Forum: Markt [Verschenke] Selbstbau-Oszilloskop


von Sepp H. (seppl1)


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Verschenke dieses Selbstbau-Oszilloskop in Röhrentechnik.
Scheint funktionsfähige zu sein, keine Unterlagen vorhanden.

Versand gegen aufgerundetes Porto möglich.
Ansonsten Selbstabholer im Raum 89185.

Nichtraucher
von Martin (hiru)


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Damit hast Du gute Chancen, den Darwin Award zu erhalten: Das Teil 
besitzt ein Metall-Gehäuse und ein zweiadriges Netzkabel, was darauf hin 
deutet, dass Du es noch nicht einmal verschenken darfst.
von Sepp H. (seppl1)


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Danke für den Hinweis, hatte es mit einem Trenntrafo getestet.
Ja, das Gehäuse muss an den Schutzleiter, das Netzkabel muss also 
getauscht werden.
von Holger R. (holgerr)


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Martin schrieb:
> Damit hast Du gute Chancen, den Darwin Award zu erhalten: Das Teil
> besitzt ein Metall-Gehäuse und ein zweiadriges Netzkabel, was darauf hin
> deutet, dass Du es noch nicht einmal verschenken darfst.

Das Thema hatten wir schon einmal.
Nicht alle Scope sind geerdet.

HolgerR
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Auch wenn man die restliche Verdrahtung nicht anschauen kann, ist es 
nostalgisch schön, einmal wieder einen Deutschen Aufbau mit Deutschen 
Komponenten zu sehen. War das ein Gesellenstück?

Sieht ohnehin sehr ordentlich aufgebaut aus. Die Erdung de Gehäuses 
lässt sich ja leicht nachrüsten - ist doch wirklich kein Thema.

In meiner Jugend baute ich auch ähnlich und machte mir nie Gedanken 
bezüglich dem Einhalten der Vorschriften. Jugendlicher Leichtsinn war 
das damals. Mir läuft es heute noch halt übern Rücken;-) Heute denkt man 
anders.

Wenn ich nicht gerade in Kanada leben würde, hätte ich Interesse. Aber 
Versand ist leider kompliziert und sehr teuer. Man müsste alle Röhren 
gesondert und weich gepolstert verpacken, speziell die Oszi-Röhre, weil 
das fertige Gerät bei dem üblichen Umgang mit Paketen die Reise 
wahrscheinlich nicht intakt überleben würde.

Ich wünsche Dir und mir, daß Dein Gerät einen Liebhaber finden wird. Zu 
schade so etwas zu entsorgen und die damalige Liebesmühe in den Dreck zu 
ziehen.

Gruß,
Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Roland E. (roland0815)


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Holger R. schrieb:
> ...
>
> Das Thema hatten wir schon einmal.
> Nicht alle Scope sind geerdet.
>
> HolgerR

Darum geht es an der Stelle nicht, es geht darum, dass durch ein 
gelöstes Kabel im Inneren das komplette Gehäuse böse und damit die 
gefährliche innere Spannung außen berührbar werden kann.
von Nick (b620ys)


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Roland E. schrieb:
> Darum geht es an der Stelle nicht, es geht darum,

dass jemand der das scope haben will, durchaus selbst in der Lage ist, 
sich selbst Gedanken dazu zu machen.
Wer das zweipolige Kabel (wohl der TO) angeschlossen hat, bzw. was 
ursprünglich dran war, wissen wir nicht.
Wer mit einem Scope potentialfrei arbeiten will/muss, weiss was er tut 
(sollte zumindest). Dann nimmt er halt einen Trenntrafo. Was schon 
minderintelligent sein kann.
Oder einen differentiellen Tastkopf (sofern er in der Lage ist, das 
Datenblatt nebst Grenzwerten lesen zu können). Oder ein handheld scope 
(was auch wieder ins Gehöse gehen kann).

Wer das nicht versteht, sollte prinzipiell die Finger von Strom lassen. 
Selbst Batterien konnen schon zu viel sein (LiPo kurzschliessen).

Nein, ich will das Scope nicht haben. Aber der Erbauer hat sich 
allerhöchsten Respekt verdient.
von Hans F. (spartrafo)


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Ein Blick unter die Haube (1-2 Fotos) wäre schon ganz cool/hilfreich, 
schon rein aus Neugierde.
: Bearbeitet durch User
von Andreas M. (elektronenbremser)


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Warum machst du einen neuen Thread auf und machst nicht beim vorherigen 
weiter?

Beitrag "[Verschenke] Oszilloskop"
von Nick (b620ys)


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Andreas M. schrieb:
> Warum machst du einen neuen Thread auf und machst nicht beim vorherigen
> weiter?

Weil ihm die üblichen Schlauberger hier schon auf den Keks gehen.
von Martin (hiru)


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Nick schrieb:
> Weil ihm die üblichen Schlauberger hier schon auf den Keks gehen.

... oder aber, dass er sich als lernresistent outet.

Als Nachlassempfänger übernimmt er sämtliche Rechte und Pflichten an dem 
geerbten Gegenstand. Damit gilt er auch beim Verschenken des 
Oszilloskops als Inverkehrbringer, was wiederum mit Konsequenzen 
verbunden ist (zumindest viele der angesprochenen Schlauberger haben 
sich wohl mit dem Thema beschäftigt, bzw. beschäftigen müssen).
: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Martin schrieb:
> Als Nachlassempfänger übernimmt er sämtliche Rechte und Pflichten an dem
> geerbten Gegenstand. Damit gilt er auch beim Verschenken des
> Oszilloskops als Inverkehrbringer, was wiederum mit Konsequenzen
> verbunden ist

Ein Beispiel für Irrsinn, wie er nur von Juristen kommen kann.

Schade, wenn wegen derartiger Unrechtgebung solche Dinge eher "entsorgt" 
statt verschenkt werden, aus Angst, auf Schadenersatz verklagt zu 
werden.
von H. H. (hhinz)


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Johannes F. schrieb:
> Ein Beispiel für Irrsinn, wie er nur von Juristen kommen kann.

Der kommt vielmehr von Hobbyjuristen, von paranoiden.
von Nemopuk (nemopuk)


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H. H. schrieb:
> Der kommt vielmehr von Hobbyjuristen, von paranoiden.

Genau. Denn letztendlich ist es Aufgabe der Richter, zu entscheiden. Sie 
müssen nicht jedes Gesetz immer anwenden, wohl aber ihre durchaus 
vorhandene Vernunft.
von Gunnar F. (gufi36)


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Nemopuk schrieb:
> Denn letztendlich ist es Aufgabe der Richter, zu entscheiden

So weit sollte es gar nicht kommen. Sepp kann m.E. einfach das Netzkabel 
abschneiden und wäre m.E. damit ganz gut geschützt. Aber schon schade, 
dass ein Geschenk-Angebot in solche Diskussionen mündet (Darwin award 
z.B.).
von Oliver S. (oliverso)


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Gerhard O. schrieb:
> Auch wenn man die restliche Verdrahtung nicht anschauen kann, ist es
> nostalgisch schön, einmal wieder einen Deutschen Aufbau mit Deutschen
> Komponenten zu sehen. War das ein Gesellenstück?

Autsch und autsch und ganz sicher nicht.

Der damalige Ruf von Made in Germany wurde sicherlich nicht mit solchen 
BastelWastel-Gerätschaften erarbeitet.

Oliver
von Roland E. (roland0815)


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Nick schrieb:
> ...
> Wer mit einem Scope potentialfrei arbeiten will/muss, ...

Noch so ein Spezi, der nicht kapiert hat, oder kapieren will, wo hier 
die Gefahr liegt.

Der OP hat es ja schon geschrieben, dass ein dreipoliges Kabel dran 
gehört.

Natürlich muss man dann noch einmal prüfen, ob das Skope dann noch 
potentialfrei arbeitet, wenn das Gehäuse geerdet wird. Aktuell dürfe es 
das tun.
von Ralf X. (ralf0815)


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Martin schrieb:
> Als Nachlassempfänger übernimmt er sämtliche Rechte und Pflichten an dem
> geerbten Gegenstand. Damit gilt er auch beim Verschenken des
> Oszilloskops als Inverkehrbringer, was wiederum mit Konsequenzen
> verbunden ist (zumindest viele der angesprochenen Schlauberger haben
> sich wohl mit dem Thema beschäftigt, bzw. beschäftigen müssen).

Daraus wurde Wegwerfgesellschafft erschaffen.
Mit mehr als 13 Jahren darf man an sich überhaupt nicht selbsgebautes 
verkaufen oder verschenken.
von Nick (b620ys)


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Roland E. schrieb:
> Noch so ein Spezi, der nicht kapiert hat, oder kapieren will, wo hier
> die Gefahr liegt.

Ich hab verschiedene Optionen aufgelistet. So weit konntest du aber 
nicht lesen, denn sonst wäre dein "Beitrag" noch sinnloser gewesen.
von Michael B. (laberkopp)


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Martin schrieb:
> Damit gilt er auch beim Verschenken des Oszilloskops als
> Inverkehrbringer,

Natürlich nicht.

Es betrifft ausschliesslich GEWERBLICHES handeln.

Das verschenken von vererbten ist nicht gewerblich.
von Martin (hiru)


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Michael B. schrieb:
> Natürlich nicht.
> Es betrifft ausschliesslich GEWERBLICHES handeln.
> Das verschenken von vererbten ist nicht gewerblich.

Dann google dochmal mit folgendem Text:
niederspannungsrichtlinie bei privaten produkten
von Andrew T. (marsufant)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich wünsche Dir und mir, daß Dein Gerät einen Liebhaber finden wird. Zu
> schade so etwas zu entsorgen und die damalige Liebesmühe in den Dreck zu
> ziehen.

So ist. Haben will  .-)
von Michael B. (laberkopp)


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Martin schrieb:
> Dann google dochmal mit folgendem Text:
> niederspannungsrichtlinie bei privaten produkten

"Die CE-Kennzeichnung ist grundsätzlich nur für den gewerblichen Verkauf 
an Dritte verpflichtend"
von Martin (hiru)


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Michael B. schrieb:
> Martin schrieb:
>> Dann google dochmal mit folgendem Text:
>> niederspannungsrichtlinie bei privaten produkten
>
> "Die CE-Kennzeichnung ist grundsätzlich nur für den gewerblichen Verkauf
> an Dritte verpflichtend"

... und weiterhin ist zu lesen:

Für den rein privaten Eigenbau ohne Verkaufsabsicht greifen die 
EU-Richtlinien nicht. Sobald Sie das Produkt jedoch verschenken, 
verkaufen, vermieten oder auf sonstigem Wege in Verkehr bringen, müssen 
Sie alle gesetzlichen Vorgaben vollständig erfüllen.
von Sepp H. (seppl1)


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Erledigt
von Gerhard O. (gerhard_)


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Martin schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Martin schrieb:
>>> Dann google dochmal mit folgendem Text:
>>> niederspannungsrichtlinie bei privaten produkten
>>
>> "Die CE-Kennzeichnung ist grundsätzlich nur für den gewerblichen Verkauf
>> an Dritte verpflichtend"
>
> ... und weiterhin ist zu lesen:
>
> Für den rein privaten Eigenbau ohne Verkaufsabsicht greifen die
> EU-Richtlinien nicht. Sobald Sie das Produkt jedoch verschenken,
> verkaufen, vermieten oder auf sonstigem Wege in Verkehr bringen, müssen
> Sie alle gesetzlichen Vorgaben vollständig erfüllen.

Moin,

Was ist aus "Good Old Germany" geworden?

Die Papiertiger haben überhand genommen und die Bevölkerung als generell 
unmündig erklärt. In meiner Jugend damals wäre solche Denkweise völlig 
absurd angekommen.

Gerhard
von H. H. (hhinz)


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Gerhard O. schrieb:
> Was ist aus "Good Old Germany" geworden?

Du darfst nicht von ein paar paranoiden Hobbyjuristen auf das ganze Land 
schließen.
von Martin (hiru)


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Gerhard O. schrieb:
> Was ist aus "Good Old Germany" geworden?
>
> Die Papiertiger haben überhand genommen und die Bevölkerung als generell
> unmündig erklärt. In meiner Jugend damals wäre solche Denkweise völlig
> absurd angekommen.

https://www.elektrofachkraft.de/sicheres-arbeiten/statistik-der-stromunfaelle-das-lernen-wir-daraus
von H. H. (hhinz)


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von Johannes F. (jofe)


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Gerhard O. schrieb:
> Was ist aus "Good Old Germany" geworden?

Nichts gutes, leider. Bürokratie in Extremform, die allein schon damit 
überlastet ist, sich selbst zu verwalten.

Gerhard O. schrieb:
> Die Papiertiger haben überhand genommen und die Bevölkerung als generell
> unmündig erklärt.

So ist es. Und das nicht nur in DE, sondern auch in Brüssel.

Martin schrieb:
> 
https://www.elektrofachkraft.de/sicheres-arbeiten/statistik-der-stromunfaelle-das-lernen-wir-daraus

Was willst du jetzt damit sagen?
von H. H. (hhinz)


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Johannes F. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Die Papiertiger haben überhand genommen und die Bevölkerung als generell
>> unmündig erklärt.
>
> So ist es. Und das nicht nur in DE, sondern auch in Brüssel.

https://germany.representation.ec.europa.eu/news/mythos-eu-burokraten-schreiben-die-krummung-von-gurken-vor-2019-04-24_de
von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> Unfälle durch gebastelte Oszilloskope: Null!

Häufigsten Unfälle bei U-Boten:
Tag der offenen Tür
von Michael B. (laberkopp)


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Martin schrieb:
> und weiterhin ist zu lesen:

Nein.

Wer als Privatperson für den rein privaten Eigengebrauch (ohne 
wirtschaftliche Absichten) etwas herstellt, benötigt keine 
CE-Kennzeichnung. Auch der rein private Verkauf von gebrauchten 
Gegenständen (z. B. auf einem Flohmarkt oder Kleinanzeigen) unterliegt 
nicht der CE-Richtlinie, solange dies nicht im Rahmen einer regelmäßigen 
geschäftsmäßigen Tätigkeit erfolgt.

Ja, auch verschenktes braucht CE, z.B. der Werbegeschenk-Kugelschreiber, 
aber nur wenn er von einem Gewerblichen verschenkt wird.
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Häufigsten Unfälle bei U-Boten:

Was liefern die so?


> Tag der offenen Tür

Das Lager stets abschließen!
von Marcel V. (mavin)


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Sepp H. schrieb:
> Erledigt

Was genau heißt "Erledigt"? Hast du das schöne selbstgebaute Oszilloskop 
jetzt an den Marsufanten verschenkt, oder behältst du es aus 
sentimentalen Gründen jetzt doch lieber selbst?

Interessant ist auch das passend abgesägte aufgeklebte Stahlrohr vor der 
Bildröhre. Man sieht sogar noch den Sägeschnitt durch die graue 
Grundierung schimmern!

An dem Rechtecksignal erkennt man auch, dass der Elektronenstrahl leicht 
nach rechts unten verläuft! Man kann es dadurch beheben, indem man den 
Kathodenstrahlablenkmagneten auf dem Glasbildröhrenhals wieder ein paar 
Grad zurückdreht. Dann ist das Problem wie von Geisterhand einfach 
gelöst.
von Eppelein V. (eppelein)


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Nick schrieb:

>
> Häufigsten Unfälle bei U-Boten:
> Tag der offenen Tür

Deine These würde mich jetzt schon brennend interessieren!
von Martin (hiru)


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Hallo Michael B.

Du solltest für Dich die Begriffe CE-Kennzeichnung, 
Niederspannungsrichtlinie und Inverkehrbringer einmal klären.

Dann wirst Du herausfinden, dass der Flohmarktverkäufer nicht der 
Inverkehrbringer sein muß und der Kugelschreiber kein CE-Zeichen 
benötigt. Auch erklärt Dein Beitrag nicht, wieso die 
Niederspannungsrichtline beim besagtem Oszilloskop nicht zwingend 
eingehalten werden muß.
: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Es ist wichtig, was technische Sicherheit betrifft, das Kind nicht mit 
dem Bad auszuschütten.

Was ich damit sagen will, daß ich durchaus die positiven Änderungen im 
Umgang mit gefährlicher Technik begrüße. Auch ich sehe darauf, meine 
Eigenbaugeräte intern berührungssicher zu gestalten und auch die 
sonstigen normalen Sicherheits-Gepflogenheiten als Amateur 
"nachzuahmen". Somit können auch Eigenbaugeräte für die Praxis sicher 
genug sein.

Aber schöne Eigenbaugeräte zu entsorgen, nur weil sie den gegenwärtigen 
gebräuchlichen Anforderungen nicht ohne gewisse Anpassungen genügen, 
find ich schade. Wer so einen Oszi haben will, weiß bestimmt auch damit 
umzugehen und ersetzt es mit einem dreipoligen Netzkabel. Ich nehme an, 
dass der vorherige Erbauer oder Besitzer nicht durch einen Stromschlag 
desselben Gerätes in die ewigen Jagdgründe übersiedelt ist;-)

Auch die teuren HP oder Tektronix Messgeräte der früheren Jahre würden 
die gängigen Sicherheitsvorschriften einfach nicht mehr erfüllen, weil 
sie in einem Zeitalter entwickelt worden, weil die angezogenen 
Vorschriften einfach noch nicht in der heutigen Fülle existierten und es 
nur ihrem Status als professionelle Laborgeräte verdankten im Umlauf 
gebracht zu werden. Solche Gebraucher wissen natürlich wie man sich zu 
verhalten hat, wenn man die Hauben öffnet und sie reparieren oder 
kalibrieren möchte.

Was die damalige (Röhren) Konsumertechnik betrifft, gab es auch 
bemerkenswerte Unregelmässigkeiten. Man denke nur an die ehemaligen 
Allstromgeräte, Fernseher wo die elektrische Trennung durch 
funktionierende Trennkomponenten wie Papier Kondensatoren erfüllt werden 
musste. Nach Abnahme der schützenden Abdeckungen waren die Geräte auf 
Grund der intern vorherrschenden hohen Spannungen ausnahmslos 
lebensgefährlich.

Trotzdem sind damals die Radio und Fernsehtechniker nicht durch 
Stromschläge wie die Fliegen ausgestorben und litten deshalb an 
Nachwuchsmangel. Man wusste eben damit umzugehen. Aus heutiger Sicht 
sicherlich unvorstellbar. Aber es war eben so. Und es ist gut, daß wir 
heute strengere Anforderungen erfüllen müssen oder sollen.

Das gilt natürlich auch für den Selbstbau unserer Geräte. Abgesehen 
davon ist die Natur vieler Selbstbaugeräte völlig anders und erlaubt den 
Einsatz von vorschriftsmäßig abgenommenen Netzteilen.

Jedenfalls hoffe ich, daß der Oszi nicht seinen Maker im Entsorgungshof 
findet.

Gruß,
Gerhard
von H. H. (hhinz)


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Martin schrieb:
> Auch erklärt Dein Beitrag nicht, wieso die
> Niederspannungsrichtline beim besagtem Oszilloskop nicht zwingend
> eingehalten werden muß.

Hättest die Niederspannungsrichlinie lesen sollen.

Aber sowas können paranoide Hobbyjuristen ja nicht.
von Nick (b620ys)


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Marcel V. schrieb:
> Interessant ist auch das passend abgesägte aufgeklebte Stahlrohr vor der
> Bildröhre. Man sieht sogar noch den Sägeschnitt durch die graue
> Grundierung schimmern!

Ah, das spricht der Materialwissenschaftler mit 
JPEG-Zusatzzertifizierung!

Für mich ist das eher graues ABS, schnöde zusammengeklebt.

Marcel V. schrieb:
> Man kann es dadurch beheben, indem man den
> Kathodenstrahlablenkmagneten auf dem Glasbildröhrenhals wieder ein paar
> Grad zurückdreht.

Andere drehen einfach die Röhre, ausser sie finden das Poti für die 
"trace rotation".
von Johannes F. (jofe)


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Nick schrieb:
> Für mich ist das eher graues ABS, schnöde zusammengeklebt.

Gab es das schon zur Entstehungszeit dieses Gerätes?

Auf ca. 5 Uhr meine ich etwas zu erkennen, was eine Schweißnaht sein 
könnte.
von H. H. (hhinz)


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Johannes F. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Für mich ist das eher graues ABS, schnöde zusammengeklebt.
>
> Gab es das schon zur Entstehungszeit dieses Gerätes?

Gab es schon, aber es handelt sich bestimmt um PVC.


> Auf ca. 5 Uhr meine ich etwas zu erkennen, was eine Schweißnaht sein
> könnte.

Da wird beim Schnitt der letzte Rest gebrochen sein.
von Hmmm (hmmm)


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Martin schrieb:
> Du solltest für Dich die Begriffe CE-Kennzeichnung,
> Niederspannungsrichtlinie und Inverkehrbringer einmal klären.

Du klingst wie Schwurbeldieter: Einfach mal Begriffe in den Raum stellen 
und hoffen, dass sich keiner die Mühe macht, das wirklich nachzulesen.

Die Niederspannungsrichtlinie finden wir hier:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32014L0035

Und da lesen wir dann mal nach, wie das Inverkehrbringen definiert ist:

> "Inverkehrbringen": die erstmalige Bereitstellung eines elektrischen
> Betriebsmittels auf dem Unionsmarkt

Etwas vage, aber dafür gibt es praktischerweise auch eine Definition:

> "Bereitstellung auf dem Markt": jede entgeltliche oder unentgeltliche
> Abgabe eines elektrischen Betriebsmittels zum Vertrieb, Verbrauch oder
> zur Verwendung auf dem Unionsmarkt im Rahmen einer Geschäftstätigkeit

Die letzten 4 Worte bitte auf der Zunge zergehen lassen.

Da für uns EU-Richtlinien nicht unmittelbar gelten, sondern in 
nationales Recht umgesetzt werden müssen, gucken wir jetzt 
sicherheitshalber nochmal ins ProdSG:

> Dieses Gesetz dient der Umsetzung der im Folgenden genannten
> Richtlinien und ist anzuwenden, wenn im Rahmen einer Geschäftstätigkeit
> Produkte aus dem Anwendungsbereich dieser Richtlinien auf dem Markt
> bereitgestellt, ausgestellt oder erstmals verwendet werden

Wieder die besagten 4 Worte.

Mit einem passenden Hinweis dürfte das Oszilloskop übrigens sogar 
gewerblich verkauft werden, denn das ProdSG ist unter anderem nicht 
anwendbar auf

> gebrauchte Produkte, die vor ihrer Verwendung instandgesetzt oder
> wiederaufgearbeitet werden müssen, sofern der Wirtschaftsakteur
> denjenigen, an den sie abgegeben werden, darüber ausreichend unterrichtet
von Michael B. (laberkopp)


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Martin schrieb:
> Auch erklärt Dein Beitrag nicht, wieso die Niederspannungsrichtline beim
> besagtem Oszilloskop nicht zwingend eingehalten werden muß.

Es reicht, wenn mein Beitrag klärt, dass du habebüchenen Stuss 
schreibst.
von Marcel V. (mavin)


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Nick schrieb:
> Für mich ist das eher graues ABS, schnöde zusammengeklebt.

Das kann natürlich auch sein.

Nick schrieb:
> Andere drehen einfach die Röhre, ausser sie finden das Poti für die
> "trace rotation".

Die Einstellung "Trace Rotation" (TR), zu Deutsch "Strahldrehung", meist 
mit dem Schraubendreher auf der Frontplatte einstellbar gestaltet, ist 
auf diesem Oszilloskop nicht vorhanden!

Stattdessen befinden sich direkt unter der Bildröhre zwei andere 
Einstellmöglichkeiten, nämlich Schärfe und Astigmatismus, wobei ich der 
Meinung bin, dass das beides das Gleiche ist! Es kann also sein, dass 
einer dieser beiden Einsteller einfach nur falsch von Hand beschriftet 
wurde und in Wirklichkeit die Strahldrehung damit gemeint ist.
von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Marcel V. schrieb:
> An dem Rechtecksignal erkennt man auch, dass der Elektronenstrahl leicht
> nach rechts unten verläuft! Man kann es dadurch beheben, indem man den
> Kathodenstrahlablenkmagneten auf dem Glasbildröhrenhals wieder ein paar
> Grad zurückdreht. Dann ist das Problem wie von Geisterhand einfach
> gelöst.

Marcel V. schrieb:
> Die Einstellung "Trace Rotation" (TR), zu Deutsch "Strahldrehung", meist
> mit dem Schraubendreher auf der Frontplatte einstellbar gestaltet, ist
> auf diesem Oszilloskop nicht vorhanden!
>
> Stattdessen befinden sich direkt unter der Bildröhre zwei andere
> Einstellmöglichkeiten, nämlich Schärfe und Astigmatismus, wobei ich der
> Meinung bin, dass das beides das Gleiche ist! Es kann also sein, dass
> einer dieser beiden Einsteller einfach nur falsch von Hand beschriftet
> wurde und in Wirklichkeit die Strahldrehung damit gemeint ist.

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, warum der Strahl nach rechts 
absinkt.
a. Die Röhre ist nicht gerade zum Raster justiert.
b. Die Röhre hat keine MU-Metallabschirmung und fängt sich magn. 
Fremdfeld ein - Stahlgehäuse könnte ein kleines Gleichfeld aufgebaut 
haben.
c. Was verstehst du unter einem Kathodenstrahlablenkmagneten ? Der 
Kathodenstrahl wird von Ablenkplattenpaaren abgelenkt.
Wenn das Poti für die "Trace Rotation" nicht da ist, ist es ja 
vielleicht innen oder es ist eine sehr alte Röhre - da gab es die Spule 
für die Strahldrehung nicht.

Der Unterschied zwischen Schärfe(Fokus)-einsteller und
Astigmatismuseinsteller ist ganz eindeutig: Mit dem Focuseinsteller wird 
der Strahl scharf -also nicht verwaschen eingestellt. Mit dem 
Astig-Einsteller wird die Rundheit des Strahlpunktes (z.B. bei 
X/Y-Betrieb) eingestellt.

Gruß
Hans
von Martin (hiru)


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Hmmm schrieb:
> Die Niederspannungsrichtlinie finden wir hier:
> https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32014L0035
>
> Und da lesen wir dann mal nach, wie das Inverkehrbringen definiert ist:
>
>> "Inverkehrbringen": die erstmalige Bereitstellung eines elektrischen
>> Betriebsmittels auf dem Unionsmarkt
>
> Etwas vage, aber dafür gibt es praktischerweise auch eine Definition:
>
>> "Bereitstellung auf dem Markt": jede entgeltliche oder unentgeltliche
>> Abgabe eines elektrischen Betriebsmittels zum Vertrieb, Verbrauch oder
>> zur Verwendung auf dem Unionsmarkt im Rahmen einer Geschäftstätigkeit

Ich sprach bisher immer nur vom Inverkehrbringer, die Definition dazu 
hast Du korrekt angegeben.

Entgegen Deiner weiteren Behauptung muß der Inverkehrbringer aber nicht 
zwangsläufig einer Geschäftstätigkeit nachgehen und sein Produkt auf dem 
Markt bereitstellen. Du verbindest hier zwei eigentlich unabhängige 
Definitionen. Das klingt zwar nach Haarspalterei, führt aber dazu, dass 
man auch ohne Geschäftsinteresse Inverkehrbringer sein kann.

Somit bleibt es dabei, dass das hier auf einer kommerziellen Seite 
angebotene Oszilloskop sämtlichen Vorgaben entsprechen muß, die u.A. in 
der Niederspannungsrichtlinie definiert sind.
von Nick (b620ys)


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Johannes F. schrieb:
> Gab es das schon zur Entstehungszeit dieses Gerätes?

ABS wurde 1948 patentiert und 1954 von Borg-Warner kommerziell auf dem 
Markt eingeführt. Sagt wiki-schlau-pedia.

Im Bild imagepipe_2 seh ich einen Transistor.
von H. H. (hhinz)


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Martin schrieb:
> Somit bleibt es dabei, dass das hier auf einer kommerziellen Seite
> angebotene Oszilloskop sämtlichen Vorgaben entsprechen muß, die u.A. in
> der Niederspannungsrichtlinie definiert sind.

Und es bleibt dabei: Du bist ein paranoider Hobbyjurist.
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Im Bild imagepipe_2 seh ich einen Transistor.

Unglaublich! Sollte es in den späten 1960ern tatsächlich schon 
Transistoren gegeben haben?
von Nick (b620ys)


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Marcel V. schrieb:
> Die Einstellung "Trace Rotation" (TR), zu Deutsch "Strahldrehung", meist
> mit dem Schraubendreher auf der Frontplatte einstellbar gestaltet, ist
> auf diesem Oszilloskop nicht vorhanden!

Und wenn er die im Gerät hat. So oft musste ich da noch nicht dran 
rumdrehen.

Marcel V. schrieb:
> nämlich Schärfe und Astigmatismus, wobei ich der
> Meinung bin, dass das beides das Gleiche ist!

Ja, disqualifizier nur weiter. Weitere Antworten an dich scheinen mir 
sinnlos.
Kümmere dich lieber um Themen von denen du zumindest ansatzweise Ahnung 
hast. Ausser es ist dummes Daherreden.
von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> Unglaublich! Sollte es in den späten 1960ern tatsächlich schon
> Transistoren gegeben haben?

Zumindest erst nach ABS.
von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Gerhard O. schrieb:
> Moin,
>
> Es ist wichtig, was technische Sicherheit betrifft, das Kind nicht mit
> dem Bad auszuschütten.

Wie so oft hat Gerhard hier vieles schon völlig richtig erklärt.

Ich habe in den 70ern auch so einen "Oskar" gebaut und natürlich hatte 
der einen Schutzleiteranschluß ! Es gab ja z.B. von Grundig den MO20 in 
beiden Ausführungen: Schutzklasse I und nach eigener Wahl Kl. II . Ich 
habe beide Geräte noch in meinem Altgerätebestand/"Museum". Ich würde 
mich nicht scheuen, mit dem MO20 mit KL. II auch in einem guten alten 
Röhren-FFs zu messen - ich habe das gelernt und es war nicht immer 
möglich einen schweren Schutztrenntrafo mit zum Kunden zu schleppen - 
außer man hatte einen AZuBi dabei ;-))
Der Netztrafo war/ist bei solchen Geräten auch damals schon mit 2,5 bzw. 
4 kV geprüft worden und ich bin sicher, dass die Hersteller da nicht nur 
einige Minuten geprüft haben - die haben da einige Tage (auch mit 
Klimakammer) Langzeitversuche gemacht. Aber heute gibt´s ja auch schon 
Geräte mit Betrieb über Akku.
Gruß
Hans
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> ABS.

Ist ja unglaublich wichtig aus was die Blende ist...
von Andreas M. (elektronenbremser)


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Hans-Joachim S. schrieb:
> Röhren-FFs

Was ist das?
von Nick (b620ys)


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Andreas M. schrieb:
> Was ist das?

Ein Fenfeher. Nachdem man sich auf die Zunge gebissen hat.
von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Andreas M. schrieb:
> Was ist das?

:-) ;-))
Das ist/war ein Farb-Fern-seh-Gerät mit einer Kathodenstrahlröhre die 3 
Kathoden hatte. Damit wurden die 3 Grundfarben in einem definierten 
Sättigungsverhältnis dargestellt und damit hattest du ein schönes, 
weiches Farbbild.
Uuuund - diese Geräte haben noch ca. 15 Jahre gut funktioniert ! ! !
(-besonders wenn wir da einmal "´reingeschaut" hatten und die 
Serienfehler beseitigt hatten. ;-))  )
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8064173 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8064181 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8064231 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8064281 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andrew T. (marsufant)


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Hans-Joachim S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Moin,
>> Es ist wichtig, was technische Sicherheit betrifft, das Kind nicht mit
>> dem Bad auszuschütten.
>
> Wie so oft hat Gerhard hier vieles schon völlig richtig erklärt.
> Ich habe in den 70ern auch so einen "Oskar" gebaut und natürlich hatte
> der einen Schutzleiteranschluß ! Es gab ja z.B. von Grundig den MO20 in
> beiden Ausführungen: Schutzklasse I und nach eigener Wahl Kl. II . Ich
> habe beide Geräte noch in meinem Altgerätebestand/"Museum". Ich würde
> mich nicht scheuen, mit dem MO20 mit KL. II auch in einem guten alten
> Röhren-FFs zu messen - ich habe das gelernt und es war nicht immer
> möglich einen schweren Schutztrenntrafo mit zum Kunden zu schleppen -
> außer man hatte einen AZuBi dabei ;-))
> Der Netztrafo war/ist bei solchen Geräten auch damals schon mit 2,5 bzw.
> 4 kV geprüft worden und ich bin sicher, dass die Hersteller da nicht nur
> einige Minuten geprüft haben - die haben da einige Tage (auch mit
> Klimakammer) Langzeitversuche gemacht. Aber heute gibt´s ja auch schon
> Geräte mit Betrieb über Akku.
> Gruß
> Hans

richtig Hans, und aus ähnlichen Gründen waren in vielen der damaligen 
Werkstätten die Oszilloskope von Philips, die in etlichen die SK II ab 
Werk hatten.
heute wie Du richtig sagst gibt es mehr alternativen.

denn ein Tektronix,465 mit Option 7 (12....28V ) DC und nicd Akku Pack 
brachte es auch auf 20kg Gesamtgewicht. ich erinnere mich gut an die 
schlepperei.👍😃
: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Nick schrieb:
> Häufigsten Unfälle bei U-Boten:
> Tag der offenen Tür

Wie versenkt man ein ostfriesisches U-Boot?

Ans Bullauge klopfen. Irgendwer macht schon auf...
von Reinhard R. (reirawb)


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Mich wollten sie damals nicht für den U-Bootdienst mustern, weil ich 
immer bei offenen Fenster schlafe... ;-)
von Korax K. (korax)


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Reinhard R. schrieb:
> Mich wollten sie damals nicht für den U-Bootdienst mustern, weil ich
> immer bei offenen Fenster schlafe... ;-)

Peter N. schrieb:
> Ans Bullauge klopfen.

Zeigt mir mal bitte ein (militärisches) U-Boot mit Fenster/Bullauge. In 
dem lahmen Witz geht es ja mit Sicherheit um militärische U-Boote. Deren 
"Fenster" sind von ganz anderer Natur..
von H. H. (hhinz)


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Korax K. schrieb:
> Reinhard R. schrieb:
>> Mich wollten sie damals nicht für den U-Bootdienst mustern, weil ich
>> immer bei offenen Fenster schlafe... ;-)
>
> Peter N. schrieb:
>> Ans Bullauge klopfen.
>
> Zeigt mir mal bitte ein (militärisches) U-Boot mit Fenster/Bullauge. In
> dem lahmen Witz geht es ja mit Sicherheit um militärische U-Boote. Deren
> "Fenster" sind von ganz anderer Natur..

Da wär gar niemals nie niemand drauf gekommen!
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Zeigt mir mal bitte ein (militärisches) U-Boot mit Fenster/Bullauge.

Russische U-Boote der Foxtrott-Klasse.
Und nein, die wurden nicht mit Fenstern konstruiert das sich der Gegner 
beim Anblick tot lacht:

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Foxtrot_class_submarines?uselang=de#/media/File:A_port_bow_view_of_a_Soviet-built_Cuban_Foxtrot_class_patrol_submarine_underway.jpg

Den Grund dafür kennt der Sturmvogel: 
https://www.youtube.com/shorts/36bfER8Yvso
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8064562 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8064572 wurde vom Autor gelöscht.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Ralf X. und Gerhard O.

Ralf X. schrieb:

>> Als Nachlassempfänger übernimmt er sämtliche Rechte und Pflichten an dem
>> geerbten Gegenstand. Damit gilt er auch beim Verschenken des
>> Oszilloskops als Inverkehrbringer, was wiederum mit Konsequenzen
>> verbunden ist (zumindest viele der angesprochenen Schlauberger haben
>> sich wohl mit dem Thema beschäftigt, bzw. beschäftigen müssen).
> Daraus wurde Wegwerfgesellschafft erschaffen.

Nein.
Die "Wegwerfgesellschaft" ist eigentlich die ursprünglichste Form der 
Gesellschaft.
Die Jäger und Sammler der Steinzeit griffen sich irgendetwas, was ihnen 
sinnvoll zu verwenden erschien, und ließen es einfach fallen oder 
liegen, wenn sie keinen Bedarf mehr daran hatten. Ausnahmen gab es nur 
für Objekte, denen sie aufgrund der mühevollen Herstellung oder der 
beigeschriebenen magischen Eigenschaften besonderen Wert zugestanden.
Selbt bei Pfeilspitzen aus Feuerstein machten sie sich oft nicht die 
Mühe, diese aus der Beute zu lösen, wenn sie sich z.B. zwischen 
Wirbelknochen verkeilte.

Das Problem unserer heutigen "Wegwerfgesellschaft" ist das, dass wir zum 
einen Resorcen unwiederbringlich verbrauchen, und zum anderen der Abfall 
in solchen Mengen und in einer Qualität anfällt, dass er problematisch 
ist.

Dass die Wegwerfgesellschaft unsere ursprünglichste Gesellschaftsform 
ist, macht es ja gerade so schwer, davon loszukommen.


Gerhard O. schrieb:

> Was ist aus "Good Old Germany" geworden?
>
> Die Papiertiger haben überhand genommen und die Bevölkerung als generell
> unmündig erklärt.

Leider ist die Gesellschaft und die Technologie derart komplex geworden, 
dass die Bevölkerung im Vergleich dazu tatsächlich als unmündig zu 
betrachten ist.

Leider gibt es dementsprechend auch keine reale oder auch juristische 
Person, die fähig UND vertrauenswürdig genug wäre, die Vormundschaft zu 
übernehmen.

Sei misstrauisch gegenüber jedem, der behauptet, das zu können. ;O)

Daraus folgt, das nur weiteres Durchwursteln übrig bleibt. Mit den 
ganzen Werkzeugen, wie Bildung und Demokratie, die die Menschheit aus 
Verzweiflung darüber erdacht hat.

> In meiner Jugend damals wäre solche Denkweise völlig
> absurd angekommen.

In Deiner (und meiner) Jugend hier in Deutschland hatten Beamte einen 
wesentlich höheren sozialen Status als heute. ;O)

Mit freundlichem Gruß
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Bernd W. schrieb:
> Dass die Wegwerfgesellschaft unsere ursprünglichste Gesellschaftsform
> ist, macht es ja gerade so schwer, davon loszukommen.

Naja. Es gab zwischendurch eine mehrere Jahrhunderte andauernde Phase, 
in der Gebrauchsgegenstände von den allermeisten Menschen so lange 
wiederverwendet und ggf. repariert wurden, wie es nur irgendwie möglich 
war. Hausrat und teils auch Kleidung (der gute Sonntagsanzug) wurden von 
Generation zu Generation weiter vererbt. Da wurden kaputte Schuhe noch 
zum Schuster gebracht und Strümpfe gestopft. Es ist also nicht so, daß 
es nachhaltiges und ressourcenschonendes Handeln noch nie gegeben hätte. 
Nur gab es diese Begriffe damals noch nicht.
von Hans (ths23)


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Gerhard O. schrieb:
> Die Erdung de Gehäuses
> lässt sich ja leicht nachrüsten - ist doch wirklich kein Thema.
Das ist wohl wahr.
Allerdings wird auch niemand gleich umfallen, wenn alles ordentlich 
aufgebaut ist. Das Teil wurde doch ganz bestimmt viele Jahre genutzt.
Wir haben seinerzeit unsere Oszis mit Spezialkabeln alle erdfrei 
gemacht, weil man ansonsten wegen Erdschleifen nicht vernünftig messen 
konnte.
von Schorsch M. (schorschm)


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Johannes F. schrieb:
> Naja. Es gab zwischendurch eine mehrere Jahrhunderte andauernde Phase,
> in der Gebrauchsgegenstände von den allermeisten Menschen so lange
> wiederverwendet und ggf. repariert wurden, wie es nur irgendwie möglich
> war.

Aber nicht bei technischen Geräten, schon garnicht bei elektronischen 
Geräten.

Nach einer bestimmten Zeit ist der Krempel einfach nichts mehr wert.
So schmerzlich es auch ist, die Technik veraltet rasend und ist dann 
einfach nichts mehr wert.

Sinclair ZX80, ZX81, 286er, 386er,Pentium u.s.w. Wer will/braucht 
heutzutage sowas noch?

Ich habe noch sehr viele Geräte aus meiner vergangenen Lebenszeit.
Sind alle nurnoch aus Nostalgie-Gründen und auch nur für mich perönlich 
von Bedeutung.

Nach meinem Ableben wird vermutlich ein Entrümpelungsunternrhmrn noch 
ordentlich Geld verlangen für die Entsorgung.
von Hans (ths23)


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Gerhard O. schrieb:
> In meiner Jugend damals wäre solche Denkweise völlig
> absurd angekommen.
Diese Denkweise ist auch nach heutigen Kriterien als absurd zu 
bezeichnen.
von Hans (ths23)


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Gerhard O. schrieb:
> Man wusste eben damit umzugehen.
Genau das ist der Punkt.
Die Bedenkenträger sollte man einfach mal in Länder schicken, wo man 
sich um Sicherheit und Elektrosicherheit im Speziellen  nicht so viele 
Gedanken macht.
Ich war mal in Nordkorea und das was sich dort gesehen habe, war 
wirklich gefährlich. Das interessiert dort aber niemanden und da fasst 
auch keiner dran, man lebt einfach mit dem Zustand.
von Hans (ths23)


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Marcel V. schrieb:
> nämlich Schärfe und Astigmatismus, wobei ich der
> Meinung bin, dass das beides das Gleiche ist!
Hat zwar beides mit Schärfe zu tun, ist aber trotzdem nicht das Gleiche. 
DEn Astigmatismusregler brauchst Du, wenn der Schärfesteller die 
horizontale und die vertikale Schärfes des Strahls nicht gleichzeitig 
optimieren kann. Man erhält in diesem Fall keinen kreisrunden scharfen 
Punkt, sondern irgend etwas elliptisches. Mit dem Astigmatismusregler 
kann man so etwas ausgleichen.

Hans-Joachim S. schrieb:
> Der Unterschied zwischen Schärfe(Fokus)-einsteller und
> Astigmatismuseinsteller ist ganz eindeutig: Mit dem Focuseinsteller wird
> der Strahl scharf -also nicht verwaschen eingestellt. Mit dem
> Astig-Einsteller wird die Rundheit des Strahlpunktes (z.B. bei
> X/Y-Betrieb) eingestellt.
So ist es perfekt beschrieben.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Martin schrieb:
> als Inverkehrbringer ...

Den Punkt wollte ich auch schon aufbringen, aber nicht gemacht, um den 
Thread nicht aufzublähen.

Hans schrieb:
> Die Bedenkenträger sollte man einfach mal in Länder schicken,

Die Nichtbedenkenträger sollte man einfach in eine Versicherung oder 
Anwaltskanzlei schicken, die mit solcheN eingetreteneN SchadensfälleN zu 
tun hat.

Übrigens genau aus diesem Post zum Verpackungswahnsinn der EU kann man 
ableiten, wie so ein Oszi weitergegeben werden kann:
https://x.com/KI_Agent/status/2068574519158038830?ref_src=twsrc%5Etfw

Beim Oszi muss das Netzkabel entfernt werden. Vielleicht baust Du noch 
ein einfaches Teil aus. Dann verschenkst Du das Oszi zum Ausschlachten. 
Wenn dann einer der Beschenkten daran ein Netzkabel dranbaut und noch 
das entfernte einfache Teil ergänzt, dann gilt der neue Eigentümer, der 
Beschenkte als Hersteller und haftet dafür selbst. Netzkabel dranbauen 
ist wie Ettiketten auf den Karton pappen. ;)
von Schorsch M. (schorschm)


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Hans schrieb:
> Hat zwar beides mit Schärfe zu tun, ist aber trotzdem nicht das Gleiche.

Stimmt!

Astigmatismus bedeutet, dass der Kathodenstrahl eine kürzere Distanz zur 
Röhrenmitte hat, als zu den äusseren Rändern der Röhre.

Ohne Korrektur wäre damit die Mitte der Röhre focussierbar scharf,
jedoch an den Rändern der Röhre unscharf.

Also hat men eine Regelung eingenbaut die die G2-Spannung mit der 
Horizontalfrequenz beaufschlagt wird. Wie sehr, kann mit einem Poti 
eingestellt werden.
That´s all
von Chris _. (chris_x)


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Meeeine Güte! Der TO wollte einfach nur ein Oszi verschenken. Ich 
verstehe nicht, warum dies derartig aufgeblasen wird. Wie kleinkariert 
kann man eigentlich sein !?
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Johannes F. schrieb:

>> Dass die Wegwerfgesellschaft unsere ursprünglichste Gesellschaftsform
>> ist, macht es ja gerade so schwer, davon loszukommen.

> Naja. Es gab zwischendurch eine mehrere Jahrhunderte andauernde Phase,
> in der Gebrauchsgegenstände von den allermeisten Menschen so lange
> wiederverwendet und ggf. repariert wurden, wie es nur irgendwie möglich
> war.
~~~
~~
~
> Es ist also nicht so, daß
> es nachhaltiges und ressourcenschonendes Handeln noch nie gegeben hätte.

Auch das ist richtig. Aber die meisten Menschen empfinden einen solchen 
Zustand auch als Belastung und versuchen, ihn zu vermeiden.

Ich kenne solches Verhalten sehr gut aus meiner Verwandschaft, die die 
Krisen Anfang und Mitte des 20. Jhd. durchlebt hat. Aber das führte 
unter dem Strich nicht zu resourcenschonendem Verhalten, sondern zu 
Sammelwut und Messietum.
Solches Trauma bedingtes Verhalten kann auch sozial vererbt werden.

> Nur gab es diese Begriffe damals noch nicht.

Das wurde unter "Sparsamkeit" zusammengefasst. Und wenn wir durch die 
Umstände dazu dazu gezwungen sind, Sparsam zu sein, empfinden wir das 
als unangenehmen Zwang.


Generell überschätzen wie Menschen unsere Intelligenz bzw. den 
"intelligenten Anteil" unseres Verhaltens sehr stark.

Mit freundlichem Gruß
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8064934 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Keks F. (keksliebhaber)


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Als jemand, der für kleines Geld sein erstes Oszi sucht um bei 
Reparaturen die Sauberkeit von Spannungen und die Funktion von 
Schaltreglern zu überprüfen, bin ich von der OT Diskussion etwas 
verwirrt. Überlagert doch schon sehr.

EDIT: In den tiefen der langen Beiträge versteckte sich ein ganz kurzes 
"Erledigt".
: Bearbeitet durch User
von Hans (ths23)


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Chris _. schrieb:
> Meeeine Güte! Der TO wollte einfach nur ein Oszi verschenken. Ich
> verstehe nicht, warum dies derartig aufgeblasen wird. Wie kleinkariert
> kann man eigentlich sein !?
Im µC Net ist das halt so. Da muß man selbst die Spreu vom Weizen 
trennen.
Eigentlich dürfte man auf derartige Posts nicht antworten, aber man tut 
es wider besseren Wissen oftmals trotzdem.
von Andreas M. (andreas_m62)


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Johannes F. schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> Dass die Wegwerfgesellschaft unsere ursprünglichste Gesellschaftsform
>> ist, macht es ja gerade so schwer, davon loszukommen.
>
> Naja. Es gab zwischendurch eine mehrere Jahrhunderte andauernde Phase,
> in der Gebrauchsgegenstände von den allermeisten Menschen so lange
> wiederverwendet und ggf. repariert wurden, wie es nur irgendwie möglich
> war. Hausrat und teils auch Kleidung (der gute Sonntagsanzug) wurden von
> Generation zu Generation weiter vererbt. Da wurden kaputte Schuhe noch
> zum Schuster gebracht und Strümpfe gestopft. Es ist also nicht so, daß
> es nachhaltiges und ressourcenschonendes Handeln noch nie gegeben hätte.
> Nur gab es diese Begriffe damals noch nicht.

Man hat das damals aber auch nicht aus Umweltbewusstsein gemacht,
sondern aus Sparsamkeit und Geldnot.
von Hans (ths23)


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Andreas M. schrieb:
> Man hat das damals aber auch nicht aus Umweltbewusstsein gemacht,
> sondern aus Sparsamkeit und Geldnot.

Ja und nein, es gab auch nicht alles im Überfluss und die Dinge wurden 
oft auch mehr wert geschätzt

Andreas M. schrieb:
> Hausrat und teils auch Kleidung (der gute Sonntagsanzug) wurden von
>> Generation zu Generation weiter vererbt.
Der feine Zwirn wurde oftmals nicht von der Stange gekauft, sondern man 
kaufte Stoff und brachte den zum Schneider. Da mußte man auch noch 
ein-/zweimal zur Anprobe hin. Es war durchaus auch zeit- und 
kostenaufwändig.
Beitrag #8065004 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8065007 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8065008 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Johannes F. (jofe)


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Bernd W. schrieb:
>> Es ist also nicht so, daß
>> es nachhaltiges und ressourcenschonendes Handeln noch nie gegeben hätte.
>
> Auch das ist richtig. Aber die meisten Menschen empfinden einen solchen
> Zustand auch als Belastung und versuchen, ihn zu vermeiden.

Was für einen Zustand? Den "Zustand", nicht einfach jeden Billigmist zu 
kaufen, und lieber zu reparieren als neues zu kaufen? Warum sollte man 
das als Belastung empfinden?

Bernd W. schrieb:
> Aber das führte
> unter dem Strich nicht zu resourcenschonendem Verhalten, sondern zu
> Sammelwut und Messietum.

Das ist was völlig anderes. In der Zeit, von der ich redete, hatten die 
allermeisten Menschen allein schon keinen Platz, um übermäßig viel Zeug 
anzusammeln. Viele einfache Leute hatten früher nicht mal ne eigene 
Wohnung, sondern eher eine Art "WG-Zimmer". Das Weitergeben und 
Reparieren von Dingen war einerseits eine Notwendigkeit aus 
Kostengründen, andererseits auch viel besser möglich als heute, da 
damals bei Konstruktion und Produktion Langlebigkeit und einfache 
Reparierbarkeit angestrebt wurde, im Gegensatz zu heute gab es noch 
keinen konstruierten/programmierten Ausfall.

Bernd W. schrieb:
> Das wurde unter "Sparsamkeit" zusammengefasst.

Nein. Das war ganz einfach "normal".

Andreas M. schrieb:
> Man hat das damals aber auch nicht aus Umweltbewusstsein gemacht,
> sondern aus Sparsamkeit und Geldnot.

Ja klar. Ich würde nicht mal von "Sparsamkeit" reden, denn diese 
Bezeichnung impliziert, das es auch anders ginge. Das war aber lange 
Zeit unter den Angehörigen der "einfachen Bevölkerung" nicht der Fall.
von Johannes F. (jofe)


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Schorsch M. schrieb:
> Aber nicht bei technischen Geräten,

Doch, natürlich.

Schorsch M. schrieb:
> schon garnicht bei elektronischen
> Geräten.

Auch bei denen. In der DDR war es üblich, elektronische Konsumgeräte wie 
Fernseher und Radios zur Reparatur zu bringen. Weil die neu sehr teuer 
waren (etwa ein Monatslohn oder mehr), prinzipiell sehr lange 
Lebensdauer hatten, und es auch Reparatur-Annahmestellen dafür gab. Wie 
lange das im Westen so war, weiß ich nicht.

Schorsch M. schrieb:
> Sinclair ZX80, ZX81, 286er, 386er,Pentium u.s.w. Wer will/braucht
> heutzutage sowas noch?

Computer sind ein Spezialfall, weil die technische Entwicklung im 
Vergleich zur Lebensdauer eines EDV-Gerätes extrem schnell war. Das ist 
aber nicht überall so, bzw. müßte es theoretisch nicht so sein.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> In der DDR war es üblich, elektronische Konsumgeräte wie
> Fernseher und Radios zur Reparatur zu bringen. Weil die neu sehr teuer
> waren (etwa ein Monatslohn oder mehr), prinzipiell sehr lange
> Lebensdauer hatten, und es auch Reparatur-Annahmestellen dafür gab.

Oder der damals noch aktive "Fernsehfritze" des Ortes kam vorbei.
Mit dem geringen Motorisierungsgrad in der Ostzone war es schon ein 
logistisches Problem, eine zentnerschwere Fernsehkiste zur Reparatur zu 
schaffen.

Für Bunt-Fernseher wurden schon mal Preise in Höhe eines halben 
Jahreslohns aufgerufen: 
https://www.ddr.center/preise/elektroger%C3%A4te.html
von Johannes F. (jofe)


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Bradward B. schrieb:
> Mit dem geringen Motorisierungsgrad in der Ostzone war es schon ein
> logistisches Problem, eine zentnerschwere Fernsehkiste zur Reparatur zu
> schaffen.

Ja, das stimmt. Bei Fernsehgeräten und Röhrenradios hat man natürlich 
den "Mechaniker", wie er teils noch genannt wurde, kommen lassen. Ich 
dachte bei dem "zur Reparatur bringen" eher an (Transistor-)Radios u.a. 
kleinere Geräte. In deren damaligen Gebrauchsanweisungen wurden ja sogar 
die möglichen Adressen genannt. Das lange leerstehende Gebäude des 
einstigen "VEB Telelux" in meiner Geburtsstadt wurde in den 
2010er-Jahren abgerissen.
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