Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Überspannungsschaden?


von Wulf D. (holler)


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Gestern in einer älteren Hausinstallation gesehen.
Im Haus wurde hartnäckig der FI ausgelöst, aber das hatte einen ganz 
anderen Grund.

Im Hausverteiler fielen mir die seltsamen Schmauchspuren zwischen dem N 
des FI und drei daneben liegenden Leitungssicherungen auf.
Außerdem zeigen die Klemmen ganz leichte Erosionsspuren, vielleicht von 
einem HV-Überschlag?
Natürlich hat die Installation noch keine Gasspannungsableiter.
Es gab keine Ausfälle von Elektrogeräten im Haus.

Bin kein Elektriker, aber hier gibt’s bestimmt welche: kann das ein 
Überspannungsschaden sein?
Falls ja, lassen sich Gasableiter mit überschaubaren Aufwand in eine 
Anfang-70er-Jahre Installation - einen Fundamenterder konnte ich nicht 
ausmachen - nachrüsten?
Beitrag #8064302 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8064306 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Michael B. (laberkopp)


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Sieht merkwürdig aus. Wasser reingelaufen ?

Ich wurde die H-Automaten gegen B tauschen.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Fragen wir doch als erstes mal, ob Du dort zur Miete wohnst.
von Mobile (mobileteser)


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Wenn ich mir das Schadensbild an den Schrauben ansehe, könnte man den 
Eindruck bekommen. Die Überspannung muss es aufgrund des Abstandes recht 
heftig gewesen sein, und dafür sind die Abbrandspuren zu gering. Da wäre 
mehr kaputt gewesen. Das Einzige was ich mir vorstellen könnte, wäre so 
was wie Whisker. Die werden normalerweise nicht so lang. Bei der linken 
Sicherung gibt es sowas wie eine Litze. Vielleicht ist sowas der 
Schlüssel zur Lösung.
von Christian M. (likeme)


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sieht nach ehemaligen "Gewitter" aus. Aber eher ein Streifschuss und 
kein Volltreffer.
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Mobile schrieb:
> Bei der linken
> Sicherung gibt es sowas wie eine Litze. Vielleicht ist sowas der
> Schlüssel zur Lösung.

wenn man sieht, wie man bisweilen daran herumdoktern muss,
bis wirklich alle Litze in einer Endhülse
oder einem Kabelschuh drin sind...?
Gepaart mit Lust/Laune und Kompetenz es Personals...

Die Kabelschuhe sitzen auch merkwürdig schief. Muss das so?
von Wulf D. (holler)


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Danke für die konstruktiven Antworten. Wasser ist nicht reingelaufen, 
man würde sonst Spuren an dem Verteilerschrank aus Holz (!) sehen.
Die Verteilung ist halt über 50 Jahre alt, nur der FI wurde 
nachgerüstet.

Dachte auch an einen extrem kurzen Burst beim Gewitter, wir hatten in 
den letzten zwei Wochen mehrere davon.

Der FI wurde durch einen Erdschluß durch ein unterirdisch verlegtes 
NYM-Kabel ausgelöst. Hat dann vielleicht doch indirekt mit der Sache zu 
tun.

Weiß jemand, ob ein Typ2-Überspannungsschutz in so eine Installation 
passt?
Eine Hauptpotentialausgleichsschiene gibts da nicht.
Wäre eine Beauftragung an ein Fachfirma, vermutlich aber mit Totalumbau 
incl zusätzlichem Erder?
: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klara)


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Wulf D. schrieb:
> Eine Hauptpotentialausgleichsschiene gibts da nicht.

Aber eine Erdung ist doch wohl vorhanden?
mfg Klaus
von H. H. (hhinz)


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Klaus R. schrieb:
> Wulf D. schrieb:
>> Eine Hauptpotentialausgleichsschiene gibts da nicht.
>
> Aber eine Erdung ist doch wohl vorhanden?

Musste früher nicht unbedingt im Haus sein, über den PEN des Netzes sah 
man teilweise als ausreichend an.
von Armin X. (werweiswas)


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Bei einem Überspannungsereignis, welches solche Schmauchspuren 
hinterlässt,  ist mit Sicherheit nicht nur der FI betroffen. Da sollten 
eigentlich nahezu alle Elektrogeräte im Haus kaputt sein.
Ich könnte mir, wenn das nicht der Fall ist, vorstellen, dass eine der 
Anschlussschrauben lose war und beim Kabelereignis an dieser Schraube 
ein großer Funke entstanden ist welcher eine Plasmawolke abgab. Diese 
leitfähige Wolke lies dann die anderen Phasen ebenfalls durchzünden.
von Wulf D. (holler)


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Ich habe keine Erdung gesehen. Hätte mal genau schauen sollen, wo der 
Schutzleiter angeschlossen wurde.

Wie gesagt, es gab keine defekten Geräte im Haus. Die Klemmenschrauben 
rund um FI und die angeschmauchten Leitungssicherungen hatte ich 
geprüft, alle fest.

Könnte mir ein anderes Szenario vorstellen: die Überspannung durch ein 
Blitzeinschlag in der näheren Umgebung wurde durch das zu schwach 
isolierte Kabel zur Garage in die Erde abgeleitet. Mit etwas Glück wurde 
alle Phasen incl N angehoben und so gabs keine Gerätedefekte.

Am defekten, abgeklemmten Erdkabel konnte ich einige kOhm sowohl von P 
als auch N gegenüber Haus-PE messen.
von Heinz R. (heijz)


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Wulf D. schrieb:
> Im Hausverteiler fielen mir die seltsamen Schmauchspuren zwischen dem N
> des FI und drei daneben liegenden Leitungssicherungen auf.

Ist das evtl. einfach nur Dreck der sich genau hinter der jetzt 
demontierten Abdeckung angesammelt hat?
Ich habe schon öfter schwarz-graue Ablagerungen in Sicherungskästen 
gesehen die nichts mit Kurzschluss zu tun hatten

Hast Du mal die Abdeckung von innen angesehen?
von Marek N. (db1bmn)


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Ich würde sagen: Ganz normale Versiffung durch Wärme, Staub und 
Nikotin/Teer.
So sah es bis vor 25 Jahren noch in jedem Fernseher aus.
von Lu (oszi45)


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Wulf D. schrieb:
> alle Phasen incl N angehoben

Sowas gibt es. Nach meinem Blitzeinschlag leuchtete einige Sekunden der 
Phasenprüfer am N. Bei uns waren einige Schaltnetzteile Schrott.
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