Defekte Fritzbox 7590 noch zu retten?

#8063889
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Hallo zusammen,

ich habe von einem Bekannten eine Fritzbox 7590 bekommen, die angeblich seit er aus dem Urlaub zurückgekommen sei nicht mehr funktioniert - er vermutet einen Blitzschaden. Ich habe mir das Gerät mal angesehen und bin der Meinung, dass es zumindest mal gut gegrillt wurde ;-) siehe Bilder.

Frage: Kann man da noch was reparieren oder ist das doch ein Fall für den E-Schrott? Ich selbst bin da definitiv raus - aber wenn es einen ambitionierten Bastler unter euch gibt, der meinem Bekannten helfen könnte, würde der sich sicher erkenntlich zeigen :-)

Danke und viele Grüße Frank

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#8063891
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Wenn es sich dabei um kein AX-Modell handelt, handelt es sich vermutlich um den (von AVM geleugneten) Serienfehler der ersten Produktionsjahre. Nenne mal von der Seriennummer den Buckstaben am Anfang und die drei folgenden Ziffern. Dieses Thema ist bereits in diversen Foren (auch hier) mehrfach besprochen worden.

#8063896
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Oliver S. schrieb:

Gerald B. schrieb:

Wenn es sich dabei um kein AX-Modell handelt, handelt es sich vermutlich um den (von AVM geleugneten) Serienfehler der ersten Produktionsjahre.

Der führt zu einem Ausfall der Wlan-Funktion, der Rest funktioniert dabei völlig problemlos weiter.

Oliver

Nein, der Ausfall der WLAN-Funktion ist nur der Anfang. Wenn man diesen ignoriert raucht die Box richtig ab.

Gast #8063919
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Max schrieb:

Warum sieht das nicht nach Blitzschaden aus, ich finde es sieht sehr eindeutig danach aus, wenn ich mir den überschlag um die komplette leiterbahn ansehe

Der Blitz bräuchte auch einen Weg dorthin, und den würde man im Bereich der relevanten Buchsen deutlich sehen.

#8063934
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wow, danke für eure vielen Reaktionen! Nein, es ist kein AX-Modell und die Seriennummer beginnt mit K424. Allerdings steht auf dem Typenschild „Fritzbox 7590 US“. Hat das eine Relevanz? Die Box geht übrigens gar nicht mehr - macht keinen Mux, und hat einen Kurzschluss an der Power-Buchse.

: Bearbeitet durch User
#8063942
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H. H. schrieb:

Die ist wohl von dem berühmten Kondensatorproblem betroffen.

Als da wäre, mit mehr als ausfallendem WLAN?

Hier hat nur einer die perfekt justierte Glaskugel, nämlich Peter K. (chips). Dem glaube ich jetzt mal:

Peter K. schrieb:

die ist ja schon richtig abgeraucht, da ist sicher schon ein Schluss 12V gg. GND durch verschmortes Expoy entstanden; lässt sich mit einigem Aufwand wieder richten - ist aber unrentabel

Da es wohl noch die Variante ohne AX, aber mit ISDN ist, könnte der Besitzer durchaus an dem Gerät hängen.

#8064041
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Harald K. schrieb:

Das ist kein Überschlag. Das ist einfach nur durch deftig hohen Strom sehr warm geworden.

sehe ich nicht so, die Quelle der Überhitzung ist Pin1 des ICs, thermisch schwach angebunden; die falsche Ansteuerung und Überlastung des HS-Fets im Fehlerfall heizt über den Vin-Pin (12V) des ICs die Leiterbahn bis zum Glühen auf, es schmort das LP-Material am Pin und das breitet sich über die ganze Leiterbahn aus, wo die an den Grenzen zu GND niederohmig wird und sich die Überhitzung/das Schmoren weiter ausbreitet; das Netzteil treibt weiter bis ca. 3A, bis der Schmor-"Widerstand" langsam so gering wird, dass das Netzteil in hiccup geht;

also die Überhitzung entsteht über das IC und nicht über den Strom der 12V-Leitung - der wäre wirklich zu gering dafür, das Aussehen der Leiterbahn spricht auch dagegen (die müsste gleichmäßiger ausgeglüht aussehen)

weiterhin müsste der hohe Strom auch über die SMD-Drossel gehen, die würde als erstes durchgehen bzw. man müsste der den hohen Strom ansehen

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#8064143
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Peter K. schrieb:

sehe ich nicht so, die Quelle der Überhitzung ist Pin1 des ICs, thermisch schwach angebunden; die falsche Ansteuerung und Überlastung des HS-Fets im Fehlerfall heizt über den Vin-Pin (12V) des ICs die Leiterbahn bis zum Glühen auf, es schmort das LP-Material am Pin und das breitet sich über die ganze Leiterbahn aus, wo die an den Grenzen zu GND niederohmig wird und sich die Überhitzung/das Schmoren weiter ausbreitet;

Das Bild was sich ergibt wenn da über den Pin1 ein hoher Strom fließt ist aber ein anderes. Nur weil der Pin1 des IC heiß geworden ist, erklärt das nicht die schwarzen Rückstände zwischen GND und +12V. Ich habe ja schon viele defekte Platinen gesehen, aber dieses ist merkwürdig.

Man sieht diese schwarzen Brandflecke ja auch in den Bereichen die weit von dem Pin1 entfernt sind, die grüne Leiterplatte ist dort auch schön grün.

Meine Vermutung wäre eine hohe Spannung die sich da lang gefressen hat oder eine niedrige Spannung, dafür aber genug Strom und irgend ein Medium wie Wasser über dem Bereich.

#8064182
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Hallo Peter, danke für diesen Link. Bei meinem Bekannten scheint nur die Wandlerstufe für das 5GHz-SOC betroffen zu sein. Die beiden anderen Wandler sehen zumindest optisch OK aus (siehe Bild). Zwei Fragen hätte ich noch: 1.) Reparierst du überhaupt noch - der Artikel ist schließlich schon >2 Jahre alt? 2.) In dem Artikel ist die Rede von ca. 60€. Du hattest gestern allerdings geantwortet: „lässt sich mit einigem Aufwand wieder richten - ist aber unrentabel“. Meinst du damit, dass mit deutlich höheren Kosten zu rechnen ist? Wie hoch schätzt du das ein?

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