Forum: Haus & Smart Home Defekte Fritzbox 7590 noch zu retten?


von Frank (frittenschrauber)


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Hallo zusammen,

ich habe von einem Bekannten eine Fritzbox 7590 bekommen, die angeblich 
seit er aus dem Urlaub zurückgekommen sei nicht mehr funktioniert - er 
vermutet einen Blitzschaden. Ich habe mir das Gerät mal angesehen und 
bin der Meinung, dass es zumindest mal gut gegrillt wurde ;-) siehe 
Bilder.

Frage: Kann man da noch was reparieren oder ist das doch ein Fall für 
den E-Schrott? Ich selbst bin da definitiv raus - aber wenn es einen 
ambitionierten Bastler unter euch gibt, der meinem Bekannten helfen 
könnte, würde der sich sicher erkenntlich zeigen :-)

Danke und viele Grüße
Frank
von Gerald B. (geraldb)


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Wenn es sich dabei um kein AX-Modell handelt, handelt es sich vermutlich 
um den (von AVM geleugneten) Serienfehler der ersten Produktionsjahre. 
Nenne mal von der Seriennummer den Buckstaben am Anfang und die drei 
folgenden Ziffern. Dieses Thema ist bereits in diversen Foren (auch 
hier) mehrfach besprochen worden.
von H. H. (hhinz)


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ACK, nach Blitzschaden sieht das jedenfalls gar nicht aus.
von Oliver S. (oliverso)


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Gerald B. schrieb:
> Wenn es sich dabei um kein AX-Modell handelt, handelt es sich
> vermutlich
> um den (von AVM geleugneten) Serienfehler der ersten Produktionsjahre.

Der führt zu einem Ausfall der Wlan-Funktion, der Rest funktioniert 
dabei völlig problemlos weiter.

Oliver
von Gerald B. (geraldb)


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Oliver S. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Wenn es sich dabei um kein AX-Modell handelt, handelt es sich
>> vermutlich
>> um den (von AVM geleugneten) Serienfehler der ersten Produktionsjahre.
>
> Der führt zu einem Ausfall der Wlan-Funktion, der Rest funktioniert
> dabei völlig problemlos weiter.
>
> Oliver

Nein, der Ausfall der WLAN-Funktion ist nur der Anfang. Wenn man diesen 
ignoriert raucht die Box richtig ab.
von Peter K. (chips)


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die ist ja schon richtig abgeraucht, da ist sicher schon ein Schluss 12V 
gg. GND durch verschmortes Expoy entstanden;
lässt sich mit einigem Aufwand wieder richten - ist aber unrentabel
von Max (maximilian_az)


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Warum sieht das nicht nach Blitzschaden aus, ich finde es sieht sehr 
eindeutig danach aus, wenn ich mir den überschlag um die komplette 
leiterbahn ansehe.
Es geht gar nicht eindeutiger, finde ich
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Max schrieb:
> Warum sieht das nicht nach Blitzschaden aus, ich finde es sieht
> sehr
> eindeutig danach aus, wenn ich mir den überschlag um die komplette
> leiterbahn ansehe

Der Blitz bräuchte auch einen Weg dorthin, und den würde man im Bereich 
der relevanten Buchsen deutlich sehen.
von Max (maximilian_az)


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Wie kann aber sonst den Überschlag an der Stelle erklären?
Das Netzteil sit nicht stark genug um die Leiterbahn aufzuheizen 
geschweige denn überzuschlagen
von Harald K. (kirnbichler)


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Max schrieb:
> Wie kann aber sonst den Überschlag an der Stelle erklären?

Das ist kein Überschlag. Das ist einfach nur durch deftig hohen Strom 
sehr warm geworden.
von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Max schrieb:
>> Wie kann aber sonst den Überschlag an der Stelle erklären?
>
> Das ist kein Überschlag. Das ist einfach nur durch deftig hohen Strom
> sehr warm geworden.

Sehe ich auch so.
von Frank (frittenschrauber)


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wow, danke für eure vielen Reaktionen!
Nein, es ist kein AX-Modell und die Seriennummer beginnt mit K424.
Allerdings steht auf dem Typenschild „Fritzbox 7590 US“.
Hat das eine Relevanz?
Die Box geht übrigens gar nicht mehr - macht keinen Mux, und hat einen 
Kurzschluss an der Power-Buchse.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Frank schrieb:
> Seriennummer beginnt mit K424.

Die ist wohl von dem berühmten Kondensatorproblem betroffen.
von Manfred P. (pruckelfred)


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H. H. schrieb:
> Die ist wohl von dem berühmten Kondensatorproblem betroffen.

Als da wäre, mit mehr als ausfallendem WLAN?

Hier hat nur einer die perfekt justierte Glaskugel, nämlich Peter K. 
(chips). Dem glaube ich jetzt mal:

Peter K. schrieb:
> die ist ja schon richtig abgeraucht, da ist sicher schon ein Schluss 12V
> gg. GND durch verschmortes Expoy entstanden;
> lässt sich mit einigem Aufwand wieder richten - ist aber unrentabel

Da es wohl noch die Variante ohne AX, aber mit ISDN ist, könnte der 
Besitzer durchaus an dem Gerät hängen.
von Hmmm (hmmm)


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Frank schrieb:
> Allerdings steht auf dem Typenschild „Fritzbox 7590 US“.
> Hat das eine Relevanz?

Wenn das bei der SSID steht, ist es nur ein zufälliges Suffix, damit die 
Geräte Deines Nachbarn mit dem gleichen Fritzbox-Typ (und Default-SSID) 
nicht laufend versuchen, sich bei Dir einzuloggen.
von Manfred P. (pruckelfred)


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Hmmm schrieb:
> Wenn das bei der SSID steht, ist es nur ein zufälliges Suffix,

.. wie auf der 7590, nicht meine.
von Peter K. (chips)


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die Stufen bis zum Totalausfall hatte ich 2024 für G.Born beschrieben:
https://borncity.com/blog/2024/05/30/nachlese-ausfall-des-2-4-ghz-wlan-an-der-fritzbox-7590-nach-ca-5-jahren/
(damals war der falsche Kondensator als Trigger für den MP1477-Ausfall 
noch nicht bekannt)
von Rolf (rolf22)


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Max schrieb:
> Das Netzteil ist nicht stark genug um die Leiterbahn aufzuheizen

P = i*i*R.
Wie hoch ist der Kurzschlussstrom des Netzteils und wie dick/breit ist 
die betroffene Leiterbahn?
von Peter K. (chips)


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Harald K. schrieb:
> Das ist kein Überschlag. Das ist einfach nur durch deftig hohen Strom
> sehr warm geworden.

sehe ich nicht so, die Quelle der Überhitzung ist Pin1 des ICs, 
thermisch schwach angebunden; die falsche Ansteuerung und Überlastung 
des HS-Fets im Fehlerfall heizt über den Vin-Pin (12V) des ICs die 
Leiterbahn bis zum Glühen auf, es schmort das LP-Material am Pin und das 
breitet sich über die ganze Leiterbahn aus, wo die an den Grenzen zu GND 
niederohmig wird und sich die Überhitzung/das Schmoren weiter 
ausbreitet; das Netzteil treibt weiter bis ca. 3A, bis der 
Schmor-"Widerstand" langsam so gering wird, dass das Netzteil in hiccup 
geht;

also die Überhitzung entsteht über das IC und nicht über den Strom der 
12V-Leitung - der wäre wirklich zu gering dafür, das Aussehen der 
Leiterbahn spricht auch dagegen (die müsste gleichmäßiger ausgeglüht 
aussehen)

weiterhin müsste der hohe Strom auch über die SMD-Drossel gehen, die 
würde als erstes durchgehen bzw. man müsste der den hohen Strom ansehen
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Peter K. schrieb:
> weiterhin müsste der hohe Strom auch über die SMD-Drossel gehen, die
> würde als erstes durchgehen bzw. man müsste der den hohen Strom ansehen

Das ist wohl nur eine "Ferritperle", verträgt locker mehrere Ampere.
von Mike J. (linuxmint_user)


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Peter K. schrieb:

> sehe ich nicht so, die Quelle der Überhitzung ist Pin1 des ICs,
> thermisch schwach angebunden; die falsche Ansteuerung und Überlastung
> des HS-Fets im Fehlerfall heizt über den Vin-Pin (12V) des ICs die
> Leiterbahn bis zum Glühen auf, es schmort das LP-Material am Pin und das
> breitet sich über die ganze Leiterbahn aus, wo die an den Grenzen zu GND
> niederohmig wird und sich die Überhitzung/das Schmoren weiter
> ausbreitet;

Das Bild was sich ergibt wenn da über den Pin1 ein hoher Strom fließt 
ist aber ein anderes. Nur weil der Pin1 des IC heiß geworden ist, 
erklärt das nicht die schwarzen Rückstände zwischen GND und +12V. Ich 
habe ja schon viele defekte Platinen gesehen, aber dieses ist 
merkwürdig.

Man sieht diese schwarzen Brandflecke ja auch in den Bereichen die weit 
von dem Pin1 entfernt sind, die grüne Leiterplatte ist dort auch schön 
grün.

Meine Vermutung wäre eine hohe Spannung die sich da lang gefressen hat 
oder eine niedrige Spannung, dafür aber genug Strom und irgend ein 
Medium wie Wasser über dem Bereich.
von Peter K. (chips)


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nochmals: die Ursache ist nicht zu hoher Strom, sondern die lokale
Überhitzung des HS-Fets, die kommt über Pin1 auf die LP
von Frank (frittenschrauber)


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Hallo Peter,
danke für diesen Link.
Bei meinem Bekannten scheint nur die Wandlerstufe für das 5GHz-SOC 
betroffen zu sein. Die beiden anderen Wandler sehen zumindest optisch OK 
aus (siehe Bild).
Zwei Fragen hätte ich noch:
1.) Reparierst du überhaupt noch - der Artikel ist schließlich schon >2 
Jahre alt?
2.) In dem Artikel ist die Rede von ca. 60€. Du hattest gestern 
allerdings geantwortet: „lässt sich mit einigem Aufwand wieder richten - 
ist aber unrentabel“. Meinst du damit, dass mit deutlich höheren Kosten 
zu rechnen ist? Wie hoch schätzt du das ein?
von Peter K. (chips)


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zu 1) ja, selten
zu 2) für 60€ bekommst du eine gebrauchte, gute Box - da lohnt der 
Aufwand von >1h nicht; außerdem sind oft die 2,4G-Frontends auch schon 
tot
von Oliver S. (oliverso)


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Peter K. schrieb:
> zu 2) für 60€ bekommst du eine gebrauchte, gute Box

Natürlich sind alle angebotenen gebrauchten Boxen ausnahmslos immer gut 
;)

Oliver
von H. H. (hhinz)


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Oliver S. schrieb:
> Peter K. schrieb:
>> zu 2) für 60€ bekommst du eine gebrauchte, gute Box
>
> Natürlich sind alle angebotenen gebrauchten Boxen ausnahmslos immer gut
> ;)

Man kann zumindest auf des Herstellungsdatum achten, die ersten 4 
Zeichen der Seriennummer.
von Frank (frittenschrauber)


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alles klar, danke euch für eure Infos.
Mein Bekannter hat entschieden, das Thema nicht weiter zu verfolgen und 
die Box dem E-Schrott zuzuführen.
von Mike J. (linuxmint_user)


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Frank schrieb:
> die Box dem E-Schrott zuzuführen.

Die kann man auf eBay verkaufen.
Ich habe mir selbst so eine von eBay gekauft und repariert. Hab da nur 
einen von den 10 chips verbraucht die ich von Aliexpress besorgt habe 
und drei 100nF Kondensatoren.

Für jemanden mit ruhigen Händen ist das nur eine Fleißarbeit.
von Oliver S. (oliverso)


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Dann mach mal bei der Box.

Oliver
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