Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Siglent SDM3065X Tisch-Multimeter


von Siegmar H. (Firma: privatanwender) (logiker_61)


Lesenswert?

Ein Hallo ins Forum,

ich nutze ein "Siglent SDM3065X Tisch-Multimeter", Kaufdatum 11/2021.
War sehr zufrieden mit dem Gerät, bis heute.
Eingeschaltet und es kommt nur noch der Begrüßungsbildschirm, mehr 
nicht. Kein klicken der Relais etc. mehr vernehmbar. Nach ein paar 
Minuten wird auch der Begrüßungsbildschirm dunkel.

Hat jemand hier evtl. ein paar Tipps was ich kontrollieren könnte, bevor 
ich das Gerät zur Reparatur schicke, wenn dies überhaupt möglich ist 
(?). Befindet sich im Gerät ein Akku oder Cap welcher vielleicht das 
zeitliche gesegnet hat?

Danke für mögliche Rückantworten im Voraus.
logiker_61
: Verschoben durch Admin
von Robert M. (r0bm)


Lesenswert?

Das Problem ist bei Siglent Geräten leider allzu oft anzutreffen. Zur 
Fehlerbehebung stellt der Hersteller spezielle Wiederherstellungsdateien 
zur Verfügung:

https://siglent.tawk.help/article/instrument-stuck-at-boot-screen-recovery
von Andreas B. (abm)


Lesenswert?

Robert M. schrieb:
> Das Problem ist bei Siglent Geräten leider allzu oft anzutreffen. Zur
> Fehlerbehebung stellt der Hersteller spezielle Wiederherstellungsdateien
> zur Verfügung:
>
> https://siglent.tawk.help/article/instrument-stuck-at-boot-screen-recovery

In der Beschreibung steht auch, USB-2.0 Stick mit max. 8 GByte und 
FAT32. Bei meinem SDM3055 ging es mit einem 8 GByte Stick allerdings 
nicht, erst mit einem uralten 1 GB Stick mit einer primären FAT32 
Partition hat die Wiederherstellung  dann problemlos geklappt ...
von Siegmar H. (Firma: privatanwender) (logiker_61)


Lesenswert?

Hallo,

über den Support der Firma Batronix GmbH & Co.KG konnte ich das Problem 
lösen und das Gerät wieder in seine korrekte Funktion versetzen.


logiker_61
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Siegmar H. schrieb:
> über den Support der Firma Batronix GmbH & Co.KG konnte ich das Problem
> lösen und das Gerät wieder in seine korrekte Funktion versetzen.

Bitte belästige uns nicht mit Details, wie es ging.
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Andreas B. schrieb:
> In der Beschreibung steht auch, USB-2.0 Stick mit max. 8 GByte und
> FAT32. Bei meinem SDM3055 ging es mit einem 8 GByte Stick allerdings
> nicht, erst mit einem uralten 1 GB Stick mit einer primären FAT32
> Partition hat die Wiederherstellung  dann problemlos geklappt ...

Bei diversen Geräten kommt es zu SW-Fehlern, die sich mit einer 
"speziellen" Prozedur über einen USB-Stick und darauf geladener Datei 
des Herstellers oder Hackers beheben lassen.
Diese Prozeduren sind unheimlich vielfältig.
Stickgrösse, USB-System und Dateisystem sollte dabei älter als der 
Produktionsbeginn des betroffenen Gerätes sein.
Ich hatte z.B. bei Bose auch das Problem, dass 8 GB und mehr nur Fehler 
brachte, 2 GB-Stick dann aber das Problem löste.
von Siegmar H. (Firma: privatanwender) (logiker_61)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Siegmar H. schrieb:
>> über den Support der Firma Batronix GmbH & Co.KG konnte ich das Problem
>> lösen und das Gerät wieder in seine korrekte Funktion versetzen.
>
> Bitte belästige uns nicht mit Details, wie es ging.


Hallo Manfred P.,

die Batronix GmbH & Co.KG hat mir per Mail einen Link Richtung Webspace 
incl. einer deutschen Anleitung (Anleitung hänge ich hier noch unten an) 
zugesandt. Nach Download und Vorbereitung eines 4GB-USB-Speichermediums 
war das dann ein Kinderspiel. Zuerst den Recovery-Vorgang durchgeführt 
(das macht das Gerät nach Einstecken des USB-Speichermediums und 
Einschalten des Gerätes automatisch), anschließend dann noch die 
Firmware auf den aktuellen Stand für das Gerät gebracht.


========================================================================

Anleitung zur Datenwiederherstellung für SDM3065X:

Diese Funktion ermöglicht die Wiederherstellung des Multimeters, wenn 
der Start des SDM3065X fehlschlägt oder das Gerät auf dem 
Startbildschirm hängen bleibt. Befolgen Sie die nachstehenden Schritte, 
um die Daten wiederherzustellen.

Hinweise:
Für die Datenwiederherstellungsfunktion ist die Version 3.01.01.03 oder 
höher erforderlich.

1. Bereiten Sie einen USB-Stick vor (Format FAT32!). Kopieren Sie alle 
folgenden Wiederherstellungsdateien in das Stammverzeichnis
des USB-Sticks. Es müssen die folgenden 7 Dateien enthalten sein:

datafs.img
logo.bmp
MLO
ro_uImage
rootfs.img
u-boot.img
uEnv.txt

Hinweise:
USB-Sticks mit einer Kapazität von 16 GB werden nicht unterstützt!

2. Stecken Sie den USB-Stick ein. Starten Sie anschließend den SDM3065X 
neu. Die Wiederherstellung der Systemdaten dauert etwa zwei Minuten. 
Sobald der SDM in die Benutzeroberfläche wechselt, bedeutet dies, dass 
die Systemwiederherstellung erfolgreich war.

3. Nach erfolgreicher Datenwiederherstellung ist der SDM3065X
auf die Version 3.01.01.03 zurückgesetzt. Bitte löschen Sie alle 
Wiederherstellungsdateien oder verwenden Sie einen anderen USB-Stick, um 
die Firmware auf die neueste Version zu aktualisieren. Wenn Sie die 
Wiederherstellungsdateien nicht löschen oder keinen anderen USB-Stick 
verwenden, wird die Wiederherstellungsdatei beim Neustart des SDM3065X 
erneut ausgeführt.
========================================================================


logiker_61
: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Siegmar H. schrieb:
> die Batronix GmbH & Co.KG hat mir per Mail einen Link Richtung Webspace
> incl. einer deutschen Anleitung (Anleitung hänge ich hier noch unten an)
> zugesandt.

Danke, damit hat Dein Thread einen nachvollziebaren Abschluß.
von Arno R. (arnor)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> damit hat Dein Thread einen nachvollziebaren Abschluß.

Noch nicht ganz:

Wer verhindern möchte, daß ihm nach längerem Nichteinschalten des SDM 
das gleiche passiert wie dem TO, der sollte auf die neue Firmware: 
"SDM3065X_Firmware_V3.02.01.15R2 (Release Date 06.03.26)" oberste 
Firmware im linken Bild updaten.

Wer aber vor einiger Zeit auf die Version 
"SDM3065X_Firmware_V3.01.01.12R1 (Release Date 04.27.23)" geupdatet hat, 
wird feststellen, daß sich die neueste Firmware gar nicht installieren 
lässt, weil dafür eine Version V3.02.01.12R1 Voraussetzung ist, die es 
gar nicht gibt. Dazu bitte die beiden Bilder vergleichen.

Die Lösung für das Problem ist: die Datei 
"SDM3065X_Firmware_V3.01.01.12R1 (Release Date 04.27.23)" erneut 
herunterladen und installieren. Hinter dem Link verbirgt sich nun 
nämlich nicht mehr die dort genannte Version V3.01.01.12R1, sondern die 
notwendige Firmware SDM3065X_Firmware_V3.02.01.12R1. Damit lässt sich 
jetzt auf die neueste Firmware V3.02.01.15R2 updaten.

Der verdammte Mist hat mich heute einige Stunden gekostet.
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Mit einem Fluke 8020A wäre das alles nicht passiert. ☺
von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
> Mit einem Fluke 8020A wäre das alles nicht passiert. ☺

Bei einem alten Fluke wäre dann wahrscheinlich ein kundenspezifisches IC 
kaputt und du dürftest das Meßgerät fachgerecht entsorgen...

Uwe
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Mit einem Fluke 8020A wäre das alles nicht passiert. ☺
>
> Bei einem alten Fluke wäre dann wahrscheinlich ein kundenspezifisches IC
> kaputt und du dürftest das Meßgerät fachgerecht entsorgen...

Es war ein kundenspezifisches LCD.
Ich habe es fachgerecht repariert. ☺
Jetzt stehen die nächsten 48 Jahre vor ihm.
von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
> Es war ein kundenspezifisches LCD.
> Ich habe es fachgerecht repariert.

Wir beide müssen dringend über mein Fluke 123 mit zunehmend defektem 
Display (gelbe Pixel) reden...

Uwe
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Wir beide müssen dringend über mein Fluke 123 mit zunehmend defektem
> Display (gelbe Pixel) reden...

.. eher darüber, jeden Thread mit sachfremder Schreiberei zuspammen zu 
müssen.

"Mit einem Fluke 8020A wäre das alles nicht passiert" hat mich in den 
Fingern gejuckt und dennoch habe ich mir einen Kommentar verkneifen 
können.
von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> und dennoch habe ich mir einen Kommentar verkneifen
> können.

Wünschenswerterweise solltest du das öfter tun

Uwe
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:

> "Mit einem Fluke 8020A wäre das alles nicht passiert" hat mich in den
> Fingern gejuckt und dennoch habe ich mir einen Kommentar verkneifen
> können.

Ja, schade.

Interessant bleibt trotzdem die Frage, wie ein aktuell entwickeltes
Messgerät, in einen solchen Zustand geraten kann.
Offenbar werden Einstellungen nicht in ein separates NVRAM/EEPROM
geschrieben, sondern landen im Flash. Und der Entwickler schien
wohl davon auszugehen, dass dieser Schreibvorgang in jedem Fall
zuverlässig und vollständig ist.

Klappt das nicht, ist die Firmware ratlos und verweigert sich
beim nächsten Start. Es hätte vermutlich schon gereicht, den
Schreibvorgang in Transaktionen aufzuteilen, und deren Erfolg
beim Schreiben ebenfalls als Transaktion im Flash zu vermerken.
So hätte die Firmware wenigstens die Chance, euf einen "last known
good" zurückzufallen.

Ich würde solch einem Messgerät, auch keine weiteren unfallfreien
48 Jahre zutrauen...
Einem 8020A dagegen schon. ☺
von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
> Ich würde solch einem Messgerät, auch keine weiteren unfallfreien
> 48 Jahre zutrauen...
> Einem 8020A dagegen schon.

Daß ein altes 8020A und ein SDM3065X kaum vergleichbar sind ist dir 
schon klar?

Uwe
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:

> Daß ein altes 8020A und ein SDM3065X kaum vergleichbar sind ist dir
> schon klar?

Das sie nicht vergleichbar sind, ist für mich ein glücklicher Umstand.
Es gibt aber auch sehr komplexe Messgeräte/systeme, die ohne
eine "Wiederherstellungsoption" auskommen.
So etwas habe ich hier auch.
Die sind nach diesen Massstäben eben unvergleichlich. ☺

Das 8020A steht eher für die Philsophie gewisse Dinge anzupacken,
oder wie man sieht, besser so nicht anzupacken.
von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
> Das 8020A steht eher für die Philsophie gewisse Dinge anzupacken,

Das 8020A steht eher für das was zu "seiner Zeit" möglich war. Und 
Käufer fand. Ein Philosophie kann man da kaum entdecken.
Vergleichbares bekommst du heute für unter 10 Taler vom Grabbeltisch 
beim Discounter. Hält auch ein paar Jahrzehnte solange die Batterie 
nicht ausläuft.

Auch Produkte der hochgelobten Hersteller haben serienmäßige Machen. 
Siehe die von mir erwähnte Fluke Scopemeter. Die Displays sterben wie 
die Fliegen, Ersatz ist wirtschaftlich nicht zu haben. (Es gibt einen 
Frickelersatz aus Chinesischen Quellen)

Und was blöde Softwarefehler betrifft, welcher (Firmware-) Programmierer 
hier wirft den ersten Stein...

Uwe
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
> Interessant bleibt trotzdem die Frage, wie ein aktuell entwickeltes
> Messgerät, in einen solchen Zustand geraten kann.
> Offenbar werden Einstellungen nicht in ein separates NVRAM/EEPROM
> geschrieben, sondern landen im Flash. Und der Entwickler schien
> wohl davon auszugehen, dass dieser Schreibvorgang in jedem Fall
> zuverlässig und vollständig ist.

Es gab eine Serie DeTeWe DECT-Telefone, müsste BeeTel 510/500 gewesen 
sein, deren Mobilteile gerne mal Teile ihrer Firmware verloren. Das 
taten sie recht zuverlässig, wenn man einfach die Akkus leer laufen 
ließ, manuell ausgeschaltet oder ständig im Ladefach passierte nichts. 
Der Kollege spielte die Software neu auf, was aber außerhalb der 
Fertigung nicht möglich war. Die Ursache habe ich nicht erfahren, betraf 
mich auch nicht direkt.

Eine Anlage (nicht DeTeWe) mit Netzbetrieb hatte nach 
Netzunterbrechungen korrupte Daten, was ich im Test reproduzieren 
konnte. Das war relativ einfach, weil ich den TL7705 kannte und der dank 
unvollständiger Beschaltung die Speicher nicht korrekt verriegelte.

Zugehörige Komponenten waren vereinzelt nach einen Update tot, neben 
fehlerhafter Software wurde gleich noch der Bootloader zerstört - 
ähnlich, wie man es auch mit BIOS-Updates erleben konnte.

Das sind alles Dinge, aus denen die Entwickler lernen mussten. Seit 
Speicher günstiger wurde, kann man das Update in eine zweite Partition 
schreiben und dann umschalten bzw. auf den Ursprung zurück fallen.

Man kann hoffen, dass auch die Leute bei Siglent aus diesen Pannen 
lernen.

Uwe B. schrieb:
> Und was blöde Softwarefehler betrifft, welcher (Firmware-) Programmierer
> hier wirft den ersten Stein...

Irgendwie sind die Fehlermuster stets ähnlich, dass man sie (nur) mit 
Erfahrung deutlich veringern bis vermeiden kann.
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Das 8020A steht eher für die Philsophie gewisse Dinge anzupacken,
>
> Das 8020A steht eher für das was zu "seiner Zeit" möglich war. Und
> Käufer fand. Ein Philosophie kann man da kaum entdecken.

Ja, und einen besonderen Sparzwang konnte man bei der konstruktiven
Umsetzung auch nicht erkennen.

> Vergleichbares bekommst du heute für unter 10 Taler vom Grabbeltisch
> beim Discounter. Hält auch ein paar Jahrzehnte solange die Batterie
> nicht ausläuft.

Dir fehlen entweder ein paar Latten am Zaun, oder du bist nur
ein dummer Softwerker, der es wirklich nicht besser weiss.
Schon der Bereichsschalter eines Supermarktmultimeters, leidet
unter dem nicht lösbaren Zielkonflikt, zwischen Verschleissfreiheit
und einer sicheren Kontaktgabe.
Hersteller von echten Schaltern, benutzen da rollende Kontakte,
und sorgen mit Federkonstruktionen für den nötigen Druck.
Dazu gehört dann auch ein rotationssymmetrischen Aufbau.
Oder ein Tastenaggregat wie Fluke im 8020A und anderen.
Von den Jahrzehnten kannst du bei Discounterware allenfalls träumen.

Platinenkonstruktionen schaffen nur ein Bruchteil der Lebensdauer
eines richtig konstruierten Schalters. Ich habe hier z.B. ein
Multimeter "ELV-Eigenmarke", Alter ca. 30 Jahre, da muss man mit
geeigneten Normalen bei der Benutzung die richtige Funktion prüfen.
Und das kann ja wohl nicht Sinn der Sache sein.


> Auch Produkte der hochgelobten Hersteller haben serienmäßige Machen.
> Siehe die von mir erwähnte Fluke Scopemeter. Die Displays sterben wie
> die Fliegen, Ersatz ist wirtschaftlich nicht zu haben. (Es gibt einen
> Frickelersatz aus Chinesischen Quellen)

Das Fluke mit seinen LCDs kein gutes Händchen hatte, ist ja bekannt.
Die Scopemeter hatten aber schon im Neuzustand einen unzureichenden
Kontrast.


> Und was blöde Softwarefehler betrifft, welcher (Firmware-) Programmierer
> hier wirft den ersten Stein...

Ja, warum nicht. Immerhin belegt der Einzelfall, dass es keine
durchgehende(!) Qualitätssicherung bei Siglent gibt.
Und die werden auch nicht beim Discounter verkauft. Man kennt die
Kunden also. Das Mindeste wäre gewesen, denen das Update
leicht zugänglich bereitzustellen. Z.B. mit einem USB-Stick.
Bei einem Kfz, hätte es einen Rüchruf gegeben.
Bei Siglent: Nichts davon. Aussitzen und Abwarten.
von Uwe B. (uwebre)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Cartman E. schrieb:

> Dir fehlen entweder ein paar Latten am Zaun, oder du bist nur
> ein dummer Softwerker, der es wirklich nicht besser weiss.

Gut daß man regelmäßig daran erinnert wird wie sich die Teilnehmer in 
diesem Forum gegenseitig wertschätzen.

Ich denke zum Beispiel daß du ein alter Mann bist der auf Teufel komm 
raus an den "Guten alten Dingen" festhält.

> Hersteller von echten Schaltern, benutzen da rollende Kontakte,
> und sorgen mit Federkonstruktionen für den nötigen Druck.

Du meinst also jedenfalls nicht so wie auf dem angefügtem Bild?

> Das Fluke mit seinen LCDs kein gutes Händchen hatte, ist ja bekannt.
> Die Scopemeter hatten aber schon im Neuzustand einen unzureichenden
> Kontrast.

> Das Mindeste wäre gewesen, denen das Update
> leicht zugänglich bereitzustellen. Z.B. mit einem USB-Stick.
> Bei einem Kfz, hätte es einen Rüchruf gegeben.
> Bei Siglent: Nichts davon. Aussitzen und Abwarten.

Ich kann mich nicht erinnern daß Fluke den leicht zugänglichen Tausch 
des Displays angeboten hätte. Oder einen Rückruf des ja nicht unbedingt 
billigen Gerätes.

Uwe
: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>
>> Dir fehlen entweder ein paar Latten am Zaun, oder du bist nur
>> ein dummer Softwerker, der es wirklich nicht besser weiss.
>
> Gut daß man regelmäßig daran erinnert wird wie sich die Teilnehmer in
> diesem Forum gegenseitig wertschätzen.

Dir scheint es auch an der nötigen Selbstreflektion zu fehlen.


> Ich denke zum Beispiel daß du ein alter Mann bist der auf Teufel komm
> raus an den "Guten alten Dingen" festhält.

Nicht ganz. Ihe habe immerhin zwei dieser "Discountergeräte" in
den letzten Jahren gekauft. Die mogeln sich ja schon bei den
Spannungsbereichen aus der Verantwortung, weil sie Spanungen mit
mehr als 300 V nicht anzeigen wollen.
So ein alter Gossenzappelmax, hat dagegen einen 5 kV Bereich. ☺
Weswegen er öfter mal aus dem Schrank darf.

Aber auf meinem 6 1/2 Steller steht schon "HP".
Hätte ich den nicht schon, würde es wieder etwas von "HP" werden.
Schon allein wegen diesem praktischen GPIB-Bus.
Aber mit Sicherheit keine Kiste, wo man bei jedem Start noch ein
Dankgebet aufsagen muss, dass es klappt.
Eine Firma mit einem unzureichendem Qualitätsmanagement, werde ich
nun nicht auch noch füttern.

Ausserdem nehme ich mir bei jedem gefeierten(!) Geburtstag vor,
doppelt so alt zu werden, wie ich dann gerade bin.
Ich kann also gar nicht alt sein.


>> Hersteller von echten Schaltern, benutzen da rollende Kontakte,
>> und sorgen mit Federkonstruktionen für den nötigen Druck.
>
> Du meinst also jedenfalls nicht so wie auf dem angefügtem Bild?

Der ist möglicherweise mit besseren Materialien gesegnet.
Aber die Abnutzungsspuren sind ja deutlich erkennbar. ☺
Ich werde nun nicht, einen Schalter delaborieren, um dir eine
vernünftige, verschleissarme und kontaktsichere Ausführung zu zeigen.
Arbeite einfach mal an deinem räumlichen Vorstellungsvermögen.
Z.B. wie man einen Kontakt durch ein Gehäuse rollt.


>> Das Fluke mit seinen LCDs kein gutes Händchen hatte, ist ja bekannt.
>> Die Scopemeter hatten aber schon im Neuzustand einen unzureichenden
>> Kontrast.
>
>> Das Mindeste wäre gewesen, denen das Update
>> leicht zugänglich bereitzustellen. Z.B. mit einem USB-Stick.
>> Bei einem Kfz, hätte es einen Rüchruf gegeben.
>> Bei Siglent: Nichts davon. Aussitzen und Abwarten.
>
> Ich kann mich nicht erinnern daß Fluke den leicht zugänglichen Tausch
> des Displays angeboten hätte. Oder einen Rückruf des ja nicht unbedingt
> billigen Gerätes.

Für das 8020A könnte ich dir die (Fluke-)Ersatzteilnummer
heraussuchen. Aber das Ersatzdisplay wäre von der Zukunftsprognose
ja genau so schlecht, wie das Original. Wer will dann sowas?
Ausserdem sind die Lager mittlerweile auch leer.
Das Ersatzdisplay, nicht von Fluke, ist wesentlich kontrastreicher,
und besser ablesbar, als es das Original je war.

Das Display des 8020A ist grundsätzlich leicht zugänglich, und auch
der Ersatz war eine lange Zeit leicht bestellbar.
Du hast also einfach nur keine (historische) Ahnung.

Mit deinem Verständnis von Qualität, wirst du in dieser Welt noch
viel Freude haben.
von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
>>> Hersteller von echten Schaltern, benutzen da rollende Kontakte,
>>> und sorgen mit Federkonstruktionen für den nötigen Druck.
>>
>> Du meinst also jedenfalls nicht so wie auf dem angefügtem Bild?
>
> Der ist möglicherweise mit besseren Materialien gesegnet.
> Aber die Abnutzungsspuren sind ja deutlich erkennbar.

Das ist der Drehschalter von einem der Fluke 73 I die ich kürzlich aus 
einer Bildungseinrichtung ersteigert habe. Kaum benutzt, quasi 
neuwertig.
Nix mit Rollen.

> Mit deinem Verständnis von Qualität, wirst du in dieser Welt noch
> viel Freude haben.

Keine Sorge, mein Verständnis von Qualität ist schon in Ordnung. Ich 
verstehe aber auch daß sich die Welt weitergedreht hat.
Warum wohl stehen die tollen, alten, ehemals sündhaft teuren, Tek und HP 
bei etlichen Mitforisten oben auf dem Schrank, gearbeitet wird mit 
Siglent & Co weil das Preis / Leistungsverhältnis einfach passt. Und 
sich auch die kleine Klitsche (Meß-) Mittel leisten kann von denen der 
Vater dereinst nur träumen konnte.

Nun stell dein 8020A schnell wieder in die Vitrine, schraube es auf 
keinen Fall auf, der spröde Kunststoff zerbröselt dir sonst zwischen den 
Fingern...

Uwe
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>>>> Hersteller von echten Schaltern, benutzen da rollende Kontakte,
>>>> und sorgen mit Federkonstruktionen für den nötigen Druck.
>>>
>>> Du meinst also jedenfalls nicht so wie auf dem angefügtem Bild?
>>
>> Der ist möglicherweise mit besseren Materialien gesegnet.
>> Aber die Abnutzungsspuren sind ja deutlich erkennbar.
>
> Das ist der Drehschalter von einem der Fluke 73 I die ich kürzlich aus
> einer Bildungseinrichtung ersteigert habe. Kaum benutzt, quasi
> neuwertig.
> Nix mit Rollen.

Ja, ist ja dein Pech. Immerhin haben sie auf eine windige
Platinenkonstruktion verzichtet. Vielleicht solltest du einmal über
verschleissarme Schalter nachdenken. Der von Fluke ist es jedenfalls
auch nicht. "Kaum benutzt" stand vielleicht in der Verkaufannonce.
Das Bild zeigt etwas anderes.
Es gibt übrigens auch Kippschalter mit einem rollenden Schaltelement.
Die wird man aber ganz sicher nicht in der Supermarktsteckdosenleiste
finden.

>> Mit deinem Verständnis von Qualität, wirst du in dieser Welt noch
>> viel Freude haben.
>
> Keine Sorge, mein Verständnis von Qualität ist schon in Ordnung. Ich
> verstehe aber auch daß sich die Welt weitergedreht hat.
> Warum wohl stehen die tollen, alten, ehemals sündhaft teuren, Tek und HP
> bei etlichen Mitforisten oben auf dem Schrank, gearbeitet wird mit
> Siglent & Co weil das Preis / Leistungsverhältnis einfach passt. Und
> sich auch die kleine Klitsche (Meß-) Mittel leisten kann von denen der
> Vater dereinst nur träumen konnte.

Bei 820 Euro würde ich eher von einem Preis/Leistungsmissverhältnis
sprechen. Und manchem ist sein Tek auch schon auf die Füsse gefallen...
Der muss sich aber echt plöt angestellt haben. ☺

> Nun stell dein 8020A schnell wieder in die Vitrine, schraube es auf
> keinen Fall auf, der spröde Kunststoff zerbröselt dir sonst zwischen den
> Fingern...

Es ist ja nicht von Philips. Bröselnde Kunststoffe sind deren
Spezialität. Eine Dreifachverglasung ist auch für den UV-Anteil
recht gut.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.