Ein Miteigentümer unseres Schiffes hat es fertig gebracht eine 830x540x5mm Acrylglasscheibe zu zerbrechen, quer durch. Wie auch immer er das geschafft hat, es soll nicht wieder vorkommen. Beim Versuch die Reste in der Mülltonne unterzubringen war es gar nicht so einfach diese zu zerkleinern. Selbst Draufstellen hat die Reststücke erst nicht brechen können. Nur ein leichtes Ansägen an den gewünschten Bruchstellen führte zum Ziel. Also gehen Risse/Brüche wohl von "Fehlstellen" der Sägekanten aus? Dann müßte die neue Scheibe stabiler werden wenn man die Kanten irgendwie glättet? Nur wie macht man das? Fräsen? Schleifen? Womit?
Thomas R. schrieb: > Dann müßte die neue Scheibe stabiler werden wenn man die Kanten > irgendwie glättet? Nur wie macht man das? Fräsen? Schleifen? Womit? Gasflamme.
Prüfe mal die Befestigungslöcher. Meist sind die passend auf die Schraube. Wenn das Acryl oder der Bootskörper sich mechanisch dehnen oder zusammenziehen, dann steht die Schraube am Kunststoff an und das Acryl reißt.
Mobile schrieb: > Prüfe mal die Befestigungslöcher. Meist sind die passend auf die > Schraube. Wenn das Acryl oder der Bootskörper sich mechanisch dehnen > oder zusammenziehen, dann steht die Schraube am Kunststoff an und das > Acryl reißt. An dieser Scheibe gibt es keine Löcher! Die wird unten auf glatte Alubolzen gelegt und oben hinter eine Strebe der Persenning gedrückt. Dort ist sie aber mit einem dicken Kantenschutz versehen um die Persenning nicht zu beschädigen. Seltsamerweise ist der Riß auch quer erfolgt, also ausgehend von einer der beiden völlig frei liegenden Seiten.
Ralf X. schrieb: > Thomas R. schrieb: >> Dann müßte die neue Scheibe stabiler werden wenn man die Kanten >> irgendwie glättet? Nur wie macht man das? Fräsen? Schleifen? Womit? > > Gasflamme. Hört sich gut an. Hast du genauere Hinweise? Im Anhang ein Bild der eingesetzten Scheibe.
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Thomas R. schrieb: > Ralf X. schrieb: >> Thomas R. schrieb: >>> Dann müßte die neue Scheibe stabiler werden wenn man die Kanten >>> irgendwie glättet? Nur wie macht man das? Fräsen? Schleifen? Womit? >> >> Gasflamme. > > Hört sich gut an. Hast du genauere Hinweise? Hatte mal einen Schwager mit Firma zur Produktion von Acrylwaren aus Plattenacryl. Dort wurden alle Säge- und Fräskanten kurz an Erdgas- oder Flüssiggasflammen vorbeigeführt, wodurch die Kanten wieder glasklar wurden.
Moin, ich hatte das Problem auch mal. Die Scheiben sind nicht aus Acryl sondern aus Makrolon. Das gibts in klar und grau gefärbt, dazu auch UV beständig. Die Löcher müssen mit einem speziellen Bohrer gebohrt werden. Der darf keine scharfen Schneiden haben. Ich habe die Löcher damals etwas größer gebohrt, damit die keine Spannungen entstehen. Die einschlägigen Lieferanten beraten gerne. Die Kanten glätten ist nicht nötig. Im überigen gibt es auch Makrolon AR, das ist beschichtet und hält noch mehr aus. Bei Seewasser sicherlich empfehlungswert. Immer eine Handbereit Wasser unterm Kiel, Thomas
Thomas B. schrieb: > Moin, > ich hatte das Problem auch mal. Die Scheiben sind nicht aus Acryl > sondern aus Makrolon. Das gibts in klar und grau gefärbt, dazu auch UV > beständig. > > Die einschlägigen Lieferanten beraten gerne. Die Kanten glätten ist > nicht nötig. > > Im überigen gibt es auch Makrolon AR, das ist beschichtet und hält noch > mehr aus. Bei Seewasser sicherlich empfehlungswert. Unser "Glas" ist aus dieser Quelle, siehe Angaben. Das ist nicht original sondern wurde nachträglich angeschafft um bei schlechtem Wetter nicht durch die verschrumpelte Folie schauen zu müssen.
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Ralf X. schrieb: > > Hatte mal einen Schwager mit Firma zur Produktion von Acrylwaren aus > Plattenacryl. > Dort wurden alle Säge- und Fräskanten kurz an Erdgas- oder > Flüssiggasflammen vorbeigeführt, wodurch die Kanten wieder glasklar > wurden. Danke. Dann werde ich mal Versuche mit den Reststücken machen. Einen einfachen Gasbrenner hätte ich ja.
Mir hatte eine Kunststoffverarbeitender Betrieb die Empfehlung mit dem Makrolon für Schiffscheiben gegeben. Das Zeug wird auch im Rennsport, Sicherheitstechnik usw. benutzt. Die Kratzfestigkeit kann ich nur bestätigen. Google liefert das zu den Eigenschaften: Die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick: Extreme Kratzfestigkeit: Dank einer speziellen Polysiloxan-Beschichtung auf beiden Oberflächen ist das Material hochgradig abriebfest. Praktisch unzerbrechlich: Die Platten bieten eine enorme Schlagfestigkeit (hohe Bruchsicherheit). Witterungs- und UV-beständig: Das Material ist exzellent gegen Bewitterung geschützt und hat oft Herstellergarantien gegen Vergilben oder Delamination. Chemikalienresistent: Beständig gegen viele Reinigungs- und Lösungsmittel. Selbst Graffiti lässt sich in der Regel mühelos entfernen. Hohe Transparenz: Die Lichtdurchlässigkeit ist sehr hoch (z.B. ca. 86 % bei farblosen 3 mm Platten). Brandschutzklasse: Erfüllt je nach Stärke gängige Brandschutzklassen (normal bis schwer entflammbar, z.B. B1/B2) Meine alte Scheibe war durch einen massiven Wasserschlag auf dem Rhein gebrochen. Die "neue" Scheibe sieht nach 15 Jahren immer noch aus wie neu. Ist nur ein Tipp. VG, Thomas
Thomas R. schrieb: > An dieser Scheibe gibt es keine Löcher! Die wird unten auf glatte > Alubolzen gelegt und oben hinter eine Strebe der Persenning gedrückt. Hat die Scheibe dann dauerhaft Spannung oder sitzt sie dann spannungsfrei? Das würde den Riß quer vielleicht erklären In dem Bild sieht es allerdings aus, als wäre die Scheibe spannungsfrei montiert. Es wäre nett wenn du das Ergebnis deiner Versuche mit der Gasflamme hier kurz beschreibst.
Thomas R. schrieb: > Unser "Glas" ist aus dieser Quelle, siehe Angaben. Das ist nicht > original sondern wurde nachträglich angeschafft um bei schlechtem Wetter > nicht durch die verschrumpelte Folie schauen zu müssen. Naja entweder gute Optik (-acryl/Plexiglas) oder gute Haltbarkeit (-carbonat/Makrolon)
Thomas B. schrieb: > Chemikalienresistent: Beständig gegen viele Reinigungs- und > Lösungsmittel. Selbst Graffiti lässt sich in der Regel mühelos > entfernen. Aber kein Aceton! Es sei denn, man möchte eine neue Scheibe (oder durch die Scheibe :> )
Thomas B. schrieb: > Chemikalienresistent: Beständig gegen viele Reinigungs- und > Lösungsmittel. Mit dem falschen Reinigungmittel, regelmäßig behandelt, erreicht man auch ein Verspröden. Alkohol und Isopropanol zählen dazu. Wenn dann ein Schlag dazukommt, wars das. Man denke nur an das Aquarium in Berlin.
Thomas R. schrieb: > Unser "Glas" ist aus dieser Quelle, siehe Angaben. IIRC hat Plexiglas XT (extrudiert) Eigenspannungen durch den Extrusionsprozess. Plexiglas GS (gegossen) hat weniger / keine Eigenspannungen.
Bruno V. schrieb: > Naja entweder gute Optik (-acryl/Plexiglas) oder gute Haltbarkeit Ja, hinsichtlich der Ausgangsfrage könnte man auch Harry Potter rufen, dass der mit dem Zauberstab die Scheibe stabilisiert. Andere nehmen Fliegengitter-ähnliche Aufsätze zum Schutz: (https://de.wikipedia.org/wiki/Persenning)
Gerald B. schrieb: > Mit dem falschen Reinigungmittel, regelmäßig behandelt, erreicht man > auch ein Verspröden. Alkohol und Isopropanol zählen dazu. Wenn dann ein > Schlag dazukommt, wars das. ACK! Wenn Wasser mit Spüli nicht reicht, dann nimmt man aromatenfreies Waschbenzin.
Rbx schrieb: > Harry Potter rufen Oder eben im Voraus Material-Spezialisten rufen: https://www.youtube.com/watch?v=SLyZ-dYHJNo. Wir kennen doch die Geschichten vom Eierzerplatzen (vorsichtiger mit umgehen), vom Berlin-Aquarium, oder von dem implodierten U-Boot: Zerstörungsfreie Prüfung ZfP: Begriff kurz erklärt https://www.youtube.com/watch?v=SLyZ-dYHJNo
Thomas R. schrieb: > Seltsamerweise ist der Riß auch quer erfolgt, also ausgehend von einer > der beiden völlig frei liegenden Seiten. Dann hat sie womöglich schon vorher einen Riss gehabt. Es gibt da völlig unterschiedliche Qualitätsstufen. Üblicherweise bist du mit Makralon gut bedient. Das ist zwar teuer, aber im Fahrzeugbau, auch in rauer Umgebung, sehr robust.
Frank O. schrieb: > Üblicherweise bist du mit Makralon gut bedient. Polycarbonat ist allerdings nicht automatisch UV-beständig.
H. H. schrieb: > Polycarbonat ist allerdings nicht automatisch UV-beständig. Ne, aber Makralon schon. Da haben Scheiben nach 20 Jahren noch keine UV-Schäden. Haben wir nur in Staplern eingebaut. Alles andere ist Mist. Ich sag ja, die Qualität ist sehr unterschiedlich. Du weißt es eh durch deine Profession (hast du mir mal geschrieben), aber man muss nur nach dem Preis einer Makralonscheibe schauen, dann weiß man, dass die besser sein müssen. Die kosten ein irres Geld.
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Frank O. schrieb: > H. H. schrieb: >> Polycarbonat ist allerdings nicht automatisch UV-beständig. > > Ne, aber Makralon schon. Nö, ist ja nur ein Markenname. Es braucht schon eine entsprechende Beschichtung. > aber man muss nur nach dem Preis einer Makralonscheibe schauen, dann > weiß man, dass die besser sein müssen. Die kosten ein irres Geld. Naja, schon teurer als PMMA, aber durchaus bezahlbar.
H. H. schrieb: > Es braucht schon eine entsprechende > Beschichtung. Ohne jetzt die Daten genau zu kennen, aber ich gehe davon aus, dass das Zeug mit allem beschichtet ist was nötig ist, um im Fahrzeugbereich allen Witterungsumständen zu widerstehen. Wie gesagt, ich kannte Fahrzeuge, da war so eine Scheibe auch nach 20 Jahren, bis auf Kratzer natürlich, nicht durch Witterungseinflüsse beschädigt. Natürlich habe ich die Datenblätter nicht gelesen. Ich habe das Zeug von meiner Firma geliefert bekommen und eingebaut oder daraus eine passende Scheibe gebaut.
Frank O. schrieb: > Wie gesagt, ich kannte Fahrzeuge, da war so eine Scheibe auch nach 20 > Jahren, bis auf Kratzer natürlich, nicht durch Witterungseinflüsse > beschädigt. Matte PKW-Scheinwerfer sieht man häufig.
Eine Thermopen-Glasscheibe mit der Brechstange zu zerbrechen ist mit Anstrengung verbunden, viel leichter bricht Glas von den Kanten her, immer da drauf hauen. Macht der Glasschneider doch auch so.
H. H. schrieb: > Matte PKW-Scheinwerfer sieht man häufig. Ja, das ist eine richtige Seuche geworden.
Frank O. schrieb: > Ja, das ist eine richtige Seuche geworden. seit die aus Kunststoff sind. Glas wird selten so blind.
Abgesehen vom guten Material ist natürlich der Einbau und die Temperatur dabei ein weiterer Faktor. Mein Eisentor hat zwischen Sommer und Winter einen cm Differenz! Eine Autoglasscheibe hat im Sommer 70 Grad Celsius und im Winter -30° auszuhalten, eine heiße Bootsscheibe muss auch kühles Wasser vertragen. Deswegen ist der spannungsfreie Einbau durchaus hilfreich.
Joachim B. schrieb: > Glas wird selten so blind. Dafür ist es aber deutlich empfindlicher gegenüber mechanischer Einwirkung, z.B. Steinschläge.
Michael B. schrieb: > Joachim B. schrieb: >> Glas wird selten so blind. > > Dafür ist es aber deutlich empfindlicher gegenüber mechanischer > Einwirkung, z.B. Steinschläge. Passende Geschwindigkeiten und Abstände helfen, davon weniger betroffen zu sein.
Frank O. schrieb: > H. H. schrieb: >> Matte PKW-Scheinwerfer sieht man häufig. > > Ja, das ist eine richtige Seuche geworden. > Wenn du die Preise für die Ersatzgläser siehst, wird dir klar, dass das ein Geschäftsmodell ist.
Rainer W. schrieb: > Frank O. schrieb: >> H. H. schrieb: >>> Matte PKW-Scheinwerfer sieht man häufig. >> >> Ja, das ist eine richtige Seuche geworden. >> > Wenn du die Preise für die Ersatzgläser siehst, wird dir klar, dass das > ein Geschäftsmodell ist. Ersatzgläser? Man muss nicht mehr den gesamten Vorderwagen austauschen?
H. H. schrieb: > Ersatzgläser? Das kostet nur mit LED ein Vermögen. Wer noch alte Halogenbirnchen, wie H7 hat, dessen Scheinwerfer sind im Vergleich dazu ein Schnaeppchen.
Ralf X. schrieb: > Passende Geschwindigkeiten und Abstände helfen, davon weniger betroffen > zu sein. Auch stehende Fahrzeuge wurden Dachziegeln getroffen und Wild achtet wenig auf Deine Geschwindigkeit. Es fliegt bloß anders. Ob eine Kunststoffscheibe mehr aushält, als Verbundglasscheiben wäre zu prüfen. Es kommt auch auf die Montage an.
Lu schrieb: > Ralf X. schrieb: >> Passende Geschwindigkeiten und Abstände helfen, davon weniger betroffen >> zu sein. > Auch stehende Fahrzeuge wurden Dachziegeln getroffen und Wild achtet > wenig auf Deine Geschwindigkeit. Es fliegt bloß anders. Ob eine > Kunststoffscheibe mehr aushält, als Verbundglasscheiben wäre zu prüfen. > Es kommt auch auf die Montage an. Es gibt/gab verdammt wenige KFZ mit schräg stehenden Scheinwerfer-"Gläsern" aus Glas, aus Verbundglas schon einmal gar nicht, nach meinem Wissenstand. Um Windschutzscheiben ging es bisher in diesem Nebenthread nicht, und die bestehen bei zugelassenen Kfz doch eh aus Glas. Durch meine Hände liefen in meinem Leben hunderte Kfz, defekte Scheinwerfer-Gläser idR. unfallbedingt, blinde/verfärbte Kunststoffabdeckungen waren ärgerlich bis Hinderungsgrund, das Fahrzeug zu kaufen/erststeigern. Insb. bei den Franzosen... Man denke zusätzlich nur daran, was die Teilkasko beinhaltet.. Je nach Ladenlokal/Abteilung hatten wir einiges aus Acryl/Plexiglasausstattung/Verkauf, Glasflächen nach aussen zusätzlich mit Polycarbonatplatten gesichert. Zumindest früher hatte ich damit einen guten Überblick über das Verhalten. Insb. auch bei Reinigung mit den falschen Mitteln..
Zum Thema zurück: Der TO hat eine defekte 830x540x5mm Acrylglasscheibe. Wahrscheinlich stand sie schon bei der Montage unter mechanischer Spannung?
Thomas B. schrieb: > Mir hatte eine Kunststoffverarbeitender Betrieb die Empfehlung mit dem > Makrolon für Schiffscheiben gegeben. +10 (nicht nur +1). Makrolon wird auch für Sicherheitsscheiben an WZM verwendet. Hält also was aus. Polycarbonat würde auch gehen. Auf eine passende Beschichtung achten! Kostet halt was. PC gibt es auch als Folien zum Aufkleben, sozusagen als Verschleißschicht bei erhöhten Anforderungen. Plexiglas gibt es als XT (extrudiert) und GS (gegossen). Das XT ist rissempfindlicher und hat höhere Eigenspannung, Könnte ein Grund für den Riss sein. Insofern es das billigere XT war.
Wer weiß, wieviel Hagel die Scheibe schon abbekam bis das Glas ausreichend ermüdet war.
Also bei Steinschlag oder Wild auf hoher See hast du ganz andere Probleme :) Aber lass mich einmal bei Seegang auf Deck rumturnen...
Thomas B. schrieb: > Mir hatte eine Kunststoffverarbeitender Betrieb die Empfehlung mit dem > Makrolon für Schiffscheiben gegeben. Das Zeug wird auch im Rennsport, > Sicherheitstechnik usw. benutzt. > Die Kratzfestigkeit kann ich nur bestätigen. Hatte ich ja empfohlen. Aber die Kratzfestigkeit ist nicht so sehr hoch. Aber ich habe die in 38 Jahren Stapler zig Male verbaut und auch unter meinen Fahrzeugen gehabt. Ganz im Anfang hatten wir auch schon mal Scheiben "irgendwo her" und die waren alle Mist. Makralon funktioniert und es funktioniert am besten.
Nick schrieb: > Makrolon wird auch für Sicherheitsscheiben an WZM verwendet. Hält also > was aus. Polycarbonat würde auch gehen. Tempo! Aber Papiertaschentuch würde auch gehen...
Rainer W. schrieb: > Frank O. schrieb: >> H. H. schrieb: >>> Matte PKW-Scheinwerfer sieht man häufig. >> >> Ja, das ist eine richtige Seuche geworden. >> > Wenn du die Preise für die Ersatzgläser siehst, wird dir klar, dass das > ein Geschäftsmodell ist. Wenn man sieht, daß die Gläser untrennbar verklebt sind und das Paar simpler Halogenscheinwerfer 1500 Euro kostet (BMW E39) wird das noch klarer. https://www.leebmann24.com/de/de/product/hella-hauptscheinwerfer-10600658 Vor allem wenn mitten in der Produktion des Modells von wärmelösbarer auf untrennbare Verklebung umgestellt wurde. So kaputt kann Glas gar nicht gehen, als daß das teurer wäre.
Hallo Thomas R. Thomas R. schrieb: > Nur ein leichtes Ansägen an den gewünschten > Bruchstellen führte zum Ziel. > > Also gehen Risse/Brüche wohl von "Fehlstellen" der Sägekanten aus? > Richtig. Das Phenomen wird "Kerbwirkung" genannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Kerbwirkung > Dann müßte die neue Scheibe stabiler werden wenn man die Kanten > irgendwie glättet? Nur wie macht man das? Fräsen? Schleifen? Womit? Das Anschmelzen wurde schon genannt. Aber Vorsicht, zu leicht hat man ein zu großes Stück angewärmt oder überhitzt. Ansonsten ploieren. z.B. mit Polierpaste. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
Bernd W. schrieb: > Das Anschmelzen wurde schon genannt. Aber Vorsicht, zu leicht hat man > ein zu großes Stück angewärmt oder überhitzt. > Ansonsten ploieren. z.B. mit Polierpaste. Gerade relevante Risse wird man aber mit Polieren nicht erreichen. Die Radreifen von Eschede waren auch wunderbar glattpoliert, was die Risse in der Tiefe natürlich nicht interessierte. An eingerissenen Chipstüten kann man sehr schön das Verhalten von Rissen studieren. Aktuell fallen die ja überall in größeren Mengen an wg. Fußball.
Da sind Kratzspuren im Bereich der Rahmen. Daher vermute ich, dass er einen Sichtschutz hingemacht hatte, damit die Sonne nicht so hereinbrennt im Hafen. Der war schwarz und es wurde daher heiss unter der Scheibe. Also Temperaturschaden.
Hallo Wollvieh W. Wollvieh W. schrieb: >> Das Anschmelzen wurde schon genannt. Aber Vorsicht, zu leicht hat man >> ein zu großes Stück angewärmt oder überhitzt. >> Ansonsten ploieren. z.B. mit Polierpaste. > > Gerade relevante Risse wird man aber mit Polieren nicht erreichen. Gröbere Risse wird man aber z.B. mit einer Feile bearbeiten. Natürlich muss man die Risse überhaupt erkennen können, um sie zu bearbeiten. > Die > Radreifen von Eschede waren auch wunderbar glattpoliert, was die Risse > in der Tiefe natürlich nicht interessierte. Die Radreifen rissen ja nicht an der blankgelaufenen Außenseite, sondern auf der Innenseite, wo sie bei jeder Umdrehung gedehnt wurden. Aber Fensterscheiben sind keine Radreifen..... > An eingerissenen Chipstüten kann man sehr schön das Verhalten von Rissen > studieren. Oja! > Aktuell fallen die ja überall in größeren Mengen an wg. > Fußball. Ich bin kein Fußballkopf. ;O) Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
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Thomas R. schrieb: > Wie auch immer er das geschafft hat Na das müsste "er" doch erklären können. Wir haben eine durchgehende gekrümmte Acrylglasscheibe über dem Niedergang. Die verkratzt immer wieder etwas. Mit spezieller Acrylpolitur hübschen wir sie dann wieder auf. Diese Scheibe war schon beim Kauf des Boots in die Jahre gekommen. Vielleicht ist es noch die Originalausstattung - dann wäre sie mehr als 30 Jahre alt. Die Scheibe ist Sommer wie Winter ungeschützt. Das Material ermüdet also nicht so leicht. Einen Bruch haben wir noch nicht erlebt, obwohl die Blöcke von der Großschot ab und zu dagegen hauen. Unsere Scheibe ist nicht so dick, ich schätze eher 3-4 mm. Sehe ich das richtig, dass deine Scheibe an der Persenning befestigt ist (Reißverschlüsse rechts und links)? Geklebt, genäht oder beides? Ich habe letztens eine Acrylglasabdeckung (6 mm Plexiglas PMMA) für den Motorstarter (ist im Cockpit unter der Bank) neu angefertigt und die Kanten mit der Oberfräse abgerundet. Musste mit ewas Spannung montiert werden. Bisher gab es keine Probleme, ist aber auch erst seit 2 Jahren montiert. Ist auch deutlich kleiner als deine Scheibe (ca. 250 mm x 80 mm).
5mm kann man noch gut mit nem Lasercutter schneiden. Bei ordentlichen Parametern brauch man danach kein Schleifen oder Gasbrenner mehr, das kann perfekt werden und spannungsfrei. Viele Grüsse Ove
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