Moin, mein 5 Jahre alter Wechselrichter von Solartronics will meinen Kühlschrank nicht mehr mit Strom versorgen. Es kommt keine Spannung mehr am Schuko-Stecker raus, obwohl die LED am WR grün leuchtet. Nach dem aufschrauben fiel mir eine Spinne auf, die noch ganz frisch war und wohl eine Tour vom Gate zu Drain des FTW20N50A unternehmen wollte, was in ihrem Tod endete und zum Tod des Wechselrichters führte. Auf der Rückseite der Platine führt die Leitung oben nach links rüber zu den 450V-Elkos. Der FTW20N50A verträgt ja nur 30 Volt am Gate. Meint ihr es lohnt sich noch auf Fehlersuche zu gehen, oder wurden die anderen MOSFETs und andere Teile mitgebraten? Und wo sollte ich zuerst nachmessen? P.S. Dass die Eingangselkos dicke Backen machen habe ich schon gesehen und ich weiss 230 Volt ...
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Fred F. schrieb: > Meint ihr es lohnt sich noch auf Fehlersuche zu gehen, oder wurden die > anderen MOSFETs und andere Teile mitgebraten? Ohne Schaltplan stocherst Du nur im Nebel. Obwohl ich gerne repariere, würde ich mir ein neues Teil besorgen.
Mi N. schrieb: > Fred F. schrieb: >> Meint ihr es lohnt sich noch auf Fehlersuche zu gehen, oder wurden die >> anderen MOSFETs und andere Teile mitgebraten? > > Ohne Schaltplan stocherst Du nur im Nebel. > Obwohl ich gerne repariere, würde ich mir ein neues Teil besorgen. Neuer Wechselrichter ist schon bestellt, diesmal 2500 Watt, damit ich auch den Rasenmäher damit betreiben kann, wenn er denn den Anlaufstrom packt. Aber wenn sich der alte reparieren ließe, wäre das toll.
Fred F. schrieb: > Nach dem aufschrauben fiel mir eine Spinne auf, die noch ganz frisch war und wohl > eine Tour vom Gate zu Drain des FTW20N50A unternehmen wollte, was in > ihrem Tod endete und zum Tod des Wechselrichters führte. Vielleicht kannst Du noch die Hinterbliebenen der Spinne für den Schaden haftbar machen. Erst der Versuch macht kluch. Guck Dich mal in der Nachbarschaft um. Vielleicht identifziert sich da jemand als Spinne und gibt das Verwandschaftsverhältnis zu. Als Katze war ja schon ein paar mal in den Medien zu finden. ;)
Fred F. schrieb: > Der FTW20N50A verträgt ja nur 30 Volt am Gate. Sieht so aus, als ob da eine Z-Diode vorhanden ist, die die GS-Spannung begrenzen soll. Evtl hat ja nur diese sich geopfert und stellt jetzt einen Kurzschluss dar. Die Treiberschaltung für das Gate kann natürlich dennoch Schaden genommen haben.
Wichtig wäre, dass der Controller und Treiber keinen Schaden genommen haben. Beim neuen WR wäre es sinnvoll nach Ablauf der Gewährleistungen/Garantien diesen zu öffnen und solche Stellen mit einem isolierenden Lack zu überziehen. Dann kommt die Spinne zukünftig lebendig über die Platine.
Fred F. schrieb: > Aber wenn sich der alte reparieren ließe, wäre das toll. Den Reparaturversuch kannst Du abkürzen: Wandler einschalten und dicken Schraubenzieher hineinstecken, bis es kracht und zischt ;-) Ergänzend kannst Du eine Tonne mit isolierendem Lack aufstellen und den Spinner hineinstecken.
Was ginge, wäre mal an den Eingang und/oder Ausgang eine 9V-Blockbatterie zu hängen und schauen, wo die Spannung anliegt oder versackt.
Ich habe die 1000 Watt Version davon. (interessant ist das die fast gleich aus sehen.) Die musste ich auch schon Reparieren gucke dir mal alle Dioden an besonderes sek Dioden. und wie schon angesprochen die beiden Elkos.
Was sind eigentlich diese schwarzen länglichen Dinger auf der rechten Seite mittig auf der Oberseite der Platine ?
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Fred F. schrieb: > Was sind eigentlich diese schwarzen länglichen Dinger auf der > rechten > Seite mittig auf der Oberseite der Platine ? Funkentstörkondensatoren.
Fred F. schrieb: > Moin, mein... Wechselrichter... will meinen > Kühlschrank nicht mehr mit Strom versorgen. Es kommt keine Spannung mehr > am Schuko-Stecker raus, obwohl die LED am WR grün leuchtet. Sehr ungewöhnlich. Ich würde auf einen kaputten Kühlschrank tippen. :-) Im ernst: Normalerweise signalisieren diese WR Fehler, Überstrom, Übertemperatur, Über- und Unterspannung, mittels Pieper und/oder roter LED. Es sei denn die eingangsseitige Sicherung hat ausgelöst, dann leuchtet aber auch die grüne LED nicht mehr. > Und wo sollte ich zuerst nachmessen? Vor den oxydierten, ausgeleierten Kontakten der 230V Steckdose...;-) Ansonsten: Zwischenkreisspannung (320-350Volt an den HV-Elkos) vorhanden?
Max M. schrieb: > Fred F. schrieb: >> Moin, mein... Wechselrichter... will meinen >> Kühlschrank nicht mehr mit Strom versorgen. Es kommt keine Spannung mehr >> am Schuko-Stecker raus, obwohl die LED am WR grün leuchtet. > > Sehr ungewöhnlich. Ich würde auf einen kaputten Kühlschrank tippen. :-) Kühlschrank läuft mit der angeschleppten Kabeltrommel einwandfrei. > Im ernst: Normalerweise signalisieren diese WR Fehler, Überstrom, > Übertemperatur, Über- und Unterspannung, mittels Pieper und/oder roter > LED. Es sei denn die eingangsseitige Sicherung hat ausgelöst, dann > leuchtet aber auch die grüne LED nicht mehr. > >> Und wo sollte ich zuerst nachmessen? > Vor den oxydierten, ausgeleierten Kontakten der 230V Steckdose...;-) An der Steckdose wurde nichts geändert, Überlastung schliesse ich mal aus, da der Kühlschrank maximal ~100 Watt zieht. > Ansonsten: > > Zwischenkreisspannung (320-350Volt an den HV-Elkos) vorhanden? Werde ich mal nachmessen. Hab jetzt erstmal die alte Anlage abgebaut und mache heute den neuen Wechselrichter dran. Die neuen LiFePO4-Akkus sollten bis heute Abend voll geladen sein, wenn heute die Sonne scheint.
Fred F. schrieb: > An der Steckdose wurde nichts geändert, Überlastung schließe ich mal > aus, da der Kühlschrank maximal ~100 Watt zieht. Nur mal kurz zum nachdenken. EINSCHALTSTROM ist nicht zu unterschätzen bei Motoren. Mein Kühlschrank braucht im Einschaltmoment kurz bis zu 750 Watt dann geht er sofort auf seine normalen 70 Watt zurück. was haben deine Messungen inzwischen so ergeben ? Teile getaucht ? Geht wieder alles ?
Inverter von z.B. Victron verwenden Ringkerntrafos im Ausgang. Sauschwer aber meiner Überzeugung nach deutlich robuster gegenüber solchen Designs.
Fred F. schrieb: > diesmal 2500 Watt Fred F. schrieb: > Neuer Wechselrichter ist schon bestellt, diesmal 2500 Watt viel Spass mit dem Aderquerschnitt auf der 24V Seite.
Papa P. schrieb: > Fred F. schrieb: >> Neuer Wechselrichter ist schon bestellt, diesmal 2500 Watt > > viel Spass mit dem Aderquerschnitt auf der 24V Seite. Nicht nur die Adern, sondern auch die Akkus aus denen der Strom kommt. Das habe ich schon gemerkt, als ich mal zwei 24V-Wechselrichter für 1000 und 1500W gerettet habe. Mein naiver Gedanke war, da kann man ja mal mit zwei Bleiakkus eine kleine Flex oder so betreiben. Besonders an den Fahrradständern am Bahnhof. ;) Kleiner Scherz. Leider ist man selbst bei schon untragbaren 33Ah-Klötzen nur bei 20-30A Maximalstrom, wenn man die Akkus nicht quälen will, was keine 700W ergibt. Und wenn man zwei 100Ah-Akkus nimmt, ist man gewichtsmäßig mit einem Zweitakt-Trennjäger besser bedient. :) DAVID B. schrieb: > EINSCHALTSTROM ist nicht zu unterschätzen bei Motoren. > Mein Kühlschrank braucht im Einschaltmoment kurz bis zu 750 Watt dann > geht er sofort auf seine normalen 70 Watt zurück. Bei einem Test wollte ein 150W Kühlschrank an 24V-Inverter an 24V/20A-Labornetzteil nicht anlaufen, sondern das ganze verschluckte sich dauernd. Mit zwei kleinen 7Ah-Bleiakkus als "Ladekondensator" gings dannn. Mit den Akkus alleine ging es auch nicht, aber das lag vielleicht an der Krokoklemmen-Verkabelung. ;)
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Wollvieh W. schrieb: > Bei einem Test wollte ein 150W Kühlschrank an 24V-Inverter an > 24V/20A-Labornetzteil nicht anlaufen, sondern das ganze verschluckte > sich dauernd. > Mit zwei kleinen 7Ah-Bleiakkus als "Ladekondensator" gings dannn. Mit > den Akkus alleine ging es auch nicht, aber das lag vielleicht an der > Krokoklemmen-Verkabelung. ;) Mal eine schnelle Schätzung. 150 watt Kühlschrank (Anlaufstrom um 1000 Watt) 24 volt / 1000 watt ca 41 AMP Krokodilklemmen... Ehm ja kann man mal machen. :-)
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Mi N. schrieb: > Fred F. schrieb: >> Meint ihr es lohnt sich noch auf Fehlersuche zu gehen, oder wurden die >> anderen MOSFETs und andere Teile mitgebraten? 600 W Wechselrichter für einen Kühlschrank? Ich hab einen Tischkühlschrank mit einem 600W Wechselrichter über 12 Blei-Akku (über 12V PV 200 Watt versorgt) in Betrieb, aber nicht dauernd da ich den Akkus nicht tiefentladen will. > Ohne Schaltplan stocherst Du nur im Nebel. > Obwohl ich gerne repariere, würde ich mir ein neues Teil besorgen. Stimmt, vor allem kosten die Wechselrichter nicht mehr so viel. Wenn eine Sicherung ausgelöst hätte, dann würde ich noch sagen, das man da noch was machen kann. Aber wenn der Defekt offenbar ein Defekt durch ein Insekt ist und nach der Reinigung nicht besser wird. Denke, ich die Zeit kann man auch besser woanders investieren.
Mal eine leichte Offtopic-Frage an dieser Stelle: Wie macht ihr das, wenn ihr als Hauptzweck einen 230V-Kühlschrank an einem Wechselrichter betreibt: Modifiziert ihr den Kühlschrank dahingehend, dass der Thermostat direkt den WR schaltet? Sonst wäre der WR ja ca. 60..90% der Zeit im unnützen Standby.
Wollvieh W. schrieb: > Und wenn man zwei 100Ah-Akkus nimmt, ist man gewichtsmäßig mit einem > Zweitakt-Trennjäger besser bedient. :) Den Wechselrichter mit Blei-Akkus als portable Stromquelle zu betreiben ist aber in etwa so, als würdest du einen Diesel-Motor als Antrieb für den Trennschneider nehmen. Inzwischen gibt es deutlich bessere Akkus.
Bin noch nicht dazu gekommen, den alten WR zu messen. Der neue ist schon angeschlossen, mit acht neuen 280Ah-LiFePO4 von nkon.nl Jetzt werden aber erst die Akkus geladen, um zu gucken, ob sie auseinanderdriften. Ich müsste jetzt erstmal noch zwei Solarzellen dazuschalten, damit es flotter geht, vorher aber noch den Kabelsalat aufräumen. Den 3000W-12V-WR habe ich rausgeworfen, der kommt jetzt ins Auto.
Harald A. schrieb: > Modifiziert ihr den Kühlschrank dahingehend, dass der > Thermostat direkt den WR schaltet? Sonst wäre der WR ja ca. 60..90% der > Zeit im unnützen Standby. Schon, aber damit muß man leben. Effektiv würde ich die Leerlaufverluste des Wandlers auf 20 - 30 % der Gesamtleistung einschätzen. Wenn man spielen möchte, kann man zum Beispiel den Wandler alle 10 Minuten einschalten, der wieder abgeschaltet wird, wenn ein minimaler Haltestrom < 1 A unterschritten wird. Bei 24 VDC ist das schaltungsmäßig kein Problem. Die Leerlaufverluste könnte man dann vernachlässigen. Fred F. schrieb: > Der neue ist schon angeschlossen, mit acht neuen 280Ah-LiFePO4 von > nkon.nl Nach welcher Zeit schätzt Du, werden sich bei Dir die Anschaffungskosten rentieren?
Mi N. schrieb: > Nach welcher Zeit schätzt Du, werden sich bei Dir die Anschaffungskosten > rentieren? Kommt auf den idellen Wert für kalte Getränke auf dem Gartengrundstück an. Oder wie teuer es würde sich da einen Netzanschluss legen zu lassen.
Udo S. schrieb: > Oder wie teuer es würde sich da einen Netzanschluss legen zu lassen. Mein Tiefkühler im Keller verbraucht pro Tag ca. 1 kWh und hat einen Netzanschluß. Gerne hätte ich auch eine PV-Lösung für die Stromversorgung, allein schon um die geernteten Früchte aus Sommer + Herbst vor Stromausfall zu schützen.
Mi N. schrieb: > Gerne hätte ich auch eine PV-Lösung für die > Stromversorgung, allein schon um die geernteten Früchte aus Sommer + > Herbst vor Stromausfall zu schützen. Dafür gibts praktisch fertige Lösungen: Balkonkraftwerk mit Speicher und Nulleinspeisung. Da gibts auch Umrichter mit Notfall 230V Steckdose. Den Kram gibts schon für unter 1000 Euro. Wenn man es selbst zusammenstellt und auch selbst aufbauen kann, incl. der Messung der 0-Einspeisung, dann kann sich das in 4-8 Jahren amortisieren. Aber bei dem TO ist es ein Kühlschrank, der so wie ich das lese auf einem Gartengrundstück ohne Netzanschluss steht. Deshalb ist die Frage nach Amortisierung so nicht ganz schlüssig.
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Mi N. schrieb: > allein schon um die geernteten Früchte aus Sommer + > Herbst vor Stromausfall zu schützen. Wobei diese Fragestellung eine deutlich andere ist. Wenn du eine Blackout sichere Versorgung anstrebst, dann musst du jederzeit volle Akkus vorhalten. Dafür ist deine Frage nach Amortisation komplett anders zu sehen, denn dann musst du die Wahrscheinlichkeit des Blackouts und den Wert der Waren im Gefrierschrank in die Rechnung aufnehmen.
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Udo S. schrieb: > Kühlschrank, der so wie ich das lese auf > einem Gartengrundstück ohne Netzanschluss steht Ob die MOSFETs des WR noch gesund sind, könnte man messen. Über die Rentabilität können wir noch viel beratschlagen. Man sollte jedoch wissen, dass im Winter die Tage kürzer sind und der Ertrag gegen NULL geht.
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