Forum: PC Hard- und Software Seltsames Verhalten einer HD


von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Hi

Ich habe eine WD Blue WD20SPZX (2,5" 2TB) vollständig mit NTFS 
formatiert.
Dann wollte ich sie mit h2testw testen.

Zuerst sagte h2testw ganz normal "es werden nur 1907566 von 1907728 MB 
getestet".
Am Ende des Schreibzyklus kam die Meldung "HD schneller voll als 
erwartet, nur 1907563 statt 1907566 MB beschrieben"...

Wie kann es sein, daß die HD weniger Speicher hat, als anfangs 
vermeldet?

Die HD ist NOS und stammt (mit 11 weiteren) aus einem NAS-Einschub.
Datum der HD 30. Jun 2020
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Naja, bei ca. 1800 1 GB großen Dateien halte ich 3 MB Verwaltungsdaten 
nicht für unrealistisch.

Das sind 2 KiB pro Datei.
: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


Lesenswert?

Kann auch ein Hardwarefehler sein

Ich hatte nen ähnlichen Fall, da hatte die Platte nen Headcrash.
Durch die abgeschrammte Magnetschicht werden ganze Cluster "angeritzt"
die dabei abbröckelnden Späne fliegen in der Platte umher und
vergrößern den Fehler dann langsam.
Schau Dir Deine Platte mit nem Festplattenscan - Reparaturprogramm
an, was ne grafische Map der Platte macht, dann kannst Du anhand
der defekten Cluster sehen, wo der Kopf auf der Platte geschrammt hat.

mfg
: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


Lesenswert?

Was sagen denn die Smart-Daten?

Oliver
von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Testen wollte h2testw ja 162MB weniger als vorgefunden.
Sollte das für Verwaltungsdaten nicht reichen?

Zudem ist dieses Phänomen bei anderen (auch 2TB-HDs) noch nie 
aufgetreten.
von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Lotta  . schrieb:
> Schau Dir Deine Platte mit nem Festplattenscan - Reparaturprogramm
> an,

Kannst du mir ein kostenloses für Win10/11 empfehlen?

Oliver S. schrieb:
> Was sagen denn die Smart-Daten?

Die HD hängt per USB-Adapter am PC.
Mit welchen Programm könnte ich die SMART-Werte auslesen?
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

NTFS wird initial mit einer MFT angelegt. Wird für die MFT mehr Platz
gebraucht, kommen weitere Bereiche dazu. Der "verschwundene" Platz
steht dann nicht mehr für Cluster zur Verfügung.
von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Wie kann es sein, daß die HD weniger Speicher hat, als anfangs
> vermeldet?

Das liegt an den dynamischen Verwaltungsmechanismen des 
NTFS-Dateisystems, speziell der Master File Table (MFT) und den 
Cluster-Größen.

Solange H2testw im anschließenden Prüflauf (Lesezyklus) meldet, dass die 
geschriebenen Daten fehlerfrei sind, ist die Festplatte absolut intakt.
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Lotta  . schrieb:

> Schau Dir Deine Platte mit nem Festplattenscan - Reparaturprogramm
> an, was ne grafische Map der Platte macht, dann kannst Du anhand
> der defekten Cluster sehen, wo der Kopf auf der Platte geschrammt hat.

Wo die Sektoren auf der Platte landen, weiss ein Reparaturprogramm
gerade bei 2,5" Platten regelmässig gar nicht. Das u.U. mit
irgendwelchen(!) C/H/S-Daten da etwas dargestellt wird, ist eher
wie ein Blick in ein Kaleidoskop.
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Bei mir passiert das regelmäßig bei sehr großen Datenträgern.

Meistens hat Windows in der Zwischenzeit irgendwelche versteckten 
Dateien/Verzeichnisse angelegt.

Oder die Dateigröße passt nicht 100% zur Blockgröße.

Das Tool wurde ja irgendwann mal entwickelt, um gefälschte 
32-MB-USB-Sticks zu finden...

Lotta  . schrieb:
> Durch die abgeschrammte Magnetschicht werden ganze Cluster "angeritzt"
> die dabei abbröckelnden Späne fliegen in der Platte umher und
> vergrößern den Fehler dann langsam.

Das wäre eine interessante Schätzaufgabe, wieviel Quadratnanometer einer 
2,5 TB-Festplatte beschädigt sein dürfen, damit 3 MB kaputt sind.
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Ich habe eine WD Blue WD20SPZX (2,5" 2TB) vollständig mit NTFS
> formatiert.

Nimm FAT32
von Lotta  . (mercedes)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Lotta  . schrieb:
>> Schau Dir Deine Platte mit nem Festplattenscan - Reparaturprogramm
>> an,
>
> Kannst du mir ein kostenloses für Win10/11 empfehlen?
>
> Oliver S. schrieb:
>> Was sagen denn die Smart-Daten?
>
> Die HD hängt per USB-Adapter am PC.
> Mit welchen Programm könnte ich die SMART-Werte auslesen?

Lotta:  Wir benutzen @ctive Partitio recovery aus ner Rettungssuite
Partitio Recovery gibt es offenbar auch als Freeware

https://www.lsoft.net/partition-recovery/

mfg
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Frank D. schrieb:
> Nimm FAT32

Das ist eine grandiose Idee, vor allem, wenn man viele kleine Dateien 
unterbringen möchte. FAT32 nutzt auf einer Platte dieser Kapazität 
nämlich 32 kB große Cluster.

exFAT ist aber noch schlimmer, das werwendet 512 kB große Cluster.

Genial, nicht?
von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Die HD hängt per USB-Adapter am PC.
> Mit welchen Programm könnte ich die SMART-Werte auslesen?

Nimm "Crystal Disk Info", ist open source und braucht nicht installiert 
zu werden.
- https://sourceforge.net/projects/crystaldiskinfo/files/9.9.1/
von Peter M. (r2d3)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Genial, nicht?

ExFAT ist wie ein getunter VW Käfer.
Es ist immer noch ein FAT-Dateisystem.
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Das ist eine grandiose Idee, vor allem, wenn man viele kleine Dateien
> unterbringen möchte. FAT32 nutzt auf einer Platte dieser Kapazität
> nämlich 32 kB große Cluster.

Nur zum testen, danach machst du das FS drauf das du willst.
von Peter M. (r2d3)


Lesenswert?

Irgend W. schrieb:
>> Mit welchen Programm könnte ich die SMART-Werte auslesen?

Mit smartmontools oder CrystalDiskInfo.

https://forum.cgsecurity.org/phpBB3/viewtopic.php?f=5&t=10910
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter M. schrieb:
> ExFAT ist wie ein getunter VW Käfer.

Also sympathisch.
von Stefan R. (stefan_r_bs)


Lesenswert?

Bei HDDs auf "reallocated sectors" achten: Wenn der Wert größer als 0 
ist, würde ich ihr keine wichtigen Daten mehr anvertrauen.

Mit vielen USB-Adaptern kommt man an die SMART-Werte heran, mit manchen 
aber nicht. Wenn CrystalDiskInfo nichts anzeigt, dann normalerweise auch 
kein anderes Programm. Dann müsste man die HDD, sofern möglich, 
anderweitig anschließen.
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Peter M. schrieb:
> Mit smartmontools oder CrystalDiskInfo.

Die funktionieren aber nur, wenn der USB-SATA-Adapter mitspielt. Nicht 
jeder gibt Zugriff auf diese Informationen.
von Uwe B. (boerge) Benutzerseite


Lesenswert?

Stefan R. schrieb:
> Mit vielen USB-Adaptern kommt man an die SMART-Werte heran, mit manchen
> aber nicht. Wenn CrystalDiskInfo nichts anzeigt, dann normalerweise auch
> kein anderes Programm.

naja, u.U. via smartctl mit Option -d ...
(https://www.smartmontools.org/browser/src/smartctl.8.in)

smartctl --scan
Ist auch manchmal ganz hilfreich, um einen Überblick über seine 
Festplatte im Rechner zu bekommen.

...und es gibt noch eine weitere GUI, welche direkt auf smartctl 
aufsetzt:
GSmartControl --> https://gsmartcontrol.shaduri.dev/
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> naja, u.U. via smartctl mit Option -d ...

Kommandozeilenoptionen eines Programmes umgehen grundlegende 
Einschränkungen eines USB-SATA-Adapters?

Magie.


Es gibt effektiv zwei Varianten von USB-SATA-Adaptern. Die einen sind 
simple "USB Mass Storage Devices", die können nur Block-Lese- und 
Schreibzugriffe auf die Platte durchreichen, mehr nicht.

Die anderen verwenden ein Protokoll namens UASP (USB Attached SCSI 
Protocol), damit können auch Steuerkommandos an die Platte geschickt 
werden.
von Uwe B. (boerge) Benutzerseite


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Es gibt effektiv zwei Varianten von USB-SATA-Adaptern. Die einen sind
> simple "USB Mass Storage Devices", die können nur Block-Lese- und
> Schreibzugriffe auf die Platte durchreichen, mehr nicht.
>
> Die anderen verwenden ein Protokoll namens UASP (USB Attached SCSI
> Protocol), damit können auch Steuerkommandos an die Platte geschickt
> werden.

und welche Variante benutzt Peter?
von Εrnst B. (ernst)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> und welche Variante benutzt Peter?

Wissen wir, sobald er sich entweder mit den SMART-Werten aus 
CrytalDiskInfo/smartmontools meldet, oder mit der Info dass die nix 
auslesen können.
von Uwe B. (boerge) Benutzerseite


Lesenswert?

Εrnst B. schrieb:
> Uwe B. schrieb:
>> und welche Variante benutzt Peter?
>
> Wissen wir, sobald er sich entweder mit den SMART-Werten aus
> CrytalDiskInfo/smartmontools meldet

...alles gut, schon klar; meine "Frage" bezog sich mehr auf den Post 
davor von Harald...;-)
von Peter M. (r2d3)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Also sympathisch.

für den freizügigen Dateitausch - über Rechner und Betriebssysteme 
hinweg!

Die Art und Weise der Verwaltung der belegten "Cluster" mittels der 
sogenannte "FAT" im ExFat-Dateisystem ist so sicher wie der 
Reaktorschacht im ersten StarWars-Film - ein Treffer und Dir fliegt 
alles um die Ohren...
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter M. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Also sympathisch.
>
> für den freizügigen Dateitausch - über Rechner und Betriebssysteme
> hinweg!
>
> Die Art und Weise der Verwaltung der belegten "Cluster" mittels der
> sogenannte "FAT" im ExFat-Dateisystem ist so sicher wie der
> Reaktorschacht im ersten StarWars-Film - ein Treffer und Dir fliegt
> alles um die Ohren...

Lochstreifen wären besser.
von Lu (oszi45)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> mit h2testw testen

Es gibt 2 Sorten vom Platten. Die einen überstehen kaum die ersten Tage 
und die Anderen haben eine Badewannenkurve bei der 
Ausfallwahrscheinlichkeit. Im vorliegenden Fall, der alten HD, wird es 
wohl die Badewannenkurve sein? CrystalDiskInfo könnte einiges anzeigen. 
Bevor ich diese ernsthaft benutzen würde, würde ich sie etwas kleiner 
partitionieren und nochmals h2testw laufen lassen. Wenn dann keine 
Differenz mehr auftritt, scheint sie notfalls noch brauchbar zu sein. 
Meine 6GB-NTFS-Platten hatten bisher noch keine solchen Differenzen 
bei h2testw angezeigt (haben aber ewig gebraucht).
Es lohnt sich nicht, auf kranke Platten Daten zu sichern, wenn sie dann 
anschließend zu Ontrack müssen.
von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Naja, bei ca. 1800 1 GB großen Dateien halte ich 3 MB Verwaltungsdaten
> nicht für unrealistisch.
>
> Das sind 2 KiB pro Datei.

Nein, das ist mir noch nie mit h2testw passiert, auch wenn du 
prinzipiell Recht hast.
Ich vermute eher, das aus Neugierde während des Tests mit dem Explorer 
auf das LW geschaut wurde, und schwupps entsteht da ein "System Volume 
Information"-Ordner der den Platz belegt.

Peter N. schrieb:
> vollständig mit NTFS

Ich hätte kurzerhand exFAT genommen, das hat solche Krankheiten nicht.

Harald K. schrieb:
> exFAT ist aber noch schlimmer

Das interessiert h2testw nicht die Bohne, dennn es schreibt Files mit 
1GB Größe.

Stefan R. schrieb:
> Bei HDDs auf "reallocated sectors" achten: Wenn der Wert größer als 0
> ist, würde ich ihr keine wichtigen Daten mehr anvertrauen.

Mir wird schon bei Pending Sectors schlecht.
Die bekommt man zwar oft weg wenn man mal einmal so richtig löscht und 
dann h2testw't, aber ein gutes Gefühl macht das nicht wenn der gelbe 
Böpsel in CDI wieder grün wird...

Uwe B. schrieb:
> und welche Variante benutzt Peter?

Wenn das LW einen nativen USB-Port hat dann kann die UASP.
Wenn die Kiste eine doofe SATA-Platte ist mit einem USB-Adapter davor, 
und der wäre einer der doofen Kategorie, dann könnte es helfen, das Teil 
auseinanderzunehmen und direkt an einen SATA-Port eines Mainboards 
anzuschließen.
Wäre u.U. sogar schneller.

Peter M. schrieb:
> ExFat-Dateisystem ist so sicher wie der
> Reaktorschacht im ersten StarWars-Film

Für die paar Stunden für den Test funktioniert das ganz hervorragend.
Und auch im normalen Betrieb, wenn man sich nicht zu doof anstellt.
von Lu (oszi45)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> das aus Neugierde während des Tests mit dem Explorer
> auf das LW geschaut wurde, und schwupps entsteht da ein "System Volume
> Information"-Ordner der den Platz belegt.

Wenn er schon vorher dort nachgesehen hat, war die Ordner schon da.
Man könnt die HD auch mal gründlich mit NTFS formatieren vor dem Test. 
Bei "schnell" schreibt er ja nicht die ganze Platte voll. Übrigens ist 
NTFS ein Journaling-Filesystem. Das hilft aber nicht, wenn die Platte 
Totalausfall hat.
von Peter M. (r2d3)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Lochstreifen wären besser.

In einem Test zum Thema Langzeitarchivierung erwähnte die c't auch 
Steintafeln in einer Vergleichstabelle.

Jens M. schrieb:
> Mir wird schon bei Pending Sectors schlecht.
> Die bekommt man zwar oft weg wenn man mal einmal so richtig löscht und
> dann h2testw't, aber ein gutes Gefühl macht das nicht wenn der gelbe
> Böpsel in CDI wieder grün wird...

Ich meine, dass die "pending Sectors" bei überschreiben umgeleitet 
werden, so dass für einen verminderten Zähler der "pending sectors" der 
Zähler "reallocated sectors" um eins erhöht wird.

Beide Zählerarten stellen Gefahrenhinweise dar.
von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Peter M. schrieb:
> Ich meine, dass die "pending Sectors" bei überschreiben umgeleitet
> werden

Nur wenn sie kaputt sind.
Pending heißt eigentlich, das die Leseelektronik schon gemeldet hat das 
sie da was machen musste, die Daten sind aber noch ok.
Wenn das erneute Überschreiben und dann kontrollieren klappt, wird der 
Pending Sector wieder normal.
Ist er dann wirklich kaputt, wird er ersetzt und wandert in die 
Reallocated-Liste.
Aber in beiden Fällen ist ein Oberflächenschaden und damit dauerhafter 
Datenverlust schon am Horizont sichtbar...
von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Mal was anderes:
Mein NAS bemängelte bei einer HD "Medium Error". RAID ist aber nicht 
degradet Alle SMART-Tests sagen alles Ok.

Nach einem "Bad block check" des NAS erkennt es dann auch diese HD 
wieder als ok.

Was meinte das NAS mit "Medium Error"?
von Εrnst B. (ernst)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Was meinte das NAS mit "Medium Error"

Vermutlich solche Pending Sektoren.
Der
Peter N. schrieb:
> Bad block check

hat wohl dazu geführt, dass die Platte den wieder als OK ansieht oder 
einen der Reserve-Sektoren stattdessen verwendet.

Bei RAID>RAID0 kann der Sektor ja problemlos von der anderen Platte 
wiederhergestellt werden. Hätte aber erwartet dass der "Bad Block Check" 
bzw "Raid-Scrub" am Ende meldet, wieviele Sektoren betroffen waren.

Peter N. schrieb:
> Alle SMART-Tests sagen alles Ok

Nicht nur auf den Gesamt-Status schauen, sondern auch auf die 
Einzelwerte, insb.:
  5 Reallocated_Sector_Ct
196 Reallocated_Event_Count
197 Current_Pending_Sector
: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


Lesenswert?

Das Leben einer HD kann sehr verschieden sein. Nach manchen Soft-Error 
war sie in wenigen Stunden tot und andere Fälle leben mit 3 Fehlern 
ewig. Es ist jedoch billiger eine Platte wegzuschmeißen, als sie zum 
Datenretter zu senden. Man sollte nicht vergessen, dass Daten oft 
wertvoller sind als eine Festplatte. Ein Kollege hat seine 
Hochzeitsbilder verloren. Wir haben ihm geraten nochmals zu heiraten ... 
Er will nicht.
von Oliver S. (oliverso)


Lesenswert?

Bei all diesen Schauergeschichten ist dann doch mal die Frage erlaubt, 
wem jemals privat eine HDD kaputt gegangen ist. Denn auch wenn Mans 
nicht wahrhaben will, sind und waren die doch sehr zuverlässig.

Oliver
von Lu (oszi45)


Lesenswert?

Von meinen paar tausend war jeden Tag eine krank. Auch fallen 
USB-Platten manchmal um oder vom Schreibtisch. Kein Mitleid ohne Backup.
von Björn W. (bwieck)


Lesenswert?

Oliver S. schrieb:
> Bei all diesen Schauergeschichten ist dann doch mal die Frage erlaubt,
> wem jemals privat eine HDD kaputt gegangen ist.

Einige von Western Digital, konnte man hören wenn die den Arsch Zu 
machen.
Einige IBM Deskstar die anstatt zu starten Klick Klick Klick gemacht 
haben.
Die zuverlässigsten Disks waren Samsung Spinpoint, davon hatte ich vier 
und davon ist bis zum Tausch wegen zu kleiner Kapazität keine 
ausgefallen.

Alle Disks hatten Laufzeiten von 3-5 Jahren

Das ist keine qualifizierte Festplattentesterei sondern spiegelt nur das 
wieder was bei mir Privat so passiert ist.
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Harald K. schrieb:

> Es gibt effektiv zwei Varianten von USB-SATA-Adaptern. Die einen sind
> simple "USB Mass Storage Devices", die können nur Block-Lese- und
> Schreibzugriffe auf die Platte durchreichen, mehr nicht.
>
> Die anderen verwenden ein Protokoll namens UASP (USB Attached SCSI
> Protocol), damit können auch Steuerkommandos an die Platte geschickt
> werden.

Das stimmt so nicht. Ist zumindest viel zu stark vereinfacht.

Auch MSD bietet die Möglichkeit, diverse Kommandos jedenseits der 
einfachen Blockread/-write zu transportieren. Inwiefern die konkrete 
Bridge das aber implementiert ist eine ganz andere Geschichte. Denn viel 
von diesem Zeug ist optional.

Ich habe jedenfalls eine ganze Menge verschiedene USB-Platten und 
Gehäuse, kein einziges dieser Teile spricht UASP, alle nur MSD. Trotzdem 
kann CrystalDiskInfo von ausnahmslos ALLEN z.B. die S.M.A.R.T-Daten 
auslesen. Als Beispiel hänge ich mal den entpsrechenden Screenshot des 
ältesten und kleinsten Exemplars aus dem Bestand an. Freundlicherweise 
erklärt CDI sogar gleich mit, wie genau es an die Infos gelangt. Ich 
habe mir die Freiheit genommen, das für dich grün hervorzuheben.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.