Guten Tag. Ich habe mir bei Reichelt einen DHT 22 Sensor besorgt (DEBO DHT 22 BRD). Weil dort in der Artikelbeschreibung steht, dass der Sensor über 1-Wire kommuniziert, wollte ich den an meinem bestehenden 1-Wire-Bus nutzen. Hat aber nicht funktioniert und ich habe kurz danach herausgefunden, dass die Sensoren ein verkorkstes 1-Wire-Protokoll verwenden sollen und pro Bus nur 1 Sensor betrieben werden kann. Leider wird selbst im Datenblatt des Sensors nicht explizit auf diesen Umstand hingewiesen. Wer denkt sich denn so einen Schrott aus? Bisher konnte ich keine Feuchtigkeitssensoren bzw. Temperatur-Feuchtigkeitssensoren mit echter 1-Wire-Schnittstelle finden. Viele haben wohl I2C, aber das ist ja nun nicht für längere Strecken gedacht. 1-Wire gibt es doch schon lange und auch die Feuchtigkeits-Sensoren wirken seit vielen Jahren ausgereift. Hat das bis heute keiner kombiniert? Falls es so etwas tatsächlich nicht gibt, was wäre die sinnvollste Lösung, wenn der Bus verzweigt bis zu 30 Meter lang werden kann? Für knapp 10 Euro bekommt man wohl Breakout-Boards mit I2C zu 1-Wire Bridge (DS2482-100), aber da sind wenn ich das richtig sehe ohne gebastel mit Multiplexern auch nur max. 4 Sensoren möglich. Freundliche Grüße Markus
Verkaufst du die Dinger oder warum bewirbst du die so? 😁
N. M. schrieb: > Verkaufst du die Dinger oder warum bewirbst du die so? 😁 Nein, ich verkaufe die nicht. Aber vielleicht (!) verrate ich Dir, wo Du die kaufen kannst. Ich bekomme auch keine Provision oder Sachleistungen wie Kreuzfahrt etc
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Stephan S. schrieb: > Aber vielleicht (!) verrate ich Dir, wo Du die kaufen kannst. Danke. Aber vielleicht der TO 😄 Wobei ich weder mit OneWire (würg) noch mit I2C bei 30m was machen würde
Echtes 1-Wire über zig Meter ist durchaus möglich.
(prx) A. K. schrieb: > Echtes 1-Wire über zig Meter Markus schrieb: > wenn der Bus verzweigt bis zu 30 Meter lang werden kann (prx) A. K. schrieb: > durchaus möglich Durchaus möglich. Aber würde man es freiwillig einsetzen?
Hatte ich getan, über ähnliche Distanz, mit etwas Abzweigung. Funktionierte. Die CRC zu kontrollieren ist aber sinnvoll, es kam vereinzelt zu Fehlern.
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Ein Wire wäre ein Zapfen eines Tannenzapfens, der sich mit der Luftfeuchte verbiegt. Es gibt Einwire-Sensoren die werden mit einem LWL angeschlossen und versorgen sich aus dem Licht mit der Energie für die Messung und um die Messwerte zurück zu senden. Aber ich glaube diese Sensoren dürften viel zu billig für Dein Taschengeld sein.
> Falls es so etwas tatsächlich nicht gibt, was wäre die sinnvollste > Lösung, wenn der Bus verzweigt bis zu 30 Meter lang werden kann? Ganz bestimmt KEIN Bus der ohne irgendwas dazwischen direkt an einem Prozessorpin haengt! Warum glaubst du eigentlich wurden Treiber fuer RS232, RS485, RS422 erfunden? Vanye
Markus schrieb: > Falls es so etwas tatsächlich nicht gibt, was wäre die sinnvollste > Lösung, wenn der Bus verzweigt bis zu 30 Meter lang werden kann? Wenn der (echte) OneWire-Bus schon existiert, also der Verkabelungsaufwand schon angefallen ist, wäre natürlich die beste Lösung, jedem Sensor einen Wandler von ihrem eigenen hochproprietären Eindraht-Protokoll auf das "richtige" OneWire(tm) zu spendieren. Ein Tiny212 z.B. sollte das recht problemlos leisten können und kostet selbst bei Reichelt nur 75 Cent oder so.
Wenn man eh einen Wandler benötigt, dann würde ich aus Robustheitsgründen gleich zu einem echten Bus für diese Ausdehnung raten, z.B. auf RS485 Basis. Wenn mehrere Sensoren nah bei einander sind kann man ggf. auch mehr als einen pro "Wandler" anschließen.
Markus schrieb: > Weil dort in der Artikelbeschreibung steht, dass der Sensor über 1-Wire > kommuniziert, wollte ich den an meinem bestehenden 1-Wire-Bus nutzen. Nicht alles, was zusätzlich zur Masse eine einzelne Datenleitung für die Kommunikation benutzt, verwendet das 1-Wire® Protokoll von Dallas Semiconductor Corp. (Trademark registriert 2014-06-24). Eine Versorgung über den Bus (Bus powered) beherrscht der DHT22 ebenfalls nicht, so dass der für den Betrieb, im Gegensatz zu Chips nach der 1-Wire® Spezifikation immer drei Leitungen benötigt. Auch einen individuelle ROM-Code für die Chip-Identifikation gibt es bei dem nicht - eben ein ganz anderes Protokoll.
Beitrag #8060446 wurde vom Autor gelöscht.
und der DHT22 (und Nachbauten) taugt sowieso nichts: wenn der mal mehr als 80-89% rH gesehen hat, bleibt der Wert oben und muss thermisch (im Backofen oder per Feuerzeug) wieder normalisiert werden. BME280 ist schon besser, SHT3x und SHT 4x sind z.Zt. meine Favoriten.
Wir haben vor Jahren unter anderem diese Sensoren eingesetzt: https://www.mfe24.com/de/shop/6/1/13372059/ Kein Problem in einem verzweigten Bus mit insgesamt 30-50m Länge. Und war bequem mit normalen Netzwerkkabeln zu verdrahten. Aber natürlich nicht das passende, wenn man "billig" sucht oder wirklich nur einen einzelnen Draht für die Verkabelung haben will.
Ralf D. schrieb: > Aber natürlich nicht das passende, wenn man ... wirklich > nur einen einzelnen Draht für die Verkabelung haben will. Auch 1-Wire® kommt nicht mit einem einzelnen Draht für die Verkabelung aus. 1-Wire® braucht mindestens zwei, der DHT22 drei.
> Auch 1-Wire® kommt nicht mit einem einzelnen Draht für die Verkabelung > aus. 1-Wire waere Lora, darf dann sogar eine Unterbrechung im Kabel haben. :-D Man koennte sich vielleicht soetwas wie Lin-Bus bedienen wenn man nur 1+GND Kabel habe moechte. Vanye
Beitrag #8060561 wurde vom Autor gelöscht.
Mich wundert, dass hier folgende Kollegen nicht genannt wurden. Das kommt bei der Suchmaschine/KI deiner Wahl direkt raus: TSH202B NetPing 1‑Wire Humidity Sensor HW Group Humid‑1Wire ESERA 1‑Wire Multisensor 1-Wire Feuchtesensor - DS2438 / HIH4030 replacement
Der mfe-Tipp https://www.mfe24.com/de/shop/6/1/13372059/ heißt MS-TH Temperatur-/Luftfeuchtesensor 79,90 € Es gibt einen von Dallas/Maxim, nur ist dieser sehr teuer: 178,90 € DS1923 iButton Hygrochron Temperature/Humidity Logger with 8KB Datalog Memory Meines Wissens ist da neben einer Lithium-Knopfzelle ein Honeywell-Sensor drin. https://www.mfe24.com/de/shop/1/1/13372025/ Dann gibt es noch die Möglichkeit, einen OneWire-Slave per Software (z.B. von Bernhard S.) nachzubilden und auf einem Atmel laufen zu lassen: https://www.mikrocontroller.net/search?query=%22wire%20slave%22
Das Problem des TO ist wohl (falls ich das richtig erkannt habe), dass andere Lösungen zwar das One-Wire-Protokoll lesen und schreiben können, aber dummerweise eine zusätzliche Spannungsversorgung benötigen. Mit etwas "Hühnerfutter" (Drossel etc.) und einem sehr genügsamen kleinen MC plus (nacktem) Sensor müsste man sich mal an das Thema machen ... Möglicherweise auch mit Methoden des "energy harvesting". Es gibt ja auch MCs mit Touch-empfindlichen Pins in Hardware, die kapazitiv arbeiten, da geht sicher auch etwas. https://www.tm3d.de/elektronik-projekte/1-wire-feuchtesensor/neuen-version-2015
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Frank E. schrieb: > Das Problem des TO ist wohl (falls ich das richtig erkannt habe), dass > andere Lösungen zwar das One-Wire-Protokoll lesen und schreiben können, > aber dummerweise eine zusätzliche Spannungsversorgung benötigen. Ich finde die direkte Spannungsversorgung sinnvoll. Habe gerade nicht das ganze Protokoll im Kopf, aber etwas bestimmtes funktioniert beispielsweise nur mit direkter Spannungsversorgung. Es ist viele Jahre her, dass ich damit was gemacht hatte. Damals kam erst, nach dem DHT11, der DHT22 raus, bzw. wurde dann angeboten und alle die ich gekauft hatte, die funktionierten sehr gut.
DS28E17Q+ ist der Chip der jeden I2C Sensor auch 1-Wire fähig macht. Ich habe mit dem DS28E17 gearbeitet und betreibe damit den BME280 seit Jahren problemlos am Bus.
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Paul F. schrieb: > DS28E17Q+ ist der Chip der jeden I2C Sensor auch 1-Wire fähig macht. Schön. Kostet aber auch ca. 6€/Stück. Zusätzlich zum Sensor...
Ob S. schrieb: > Paul F. schrieb: >> DS28E17Q+ ist der Chip der jeden I2C Sensor auch 1-Wire fähig macht. > > Schön. Kostet aber auch ca. 6€/Stück. Zusätzlich zum Sensor... Einen Tod muss man sterben.. :-)
Ob S. schrieb: > Paul F. schrieb: >> DS28E17Q+ ist der Chip der jeden I2C Sensor auch 1-Wire fähig macht. > > Schön. Kostet aber auch ca. 6€/Stück. Zusätzlich zum Sensor... DS2482-100?
Ralf X. schrieb: > Ob S. schrieb: >> Paul F. schrieb: >>> DS28E17Q+ ist der Chip der jeden I2C Sensor auch 1-Wire fähig macht. >> >> Schön. Kostet aber auch ca. 6€/Stück. Zusätzlich zum Sensor... > > Einen Tod muss man sterben.. :-) Der ist aber auch nicht kostenlos. Der kostet's Leben.
Paul F. schrieb: > Ich > habe mit dem DS28E17 gearbeitet und betreibe damit den BME280 seit > Jahren problemlos am Bus. Das macht macht doch nur, wenn man etwas zusammen bringen muss. Ansonsten hat man sich schon bei der Planung für das eine oder andere System entschieden. Und dann, wenn man was irgendwo dran dengeln muss, sind die Kosten zwar nicht egal, aber zu vernachlässigen.
Müssen ist ja hier relativ. Wenn man 1-Wire verwenden will und einen Sensor hat der das nicht kann, muss man eventuell. Viele Sensoren haben nunmal nur I2C. Ich hatte damals einen Modulpreis von um die 10EUR, das fand ich akzeptabel. Zu dem Zeitpunkt war der Chip irgendwas zwischen 3 und 4 Euro, dafür war der BME280 noch wesentlich teurer. Ob das für einen preislich interessant ist, muss jeder selbst wissen. Das Projekt ist von 2017, also kann es durchaus jetzt andere Alternativen geben. Sollte ja auch nur eine Möglichkeit darstellen.
Ob S. schrieb: > Paul F. schrieb: >> DS28E17Q+ ist der Chip der jeden I2C Sensor auch 1-Wire fähig macht. > Schön. Kostet aber auch ca. 6€/Stück. Zusätzlich zum Sensor... Ich hatte oben schon des PCA9615 voreschlagen, der kostet die Hälfte und lässt sich leichter löten.
Leute das ist doch kein Duell hier. Es war nach 1-Wire gefragt, ich habe eine 1-Wire Lösung geliefert. Alles andere muss doch der Kunde entscheiden.
Hallo, während meiner Abwesenheit sind ja reichlich Antworten geschrieben worden. Vielen Dank euch allen! Mein 1-Wire-Bus ist bereits vorhanden, läuft über 3 Adern mit 3,3 V (also NICHT parasitär) und funktioniert mit diversen DS18B20 seit Jahren zuverlässig. Ich habe also kein Problem mit der Spannungsversorgung, sondern suche für den schon vorhandenen Bus eine Lösung mit einigermaßen preiswerten Feuchtigkeits-Temperatur-sensoren. Das Budget ist bei mir momentan leider begrenzt, daher kommen Sensoren für 70 Euro pro Stück nicht in Frage. Ich hatte eher an maximal 20 Euro je fertig konfektioniertem Sensor gedacht, kann dafür aber auch selber basteln. Bei maximal 4 Sensoren würde wohl der DS2482-100 Sinn machen, und bei mehr als 4 Sensoren finde ich die Idee mit einem kleinen Mikrocontroller gar nicht schlecht. Die Software muss man ja nur ein mal entwickeln und kann dann skalieren. Wenn ich z.B. SHT31-Sensoren verwende, wäre es vielleicht sinnvoll, wenn der Mikrocontroller über 1 x I2C und 1 x UART mit Open Drain im Half Duplex verfügt. Also vielleicht so etwas wie ein ATtiny 1624? Freundliche Grüße Markus
Paul F. schrieb: > Viele Sensoren haben > nunmal nur I2C. Das hört sich ja gerade so an, als gäbe es kaum 1-wire.
Markus schrieb: > Wenn ich z.B. SHT31-Sensoren verwende, wäre es > vielleicht sinnvoll, wenn der Mikrocontroller über 1 x I2C und 1 x UART > mit Open Drain im Half Duplex verfügt. Also vielleicht so etwas wie ein > ATtiny 1624? Könnte man sicher nehmen, es ginge aber auch kleiner. Da es bei dir aber wohl um eine "Serie" von deutlich weniger als 100 Stück geht, brauchst du dir wohl nicht den Kopf über kleinere Controller zu zerbrechen, die vielleicht ein paar Cent billiger sind. Wenn dir der 1624 gefällt, dann nimm ihn und gut isses.
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