Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner neuen Uhr angehe. Aber, was spricht dagegen, die Platine sichtbar zu präsentieren? Es wird wohl auf Lochraster hinauslaufen, aber es gibt doch so viel Möglichkeiten. Hier ein Beispiel aus einem Glashütter Schiffschronometer. Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen? Die Bindung der Kabel hat auch was. Grüße Bernd
:
Bearbeitet durch User
Beitrag #8055461 wurde von einem Moderator gelöscht.
Bernd F. schrieb: > Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen? Schönheit liegt im Auge des Betrachters... Ich finde deine Leiterplatte z.B. nicht schon. Muss es auch nicht, wenn sie Funktionell alles hergibt was erwartet und benötigt wurde. Der 81 Jährige alte knacker
Bernd F. schrieb: > ein Beispiel aus Aus leidiger Erfahrung würde ich sagen. Diese Leiterplatte war noch nicht auf dem Rütteltisch. Sonst wären vermutlich einige Teile in Resonanz gekommen und abgefallen. Ein Produkt der 70er Jahre? Gut, dass sie bisher keiner gesehen hat. :-)
Lu schrieb: > Aus leidiger Erfahrung würde ich sagen. Diese Leiterplatte war noch > nicht auf dem Rütteltisch. Sonst wären vermutlich einige Teile in > Resonanz gekommen und abgefallen. Ein Produkt der 70er Jahre? > Gut, dass sie bisher keiner gesehen hat. :-) Auf hoher See gibts wenig Schlaglöcher.
Al.K. Was würde denn eine "schöne" Platine ausmachen? (Kommt natürlich auf den Entstehungszeitraum an). Platinenmaterial, Layout, Anbringung der Bauteile? Das die Funktion gegeben ist, ist natürlich kein Thema. Einfach so, dass der erste Blick sagt: Schön gemacht. Grüße Bernd
Saubere Verarbeitung ist wichtig, das kennst du doch! Also alle Bauteile gerade und symmetrisch ausgerichtet, die Anschlüsse mit einer Zange rechtwinklig gebogen. Bei Widerständen der goldene Ring (falls vorhanden) immer auf der gleichen Seite. Die Ränder der Platine glatt schleifen, nicht daß sie wie eine ausgefranste Briefmarke aussieht. Ich habe mal eine Lochraster Platine vor dem Bestücken auf der Oberseite schwarz lackiert, das sah gut aus. So kamen die sorgfältig platzierten Bauteile (und in meinem Fall viele LEDs) gut zur Geltung.
:
Bearbeitet durch User
Bernd F. schrieb: > Einfach so, dass der erste Blick sagt: Schön gemacht. Wenn das deine Einstellung ist, isses doch O.K. Bei mir wird und wurde staunend gefragt, und das geht... Das unsichtbare habe ich oft bei Ausstellung über Monitor gezeigt. ;-)) Der Alte
Bernd F. schrieb: > Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner > neuen Uhr angehe. Du meinst die mit den Lichtschranken am Pendel? Wenn die Elektronik richtig retro aussehen soll, dann nur Transistoren und ICs im Blechtöpfchen. Oder gar nur Glühtransistoren...
Al. K. schrieb: > Bei mir wird und wurde staunend gefragt, und das geht... Wissen wir zu Genüge. Deine Herangehensweise ist das komplette Gegenteil von dem, was Bernd möchte.
:
Bearbeitet durch User
Harald K. schrieb: > Wissen wir zu Genüge. Deine Herangehensweise ist das > komplette Gegenteil von dem, was Bernd möchte. Ich finde aber nicht schlechtes daran... Jeder wie er mag.... Wo ist das Problem... Der Alte
:
Bearbeitet durch User
H. H. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner >> neuen Uhr angehe. > > Du meinst die mit den Lichtschranken am Pendel? > > Wenn die Elektronik richtig retro aussehen soll, dann nur Transistoren > und ICs im Blechtöpfchen. Oder gar nur Glühtransistoren... Ich muß ja nicht übertreiben, aber wenn ich mir so Platinen chinesicher SNT's ansehe: Grusel. Dieser Klebstoff über alle Bauteile? Mag ja einen Sinn haben. Die Bruchkanten der Platine, die Ausrichtung der Bauteile? Das wäre so das Negativbeispiel einer "schönen" Platine. Grüße Bernd
Bernd F. schrieb: > Die Bindung der Kabel hat auch was. Solche Kabelbäume zu binden, war damals Teil meiner Berufsausbildung. Mit zunehmender Verbreitung schneller Digitaltechnik waren diese hinfällig.
Bernd F. schrieb: > Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen? HMP 1116 - Norad Militärtechnik. Jedes IC einzeln geprüft, alle Bausteine auf isolierten Kühlplatten montiert. Kosten haben da keine Rolle gespielt. https://www.wolfgangrobel.de/museum/hmp1116.htm
:
Bearbeitet durch User
Bernd F. schrieb: > Dieser Klebstoff über alle Bauteile? Gibt die erfordliche Rüttelfestigkeit für den Transport mit Tragtieren.
Wang hat schöne Platinen gemacht und als Ersatzteillager für den Service in schöne Tragekoffer gesteckt: * https://www.oldcalculatormuseum.com/x-wang300partskit1.jpg * https://forum.classic-computing.de/forum/index.php?thread/37033-vorstellung-programmierbarer-tischrechner-wang-600/ Aus dem Militärbereich gibt es auch ein paar hübsche Sachen: https://minutemanmissile.com/missileguidancesystem.html
:
Bearbeitet durch User
Mark S. schrieb: > für den Transport mit Tragtieren. Soll die Uhr von Yaks auf den Himalaya gebracht werden?
:
Bearbeitet durch User
Beitrag #8055533 wurde von einem Moderator gelöscht.
Wolfgang R. schrieb: > HMP 1116 - Norad Militärtechnik. aber nicht jede Lötstelle sieht gut aus, Zinnpegel variabel, einige Anschlußdrähte mit schwarzen Kragen an der Lötstelle welche Fernsehtechniker unter kalte Lötstelle einordnen würden, geprüft hin oder her, man weiß die fallen irgendwann aus.
Beitrag #8055550 wurde von einem Moderator gelöscht.
Ich sehe Technik nicht mit den Augen des Elektronikers. Als Metallbauer und Formgestalter (Neudeutsch= Designer), hat auch normalerweise unsichtbare Technik eine Gestaltung verdient. Ein Paradebeispiel sind Uhren. Im Anhang die Werke amerikanischer Stoppuhren. Die Zifferblattseite, die nur der Uhrmacher beim Service sieht (dazu muss das Zifferblatt abgenommen werden), ist noch aufwändiger gemacht. Warum? Weil es geht. Grüße Bernd
Beitrag #8055559 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055561 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055564 wurde von einem Moderator gelöscht.
Bernd F. schrieb: > Es wird noch Wochen-Monate dauern, bis ich das an meiner > neuen Uhr angehe. > > Aber, was spricht dagegen, die Platine sichtbar zu präsentieren? > > Es wird wohl auf Lochraster hinauslaufen, aber es gibt doch so viel > Möglichkeiten. > Hier ein Beispiel aus einem Glashütter Schiffschronometer. > > Habt ihr Bilder von Platinen, die einfach nur "schön" aussehen? > > Die Bindung der Kabel hat auch was. > > Grüße Bernd Hallo Bernd, Willst Du Dein Marine Chronometer so ähnlich wie das von Dir gezeigte von GH. aufbauen? In dem Fall würde eine eigener Nachbau nach diesen Muster schon Sinn haben. In meinen Augen ist der 1970er Platinen Entwurf durchaus stilgerecht und sehr schön konstruiert. Lass Dich nicht von gegenwärtigen Konstruktionspraktiken beirren. Wenn ich so etwas bauen würde, würde ich das Layout so ähnlich wie möglich machen und wenn es gefertigt werden müsste, ohne Lötstopplack und Bestückungsplan herstellen lassen, oder natürlich selber machen. Eine moderne, zeitgerechte Leiterplatte passt da beim besten Willen nicht rein. Gruß, Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Ich sehe dort viele Dinge. Die Platine, ordentlich und mit liebe gebaut, typisch DDR. Für mein Geschmack hätte die auch etwas kleiner sein können. Spielt eigentlich keine Rolle, ist aber so eine Macke von mir. Diese Kabelbaum abbinderrei, hatte ich auch gemacht. Das Band hat einen ständig die Haut aufgeschnitten, aber im Vordegrund stand die Ästhetik. Die Mechanik, auch typisch DDR einerseits mit Liebe gemacht, andererseits sind dort Plastikteile die auch gerne aus Messing hätten sein können. Ja, eine Seite in mir sagt „schön“, andererseits könnte ich mir dieses Gerät auch rein mechanisch vorstellen. Mit einer nicht sichtbaren Platine. Dazu kommt noch, ich kann den Duft der Elektronik erahnen. Ist vermutlich so ein Ossiding, der Geruch von elektrischen Geräten und der Geruch des Intershops, den wird man nicht mehr los.
Beitrag #8055569 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055571 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8055594 wurde von einem Moderator gelöscht.
Bernd F. schrieb: > Es wird wohl auf Lochraster hinauslaufen Das letzte Wort was mir bei "Lochraster" einfallen würde, ist das Wort "Schön". Wenn überhaupt dann eine Professionell gefertigte Platine, gibt es heute ja verhältnismäßig günstig in zig verschiedenen Farben, ganz nach Wunsch. Eventuell kann man beim Design auch etwas mit dem Bestückungsaufdruck spielen, der muss ja nicht stupide die Bauteilnummern beinhalten. Wichtig fände ich bei sowas auch die Bauteilanordnung. Die muss nicht unbedingt funktional und zweckmäßig und auch nicht militärisch einheitlich in reih und glied sein. Man kann da eventuell ein was zum Thema passendes Muster entwerfen (zur Not mit einigen Bauteilen die garkeine Funktion haben außer gut auszusehen). Mehradrige Kabelbäume müssen gebunden werden. Das ist ja quasi Pflicht, selbst wenn man die nicht direkt sieht. Das war zumindest früher mal die Meinung meiner Ausbilder:-) Oder wenn doch unbedingt Lochraster, denn wenigstens richtig -> https://hackaday.com/2014/12/18/wire-wrap-101/
Irgend W. schrieb: > Mehradrige Kabelbäume müssen gebunden werden Aber nicht mit Kabelbindern, sondern mit gewachsten Schnüren. Schließlich muss das alte Material von vor 100 Jahren ordnungsgemäß aufgebraucht werden. Wir mussten Elektroinstallation mit Lüsterklemmen üben. Federklemmen galten als unzulässig, da gefährlich. Direkt nach der Ausbildung zeigten sich meine älteren Kollegen darüber sehr irritiert.
:
Bearbeitet durch User
Lochraster? Das ist eine Platine aus der Steuerung meiner Kleindrehmaschine. Ist nicht von mir, das war ein Ausbildungsprojekt von Siemens- medizintechnik in Karlsruhe. (Vor 30-40 Jahren). Grüße Bernd
Beitrag #8055787 wurde von einem Moderator gelöscht.
Mario M. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Die Bindung der Kabel hat auch was. > > Solche Kabelbäume zu binden, war damals Teil meiner Berufsausbildung. > Mit zunehmender Verbreitung schneller Digitaltechnik waren diese > hinfällig. Mag schön aussehen. Ich habe hier ein 3 fach Netztteil da ist die komplette Frontplatte mit starren Drähten und Schnurbindung verdrahtet. Dadurch sind beim aufklappen Anschlüsse an 2 10-Wendelpotis abgebrochen. Das ist wie Beton.
Hier ohne Elektronik: Das ist die Rückseite eines Meßgerätes. Links ein 4-stelliges Walzenzählwerk, rechts ein kräftiger Schaltmagnet um eine mechanische Stoppuhr (Start-Stopp-Nullstellung) zu betätigen. Das Zählwerk läuft nur, wenn auch die Stoppuhr läuft. Im rechten Bereich wurden nachträglich (1950?) 2 Buchsen eingebaut, um Fernstart zu ermöglichen, da sind die Drähte verbogen. Sehr schön finde ich die Abwinklungen des Widerstandes. Grüße Bernd
Bernd F. schrieb: > Lochraster? > Das ist eine Platine aus der Steuerung meiner Kleindrehmaschine. > Ist nicht von mir, das war ein Ausbildungsprojekt von Siemens- > medizintechnik in Karlsruhe. (Vor 30-40 Jahren). Siemens sieht man schon an der Teilenummer der Platine, verkauft wurden die nicht, waren nur für interne Zwecke. Schön ist für mich anders, aber ordentlich ist das schon.
Bernd F. schrieb: > Lochraster? > Das ist eine Platine aus der Steuerung meiner Kleindrehmaschine. > Ist nicht von mir, das war ein Ausbildungsprojekt von Siemens- > medizintechnik in Karlsruhe. (Vor 30-40 Jahren). > > Grüße Bernd Bei Lochraster würde ich nur die Bestückungsseite sichtbar machen und eine Folie oder Papier vor dem Bestücken drauf kleben, so sieht man die unbestückten Löcher nicht. Eine andere Möglichkeit wären Lötleisten, wie in alten Röhrenverstärkern.
Gibt es eigentlich noch Platinenmaterial, das fast klar ist? Ich kann mich dumpf erinnern, sowas mal gesehen zu haben. Also nicht nur milchig transparent, sondern fast klar. Grüße Bernd
Bernd F. schrieb: > Also nicht nur milchig transparent, sondern fast klar. Klar gibts Polyimid, aber farblos ist das nicht. Ich hab vor vielen Jahren Platinen aus Glas gefertigt, doppelseitig mit Durchkontaktierungen, aber das war nicht kommerziell.
H. H. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Also nicht nur milchig transparent, sondern fast klar. > > Klar gibts Polyimid, aber farblos ist das nicht. Ich hab vor vielen > Jahren Platinen aus Glas gefertigt, doppelseitig mit > Durchkontaktierungen, aber das war nicht kommerziell. Hinz, zufällig ein Foto (Ausschnitt) davon greifbar? Mir ist völlig klar, dass "Schönmachen" sich im gewerblichen Bereich nie lohnen würde. Billig produzieren und wegwerfen ist da angesagt. In meinem Beruf habe ich Metallbau in der Luxusklasse gemacht. Teuerer als Andere, aber deutlich besser. Also immer mit der Vorgabe: Ist das handwerklich und ästhetisch wirklich das Optimum? Meine Mitarbeiter waren natürlich manchmal genervt, haben dann aber diese Arbeitsweise übernommen. Da sah dann jede Schweißnaht aus, wie aus dem Werbefilm. Das ist natürlich auch eine Art Teufelskreis. Du wirst wegen einem minimalen Kratzer angepienzt, der sonst völlig egal wäre. Grüße Bernd
Hans-Georg L. schrieb: > Bei Lochraster würde ich nur die Bestückungsseite sichtbar machen und > eine Folie oder Papier vor dem Bestücken drauf kleben, so sieht man die > unbestückten Löcher nicht. Als ich bei Siemens mal 'ne Lehre machte, verwendeten die dort ungebohrte Lochrasterplatinen. Mit Draht und Zinn formte man die benötigten Leiterbahnen und bohrte dann nur dort, wo nötig. Danach wurde die Platine bestückt. So eine Platine sah dann von der Bestückungsseite schon sehr professionell aus - mit der Einschränkung, daß das natürlich nur Hartpapier (Pertinax) war.
Bernd F. schrieb: > H. H. schrieb: >> Klar gibts Polyimid, aber farblos ist das nicht. Ich hab vor vielen >> Jahren Platinen aus Glas gefertigt, doppelseitig mit >> Durchkontaktierungen, aber das war nicht kommerziell. > > Hinz, zufällig ein Foto (Ausschnitt) davon greifbar? Leider nicht mehr, aber glaub mir, der Aufwand war enorm. Das war damals nur eine Machbarkeitsstudie, die HF-Fritzen hatten nach Material gefragt, das für mehr als einige GHz taugt. Heute gibts dafür Material, das wesentlich einfacher zu verarbeiten ist.
Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele Lochrasterplatinen 100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt... Den Draht gab es in mehreren Farben und der wurde nicht kreuz und quer verlegt, sondern schön waagrecht und senkrecht, da hat auch die Unterseite schön ausgesehen... Die Wachsschnur habe ich heute noch...
:
Bearbeitet durch User
Bernd F. schrieb: > Gibt es eigentlich noch Platinenmaterial, das fast klar ist? https://youtube.com/shorts/PEEd6ouk0Yc? https://jlcpcb.com/news/launch-transparent-fpc
:
Bearbeitet durch User
Mani W. schrieb: > Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele > Lochrasterplatinen > 100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln > und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt... Wir hatten ja damals nix..;-) > Die Wachsschnur habe ich heute noch... Ich auch..und ich plane sie noch zu verwenden.
Mani W. schrieb: > Die Wachsschnur habe ich heute noch... Jörg R. schrieb: > Ich auch..und ich plane sie noch zu verwenden. Im Garten lässt sich die Wachsschnur gut verwenden...
Moin, Es bereitet mir diebisches Vergnügen, darauf hinzuweisen, daß technische Schönheit oft der praktischen Notwendigkeit weichen muß. Erschwerend kommt dazu, daß der Begriff "Aufbau-Schönheit" subjektive Voreingenommenheit beinhaltet. Der HF-Ingenieur weiß, daß seine HF-Verdrahtung nicht nur aus einfachen Drahtverbindungen besteht, sondern, daß alle Komponenten und Verbindungen von Parasiten befallen sind. Parasiten wie Induktivität, Kapazizät, Material bedingte Verluste, Signal Laufzeiten, Impedanz der Verbindungen und Einiges mehr. So versucht er die Umsetzung so effizient wie möglich durchzuführen. Die vermeintliche Schönheit muß also der Zweckmäßigkeit weichen, unter Berücksichtigung aller dieser Faktoren. Er verbindet so weit wie möglich mit den Komponentenkörpern anstatt mit langen Drähten, um unerwünschte Induktivitäten tunlichst zu vermeiden wo sie nicht hingehören. Wenn du also dem HF-Ingenieur mit deinen Kabelbäumen, rechtwinklige Verdrahtung und Formungen imponieren willst, lacht er dich einfach aus. Mensch, wo kommst Du den her, meint er. Wir verdrahten alles so direkt wie möglich, mit kürzesten Verbindungen, SMD Komponenten, HF-Komponenten. Ein extra cm Draht kann manchmal alles verderben und Verstärker mit GHz Frequenzen schwingen lassen - alles schon vorgekommen. Was das Obige illustrieren soll, daß jedes "Elektro-Milieu" seine eigenen Traditionen hat und bestimmte Ansprüche stellt. Wer sich z.B. das Leiterplatten Layout früherer HP oder/ und auch RS kritisch betrachte, wir auch dort von seinem Standpunkt Haare in der Suppe finden. Designer sind alle Individualisten. Trotz gründlicher Schulung entwickeln sich charakteristische Eigenheiten; nicht zuletzt prägen auch die benutzen Werkzeuge ihre Form auf. Die LP CAD Werkzeuge von 1980 RS waren auch herstellerbedingt "Individuell". In einigen Geräten der 80er Jahre wiesen viele ihrer Leiterplatten vollkommen eckiges Layout auf. Bekanntlich hat das gravierende HF-Nachteile und bzgl. der EMC. HP Messgeräte der 70er Jahre sahen oft nach Bishopstreifen Layout aus und oft gar nicht so schön wie man eigentlich meinen sollte. Aber die Bauqualität war sagenhaft - und darauf kommt es letzen Endes an, nicht wahr? Das Glashütte Layout mag nicht allen imponieren, war aber zweckmässig. Was mich betrifft halte ich mich lieber aus dieser Thread Frage heraus. Grüsse, Gerhard
:
Bearbeitet durch User
Mani W. schrieb: > Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele Lochrasterplatinen > 100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln > und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt... Wo habt ihr damals gelebt, in einen fremden Land.... ;--)) Der Alte
Al. K. schrieb: > Mani W. schrieb: >> Im Prüfgerätebau bei E-Schrack haben wir sehr viele Lochrasterplatinen >> 100m x 160 mit gut 20 ICs mit 14/16 und mehr Pins auf Präzisionssockeln >> und mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt... > > Wo habt ihr damals gelebt, in einen fremden Land.... > > ;--)) > > Der Alte Ja - in Österreich! Duck und weg;-)
Al. K. schrieb: > Wo habt ihr damals gelebt, in einen fremden Land.... Für Dich vielleicht fern, Wien in Österreich...
Gerhard O. schrieb: > Wenn du also dem HF-Ingenieur mit deinen Kabelbäumen, rechtwinklige > Verdrahtung und Formungen imponieren willst, lacht er dich einfach aus. Logo! Gerhard O. schrieb: > Ein extra cm Draht kann manchmal alles verderben Auch logo!
Mani W. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Wenn du also dem HF-Ingenieur mit deinen Kabelbäumen, rechtwinklige >> Verdrahtung und Formungen imponieren willst, lacht er dich einfach aus. > > Logo! > > Gerhard O. schrieb: >> Ein extra cm Draht kann manchmal alles verderben > > Auch logo! Hallo Manfred, Was meinst Du damit?
Lu schrieb: > Aus leidiger Erfahrung würde ich sagen. Diese Leiterplatte war noch > nicht auf dem Rütteltisch. Nicht jede Platine muss so ausgelegt sein, dass sie einen Raketenstart überlebt.
Rein vom optischen finde ich Manhattan Style Prototypen immer sehr ansprechend. https://hackaday.com/2016/09/17/wilderness-radio-build/
Gerhard O. schrieb: > Hallo Manfred, > > Was meinst Du damit? > Dass man HF-mäßig keine Kabelbäume braucht...
H. H. schrieb: > Auf hoher See gibts wenig Schlaglöcher. Ja, äh... Schlaglöcher nicht direkt, aber trotzdem genug Vibrationen und Schläge.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.




