Forum: Offtopic Gibt es Kühl-Gefrier-Kombis mit Rotationskolbenverdichter?


von Hans H. (wen_h)


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Hallo,

konnte die Tage die Installation einer Klima mit Inverter messtechnisch 
begleiten und es fiel auf, dass das Gerät mit einer sanften Rampe 
anläuft. Das begann bei 10 Watt und steigerte sich im Silent-Mode in ca. 
10 sec. auf ca. 300 Watt. Man könnte solch eine Anlage also locker mit 
einem Wechselrichter betreiben, denn der brutale Anlaufstrom eines 
Kolbenkompressor entfällt.

Nun habe ich mal nach einer Kühl-Gefrier-Kombi mit 
Rotationskolbenverdichter gesucht, ich erhalte genau Null Ergebnisse. 
Auch die Google-KI ist absolut schweigsam. Gibt es nichts, oder finde 
ich nur nichts?

Hintergrund: Bei einer früheren sehr ausgiebigen Recherche bzgl. 
Kühl-Gefrier-Kombi mit Kolbenkompressor plus Inverter ist es mir nicht 
gelungen, die Anlaufströme in Erfahrung zu bringen. Händler waren durch 
die Bank ahnungslos, kontaktierte Hersteller schlossen den Betrieb an 
einem Wechselrichter kategorisch aus. So dass ich davon ausgehen muss, 
dass auch bei einem Kolbenverdichter mit Inverter der Anlaufstrom 
gewaltig ist.

Hans
von H. H. (hhinz)


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Hans H. schrieb:
> So dass ich davon ausgehen muss,
> dass auch bei einem Kolbenverdichter mit Inverter der Anlaufstrom
> gewaltig ist.

Der Anlaufstrom nicht, aber der Einschaltstrom, eben bis der 
Zwischenkreis aufgeladen ist.
von Achim H. (pluto25)


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Hans H. schrieb:
>  Hersteller schlossen den Betrieb an einem Wechselrichter kategorisch aus.

Die befürchten Garantieprobleme. So ein herkömmlicher Kolbenverdichter 
sollte nicht länger mit weniger als 50% Drehzahl arbeiten weil dann 
seine Schmierung/Kühlung nicht mehr zuverlässig funktioniert. Die werfen 
ihr Öl unters Dach, dort kann es seine Hitze abgeben und der 'Regen' 
tropft auf Pleul und Kolben.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Achim H. schrieb:
> Die befürchten Garantieprobleme. So ein herkömmlicher Kolbenverdichter
> sollte nicht länger mit weniger als 50% Drehzahl arbeiten weil dann
> seine Schmierung/Kühlung nicht mehr zuverlässig funktioniert. Die werfen
> ihr Öl unters Dach, dort kann es seine Hitze abgeben und der 'Regen'
> tropft auf Pleul und Kolben.

Das hat doch nichts mit Betrieb am Wechselrichter zu tun.
von Lu (oszi45)


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Strom kann man messen, Spitzenstrom auch. Frage wäre, ob der unbekannte 
WR überhaupt den höheren Einschaltstrom des Kühlschranks verkraftet und 
wenn der Kompressor dauernd zu langsam läuft, wüßte ich auch nicht ob 
Kühlung und Schmierung ausreichen.
von Werner H. (werner45)


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Kolbenverdichter arbeiten in Kühlanlagen im An-Aus-Betrieb.
Es gibt auch Klimaanlagen mit "Scrollverdichter". Diese sind meines 
Wissens auch über die Drehzahl steuerbar und auch für Dauerbetrieb 
geeignet.
von H. H. (hhinz)


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Lu schrieb:
> wenn der Kompressor dauernd zu langsam läuft, wüßte ich auch nicht ob
> Kühlung und Schmierung ausreichen.

Niemand hat vor den Kompressor zu langsam laufen zu lassen.
von Michael B. (laberkopp)


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Hans H. schrieb:
> Nun habe ich mal nach einer Kühl-Gefrier-Kombi mit
> Rotationskolbenverdichter gesucht, ich erhalte genau Null Ergebnisse

Gibt es in den grösseren, Kühlhäusern

https://www.danfoss.com/en/products/dcs/compressors/compressors-for-refrigeration/compressors-for-refrigeration/refrigeration-scroll-compressors/
von Wolf17 (wolf17)



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Wahrscheinlich gibt es keine Kühl-Gefrierkombi mit 
Rotationskolbenverdichter, weil der bei der benötigten kleinen Leistung 
zu teuer ist.

Konventionelle Kompressoren laufen an einem Wechselrichter, wenn dieser 
genug Leistung hat. 600W Typen sind meist zu knapp, die schalten oft auf 
Störung. 1000W Typen, die im Sekundenbereich Überlastbar sind 
funktionieren.
Ich habe Anlaufstrommessungen einer 2m Kombi mit ca 220L Kühl-, 120L 
Gefrierteil und zwei Kompressoren angefügt. Iss 12A sind rund 1000W.

Allerdings habe ich festgestellt, dass bei mir die Erschütterung beim 
Anlauf eines Kompressors gelegentlich den zweiten, kurz vor der 
Auslösung stehenden mechanischen Thermostat triggert. Dann würde auch 
ein 1000W Wechselrichter auf Störung gegen. Das kann man durch eine 
Verriegelungsschaltung mit Relais vermeiden.

Von Danfoss gibt es kleine Kompressoren für 12/24VDC mit Inverter, die 
haben nicht die hohe Anlaufleistung konventioneller Kompressoren. 
Anlauf/Betrieb 24V 101N0300: 12A/3A, 101N0400 3A/3A
von Thomas B. (thombde)


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Wolf17 schrieb:
> Konventionelle Kompressoren laufen an einem Wechselrichter, wenn dieser
> genug Leistung hat. 600W Typen sind meist zu knapp, die schalten oft auf
> Störung. 1000W Typen, die im Sekundenbereich Überlastbar sind
> funktionieren.

Die Datenblätter der Wechselrichter halten sich ja bedeckt.
Ich habe den billigen von Voltkraft.
https://www.conrad.de/de/p/voltcraft-wechselrichter-psw-1000-12-g-1000-w-230-v-ac-reine-sinuswelle-2796910.html

1000W Sinus, kurzzeitig angeblich 2000W.
Aber wie viel Sekunden oder ms er die Überlastung aushält weiß niemand 
so genau.
von Heinz R. (heijz)


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Hans H. schrieb:
> konnte die Tage die Installation einer Klima mit Inverter messtechnisch
> begleiten und es fiel auf, dass das Gerät mit einer sanften Rampe
> anläuft.

was hast Du genau gemessen?  Anlauf- oder Einschaltstrom?

In so Teilen ist ja auch ein großes SNT verbaut
von Hans H. (wen_h)


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H. H. schrieb:
> Lu schrieb:
>> wenn der Kompressor dauernd zu langsam läuft, wüßte ich auch nicht ob
>> Kühlung und Schmierung ausreichen.
>
> Niemand hat vor den Kompressor zu langsam laufen zu lassen.

Bei meiner damaligen Recherche hörte ich von mehreren Händlern, dass ein 
Inverter-Verdichter permanent mit einer passenden Leistung (Drehzahl) 
laufen würde.

Da meine alte Kühl/Gefrierkombi mit ein/aus-Kolbenverdichter ca. 30% der 
Zeit läuft, dürfte ein moderner Inverter-Verdichter mit seinen laut 
Werbung sagenhaften Verbrauchswerten dann nur mit ca. 10% Leistung bzw. 
Drehzahl permanent laufen.

Bei meiner damaligen Recherche konnte ich auch keine Angaben zur 
Verdichter-Technologie finden, die Hersteller halten sich hier 
durchgängig bedeckt. Oft wurde nicht mal der viel gelobte Inverter 
beworben.
von Hans H. (wen_h)


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Heinz R. schrieb:
> was hast Du genau gemessen? Anlauf- oder Einschaltstrom?

Den Anlaufstrom. Irgendwelche kurzen Stromspitzen sind mir sicher 
entgangen, denn es war nur ein Wattmeter mit Digitalanzeige 
eingeschleift.

Man hörte aber deutlich, dass der Motor des Verdichters aus dem Stand 
sehr gemächlich anlief und dabei einer linearen Rampe folgte. Von Null 
auf 300 Watt im ECO-Mode hat sich der Motor sicher 10 Sekunden Zeit 
gelassen und während dessen stieg die angezeigte Leistung am Wattmeter 
kontinuierlich an.

H. H. schrieb im Beitra g #8058531:
> Der Anlaufstrom nicht, aber der Einschaltstrom, eben bis der
> Zwischenkreis aufgeladen ist.

Die Ladung des Zwischenkreises muss zwingend auf einen Ruck erfolgen?
von H. H. (hhinz)


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Hans H. schrieb:
> H. H. schrieb im Beitra g #8058531:
>> Der Anlaufstrom nicht, aber der Einschaltstrom, eben bis der
>> Zwischenkreis aufgeladen ist.
>
> Die Ladung des Zwischenkreises muss zwingend auf einen Ruck erfolgen?

Ab Werk ist halt nur die Drossel der passiven PFC strombegrenzend.
von Jörg K. (joergk)


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H. H. schrieb:
> Ab Werk ist halt nur die Drossel der passiven PFC strombegrenzend.

Oder eine lange Zuleitung :-)
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Hans H. schrieb:
> Von Null
> auf 300 Watt im ECO-Mode hat sich der Motor sicher 10 Sekunden Zeit
> gelassen und während dessen stieg die angezeigte Leistung am Wattmeter
> kontinuierlich an.

Bleibt dieser Mode nach Stromausfall und dessen Wiederkehr erhalten?
Oder hat man nach "Strom-wieder-da" wieder den Brutal-Modus?
von Gerd E. (robberknight)


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Hans H. schrieb:
> Bei meiner damaligen Recherche hörte ich von mehreren Händlern, dass ein
> Inverter-Verdichter permanent mit einer passenden Leistung (Drehzahl)
> laufen würde.
>
> Da meine alte Kühl/Gefrierkombi mit ein/aus-Kolbenverdichter ca. 30% der
> Zeit läuft, dürfte ein moderner Inverter-Verdichter mit seinen laut
> Werbung sagenhaften Verbrauchswerten dann nur mit ca. 10% Leistung bzw.
> Drehzahl permanent laufen.

Auch ein Inverterverdichter hat einen nutzbaren Leistungsbereich, er 
kann nicht beliebig langsam laufen und geht, wenn weniger Leistung 
gefordert wird, in den Lückbetrieb. Schaltet also wie ein herkömmlicher 
Kühlschrank an und aus.

Ich vermute dass der Zwischenkreis bei einem Inverterverdichter ständig 
geladen ist. Der Einschaltstrom beim Laden des Zwischenkreises wird also 
nur einmal auftreten.

Der Anlaufstrom des Motors ist natürlich auch beim Inverter ein Thema. 
Wie hoch der dann aber wirklich ist, hängt sehr von der konkreten 
Implementation ab. Ein Inverter kann durchaus langsam starten wenn der 
Hersteller das so vorsieht. Muss aber nicht. Und die "Datenblättern" von 
Kühlschränken sind normal für Endkunden gedacht, da wird sowas nicht im 
Detail spezifiziert. Da hilft nur ausprobieren.
von H. H. (hhinz)


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Gerd E. schrieb:
> Ich vermute dass der Zwischenkreis bei einem Inverterverdichter ständig
> geladen ist. Der Einschaltstrom beim Laden des Zwischenkreises wird also
> nur einmal auftreten.

War zumindest bei allen, die mir begegnet sind so.


> Der Anlaufstrom des Motors ist natürlich auch beim Inverter ein Thema.

Die Hersteller bauen natürlich möglichst knapp ausreichende IGBTs ein, 
daher auch kein großer Anlaufstrom.
von Udo S. (urschmitt)


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Gerd E. schrieb:
> Ich vermute dass der Zwischenkreis bei einem Inverterverdichter ständig
> geladen ist. Der Einschaltstrom beim Laden des Zwischenkreises wird also
> nur einmal auftreten.

Da der TO den Kühlschrank wohl an einem Wechselrichter betreiben will, 
muss der Zwischenkreis jedes Mal geladen werden wenn der Kühlschrank an 
den Wechselrichter angeschlossen wird, bzw. der Wechselrichter 
eingeschaltet wird.

Ich glaube das eigentliche Problem des TOs ist, dass der Wechelrichter 
beim Anschluss / Einschalten des Kühlschranks nicht wegen Überlast 
abschaltet.
von Gerd E. (robberknight)


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Udo S. schrieb:
> Da der TO den Kühlschrank wohl an einem Wechselrichter betreiben will,
> muss der Zwischenkreis jedes Mal geladen werden wenn der Kühlschrank an
> den Wechselrichter angeschlossen wird, bzw. der Wechselrichter
> eingeschaltet wird.

Schon klar. Wenn der Wechselrichter aber normalerweise immer an ist und 
wirklich nur das erstmalige, seltene Starten das Problem ist 
(=Einschaltstrom, laden des Zwischenkreises), könnte man z.B. den 
Kühlschrank an das normale Stromnetz, einen mobilen Generator oder 
sonstwas anschließen und dann, bei voll geladenem Zwischenkreis und 
nicht laufendem Kompressor, schnell auf den Wechselrichter umstecken. 
Natürlich nicht bequem, aber auch kein Weltuntergang wenn man das z.B. 
nur einmal im Jahr machen muss.

> Ich glaube das eigentliche Problem des TOs ist, dass der Wechelrichter
> beim Anschluss / Einschalten des Kühlschranks nicht wegen Überlast
> abschaltet.

Ja genau. Die Frage ist halt ob der Einschaltstrom (=Laden des 
Zwischenkreises bei einem Invertermodell) oder Anlaufstrom des Motors 
die Überlast verursacht.

Um das zu unterscheiden könnte der TO z.B. das Thermostat des 
Kühlschranks (Invertermodell) auf Maximum stellen wenn der Inhalt 
bereits kalt ist, so dass der Motor beim Einstecken nicht anspringt. 
Dann wird nur der Zwischenkreis geladen und es gibt kein Anlaufstrom.
: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Hans H. schrieb:

> konnte die Tage die Installation einer Klima mit Inverter messtechnisch
> begleiten und es fiel auf, dass das Gerät mit einer sanften Rampe
> anläuft.

Hmm. Ich habe es in der Erinnerung, irgendwo in der Werbung für
einen Kühl-Gefrier-Kombi auch etwas wie "mit Inverter" gelesen
zu haben. Vielleicht solltest Du besser mit diesem Stichwort
suchen.
von Udo S. (urschmitt)


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Gerd E. schrieb:
> Ja genau. Die Frage ist halt ob der Einschaltstrom (=Laden des
> Zwischenkreises bei einem Invertermodell) oder Anlaufstrom des Motors
> die Überlast verursacht.

Die Frage hat Hinz meiner Meinung nach beantwortet:

H. H. schrieb:
> Hans H. schrieb:
>> H. H. schrieb im Beitra g #8058531:
>>> Der Anlaufstrom nicht, aber der Einschaltstrom, eben bis der
>>> Zwischenkreis aufgeladen ist.
>>
>> Die Ladung des Zwischenkreises muss zwingend auf einen Ruck erfolgen?
>
> Ab Werk ist halt nur die Drossel der passiven PFC strombegrenzend.

H. H. schrieb:
>> Der Anlaufstrom des Motors ist natürlich auch beim Inverter ein Thema.
>
> Die Hersteller bauen natürlich möglichst knapp ausreichende IGBTs ein,
> daher auch kein großer Anlaufstrom.
von Udo S. (urschmitt)


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Gerd E. schrieb:
> Schon klar. Wenn der Wechselrichter aber normalerweise immer an ist und
> wirklich nur das erstmalige, seltene Starten das Problem ist
> (=Einschaltstrom, laden des Zwischenkreises), könnte man z.B. den
> Kühlschrank an das normale Stromnetz, einen mobilen Generator oder
> sonstwas anschließen und dann, bei voll geladenem Zwischenkreis und
> nicht laufendem Kompressor, schnell auf den Wechselrichter umstecken.
> Natürlich nicht bequem, aber auch kein Weltuntergang wenn man das z.B.
> nur einmal im Jahr machen muss.

Da stellt sich die Frage warum soll der Kühlschrank an den 
Wechselrichter. Mir kommt dabei sofort das Szenario, der Wechselrichter 
soll bei Stromausfall wenigstens den Kühl/Gefrierschrank 
weiterversorgen.
Das aber bedeutet der Strom ist weg, der Kühlschrank wird dann in den 
Wechselrichter umgestöpselt.
In dem Fall ist der Zwischenkreis aber definitiv leer.
von H. H. (hhinz)


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Udo S. schrieb:
> Da stellt sich die Frage warum soll der Kühlschrank an den
> Wechselrichter.

Inselnetz mit 12V Pufferakku, z.B. Gartengrundstück.
von Hans H. (wen_h)


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Udo S. schrieb:
> Da stellt sich die Frage warum soll der Kühlschrank an den
> Wechselrichter.

Soll er nicht wirklich. Aber es wäre eine gute Option, wenn meine 
künftige Kühl/Gefrierkombi an einem Wechselrichter laufen würde. Wer 
weiß heute, ob man diese Option morgen nicht mal brauchen wird.

Meine aktuelle ca. 20 Jahre alte Kombi überfordert beim Anlaufen einen 
1kW Sinuswechselrichter mit viel Eisen, der laut Datenblatt kurzzeitig 
50% Überlast vertragen kann. Obwohl sich der Kolbenverdichter der Kombi 
laut Typenschild nur schlappe 80 Watt genehmigen soll.

Da erstaunt es, dass ein aktuelles Klimagerät mit 1500W auf dem 
Typenschild mal eben ganz entspannt anläuft, so als wäre nichts.
von Hans H. (wen_h)


Angehängte Dateien:

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Beim ersten Testlauf der Klima mit Inverter (siehe 1. Beitrag) wurde im 
Silent-Mode eine Auslasstemperatur von 5°C gemessen. Raumtemperatur war 
20°C, Außentemperatur am Außengerät war 16°C, Leistung war 300 Watt.

Angenommen, das Klimagerät zieht im Silent-Mode immer 300 Watt, bleibt 
am Auslass ein konstantes Delta? Wie sähe es bei einer Raumtemperatur 
von 30°C aus, kämen dann am Auslass 15°C?.

Zu bedenken wäre, dass bei einer Raumtemperatur von 30°C das Außengerät 
nicht mehr mit 16°C gekühlt wird, sondern eher mit 35°C. Gibt es eine 
Faustregel oder Kurven?
: Bearbeitet durch User
von Achim H. (pluto25)


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Hans H. schrieb:
> Obwohl sich der Kolbenverdichter der Kombi
> laut Typenschild nur schlappe 80 Watt genehmigen soll.

Das hält ihn nicht davon ab sich beim einschalten mal eben >10A zu 
genehmigen. So ca 3A würden ihm reichen. Ntc oder Vorwiderstand als 
'Quick & Dirty' Lösung.
Hier schafft es ein 300W Wechselrichter mit einem 750 Inverter ihn mit 
2Sekunden Rampe hoch zu fahren. Das erfordert aber Umbau des Kühlgeräts. 
Bei 50Hz Anlaufversuch gaben gleich beide auf ;-)

Hans H. schrieb:
> Gibt es eine
> Faustregel oder Kurven?

Keine für Konstante Motorleistung, jedoch viele für den Cob. Damit 
könnte man rückwärts rechnen.
Oder grob überschlagen: Wenn er bei 16° Aussen 5° Innen schafft wird er 
bei 35° Aussen 24° Innen schaffen. Da es aber Innen keine 39° sondern 
nur 30° sind würden so ca 20° rauskommen.
Nun wird der Silent Mode nicht bei den 300W bleiben. Die hatte er wohl 
nur wegen der drohenden Vereisung. Sobald die Innentemperatur steigt 
wird er wohl mehr 'Gas' geben.
von Udo S. (urschmitt)


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Achim H. schrieb:
> Nun wird der Silent Mode nicht bei den 300W bleiben. Die hatte er wohl
> nur wegen der drohenden Vereisung. Sobald die Innentemperatur steigt
> wird er wohl mehr 'Gas' geben.

Da die Klima im Silent Mode den Innenlüfter auf Minimum fährt, wird auch 
der Inverter nicht mit maximum laufen, da er sonst die Kälte nicht 
wegbekommt.
Aber der Kompressor wird je nach Differenztemperatur Aussen-Innen schon 
stärker laufen. Meine Daikin Anlage lässt sich aber nicht genau darüber 
aus wie stark.
Aber wenn der Strom ausfällt ist die Klimaanlage eher ein minder 
wichtiges Problem. Zumindest in unseren Breiten.

Welche Innen/aussen Temperaturdifferenzen man erreichen kann, hängt 
jetzt weniger von der gemessenen Temperatur am Auslass des Innengeräts 
ab. Man muss eher mit der Leistung rechnen, und die erreichbare 
Differenz hängt einzig von der Dämmung des Raums und damit dem Eintrag 
der Wärme von aussen ab. Es kühlt so lange ab, bis die in den Raum 
eindringende Wärmeleistung gleich der Kälteleistung ist.
: Bearbeitet durch User
von Hans H. (wen_h)


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Achim H. schrieb:
> Oder grob überschlagen: Wenn er bei 16° Aussen 5° Innen schafft wird er
> bei 35° Aussen 24° Innen schaffen. Da es aber Innen keine 39° sondern
> nur 30° sind würden so ca 20° rauskommen.
> Nun wird der Silent Mode nicht bei den 300W bleiben. Die hatte er wohl
> nur wegen der drohenden Vereisung. Sobald die Innentemperatur steigt
> wird er wohl mehr 'Gas' geben.

Heute war der erste reale Einsatz der Klima. Um 10 Uhr im Silent Mode 
eingeschaltet und um 14 Uhr gemessen:

Aussen 37°C, Innen* 20,2°C, Ausblastemperatur 8°C, Power 420 Watt.

Es ist also wie du vermutet hast, das Ding gibt 'Gas'.
Lüfterdrehzahl außen war auch merklich erhöht.

*: Kleines Schlafzimmer mit 12m², Türe zur Wohnung offen.
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