100 Jahren ordnungsgemäß 
aufgebraucht werden.

Wir mussten Elektroinstallation mit Lüsterklemmen üben. Federklemmen 
galten als unzulässig, da gefährlich. Direkt nach der Ausbildung zeigten 
sich meine älteren Kollegen darüber sehr irritiert.
: Bearbeitet durch User
von Bernd F. (metallfunk)


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Lochraster?
Das ist eine Platine aus der Steuerung meiner Kleindrehmaschine.
Ist nicht von mir, das war ein Ausbildungsprojekt von Siemens-
medizintechnik in Karlsruhe. (Vor 30-40 Jahren).

Grüße Bernd
Beitrag #8055787 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Mario M. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Die Bindung der Kabel hat auch was.
>
> Solche Kabelbäume zu binden, war damals Teil meiner Berufsausbildung.
> Mit zunehmender Verbreitung schneller Digitaltechnik waren diese
> hinfällig.

Mag schön aussehen. Ich habe hier ein 3 fach Netztteil da ist die 
komplette Frontplatte mit starren Drähten und Schnurbindung verdrahtet. 
Dadurch sind beim aufklappen Anschlüsse an 2 10-Wendelpotis abgebrochen. 
Das ist wie Beton.
von Bernd F. (metallfunk)


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Hier ohne Elektronik:
Das ist die Rückseite eines Meßgerätes. Links ein 4-stelliges
Walzenzählwerk, rechts ein kräftiger Schaltmagnet um eine mechanische
Stoppuhr (Start-Stopp-Nullstellung) zu betätigen.

Das Zählwerk läuft nur, wenn auch die Stoppuhr läuft.

Im rechten Bereich wurden nachträglich (1950?) 2 Buchsen eingebaut,
um Fernstart zu ermöglichen, da sind die Drähte verbogen.

Sehr schön finde ich die Abwinklungen des Widerstandes.

Grüße Bernd
von H. H. (hhinz)


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Bernd F. schrieb:
> Lochraster?
> Das ist eine Platine aus der Steuerung meiner Kleindrehmaschine.
> Ist nicht von mir, das war ein Ausbildungsprojekt von Siemens-
> medizintechnik in Karlsruhe. (Vor 30-40 Jahren).

Siemens sieht man schon an der Teilenummer der Platine, verkauft wurden 
die nicht, waren nur für interne Zwecke.

Schön ist für mich anders, aber ordentlich ist das schon.
von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Bernd F. schrieb:
> Lochraster?
> Das ist eine Platine aus der Steuerung meiner Kleindrehmaschine.
> Ist nicht von mir, das war ein Ausbildungsprojekt von Siemens-
> medizintechnik in Karlsruhe. (Vor 30-40 Jahren).
>
> Grüße Bernd

Bei Lochraster würde ich nur die Bestückungsseite sichtbar machen und 
eine Folie oder Papier vor dem Bestücken drauf kleben, so sieht man die 
unbestückten Löcher nicht. Eine andere Möglichkeit wären Lötleisten, wie 
in alten Röhrenverstärkern.
von Bernd F. (metallfunk)


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Gibt es eigentlich noch Platinenmaterial, das fast klar ist?

Ich kann mich dumpf erinnern, sowas mal gesehen zu haben.

Also nicht nur milchig transparent, sondern fast klar.

Grüße Bernd
von H. H. (hhinz)


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Bernd F. schrieb:
> Also nicht nur milchig transparent, sondern fast klar.

Klar gibts Polyimid, aber farblos ist das nicht. Ich hab vor vielen 
Jahren Platinen aus Glas gefertigt, doppelseitig mit 
Durchkontaktierungen, aber das war nicht kommerziell.
von Bernd F. (metallfunk)


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H. H. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Also nicht nur milchig transparent, sondern fast klar.
>
> Klar gibts Polyimid, aber farblos ist das nicht. Ich hab vor vielen
> Jahren Platinen aus Glas gefertigt, doppelseitig mit
> Durchkontaktierungen, aber das war nicht kommerziell.

Hinz, zufällig ein Foto (Ausschnitt) davon greifbar?

Mir ist völlig klar, dass "Schönmachen" sich im gewerblichen Bereich
nie lohnen würde. Billig produzieren und wegwerfen ist da angesagt.

In meinem Beruf habe ich Metallbau in der Luxusklasse gemacht.
Teuerer als Andere, aber deutlich besser. Also immer mit der
Vorgabe: Ist das handwerklich und ästhetisch wirklich das Optimum?

Meine Mitarbeiter waren natürlich manchmal genervt, haben dann aber
diese Arbeitsweise übernommen. Da sah dann jede Schweißnaht aus,
wie aus dem Werbefilm.

Das ist natürlich auch eine Art Teufelskreis. Du wirst wegen einem
minimalen Kratzer angepienzt, der sonst völlig egal wäre.

Grüße Bernd
von Harald K. (kirnbichler)


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Hans-Georg L. schrieb:
> Bei Lochraster würde ich nur die Bestückungsseite sichtbar machen und
> eine Folie oder Papier vor dem Bestücken drauf kleben, so sieht man die
> unbestückten Löcher nicht.

Als ich bei Siemens mal 'ne Lehre machte, verwendeten die dort 
ungebohrte Lochrasterplatinen. Mit Draht und Zinn formte man die 
benötigten Leiterbahnen und bohrte dann nur dort, wo nötig. Danach wurde 
die Platine bestückt.

So eine Platine sah dann von der Bestückungsseite schon sehr 
professionell aus - mit der Einschränkung, daß das natürlich nur 
Hartpapier (Pertinax) war.
von H. H. (hhinz)


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Bernd F. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Klar gibts Polyimid, aber farblos ist das nicht. Ich hab vor vielen
>> Jahren Platinen aus Glas gefertigt, doppelseitig mit
>> Durchkontaktierungen, aber das war nicht kommerziell.
>
> Hinz, zufällig ein Foto (Ausschnitt) davon greifbar?

Leider nicht mehr, aber glaub mir, der Aufwand war enorm. Das war damals 
nur eine Machbarkeitsstudie, die HF-Fritzen hatten nach Material 
gefragt, das für mehr als einige GHz taugt. Heute gibts dafür Material, 
das wesentlich einfacher zu verarbeiten ist.
von Mani W. (e-doc)


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Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele Lochrasterplatinen
100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln
und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt...

Den Draht gab es in mehreren Farben und der wurde nicht kreuz und
quer verlegt, sondern schön waagrecht und senkrecht, da hat auch
die Unterseite schön ausgesehen...

Die Wachsschnur habe ich heute noch...
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Bernd F. schrieb:
> Gibt es eigentlich noch Platinenmaterial, das fast klar ist?

https://youtube.com/shorts/PEEd6ouk0Yc?

https://jlcpcb.com/news/launch-transparent-fpc
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Mani W. schrieb:
> Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele
> Lochrasterplatinen
> 100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln
> und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt...

Wir hatten ja damals nix..;-)

> Die Wachsschnur habe ich heute noch...

Ich auch..und ich plane sie noch zu verwenden.
von Mani W. (e-doc)


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Mani W. schrieb:
> Die Wachsschnur habe ich heute noch...

Jörg R. schrieb:
> Ich auch..und ich plane sie noch zu verwenden.

Im Garten lässt sich die Wachsschnur gut verwenden...
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Es bereitet mir diebisches Vergnügen, darauf hinzuweisen, daß technische 
Schönheit oft der praktischen Notwendigkeit weichen muß. Erschwerend 
kommt dazu, daß der Begriff "Aufbau-Schönheit" subjektive 
Voreingenommenheit beinhaltet.

Der HF-Ingenieur weiß, daß seine HF-Verdrahtung nicht nur aus einfachen 
Drahtverbindungen besteht, sondern, daß alle Komponenten und 
Verbindungen von Parasiten befallen sind. Parasiten wie Induktivität, 
Kapazizät, Material bedingte Verluste, Signal Laufzeiten, Impedanz der 
Verbindungen und Einiges mehr.

So versucht er die Umsetzung so effizient wie möglich durchzuführen. Die 
vermeintliche Schönheit muß also der Zweckmäßigkeit weichen, unter 
Berücksichtigung aller dieser Faktoren. Er verbindet so weit wie möglich 
mit den Komponentenkörpern anstatt mit langen Drähten, um unerwünschte 
Induktivitäten tunlichst zu vermeiden wo sie nicht hingehören.

Wenn du also dem HF-Ingenieur mit deinen Kabelbäumen, rechtwinklige 
Verdrahtung und Formungen imponieren willst, lacht er dich einfach aus. 
Mensch, wo kommst Du den her, meint er. Wir verdrahten alles so direkt 
wie möglich, mit kürzesten Verbindungen, SMD Komponenten, 
HF-Komponenten. Ein extra cm Draht kann manchmal alles verderben und 
Verstärker mit GHz Frequenzen schwingen lassen - alles schon 
vorgekommen.

Was das Obige illustrieren soll, daß jedes "Elektro-Milieu" seine 
eigenen Traditionen hat und bestimmte Ansprüche stellt. Wer sich z.B. 
das Leiterplatten Layout früherer HP oder/ und auch RS kritisch 
betrachte, wir auch dort von seinem Standpunkt Haare in der Suppe 
finden. Designer sind alle Individualisten. Trotz gründlicher Schulung 
entwickeln sich charakteristische Eigenheiten; nicht zuletzt prägen auch 
die benutzen Werkzeuge ihre Form auf. Die LP CAD Werkzeuge von 1980 RS 
waren auch herstellerbedingt "Individuell". In einigen Geräten der 80er 
Jahre wiesen viele ihrer Leiterplatten vollkommen eckiges Layout auf. 
Bekanntlich hat das gravierende HF-Nachteile und bzgl. der EMC. HP 
Messgeräte der 70er Jahre sahen oft nach Bishopstreifen Layout aus und 
oft gar nicht so schön wie man eigentlich meinen sollte. Aber die 
Bauqualität war sagenhaft - und darauf kommt es letzen Endes an, nicht 
wahr? Das Glashütte Layout mag nicht allen imponieren, war aber 
zweckmässig.

Was mich betrifft halte ich mich lieber aus dieser Thread Frage heraus.


Grüsse,
Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Mani W. schrieb:
> Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele Lochrasterplatinen
> 100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln
> und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt...

Wo habt ihr damals gelebt, in einen fremden Land....

;--))

Der Alte
von Gerhard O. (gerhard_)


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Al. K. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele Lochrasterplatinen
>> 100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln
>> und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt...
>
> Wo habt ihr damals gelebt, in einen fremden Land....
>
> ;--))
>
> Der Alte

Ja - in Österreich!

Duck und weg;-)
von Mani W. (e-doc)


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Al. K. schrieb:
> Wo habt ihr damals gelebt, in einen fremden Land....

Für Dich vielleicht fern, Wien in Österreich...
von Mani W. (e-doc)


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Gerhard O. schrieb:
> Wenn du also dem HF-Ingenieur mit deinen Kabelbäumen, rechtwinklige
> Verdrahtung und Formungen imponieren willst, lacht er dich einfach aus.

Logo!

Gerhard O. schrieb:
> Ein extra cm Draht kann manchmal alles verderben

Auch logo!
von Gerhard O. (gerhard_)


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Mani W. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Wenn du also dem HF-Ingenieur mit deinen Kabelbäumen, rechtwinklige
>> Verdrahtung und Formungen imponieren willst, lacht er dich einfach aus.
>
> Logo!
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Ein extra cm Draht kann manchmal alles verderben
>
> Auch logo!

Hallo Manfred,

Was meinst Du damit?
von Rainer W. (rawi)


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Lu schrieb:
> Aus leidiger Erfahrung würde ich sagen. Diese Leiterplatte war noch
> nicht auf dem Rütteltisch.

Nicht jede Platine muss so ausgelegt sein, dass sie einen Raketenstart 
überlebt.
von Clemens S. (zoggl)


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Rein vom optischen finde ich Manhattan Style Prototypen immer sehr 
ansprechend.

https://hackaday.com/2016/09/17/wilderness-radio-build/
von Mani W. (e-doc)


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Gerhard O. schrieb:
> Hallo Manfred,
>
> Was meinst Du damit?
>
Dass man HF-mäßig keine Kabelbäume braucht...
von Sheeva P. (sheevaplug)


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H. H. schrieb:
> Auf hoher See gibts wenig Schlaglöcher.

Ja, äh... Schlaglöcher nicht direkt, aber trotzdem genug Vibrationen und 
Schläge.
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