Hallo Forum, ich suche eine Wallbox, mit der ich den Überschuss von der PV-Anlage zum Laden eines BEV verwenden möchte. Welches Modell würdet ihr empfehlen für folgende Einsatzszenarien: Ich habe 12 kWp an PV-Modulen nach Ost und West installiert, es sollen noch 5 kWp hinzukommen. Dazu einen Wechselrichter mit 10 kWh Speicher. Aktuell lese ich per Netzwerk von meinem Linux-Server jede Sekunde die Werte: Hausverbrauch, Akkuleistung, Netzleistung und PV-Leistung aus. Darüber kann ich einer geeigneten Wallbox recht genau sagen, wieviel Leistung zur Verfügung steht, bzw könnte ich den Ladestrom solange nach oben drehen, bis die Netzeinspeisung gegen Null geht. Ich habe im Moment eine temporäre Lösung, die 3phasig von 6 bis 16 A lädt. Anforderung wäre ein Umschaltung von 1 auf 3 phasig, da sonst recht schnell mein Haus-Akku leidet, wie ich jetzt schon festgestellt habe. Es reicht ein Wolke und die PV-Leistung sinkt unter 4 kW und dann wird der Hausakku entladen. Zudem lässt sich die Leistung nur in groben Stufen (6, 8, 10 .. 16) Ampere einstellen. Ich hoffe, eine geeignete Wallbox kann das besser. Kabel für die Wallbox muss noch verlegt werden, ich könnte schonmal Ethernet einplanen, auch wenn dann Modbus oder irgend etwas anderes darüber laufen soll. Vielen Dank für Empfehlungen
Moin, schau mal hier vorbei: https://warp-charger.com Die Community bzw. der Support ist sehr aktiv. https://www.tinkerunity.org/forum/13-warp-charger-energy-manager/
Moin, ich habe einen Fronius Wattpilot. Der kann alles was du oben beschreibst und holt sich die Daten vom Wechselrichter. Die Konfiguration des Verhaltens kann man in einer zugehörigen App vornehmen. Da kann man auch einstellen in welcher Form der Batteriespeicher mitgenutzt werden soll oder auch nicht. Der Strom wird in 1A-Schritten zwischen 6 und 16 Ampere geregelt und das sowohl 1- als auch 3-phasig. VG Tobias
Rangi J. schrieb: > Zudem lässt sich die Leistung nur in groben Stufen > (6, 8, 10 .. 16) Ampere einstellen. Ich hoffe, eine geeignete Wallbox > kann das besser. Beim AC-Laden, wie den üblichen Wallboxes, erfolgt keinerlei Regelung des Ladestroms durch die Wallbox selbst. Sie sendet lediglich ein schnödes 1 kHz-PWM-Signal (CP), welches proportional zu dem maximalen bereitgestellten Ladestrom ist. 10% PWM sind das Minimum und entsprechen 6 A Ladestrom, 50% das Maximum mit 32 A Ladestrom. Folglich könnte die Zeitauflösung des PWM-Verhältnisses einen Einfluss auf die Feineinstellung des Ladestroms haben, ebenso die Zeitauflösung bei der Detektierung im Fahrzeug. Das ist jedoch wahrlich keine Raketentechnik. In den Datenblättern der Wallboxes finden sich eher selten Informationen über die tatsächliche in Ampere umgerechnete PWM-Auflösung finden. Nur sehr wenige aktuelle AC-Wallboxes bieten zusätzlich eine PLC-Kommunikation (Power Line) an, mit denen eine bidirektionale Kommunikation mit "richtigem Protokoll" erfolgt. Diese wird üblicherweise nämlich nur von DC-Schnellladern unterstützt. Und ob sich das Auto im AC-Lademodus überhaupt um das PLC-Signal kümmert, dürfte vom Typ und Firmwarestand der Ladeelektronik abhängen. > Kabel für die Wallbox muss noch verlegt werden, ich könnte schonmal > Ethernet einplanen, auch wenn dann Modbus oder irgend etwas anderes > darüber laufen soll. Ja, Twisted Pair sollte man heutzutage unbedingt vorsehen, auch wenn es einige Wallboxes gibt, die prinzipiell auch mit WLAN funktionieren. Üblicherweise ist es sogar für normale Heim-Wallboxes vorgeschrieben, dass der Stromnetzbetreiber über einen einfachen Fernsteuerkontakt eine Ladestrombegrenzung aktivieren können müsste. Ob das schon jemals so gemacht wurde, steht auf einem anderen Blatt. Viele Wallboxes verbinden sich in der Grundeinstellung per DHCP mit dem Heimnetz und darüber dann per OCPP mit ihrer Cloud. Zusätzlich stellen sie dann per Webserver und per Modbus TCP noch direkte Zugriffsmöglichkeiten bereit. Bei einigen Wallboxes kann man die vorkonfigurierte OCPP-Verbindung auch auf einen eigenen OCPP-Server umstellen. Wir sind übrigens sehr zufrieden mit unserer Wallbox von Daheimladen.de. Das Teil ist mechanisch äußerst robust aufgebaut, d.h. zunächst wird eine Anschlussbox aus Polyamid an die Wand geschraubt, verdrahtet und verschlossen. Dann wird die eigentlich Wallbox aus Metall-Druckguss über die Anschlussbox gehängt und deckt diese fast vollständig ab. Eine der Schrauben, in denen die Wallbox arretiert wird, wird anschließend mit einem Schloss verriegelt. Für den Fall, dass die Wallbox gerade nicht aufgesteckt ist, gibt es eine ordentliche Kunststoffabdeckung für den Steckverbinder, die sich ebenfalls festschrauben lässt. Im Auslieferzustand hatte sie allerdings eine vermurkste Firmware, die mich ca. zwei Tage an Arbeit gekostet hat. Letztendlich hat der sehr freundliche Support dann die richtige Firmwarekombination raufgeladen, und seitdem funktioniert das Teil völlig unauffällig. Über deren Cloud-Funktionalität (Click2Charge) kann man die Wallbox auch mit der Fahrzeug-Cloud koppeln, in unserem Fall mit der von Hyundai. Laut Webseiten und Anleitung kann man die Wallbox auch für PV-Überschussladen einrichten. Hierfür muss man einen der hierfür unterstützten Wechselrichter bei Click2Charge registrieren. Das haben wir aber mangels PV-Anlage nicht gemacht. Zusätzlich ist es auch möglich, die Wallbox per Modbus TCP zu steuern. Hierfür gibt es eine ausführliche Beschreibung des Registermodells. Das habe ich mir zwar angeschaut, aber noch nicht ausprobiert.
Ein Umschalten von 1 auf 3 Phasen ist nicht so einfach, hier muß der Ladevorgang immer unterbrochen werden. Kannst Du nicht vorher festlegen wieviel Energie im Akku ist um die Auswahl 1/3 Phasen zu treffen? Der Regelbereich von 6 bis 16 ist dann doch eigentlich groß genug.
halte Ausschau nach BMW-Wallboxen - gibt es teils sehr günstig Hersteller ist Keba, voll steuerbar
Andreas S. schrieb: > In den Datenblättern der Wallboxes finden sich eher selten Informationen über die tatsächliche in Ampere umgerechnete PWM-Auflösung finden. Sollte aber sein. EVCC pflegt ein Verzeichnis von Wallboxen, die sich mit deren System ansteuern lassen. Da nach „mA“ filtern. Für Leute mit kleiner PV, die im wesentlichen einphasig mit PV-Überschuss laden möchten, ist das sehr sinnvoll. Wer 30kWp auf dem Dach hat, und eh immer 11kW ins Auto jagt, dem reichen auch 1A Auflösung. Oliver
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Ich nutze derzeit auch evcc zur Ladesteuerung. Als Wallbox nutze ich derzeit diese: https://go-e.com/de-de/produkte/go-e-charger-gemini-flex Die Fronius sind glaube ich gebrandete Varianten der go-e Wallboxen speziell für die Fronius-Umgebung, aber hardwaretechnisch wohl ähnlich oder gar baugleich? Die evcc-Doku ist auch allgemein nicht verkehrt um darüber ggf. zu schauen, welche Wallboxen man potentiell mit in die Vorauswahl nehmen will: https://docs.evcc.io/de/chargers/ Bzgl. der go-e: Die Gemini "Flex" sind die mit CEE-Stecker, die Gemini ohne "Flex" haben nur loses Kabel ohne CEE-Stecker. Die 2.0 sind im Prinzip identisch zur Standard-Gemini, haben aber noch Mobilfunk-SIM verbaut (braucht man im Prinzip nur, wenn an der Stelle wo die Wallbox hin soll kein WLAN-Empfang vorhanden ist). Die Pro und Core sind recht neu, damit hab ich mich noch nicht näher beschäftigt. Die können aber wohl auch den Powerline-Kram, also vllt. potentiell auch den SoC aus dem Auto auslesen. Die Einrichtung erfolgt per Smartphone-App (verbindet sich dazu mit wlan-Hotspot der Wallbox selbst), dort kann man dann u.a. die Wallbox ins eigene wlan bringen und für evcc die lokale API aktivieren. Die Wallbox unterstützt "Kabel abstecken simulieren": Das ist relevant für einige Automarken, die nach temporär pausiertem Ladevorgang (=länger mal Wolken) einschlafen und nicht mehr von alleine aufwachen, wenn die Wallbox den Ladevorgang eigentlich fortsetzt. Da kann dann Kabel-Abstecken-Simulieren helfen, dadurch wachen solche Fahrzeuge in der Regel wieder auf und laden dann doch wieder weiter. (Das löst ebenfalls bei einigen Fahrzeugen Probleme bei Wechsel 1-phasig/3-phasig...)
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