Tach zusammen,
Hier eine Frage zum CMOS-4051 / 8-1-Analog-Multiplexer:
An jedem Eingang sind Schalter gegen Masse.
Die 4051-Eingänge liegen also auf Masse oder hängen in der Luft.
Per ABC-Kombination sollen halt die Schalter abgefragt werden.
Muss nun an JEDEM EINGANG ein PullUp liegen?
Oder reicht EIN PullUp am Ausgang?
Im Grunde also die Frage zum 4051-Verhalten bei offenen Eingängen.
Hätte ich auch gesagt, die Beispielschaltung aus dem TI-Datenblatt verwendet aber lieber 8 Pulldowns statt einem (leider ohne Erklärung, warum)
Wobei die Schaltung eh komisch ist. Warum 3.3V an den Tastern? Vmtl. weil der µC mit 3.3V laufen soll. Aber wenn der mit 3.3V läuft, kann er die A, B, C Eingänge nicht mehr sauber ansteuern, die wollen (selbes Datenblatt, einige Seiten zuvor) 3.5V bei 5V Vdd für High.
Die Idee aber, einen /Analogmultiplexer/ zum Einlesen von banalen Tastern zu verwenden, die ist seltsam, auch dann, wenn sie von TI als Beispielbeschaltung im Datenblatt angegeben wird.
Warum sollte man das ausgerechnet mit einem Analogmultiplexer machen wollen?
Hier eine Frage zum CMOS-4051 / 8-1-Analog-Multiplexer:
An jedem Eingang sind Schalter gegen Masse.
Die 4051-Eingänge liegen also auf Masse oder hängen in der Luft.
Per ABC-Kombination sollen halt die Schalter abgefragt werden.
Du bist dir darüber im Klaren, daß das maximal mißverständlich ist? Ich nehme an mit "Eingang" meinst du die 8 Transmission-Gate Anschlüsse? Das sind aber keine Eingänge im eigentlichen Sinn. Der 4051 ist ein Analogmultiplexer. Die 8 Pins die auf den einen Pin multiplext werden, können sowohl Eingang als auch Ausgang sein.
Und mit "ABC-Kombination" meinst du wohl die Steuereingänge (ja, das sind richtige Eingänge) des 4051. Die heißen anscheinend in deinem Datenblatt A, B und C. Aber nicht zwingend und in jedem Datenblatt.
Last not least: das kanonische Verständigungsmittel unter Elektronikern ist der Schaltplan. Wo ist deiner?
Auf ein Schaltbild habe ich verzichtet weil ich davon ausging,
daß die Frage hinreichend klar ist.
Welche Zusatz-Infos hätte ein Schaltbild beigetragen?
Die akademischen Einwände von AXEL S. sind natürlich verständlich,
den Hinweis 'maximal unverständlich' finde ich allerdings sehr...
SCHÖN aber, daß alle-anderen OHNE AXEL-BELEHRUNG auskamen. ;-)
Völlige Einigkeit scheint aber wohl nicht zu bestehen,
also mache ich es wohl mit PullUps an den Schaltern...
Hätte ich auch gesagt, die Beispielschaltung aus dem TI-Datenblatt
verwendet aber lieber 8 Pulldowns statt einem (leider ohne Erklärung,
warum)
Das WARUM hängt vom konkreten Einsatzfall ab. Grundsätzlich braucht der 4051 (und andere Analog-Multiplexer) an seinen Kanälen für sich selbst keine PullUps/PullDowns ...
Auf ein Schaltbild habe ich verzichtet weil ich davon ausging,
daß die Frage hinreichend klar ist.
Nein, ist sie nicht.
Im Datenblatt wird explizit zwischen "Binary Control Inputs" und "Channel IN/OUT" unterschieden (ST). Es wäre wirklich ein Leichtes gewesen, sich klar auszudrücken. Mit einem Schaltplan würden solche sprachlichen Uneindeutigkeiten nicht entstehen. Reine Eingänge sind A,B und C. Das, was du wohl als "4051-Eingänge" bezeichnest, wird erst in deiner Schaltung zu Eingängen. Vom Chip her ist die Richtung nicht festgelegt.
Völlige Einigkeit scheint aber wohl nicht zu bestehen,
also mache ich es wohl mit PullUps an den Schaltern...
Die Forderung nach definierten Logikpegeln bei CMOS entsteht daraus, dass sonst beide Transistoren der Komplementärstufe anfangen können zu leiten, so dass ein unerwünschter Querstrom fließt, der die Stromaufnahme hoch treibt.
Bei Transmission Gates gibt es diese Querstromproblematik überhaupt nicht. Außerdem vertragen die als Analogschalter jeden Pegel innerhalb der Versorgungsspannung. Ein Pull-Up dient ausschließlich dafür, der nachfolgenden Schaltung, also dem uC oder was auch immer hier an COM hängt, wohldefinierte Logikpegel zur Verfügung zu stellen (und da reicht einer am Eingang des uC).
Unzulässig hohe Potentiale an den Channel I/Os des 4051 werden durch die Schutzdioden verhindert und statische Potentiale offener Channel I/O-Pins fließen in dem Moment ab, wo der MUX den auf COM durchschaltet.
Außerdem vertragen die als Analogschalter jeden Pegel innerhalb
der Versorgungsspannung.
Leider falsch.
Da bin ich auf die Quellenangabe zu dieser Behauptung gespannt. Lt.
Datenblatt sind VDD und VEE die Grenzen für die Spannung an den Channel
I/Os.
Naja, VDD und VEE als Grenze ist insofern falsch, weil das zu konservativ ist ;) Die Schalter vom 74HC4051 vertragen offiziell ±20 mA Clamping Current und bei den 74HC4851 ist das sogar für den normalen Betrieb spezifiziert, also das Übersprechen von übersteuerten Kanälen auf den eingeschalteten.
Die Idee, dass ein Analogschalter nur digitale Eingangspegel verträgt, ist so dermaßen aus einer anderen Welt, da kann das S-Bahn Zimmer noch was lernen ;)
... Lt. Datenblatt sind VDD und VEE die Grenzen für die Spannung an
den Channel I/Os.
Das ist auch korrekt.
Andrew T. (marsufant) behauptet nicht zum ersten Mal, dass andere falsche Aussagen machen, dabei liegt er falsch.
Die Spannung an den analogen Ein- und Ausgängen darf sogar etwas unter oder über die Versorgungsspannung reichen. Die eingebauten Dioden nach Vdd und Vee dürfen aber nicht zu viel Strom führen. Der zulässige Strom hängt vom Prozess ab. Wenige hundert Millivolt jenseits der Versorgung sind unkritisch. Die Hersteller spezifizieren das unterschiedlich.
Naja, VDD und VEE als Grenze ist insofern falsch, weil das zu
konservativ ist ;)
Was ist an der Aussage falsch, dass diese Analogschalter als Signal jeden Pegel innerhalb der Versorgungsspannung vertragen?
Die Schalter vom 74HC4051 vertragen offiziell ±20 mA
Clamping Current
Ja und?
In dem Fall muss die Quellimpedanz dafür sorgen, dass die Spannung am Schalter nicht wesentlich außerhalb dieses Bereichs liegt (max I_DS*R_DS(on))
Hier in dem Thread geht es aber um Schalter nach Gnd, die an den Channel I/Os hängen und eher nicht in der Lage sind, statischen 20 mA von außerhalb der Versorgung zu liefern.
Muss nun an JEDEM EINGANG ein PullUp liegen?
Oder reicht EIN PullUp am Ausgang?
Das kommt auf die Größe des Pullup und auf deine Auswertung der Kanalabfrage an.
Die Schalter am Eingang werden den Ausgang mit PullUp nicht vollständig auf Masseniveau ziehen können, da die 4051 einen recht hohen Durchgangswiderstand haben. Bei 5V Versorgung lt Datenblatt v Texas ca 450 Ohm bis 1050 Ohm. (S.6)
Bei 10k PullUp und 1K Innenwiderstand zieht der Schalter den Ausgang auf ca 0,455 Volt bei 5 Volt Versorgung. Wenn Dir das reicht?