Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kapazitive Feuchtigkeitsmessung der Erde


von Mikrofun R. (mikrofun)


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Ich habe mir gerade einige dieser Feuchtigkeitssensoren aus China 
gekauft: https://www.aliexpress.com/item/1005009040921501.html

Die Idee war, das Analogsignal mit solchen Displays
(https://www.aliexpress.com/item/1005003922676564.html)
anzuzeigen und mit meiner vor Ort installierten schwenkbaren 
Überwachungskamera zu überprüfen, wenn ich mal nicht zu hause bin.

Die Anzeige (1V ... 3V) je nach Feuchtigkeit klappt recht gut. (1V: 
feucht ... 2.6 V: trocken)

Allerdings flimmern diese Displays mit einer Frequenz, die sich mit der 
Framerate der (billigen) Kamera nicht verträgt, sodass kein Wert 
abzulesen ist. Die LEDs der 7-Segment-Anzeige scheinen nur zufällig 
aufzublinken.

Jetzt überlegte ich, statt dessen ein vorhandenes Analog-Display zu 
verwenden, welches einen Widerstand von ca. 680 Ohm hat. Leider bricht 
die Signalspannung vom Sensor dadurch völlig zusammen. Selbst bei 100 
kOhm sinkt die Signalspannung von sonst 2.8 V auf 2.2 V ab.

Kann mir jemand eine Schaltung empfehlen (z. B. ein einfacher 
Transistor-Verstärker), der die Signalleitung deutlich weniger belastet 
und am Ausgang eine ungefähr proportionale Spannung für mein 
Analog-Display erzeugt?
von Ayk N. (ayk-ohm)


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Impedanzwandler ist das was du suchst. Den kann man sehr einfach mit 
einem OPV aufbauen oder etwas komplexer mit Transistoren.
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wenn der Ausgang nicht unter 1V fällt, tuts auch ein simpler 
Emitterfolger. Basis des NPN an den Ausgang des Sensors, Kollektor auf 
Plus und am Emitter steht die Ausgangsspannung - etwa um 0,6V niedriger 
als an der Basis. Emitterfolger ist hochohmig an der Basis und belastet 
die Quelle nur sehr wenig. Ein Basisvorwiderstand ist nicht 
erforderlich.

Mich wundert, das die Jungs aus dem 555 nicht ein wenig mehr Signalstrom 
rausholen können.
: Bearbeitet durch User
von Mikrofun R. (mikrofun)


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Klingt gut. Werde ich morgen mal ausprobieren.
Reicht ein einfacher BC238 oder ähnlich ohne Widerstand am Emitter?
von Chris K. (kathe)


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von Mikrofun R. (mikrofun)


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Der Emitterfolger scheint zu funktionieren. Danke nochmal für den Tipp! 
:)

Die Platine werde ich demnächst mal untersuchen. Meine derzeit 
verwendeter Sensor - wenn er in einer Plastiktüte steckt - produziert 
nach dem Emitterfolger

1.1 V: In der Hand umschlossen,

1.5 V: In sehr nasser Erde,

2.0 V: In feucher Erde,

2.5 V: Trocken in der Luft.

Ich habe den Emitter parallel an das Digitaldisplay und über einen 
Vorwiderstand an ein 40 Jahre altes Analoginstrument geschaltet, welches 
wohl für Audio-Zwecke eine Skala von 0 bis 90 hat.

Bei geeignetem Vorwiderstand hat es bei 2.5 V Vollausschlag (90), jedoch 
zeigt es bei 1.5 V einen Wert von 70 an. Der interessante Bereich liegt 
also so zwischen vielleicht 80 und 85, was nicht reicht. (Sind diese 
Dinger prinzipiell nicht-linear??)

Kann man da mit einer Schaltung noch was machen, oder muss ich mir ein 
neues Display beim Chinesen bestellen?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Die Displays werden vermutlich über Charlyplexing von einem günstigen 
padauk angesteuert.

Du kannst versuchen für das Ablesen mehrere Bilder (Frames) zu stackern 
oder die Kamera erlaubt auch eine viel niedrigere Bildfrequenz 
einzustellen.

Zum Beispiel mit der Methode über OBS Studio (universelle und kostenlose 
Streaming-Software) um genaue Frameraten, wie z.B. 15, 24 oder 30 FPS 
festzulegen.
von Mikrofun R. (mikrofun)


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Das habe ich auch schon überlegt, fand es aber dann doch zu unpraktisch. 
Diese billigen Kameras (25 €) scheinen keine Einstellung für die 
Bildfrequenz zu haben.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Was auch noch ginge, wäre nachleuchtende Klebestreifen zu verwenden. Das 
geht aber nur mit welchen, wo die Ziffern noch durchschimmern und 
gedämpfte Lichtverhältnisse vorliegen. In dem Falle heben sich die 
dunklen Felder nur ab von denen die zyklisch leuchten. Wenn das reichen 
sollte, wäre das ein Provisorium.
von Mikrofun R. (mikrofun)


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Gibt es sowas zu kaufen? Wo in dem Fall?
von Mikrofun R. (mikrofun)


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Könnte man das auch mit einem LC Display lösen? Sind die eventuell 
träger?
von Achim H. (pluto25)


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Ja sind die.
Geben diese Sensoren auch im Boden brauchbare Werte ab? Meine vier 
zeigen unbrauchbare Werte seid sie (wassergeschützt) im Boden sind.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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von Rainer W. (rawi)


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Mikrofun R. schrieb:
> Leider bricht die Signalspannung vom Sensor dadurch völlig zusammen.
> Selbst bei 100 kOhm sinkt die Signalspannung von sonst 2.8 V auf 2.2 V ab.

Was erwartest du, wenn die Quelle 10 kΩ besitzt?

Matthias S. schrieb:
> Mich wundert, das die Jungs aus dem 555 nicht ein wenig mehr Signalstrom
> rausholen können.

Das liegt nicht am NE555, sondern am Widerstand R2.

Wie krank muss man eigentlich sein, um einen simplen Zahlenwert per 
Videodatenstrom zu übertragen?
: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Rainer W. schrieb:
> Wie krank muss man eigentlich sein, um einen simplen Zahlenwert per
> Videodatenstrom zu übertragen?

Wie krank muss man denn so sein, alles, was einem selbst nicht direkt 
einleuchtet, als krank zu bezeichnen? TE schrieb, dass eine 
Überwachungskamera vorhanden wäre, der Datenstrom also unabhängig von 
der Anzeige sowieso vorliegt.

On Topic: Wenn sich an der Kamera nix einstellen lässt, und sich die 
Umgebung auch nicht verändern lässt (normalerweise wird die 
Belichtungszeit pro Frame lang genug, wenn die Umgebung dunkler gemacht 
wird – ND-Filter vor der Linse würde den Job beispielsweise auch tun), 
könnte man sich solche Anzeigen „nackt“ beschaffen, und sie selbst 
kameragerecht mit einem billigen Microcontroller ansteuern. Sich die 
verlinkten Displays zu kaufen und die Platine mit dem Treiber abzulöten, 
ginge auch, wäre aber wohl nicht sonderlich sinnvoll.
: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Rainer W. schrieb:
> Wie krank muss man eigentlich sein, um einen simplen Zahlenwert per
> Videodatenstrom zu übertragen?

Abgesehen von deinem unverschämten Ton würde mich mal interessieren, wie 
du das lösen würdest: Mehrere analoge Daten über Ethernet zu übertragen 
und zwar so, das sie von beliebigen Endgeräten ablesbar sind.
Und zwar zum Preis einer einfachen Webcam und ohne grosse Bastelei 
und/oder Programmierung.
von Mikrofun R. (mikrofun)


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Meine derzeitige Lösung besteht übrigens im gegenseitigen Austausch 
zweier Kameras, seit ich merkte, dass eine andere Kamera mit etwas 
anderer Bildfrequenz arbeitet. Jetzt kann man das Digitaldisplay 
zumindest einigermaßen ablesen.

@Achim H.:

Zur Frage, ob die Sensoren auch im Boden brauchbare Werte abgeben, habe 
ich heute etwas Merkwürdiges entdeckt: Seit gestern fiel mir auf, dass 
die Displaywerte teilweise recht stark rauschen, d. h. die Werte 
springen schon mal um 20 Prozent rauf und runter. Dieses Verhalten war 
bei drei getesteten Sensoren dieses Typs identisch.

Erst hatte ich das Netzteil im Verdacht und habe daher die 
Versorgungsspannug (4.5V) mit einem Oszilloskop untersucht. Immer wenn 
das Oszilloskop angeschlossen war, verschwand das Rauschen völlig. Es 
reichte bereits, nur den Massekontakt des Oszi an die Masse der 
Versorgung anzuschließen. Ein weiterer Test zeigte, dass das Rauschen 
auch verschwindet, wenn man diesen Minuspol mit dem Schutzleiter der 
Steckdose verbindet. Es hat also mit der Erdung zu tun.

LÖSUNG: Ich habe in der Nähe der Messstelle wo der Sensor in einer 
Plastiktüte im Boden steckt, einen Schweißstab ca. 40 cm in den Boden 
gesteckt und ihn elektrisch mit dem Minuspol der 4.5V 
Spannungsversorgung verbunden. Seitdem ist das Signalrauschen weg.



@Matthias & Jack: Danke für die netten Worte. :)
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Eine ganue Menge an Stoerungen lassen sich mit mehreren Metern 
auseinander liegenden Messonden messten. Interessant und Laut wird es 
bei Gewittern und wenn Sonnenstuerme aif die Erde treffen.
von Rainer W. (rawi)


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Matthias S. schrieb:
> ... würde mich mal interessieren, wie du das lösen würdest: Mehrere
> analoge Daten über Ethernet zu übertragen und zwar so, das sie von
> beliebigen Endgeräten ablesbar sind.

Mit der Kamera überträgst du keine analogen Messwerte, sondern 
Pixelbrei. Daraus wieder verwertbare Daten zu machen, um z.B. 
irgendetwas damit zu steuern, brauchst du weit mehr als ein beliebiges 
Endgerät, nämlich irgendjemand, der sklavisch auf die Bilder guckt, 
diese verarbeitet und lossprintet, wenn die Werte zu niedrig werden.

> Und zwar zum Preis einer einfachen Webcam und ohne grosse Bastelei
> und/oder Programmierung.

Wenn man alle anderen Möglichkeiten ausschließt, musst man halt mit der 
flackernden Anzeige leben. Alternative wäre ein Drehspulinstrument, 
dessen Anzeige naturgemäß nicht im Multiplex betrieben wird. Oder man 
bereinigt das gestreamte Kamerabild durch aufsummieren mehrerer Frames. 
Aber auch das ist nicht ohne Programmierung machbar.

Der Sensor liefert übrigens primär ein digitales Signal. Ein kleiner µC, 
der dies auswertet, ist nun wirklich kein Hexenwerk. Frontends für 
MQTT-Daten gibt es übrigens für diverse Endgeräte. Willkommen im 21 
Jahrhundert.
: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Rainer W. schrieb:
> Mit der Kamera überträgst du keine analogen Messwerte, sondern
> Pixelbrei. Daraus wieder verwertbare Daten zu machen, um z.B.
> irgendetwas damit zu steuern, brauchst du weit mehr als ein beliebiges
> Endgerät, nämlich irgendjemand, der sklavisch auf die Bilder guckt,
> diese verarbeitet und lossprintet, wenn die Werte zu niedrig werden.

Sag mal … liest du überhaupt auch nur den Eingangsbeitrag von den 
Threads, in denen du rumkotzt? Der TE hat ’ne schwenkbare Cam und möchte 
bei Bedarf darüber die Anzeige ablesen. Mir schleierhaft, wie deine 
Vorstellung das Gequotete daraus zusammenfabulieren kann.

Und wenn du schon die Aufforderung zitierst, darzulegen, wie es denn 
deiner Meinung nach bei den gegebenen Umständen zu lösen wäre, dann 
wär’s doch auch mehr als geschickt, darauf mal einzugehen – statt sich 
was zusammenzudichten und auf der Basis rumzuranten.

Rainer W. schrieb:
> Der Sensor liefert übrigens primär ein digitales Signal.

Sag mal … guckst du überhaupt auch nur mal nach, worum es in einem 
Thread geht, in dem du rumkotzt? Besagter Sensor hat ein analoges 
Ausgangssignal.
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Jack V. schrieb:
> Der TE hat ’ne schwenkbare Cam und möchte bei Bedarf darüber
> die Anzeige ablesen.

Und was dann, wenn er nicht zum Sklaven dieser Mimik werden möchte?

> Sag mal … guckst du überhaupt auch nur mal nach, worum es in einem
> Thread geht, ...? Besagter Sensor hat ein analoges Ausgangssignal.

Hast du dir den Sensor überhaupt angeguckt und gar auch noch verstanden?
Der TLC555 besitzt einen digitalen Ausgang. Dahinter sitzt nur noch ein 
bisschen Hühnerfutter, um daraus ein mehr oder weniger (eher weniger) 
gutes Analogsignal zu machen, dass der TO sowieso schon bemängelt hatte.

Mikrofun R. schrieb:
> Leider bricht die Signalspannung vom Sensor dadurch völlig zusammen.
> Selbst bei 100 kOhm sinkt die Signalspannung von sonst 2.8 V auf 2.2 V ab.

Ein Drahtbrücke und Entfernung von C3 reicht, um vernünftigen Zugriff 
auf das Digitalsignal zu haben.
: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Rainer W. schrieb:
> Mit der Kamera überträgst du keine analogen Messwerte, sondern
> Pixelbrei.

Wann hast du das letzte Mal Webcams benutzt? Das ist schon lange kein 
Pixelbrei mehr, sondern meist besser als ein PAL Signal.

Ich stelle aber fest, das du keine Alternative vorschlagen kannst.

Rainer W. schrieb:
> Ein Drahtbrücke und Entfernung von C3 reicht, um vernünftigen Zugriff
> auf das Digitalsignal zu haben.

Und dann? Wie soll es übertragen und ausgewertet werden?
von Jack V. (jackv)


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Rainer W. schrieb:
> Und was dann, wenn er nicht zum Sklaven dieser Mimik werden möchte?

Es war der Wunsch des TE, es so machen zu können. Deine Frage löst also 
auf zu: „Und was, wenn der TE nicht das möchte, was er möchte?” und 
ergibt daher logisch keinerlei Sinn.

Rainer W. schrieb:
> Hast du dir den Sensor überhaupt angeguckt und gar auch noch verstanden?

Liest du die Threads manchmal auch, in denen du rumkotzt? Wenn der TE 
das Modul auf der Ebene modifizieren wollte und könnte, würde er nicht 
’ne Frage stellen, wie er ein Anzeigemodul dranbekommt, das er über die 
Kamera ablesen kann. Wenn der TE zusätzliche Infrastruktur wie weitere 
Netzwerkverbindungen und einen MQTT-Broker sowie Clients für die 
Darstellung auf seinen Endgeräten aufsetzen wollte und könnte, würde er 
nicht die Frage stellen, wie er eine über die Kamera gut ablesbare 
Anzeige hinbekommen könnte.

Abgesehen davon ist das Signal durchweg analog, denn es gibt keinerlei 
diskrete Zeitabstufungen. Hinter dem 555 wird lediglich die analoge Zeit 
in eine analoge Spannung gewandelt, ein ADC ist, soweit ich sehen kann, 
nicht verbaut. Korrigiere mich gerne anhand des Schaltplans.

Aber bitte – liefere gerne deine Lösung. Nachbaufähig und nutzbar für 
den TE unter Berücksichtigung seiner hier nicht genannten Umstände, über 
die du dich ja bestens informiert glaubst.
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Matthias S. schrieb:
> Wann hast du das letzte Mal Webcams benutzt? Das ist schon lange kein
> Pixelbrei mehr, sondern meist besser als ein PAL Signal.

Es geht nicht um die Bildqualität, sondern darum, dass du die Daten aus 
dem Videostream nur mit größerem Aufwand extrahieren kannst. Um 
Messwerte auszuwerten, z.B. um eine Entscheidung Bewässerung ja/nein zu 
fällen, braucht man einen Analogwert oder digitale Daten, nicht bunte 
Pixel.

> Ich stelle aber fest, das du keine Alternative vorschlagen kannst.

MQTT als aktuellen Stand der Technik für Messdatenerfassung und 
Verbreitung habe ich oben genannt. Was kann ich dafür, wenn du das nicht 
verstanden hast. Dazu braucht man einen µC mit Netzwerkzugang, der in 
diesem Fall das MQTT-Protokoll beherrscht. Im Smarthome-Bereich gibt es 
genug Umsetzungen dafür. Für MQTT gibt es wiederum Dash-Board für 
diverse Endgeräte.
von Jack V. (jackv)


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Rainer W. schrieb:
> MQTT als aktuellen Stand der Technik für Messdatenerfassung und
> Verbreitung habe ich oben genannt.

Irgendeinen Protokollnamen zu droppen, ist nicht die Darstellung einer 
Alternative. Das ist ein Ausdruck von „Ich hab leider keine Ahnung, was 
genau die Anforderungen und Möglichkeiten sind, und daher auch keine 
Ahnung wie man da etwas konkret umsetzen könnte, aber ich bin soo 
furchtbar klug und jeder muss das sehen, deswegen schreib ich einfach 
was klug Klingendes rein und beleidige noch ’ne Runde wild umher, damit 
auch ja jeder sieht, wie klug ich bin!“
von Rainer W. (rawi)


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Jack V. schrieb:
> Abgesehen davon ist das Signal durchweg analog, denn es gibt keinerlei
> diskrete Zeitabstufungen.

Ein Signal, dass nur zwei diskrete Spannungwerte annehmen kann (Ausgang 
vom TLC555), würde ich nicht als "durchweg analog" bezeichnen. Das lässt 
sich wunderbar mit einem rein digitalen Eingang eines µCs erfassen.
Die diskreten Zeitabstufungen ergeben sich automatisch, sobald du das 
Signal mit einem µC abtastest (z.B. per Timer mit Capture).

> Hinter dem 555 wird lediglich die analoge Zeit in eine analoge Spannung
> gewandelt, ein ADC ist, soweit ich sehen kann, nicht verbaut.

Was willst du an der Stelle mit einem ADC?

Jack V. schrieb:
> Irgendeinen Protokollnamen zu droppen, ist nicht die Darstellung einer
> Alternative.

Ein ganz klein wenig Selbständigkeit ...
Wenn die Eigeninitiative dafür nicht reicht, ist vielleicht ein 
Videostream mit Aliasing auf Grund von mangelnder Abtastung der 
Multiplexanzeige die angemessene Lösung. Eine Analoganzeige, die die 
Flackerei vermeidet, hatte ich auch genannt. Solange die 
Elektronikkenntnisse auf "beim Chinesen bestellen" beschränkt sind, muss 
man nehmen, was man kriegt, insbesondere wenn jegliche Grundlagen fehlen 
und eine Eigeninitiative anhand der genannten Stichworte zu viele 
Aufwand ist.
: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Rainer W. schrieb:
> Es geht nicht um die Bildqualität, sondern darum, dass du die Daten aus
> dem Videostream nur mit größerem Aufwand extrahieren kannst.

An keiner Stelle ist für mich ersichtlich, dass der TE mehr will, als ab 
und zu mal draufzuschauen und zu wissen, ob er mal wieder gießen sollte. 
Dazu braucht es keine kontinuierliche Messwerterfassung – wie kommst du 
auf die Idee, dass das hier gefragt war? Ernstgemeinte Frage – mag ja 
sein, dass ich da was übersehen habe.

Rainer W. schrieb:
> Ein Signal, dass nur zwei diskrete Spannungwerte annehmen kann (Ausgang
> vom TLC555), würde ich nicht als "durchweg analog" bezeichnen.

Die Frage dabei ist, welche Eigenschaft den Wert transportiert. Das ist 
hier die Zeit, und die ist an dieser Stelle analog – vergleiche mit 
Clock oder sonstwie gearteter Quantisierung bei tatsächlicher digitaler 
Übertragung.

Ich verstehe, dass du es nun irgendwie so hindrehen möchtest, dass du 
doch noch als derjenige dastehen kannst, der Recht hat – allein, hier 
kämpfst du gegen jedes einschlägige Lehrbuch der Welt an.

Rainer W. schrieb:
> Was willst du an der Stelle mit einem ADC?

Du kamst doch mit der abwegigen Idee an, da wäre irgendwo ein digitales 
Signal involviert. Natürlich hast du beim Microcontroller diskrete 
Zeitstufen – in dem Moment übernimmt dieser die Wandlung anlog zu 
digital – deine Behauptung war aber, dass der Sensor die Größe digital 
ausgeben würde – und dazu würde dieser einen ADC benötigen.

Rainer W. schrieb:
> Ein ganz klein wenig Selbständigkeit ...

Es ist erkennbar, dass der TE diesbezüglich vermutlich keinerlei Land 
sehen würde, und auch keinerlei Ambitionen hat, sowas aufzusetzen. 
Brauchst du sowas, um dich überlegen fühlen zu können?

Abgesehen davon weiß zumindest ich immer noch nicht, ob vorhandene 
Infrastruktur des TE ein solches Setup überhaupt hergeben würde, oder ob 
er da erstmal deutliche Änderungen vornehmen müsste – bloß um ab und zu 
einen Wert in Erfahrung zu bringen, den er mit der vorhandenen Kamera 
einfach nebenbei ablesen könnte, sobald das Flackern der LEDs der 
Anzeige kompensiert worden ist. Vermutlich stehst du mit den TE via PN 
oder so in Kontakt, dass du da mehr weißt?

That said: Von dir kommen eh nur leere Worte der Selbstdarstellung, die 
den TE in keiner Form weiterbringen. Wenn du also nichts weiter zur 
Frage des Threads beizutragen hast, solltest du nun genug Aufmerksamkeit 
bekommen haben.
: Bearbeitet durch User
von Achim H. (pluto25)


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Mikrofun R. schrieb:
> Es hat also mit der Erdung zu tun.

Danke, das erklärt warum sie sich bei mir erst daneben benehmen seid sie 
im Boden sind.
Lcd Voltmeter sind deutlich teurer als Led.
Weis jemand wie träge Oleds sind?
Vielleicht wären diese
https://de.aliexpress.com/item/1005012144539911.html
eine Idee? Oder welche mit Balkenanzeige, wobei dann versucht werden 
müsste ob die ihre Parameter dem Fühler anpassen können oder nur fest 
zur Batterie passen.
Wenn ich ein Lcd knipse sind oft doppelte Zahlen drauf, weil die alte 
noch nachleuchtet wenn die neue schon da ist. Beim Video ist das nicht 
auffälliger als beim drauf schauen.
von Jack V. (jackv)


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Achim H. schrieb:
> Weis jemand wie träge Oleds sind?

Die haben hier das gleiche Problem, wie LED-Anzeigen (die sie ja im 
Grunde auch sind).
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wie waere es Analoganzeigen. Da war vor wenigen Wochen ein Konvolut mit 
angepoten worden.
von Mikrofun R. (mikrofun)


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Wollte nur kurz anmerken, dass es mir in der Tat bloss darum geht, hin 
und wieder draufzugucken um zu wissen, ob mal wieder gegossen werden 
muss. 😀

Also keine Zeitreihenerfassung von Daten.
von Mikrofun R. (mikrofun)


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Übrigens: Die Bildübertragung ist sehr gut, wenn es dämmert, also die 
Kamerabelichtungszeit größer ist. Bei hellem Sonnenschein sieht man ein 
gewisses "Tanzen" der 7-Segment LEDs. Also werde ich eher abends drauf 
gucken.
von Jack V. (jackv)


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Mikrofun R. schrieb:
> Die Bildübertragung ist sehr gut, wenn es dämmert, also die
> Kamerabelichtungszeit größer ist.

Deswegen schrieb ich oben, dass das Abdunkeln oder ein ND-Filter 
Möglichkeiten wären, wenn die Umstände es erlauben.
von Frank O. (frank_o)


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Mikrofun R. schrieb:
> Bei hellem Sonnenschein sieht man ein
> gewisses "Tanzen" der 7-Segment LEDs. Also werde ich eher abends drauf
> gucken.

Dieter schrieb ja schon, niedrige Frame-Rate.
Hier gibt es gerade ein günstiges Angebot, mit 15 FPS:
https://www.amazon.de/GNCC-GC3-%C3%BCberwachungskamera-Zwei-Wege-Audio-Bewegungserkennung/dp/B0F1XRWYYY/ref=sr_1_7?
Allerdings für innen konzipiert. Aber bin sicher, dass das mit "Silikon 
macht das schon", die Kamera dicht bekommt.
Aber ob die 15FPS das bringen, habe ich noch nicht probiert. Da musst du 
dich auf Dieter verlassen.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Matthias S. schrieb:
> Rainer W. schrieb:
>> Ein Drahtbrücke und Entfernung von C3 reicht, um vernünftigen Zugriff
>> auf das Digitalsignal zu haben.
>
> Und dann? Wie soll es übertragen und ausgewertet werden?

Magie! :-)
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ein T. schrieb:
> Magie! :-)

Natürlich vom Magier: Ein T. (ein_typ)
von Rainer W. (rawi)


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Matthias S. schrieb:
> Und dann? Wie soll es übertragen und ausgewertet werden?

Rainer W. schrieb:
> z.B. per Timer mit Capture

Rainer W. schrieb:
> MQTT als aktuellen Stand der Technik für Messdatenerfassung und
> Verbreitung habe ich oben genannt.
von Stefan R. (stefan_r_bs)


Angehängte Dateien:

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Hallo Rainer, würde ja normalerweise zustimmen, dass es einfacher ist, 
gleich die Frequenz am 555-Ausgang zu messen statt sich mit dem 
Analogwert herumzuschlagen. Aber beim vorliegenden Sensor liegst Du 
falsch: Die Frequenz ist konstant, der variable Kondensator (der im 
Aliexpress-Schaltplan fehlt) sitzt zwischen dem 10k und der Diode, also 
gibts bloß den analogen Wert zum weiterverarbeiten.

Anhang:
1) Ali-Schaltplan,
2) gefunden in: 
https://arduinodiy.wordpress.com/2018/06/28/a-capacitive-soil-humidity-sensor-part-4/

Der Thread hier hat mich jedenfalls motiviert, mir demnächst auch mal 
NE555-basierte (hoch lebe das Geburtstagskind!) kapazitive Sensoren zu 
bauen. Werde es wohl mit gemächlicherer und variabler Frequenz 
versuchen...
von Rainer W. (rawi)


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Stefan R. schrieb:
> Aber beim vorliegenden Sensor liegst Du falsch: ...

Hallo Stefan, danke für den Link und den eher passenden Schaltplan, 
allerdings wohl mit den Werten der V1.2. Das Attribut "lesbar" mag man 
allerdings beiden nicht zusprechen. ;-)

Demnach handelt sich einfach um einen Spannungsteiler aus R3 und der 
Bodenkapazität, der mit konstantem Oszillatorsignal versorgt wird und 
dann natürlich nur einen analogen Spannungswert liefert. Der Bereich, in 
dem sich die Kapazität des Bodensensor ändert, ist (neben der Feuchte) 
durch seine Größe festgelegt, d.h. mit gemächlicher Frequenz werden die 
Werte bei unbelastetem Ausgang alle dicht an der oberen Grenze kleben. 
Die Oszillatorfrequenz mit dem 555 dürfte im Bereich um 0,7 MHz liegen.

Ich war davon ausgegangen, dass C5 symbolisch für die Bodenkapazität 
steht und dann entsprechend das Signal am Ausgang Pin 3 beeinflusst, 
sorry.
: Bearbeitet durch User
von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Rainer W. schrieb:
> Ich war davon ausgegangen, dass C5 symbolisch für die Bodenkapazität
> steht und dann entsprechend das Signal am Ausgang Pin 3 beeinflusst

Das dachte ich auch - und so würde ich mir das auch bauen wollen (ohne 
konkreten Zweck außer Experimentieren und "Bastelspaß").

> Die Oszillatorfrequenz mit dem 555 dürfte im Bereich um 0,7 MHz liegen.

ach ja ... oberhalb der 100 kHz fangen die Standardformeln ja an zu 
versagen.

Ok - will den Thread nicht weiter kapern.

Wobei zum Thema wohl schon alles denkbare vorgeschlagen wurde. Hm, außer 
vielleicht - der Kamera den oben genannten 
Belichtungszeitverlängerungs-Filter nur bei Bedarf per Servo 
vorschieben: Sonnenbrille auf zum Display ablesen, Sonnenbrille ab: kann 
weiter ihre eigentliche Aufgabe erfüllen. (Raumsonden machen so was auch 
- warum nicht auch im eigenen Garten einsetzen? ;) )
von Frank O. (frank_o)


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Stefan R. schrieb:
> Ok - will den Thread nicht weiter kapern.

Gehört doch irgendwie dazu.
von Rainer W. (rawi)


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Stefan R. schrieb:
> ach ja ... oberhalb der 100 kHz fangen die Standardformeln ja an zu
> versagen.

Fig 6-8 im Datenblatt steckt den Rahmen ab
https://www.ti.com/lit/ds/symlink/tlc555.pdf
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