Es gibt ja einige, die das anhand eines Bildes schaffen. Ich konnte nur nach Datenblatt die 4 Source-Pins messen und die anderen zueinander. Alle 4 Source-Pins sind kurzgeschlossen, der Rest zueinander nicht.
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Original weil der Druck nicht verwaschen oder "billig" aussieht oder eine Kopie oder Fake weil die Gehäuseoberfläche nicht glatt ist
Kann bestätigen der IC ist tatsächlich rauh an der Oberfläche oben. Unterseite ist glatter, hat einen Mittelkreis mit den Buchstaben "CHINA".
Wie sieht denn zum Vergleich das defekte, zu wechselnde IC aus? Wenn es den nicht gerade zerrissen hat, kann man den auch mit heranziehen.
Gerald B. schrieb: > Wie sieht denn zum Vergleich das defekte, zu wechselnde IC aus? Wenn es > den nicht gerade zerrissen hat, kann man den auch mit heranziehen. Sehr gute Frage. Grundsituation: Philips LCD TV, kurz vor Corona vom Blitzeinschlag getroffen. Tunermodul zerschmolzen (Blitz schlug in Straßenlaterne 200m weiter und hatte genug Wumms um was über Koax und Telefon mitzugeben), auf der Netzteil Platine der TNY geplatzt (der ist auch schon lange weg, war aber nichts mehr übrig) und eine Diode. TNY ersetzt (damals noch Ebay, ich weiß), Diode aus dem Fundus ersetzen können. Immernoch kein Mucks. Der TV steht irgendwo in irgendeiner Ecke rum. Hatte damals 2 TNYs bestellt, den einen habe ich jetzt zufällig wiedergefunden beim Aufräumen und Entsorgen und das hat mich zum Nachdenken angeregt. "Der muss doch bestimmt gefälscht sein". Komme nicht ohne weiteres an den TV ran. Kann auch logischerweise noch anderes zerschossen sein, was ich nicht gefunden hatte. Dachte mir, wenn das hier Fakes sind, dann bestelle ich auf gut Glück mal was nach, aber diesmal vernünftig. Ansonsten kommt der TV sonst in die Tonne, habe vom Sperrmüll schon genug gerettet um ein Gästeklo zu fliesen.
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Meistens produzieren diese kleinen IC nur eine Standby-Spannung z.B. 5V. Dann repariert man nicht die Bauteile, sondern setzt ein anderes funktionierendes 5V Netzteil rein und fertig. Anders beim Hauptnetzteil welches mehrere Spannungen mit hohem Strom produziert.
Sieht mir ziemlich gefälscht oder verfälscht aus. 1.) Oberfläche aufgerauht statt klassischer glatter Spritzgußoberfläche. Und das auch nur auf einer Seite des Gehäuses... - da hat wer die Originalbeschriftung entfernt. Oft wir das auch abgeschliffen und etwas neu schwarz nachgefärbt "blacktopping" genannt kann man dann mit üblichen Lösemitteln anlösen. 2.) Laserbeschriftung ist kein Garant für irgendwas. Ich hab auch schon Total(ver)fälschungen mit kunstvoll aufgelasertem Firmenlogo gesehen, die im Original nur mit Buchstabenlogo versehen waren. Ein Laserbeschrifter kostet fast nichts mehr, da sind Druckstempel oder Siebdrucksiebe nicht mehr die Wahl.. P.S. so einen Schweinkram gab es auch hier in Schland, ich habe mal eine Röhren - Rollendruckmaschine (heißt das so?) gesehen, wo teure Audioröhren wieder neu beschriftet wurden. Ob da immer Originale reingelegt wurden.... Ich hab dann schöne neubedruckte Telefunkenkartons zu meinen dort abgeholten technischen Unterlagen als bonbon mitbekommen. Also - Schmu lauert überall-
Stümperhafte Fälschung, erkennbar an der rauhen Oberfläche und dem groben Lasermarking. Und den falschen Font haben sie auch noch genommen.
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Michael B. schrieb: > Meistens produzieren diese kleinen IC nur eine Standby-Spannung z.B. > 5V. > > Dann repariert man nicht die Bauteile, sondern setzt ein anderes > funktionierendes 5V Netzteil rein und fertig. > > Anders beim Hauptnetzteil welches mehrere Spannungen mit hohem Strom > produziert. Hast ja völlig recht. Damals war das Wissen nicht vorhanden, und heute habe ich zwar eine volle Ausstattung, aber es fehlen noch ein Labornetzteil und ein Oszi. H. H. schrieb: > Stümperhafte Fälschung, erkennbar an der rauhen Oberfläche und dem > groben Lasermarking. Damit ist das Thema ja geklärt. Wie immer habe ich auf dich gehofft. Wie kommt es eigentlich, dass die Messungen, die ich soweit machen konnte, stimmten? Ist das Zufall, oder wird da der Müll vorselektiert, bevor umgelabelt?
Keks F. schrieb: > Damit ist das Thema ja geklärt. Wie immer habe ich auf dich gehofft. > Wie kommt es eigentlich, dass die Messungen, die ich soweit machen > konnte, stimmten? Ist das Zufall, oder wird da der Müll vorselektiert, > bevor umgelabelt? Das kann sogar ein ausgelöteter LNK362 sein, oder ein anderer aus der Reihe, oder irgendwas mit passendem Gehäuse. Selbst Gehäuse ohne Die sind schon als Fälschungen aufgetaucht...
Ja gut, wenn tatsächlich doch ein echter 362, wieso dann abschleifen und neu beschriften? Also das System hinter den Fälschungen allgemein bei scheinbar Cent-Artikeln habe ich noch nicht ganz begriffen. Sind die Margen da so groß?
Keks F. schrieb: > Ja gut, wenn tatsächlich doch ein echter 362, wieso dann abschleifen und > neu beschriften? Damit er "neu" ist. Ob er funktioniert ist damit natürlich nicht gesagt. > Also das System hinter den Fälschungen allgemein bei scheinbar > Cent-Artikeln habe ich noch nicht ganz begriffen. Sind die Margen da so > groß? Offensichtlich ausreichend.
Es gibt da dieses ältere PDF, auf dem gezeigt wird, wie in China ausgelötete Bauteile teilweise am Flußufer gewaschen und getrocknet werden. Da gibts ja immernoch die Scheere zwischen Hightech und Hinterland... Und mit dem Aufbereiten sind die gut. Ich habe mal bewusst historische parallele EEproms gekauft (gabs nirgendwo mehr, ging nur um einen Test für ein älteres Gerät), die kamen dann mit den verschiedensten Originalbeschriftungen, aber neu verzinnten und neu erscheinenden Anschlußbeinen. Grundsäzlich ist das ja erstmal nachhaltig, aber nur bedingt, da die Vorgeschichte, ESD Vorschäden und ähnliches nicht bekannt sind. Und oft werden ja -oh wunder- erweiterte Temperaturbereiche oder besser selektierte Teile daraus, das ist dann insbesonders bei Neubeschriftungen ein Extraproblem..
Das mit dem am Flussufer gewaschen hatte ich auch irgendwann einmal in einem Video gesehen.
Flipperforum - Hauptboard in Spülmaschine gewaschen... es gibt alles...
Aber es ist schon ein Unterschied, ob man es - ggfs. sogar improvisiert ESD gerecht - selber wäscht und die Risiken womöglich im Blick hat und umschifft, oder ob das Zeug eimerweise irgendwohin geschüttet, gesiebt und nacher wieder aufgehübscht wird. Und aus Schrott mit unbekannter Vorgeschichte recycelt wurde. Die Gefahr von Ausfällen steigt dann einfach deutlich, auch in Betrieb durch ESD Vorschädigungen insbesonders durch den rustikalen Umgang. Angeschossene, aber noch nicht komplett kaputte Ein- und Ausgangsbeschaltung der Halbleiter durch die Misshandlung ohne ESD Schutzmaßnahmen ist da ein Stichwort. Die sind dann ggfs. schon sturmreif geschossen, und fallen dann ggfs. zu früh aus.
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